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Ober-Bessingen

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Ober-Bessingen
Stadt Lich
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(554)&title=Ober-Bessingen 50° 32′ N, 8° 54′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(554) 50° 32′ 19″ N, 8° 54′ 10″ O
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Höhe: 186 m ü. NHN
Fläche: 4,2 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 554 (Dez. 2023)<ref name="DF">Steckbrief Lich. Stadt Lich, abgerufen im März 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 132 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 35423
Vorwahl: 06404
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Datei:Ober-Bessingen.jpg
Blick auf Ober-Bessingen

Ober-Bessingen ist einer von neun Stadtteilen der Stadt Lich im mittelhessischen Landkreis Gießen und ist rund 7 km östlich der Kernstadt an der Wetter gelegen.

Ortsgeschichte

Vor- und Frühgeschichte

Auf dem Hässels gelegene Hügelgräber legen eine Besiedlung schon in der Bronzezeit nahe.

Mittelalter

Bis zum 1260 finden sich keine Unterscheidungen zwischen den Ortsnamen Ober- und Nieder-Bessingen. In dem fuldischen Kopiar, dem sogenannten Codex Eberhardi, wird Bessingen erstmals um 1056 erwähnt.<ref>Ernst Friedrich Johann Dronke: Codex dipolomaticus Fuldensis. Kassel 1850. Nr. 754, S. 363.</ref> Es schenkten Hecil und seine Frau Ota dem Kloster „... in Bezcingen XV huba et nemus et molendina.“ (15 Hufen und Wald und Mühlen.) Im gleichen Kopiar, das um 1160 entstanden ist, heißt es: „... bona sua in bezzingestat“. (Seine Güter in Bessingen).<ref>Ernst Friedrich Johann Dronke: Traditiones et antquitates Fuldenses. Fulda 1844. Kap. 42, Nr. 181. S. 110.</ref> Eine weitere Schenkung stammt von Biricho und seiner Frau Ruda und wird ins 9. Jahrhundert datiert.<ref>Der Codex Eberhardi des Klosters Fulda. Hrsg. von Heinrich Meyer zu Ermgassen. Band 1. Marburg 1995. = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. 58, 1. S. 212.</ref> 1226 wird ebenfalls in einem Kopiareintrag der Ort genannt: „... apud Bessingen“, (bei Bessingen).<ref>Ludwig Baur: Hessische Urkunden aus dem Großherzoglich Hessischen Haus- und Staatsarchive. Band 1–5. Band 1. Darmstadt 1860–1873. Nr. 1276, S. 857.</ref>

Die älteste Erwähnung Ober-Bessingens stammt aus dem Jahr 1260, niedergeschrieben in einem Kopiar aus dem 16. Jahrhundert: „... curiam sitam apud Bessingen superiorem.“<ref>Heinrich Reimer: Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau. Band 1 – 4. Leipzig 1891 – 1897. Bd. 1. Nr. 356, S. 261.</ref> (Der zentrale Hof gelegen bei Ober-Bessingen.) In ihm gestatten die Lehnsherren Reinhard I. von Hanau und seine Ehefrau Adelheid von Münzenberg den Verkauf eines zentralen Hofes (curia) an das Zisterzienserkloster Haina. Eine Urkunde aus dem Jahre 1327 belegt „Konrad den Pudeler“ von „Abirnbeßingen“.<ref>Archiv Lich, Urkunden Solms, Kasten 35.</ref> Man kann von dem Ortsnamen Ober-Bessingen darauf schließen, dass es auch ein zweites Bessingen, nämlich ein Unter- oder Nieder-Bessingen gibt. Eine Urkunde von 1374 spricht „zusschin den zweyn Beßingen“.<ref>Ludwig Baur: Urkundenbuch des Klosters Arnsburg in der Wetterau. Darmstadt 1851. Nr. 1013, S. 616.</ref> Aber noch im 15. Jahrhundert reicht es aus, in Urkunden nur Bessingen als Herkunftsort anzugeben. So heißt es 1438: „Henne von Bessungen“.<ref>Meinhard Sponheimer (Bearbeiter): Urkundenbuch der Stadt Wetzlar. Band 3. Nr. 864, S. 479.</ref> Ebenfalls im 15. Jahrhundert gibt es auch den urkundlichen Beleg für „Nydern Bessungen“.<ref>Universitätsbibliothek Gießen, Handschrift 556/60. S. 22.</ref>

Der Ortsname Bessingen ist eine Ableitung des Rufnamens „Bazzo“ mit dem Suffix „-inga“. Die Siedlung ist also benannt nach ihrem Ortsgründer oder der dort wohnenden Sippe. Also ist Bessingen die „Siedlung der Leute, die in der von Bazzo gegründeten Siedlung wohnen“.<ref>Lutz Reichardt: Die Siedlungsnamen der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach in Hessen. Namenbuch. Dissertation. Göppingen 1973. S. 52–54, besonders S. 53.</ref>

Der oben als „curia“ bezeichnete Hof ging in den Besitz des Hauses Solms-Lich über, und die Vogtei wurde zu einem gelegentlichen Spielball bei Erbauseinandersetzungen. Aus der Flurbezeichnung Schloßgärten kann das Vorhandensein einer kleinen Burg bzw. eines Schlösschens vermutet werden, es könnte sich dabei um den in Urkunden erwähnten Münzenbergischen Hof gehandelt haben, was aber spekulativ ist.

Neuzeit

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Ober-Bessingen mit Kontributionen und Abgaben gepresst, Vieh wurde beschlagnahmt. Weiteres Leid brachte das Pestjahr 1635. 1675 kam es zu einem verheerenden Brand, dem 63 Häuser zum Opfer fielen, darunter auch das Torhaus. Nach den Schrecken der Napoleonischen Kriege erfolgte ab 1815 eine Ablösung von den landesherrlichen Lasten. Außer der Landwirtschaft gab in den Wintermonaten die Leineweberei vielen Höfen ein zusätzliches Einkommen. Bis 1877 gab es im Ort eine Papiermühle, lange Zeit auch Basaltsteinbrüche.

Im Jahr 1907 ging die Wasserversorgung in Betrieb, 1921 erfolgte die Elektrifizierung, und seit 1973 ist Ober-Bessingen kanalisiert. Durch einen großen Zuzug von Flüchtlingen, vor allem aus dem Sudetenland, erhöhte sich nach 1945 die Einwohnerzahl von Ober-Bessingen beachtlich.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ober-Bessingen zum 31. Dezember 1970 auf freiwilliger Basis in die Stadt Lich eingegliedert.<ref>Eingliederung von Gemeinden in die Stadt Lich, Landkreis Gießen vom 6. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 4, S. 141, Punkt 174 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,3 MB]).</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref> Für Ober-Bessingen wurde, wie für alle Stadtteile von Lich, ein Ortsbezirk eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 95 kB) § 4. Stadt Lich, abgerufen im März 2024.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Ober-Bessingen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Gerichte seit 1803

In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für das Fürstentum Oberhessen (ab 1815 Provinz Oberhessen) wurde das „Hofgericht Gießen“ eingerichtet. Es war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Übergeordnet war das Oberappellationsgericht Darmstadt. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen und somit war für Ober-Bessingen ab 1806 das „Patrimonialgericht der Fürsten Solms-Hohensolms-Lich“ in Lich zuständig. Nach der Gründung des Großherzogtums Hessen 1806 wurden die Aufgaben der ersten Instanz 1821–1822 im Rahmen der Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung auf die neu geschaffenen Land- bzw. Stadtgerichte übertragen. Ab 1822 ließen die Fürsten Solms-Hohensolms-Lich ihre Rechte am Gericht durch das Großherzogtum Hessen in ihrem Namen ausüben. „Landgericht Lich“ war daher die Bezeichnung für das erstinstanzliche Gericht, das für Ober-Bessingen zuständig war. Auch auf sein Recht auf die zweite Instanz, die durch die Justizkanzlei in Hungen ausgeübt wurde, verzichtete der Fürst 1823.<ref name="PF" /> Erst infolge der Märzrevolution 1848 wurden mit dem „Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren“ vom 15. April 1848 die standesherrlichen Sonderrechte endgültig aufgehoben.<ref>Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren vom 7. August 1848. In: Großherzog von Hessen (Hrsg.): Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. 1848 Nr. 40, S. 237–241 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 42,9 MB]).</ref>

Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, infolge derer die bisherigen großherzoglichen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt wurden, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten, kam es zur Umbenennung in „Amtsgericht Lich“ und Zuteilung zum Bezirk des Landgerichts Gießen.<ref>Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze vom 14. Mai 1879. In: Großherzog von Hessen und bei Rhein (Hrsg.): Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. 1879 Nr. 15, S. 197–211 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 17,8 MB]).</ref> Am 1. Juni 1934 wurde das Amtsgericht Lich aufgelöst und Ober-Bessingen dem Amtsgericht Gießen zugeteilt.<ref>Verordnung über die Umbildung von Amtsgerichtsbezirken vom 11. April 1934. In: Der Hessische Staatsminister (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1934 Nr. 10, S. 63 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 13,6 MB]).</ref>

Schulgeschichte

Datei:GemeindehausOberBessingen2022.jpg
Das ev. Gemeindehaus
Datei:Ober-Bessingen, Dorfgemeinschaftshaus.JPG
Das Dorfgemeinschaftshaus
Datei:FFWOberBessingen.jpg
Die freiwillige Feuerwehr

Am 7. Februar 1703 gestattete Moritz von Solms dem Ort eine eigene Schule. Das bis 1971 genutzte Schulhaus stammt von 1881, es konnte mittlerweile als Dorfgemeinschaftshaus umgebaut und 1985 eingeweiht werden, da ab der Eingemeindung nach Lich auch die Beschulung der Kinder in den Licher Schulen erfolgte. Im Jahr 2002 wurde das Dorfgemeinschaftshaus um eine Bühne erweitert.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011 in Ober-Bessingen 564 Einwohner. Darunter waren 15 (2,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 78 Einwohner unter 18 Jahren, 243 zwischen 18 und 49, 138 zwischen 50 und 64 und 105 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 240 Haushalten. Davon waren 63 Singlehaushalte, 78 Paare ohne Kinder und 48 Paare mit Kindern, sowie 18 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 45 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 145 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Ober-Bessingen: Einwohnerzahlen von 1830 bis 2020
Jahr  Einwohner
1830
  
405
1834
  
414
1840
  
430
1846
  
441
1852
  
441
1858
  
434
1864
  
426
1871
  
395
1875
  
403
1885
  
403
1895
  
387
1905
  
349
1910
  
355
1925
  
385
1939
  
366
1946
  
547
1950
  
540
1956
  
476
1961
  
459
1967
  
469
1970
  
475
1988
  
482
2010
  
597
2011
  
564
2015
  
563
2020
  
560
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: 1970:<ref></ref>; 1988–2011:<ref>Heimatbuch der Stadt Lich, Stadtverwaltung Lich</ref> nach 2011: Stadt Lich;<ref name="EW2015" /><ref name="EW2020" /> Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

1830: 405 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="lagis" />
1961: 397 evangelische (= 86,5 %), 62 katholische (= 13,5 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Historische Erwerbstätigkeit

Im Jahr 1961 wurden die folgenden Erwerbspersonen gezählt: 132 in Land- und Forstwirtschaft; 92 im produzierenden Gewerbe; 12 in Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittlung; 19 im Dienstleistungsbereich oder sonstigen Gewerbe.<ref name="lagis" />

Datei:KircheOberBessingenEngel8.jpg
Engel in der evangelischen Kirche

Politik

Für den Stadtteil Ober-Bessingen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Ober-Bessingen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung bei der Wahl zum Ortsbeirat 68,68 %. Dabei wurden gewählt: drei Mitglieder der CDU und zwei Mitglieder der „Freien Wähler“ (FW).<ref>Ortsbeiratswahl Ortsbezirk Ober-Bessingen. In: Votemanager. Stadt Lich, abgerufen im März 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Karin Römer (CDU) zur Ortsvorsteherin.<ref>Ortsbeirat Ober-Bessingen. In: Ratsinformationssystem. Stadt Lich, abgerufen im März 2024.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Pforte2022.jpg
Die „Pforte“
Datei:EVKircheOberBessingen22.jpg
Evangelische Kirche
Datei:EichbaumOberBessingen2022.jpg
Der Eichbaum

Bauwerke

  • Die Ober-Bessinger Pforte wurde als Torhaus errichtet und bildete ursprünglich das Ende der Hauptstraße. Nach den Aufzeichnungen des Bürgermeisters Rühl hat bereits im Jahr 1593 an gleicher Stelle eine Pforte gestanden, welche jedoch bei der Brandkatastrophe 1675 niederbrannte. Das heutige Torhaus, dessen Torweg durch die beiden Untergeschosse hindurch führt, stammt aus dem Jahr 1782. Auf dem schiefergedeckten Walmdach sitzt ein zweigeschossiges Türmchen mit einer Uhr. Bis in das Jahr 1990 hinein war das dritte Geschoss bewohnt. Über die Jahrhunderte fungierte die Pforte als Rathaus, Schule und Spritzenhaus. Von 2017 bis 2020 wurde die Pforte von Grund auf renoviert<ref>„Wir brauchen hier kein Schloss“. (giessener-anzeiger.de [abgerufen am 4. Oktober 2017]).</ref>, die Kosten wurden auf 800.000 EUR geschätzt.<ref>Ober-Bessinger Pforte bekommt eine neue Uhr. In: Alsfelder Allgemeine Zeitung. Abgerufen am 4. Oktober 2017.</ref> Nach Abschluss der Renovierungen dient die Pforte sowohl als Pilgerherberge für den Lutherweg 1521 als auch als Rot-Kreuz-Museum. Das restaurierte Bauwerk gilt als eines der letzten Torhäuser Hessens und wurde 2020 mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet. Für Pflege und Instandhaltung des Gebäudes wurde 2016 der Verein „Pforte 1782 Ober-Bessingen“ gegründet, der seit dem Abschluss der Restaurierungen hier seinen Vereinsraum hat.<ref>Fast jeder Zehnte im Ort ist bereits Mitglied. (giessener-anzeiger.de [abgerufen am 4. Oktober 2017]).</ref>
  • Evangelische Kirche Ober-Bessingen“: Einschiffige gotische Kirche mit drei Kreuzgewölbejochen und Chor sowie einer zu Beginn des 16. Jahrhunderts angefügten Seitenkapelle mit Kreuzrippengewölbe.

Naturdenkmäler

  • „Eichbaum“: Am Sedanstag 1913 wurde aus Anlass der hundertjährigen Wiederkehr der Völkerschlacht bei Leipzig ein Eichbaum gepflanzt, der heute noch steht. Seit dem 75. Geburtstag der Eiche im Jahr 1988 wird alljährlich am letzten Samstag im August ein Eichbaumfest gefeiert, dessen Erlös sozialen Einrichtungen zugutekommt. Seit 1999 veranstaltet die Eichbaumgruppe außerdem einen Seniorennachmittag für alle Einwohner Ober-Bessingens ab dem 65. Lebensjahr. Mit den Einnahmen des Eichbaumfests wurde in Ober-Bessingen bisher u. a. eine Weihnachtsbeleuchtung für die Pforte und ein Taufbecken für die evangelische Kirche finanziert.

Auszeichnungen

Im Mai 2019 erreichte Ober-Bessingen das Finale des Wettbewerbs Dolles Dorf vom Hessischen Rundfunk und belegte den vierten Platz.<ref>Die vier Finalisten im Kampf um das „Dolle Dorf 2019“ stehen fest. Hessischer Rundfunk, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Mai 2019; abgerufen im Mai 2019.</ref>

Vereine

Anmerkungen

<references group="Anm." />

Literatur

  • Hans Kandel, Hans Schnorr: Ober-Bessingen. In: Licher Heimatbuch. Die Kernstadt und ihre Stadtteile. Bearbeitet von Paul Görlich, herausgegeben vom Magistrat der Stadt Lich 1989.
  • Vorlage:HessBib
  • Vorlage:HessBib

Weblinks

Commons: Ober-Bessingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis"> Ober-Bessingen, Landkreis Gießen. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="EW2020"> Steckbrief Lich. Stadt Lich, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im März 2024. </ref> <ref name="EW2015"> Steckbrief Lich (ab 2015). Stadt Lich, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im Februar 2019. </ref> <ref name="PF"> Theodor Hartleben (Hrsg.): Allgemeine deutsche Justiz-, Kameral- und Polizeifama, Teil 1. Band 2. Johann Andreas Kranzbühler, 1832, S. 271 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 424 (Textarchiv – Internet Archive). </ref> <ref name="STH-Oberhessen"> Georg W. Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt 1830, S. 135 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 8 und 48, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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