Zum Inhalt springen

Bruno Droste

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. Juni 2023 um 05:55 Uhr durch imported>InternetArchiveBot (InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Bruno Droste (* 19. Februar 1918 in Schwiebus; † 18. März 1969 in Brüssel) war ein deutscher Musiker, Komponist, Bearbeiter und Orchesterleiter.

Werk

Im Jahre 1947 ist seine Bearbeitung des Kinderliedes Weißt du, wie viel Sternlein stehen erschienen. Seine Version ist ein langsamer Foxtrott mit einem Text von Toni Tanner. Das Lied wurde im Swing Musikverlag Erfurt veröffentlicht. In den Folgejahren wurden von Bruno Droste Instrumentaltitel, Schlagerlieder und Verlagsbearbeitungen veröffentlicht. Beispielsweise verfasste er Bearbeitungen für den Harth Musik Verlag Leipzig-Berlin und für Lied der Zeit, Musikverlag, Berlin.

1965 schrieb er für den Titel „Moskauer Nächte“ von Solowjow-Sedoi ein Orchester-Arrangement.<ref>Registrierung der Bearbeitung „Moskauer Nächte“ bei der Gema: 1 Werk(e) gefunden, Suchbegriff(e): MOSKAUER NAECHTE, BRUNO DROSTE 1. Titel der Werkfassung MOSKAUER NAECHTE

Dauer: 00:05:00 ISWC: T-800.552.471-1 GEMA-Werk.-Nr. 4110024-018

Beteiligter CAE/IPI Rolle SOLOVEV-SEDOJ, VASILIJ PAVLOVICH 00077957319 Komponist DROSTE, BRUNO 00008666376 Bearbeiter MATUSOVSKIJ, MIKHAIL LVOVICH 00084190865 Textdichter OSTEN, SIEGFRIED 00023098698 Spezialtextdichter SIKORSKI HANS MUSIKVERLAG GMBH-CO 00072592662 Originalverleger </ref> Zum erhofften Vertragsabschluss mit einem deutschen Musikverlag kam es nicht. Seine Orchester-Bearbeitung wurde nicht lizenziert.

Auch Amiga veröffentlichte einige Lieder von ihm. So wurde das „Prelude d’amour“ (Text: Gerd Mylow), in der Einspielung mit dem Tanzorchester des Senders Leipzig, unter der Leitung von Kurt Henkels, 1949 die erste Schallplattenaufnahme Fred Frohbergs.<ref>„Prelude d’amour“</ref>

„Lüttje Deern“ (Helmut Kießling) sang Heinz Schultze auf Platte.

Das Tanzstreichorchester Bruno Droste spielte einige Aufnahmen für Amiga ein; so, „Für Manuela“ (Arnold Bormann), mit Klaus Groß.<ref>Klaus Groß und das Tanzstreichorchester Bruno Droste – Amiga 150 534 A und 150 534 B: („Für Manuela“, „Chanson d’amour“). In liedderzeit.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Droste war als Komponist und musikalischer Leiter seines Bruno Droste Tanzstreichorchesters<ref>Traude Blecha und das Tanzstreichorchester Bruno Droste bei YouTube mit „Heut ist ein Feiertag für mich“</ref><ref>Klaus Groß und das Tanzstreichorchester Bruno Droste bei YouTube mit „Allein, ganz allein“</ref> sehr erfolgreich in Erfurt, aber dennoch unzufrieden aufgrund der Einschränkungen des Sowjetregimes gegenüber Künstlern. Während eines Auftritts in Ost-Berlin im September 1958 kam es aufgrund des Repertoires zu einem Streitgespräch mit den Kontrollaufsehern. Auf Grund dieses Vorfalles beschloss Bruno Droste nach seinem Auftritt in den Westen zu gehen und ließ sich dort am nächsten Tag als Flüchtling, in Berlins amerikanischer Zone, registrieren.

Droste lebte bis 1958 in Erfurt und starb im Jahr 1969 in Brüssel.

1970 nahm Doris Marion sein „Prelude d’amour“ mit ihrem eigenen englischen Text „So is My Love for You“ mit dem RIAS Tanzorchester auf.<ref>Doris Marion: Affections of my heart - u. a. mit zwei Liedern von Bruno Droste: "Magic Town" und "So is my love for you" </ref>

2012 nahmen die Stuttgarter Sopranistin Christine Reber & friends die CD „Wiederentdeckt“ mit 14 Liedern von Bruno Droste in deutscher, französischer und englischer Sprache auf.<ref>"Christine Reber singt „Wiederentdeckt“ Lieder von Bruno Droste (YouTube)</ref>

Werke

  • 1947 „Toto - Akkordeonsolo“<ref>Toto-eine Komposition von Bruno Droste</ref> – 2007 eine Aufzeichnung mit Roberto Cassan. Auf meine Frage zu dieser Aufnahme, schrieb mir Frau Carlino:<ref> „… ja, ich habe Brunos Noten gefunden, aber nie die Musik gehört. Wir haben einen tollen Akkordeonisten, Roberto Cassan, gefunden, der eine Gruppe von seinen Kollegen gebeten hat, das Stück aufzunehmen. 2007 haben wir ‚Toto‘ also aufgenommen. Dabei waren 3 Italiener, ein Schwede und 3 Amerikaner. Ganz besonders hat mir der ältere Tenor Sax Spieler, der schon 82 Jahre alt war, gefallen. … Ich habe Herrn Cassan gebeten noch ein Stück, diesmal für Solo Akkordeon, aufzunehmen, das ‚Rommé‘ heißt“. … Danke für den Link in Ihren Artikel.</ref>
  • 1948 „Einmal hat alles ein Ende“ (G. Lindau)
  • 1952 „Postscriptum“ (Klaus Kramer)<ref>Gema Musikrecherche. In: gema.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. März 2005; abgerufen am 30. Januar 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/online.gema.de</ref><ref>der Katalog des Harth Musik Verlages bestätigt: das Druck-Arrangement der Klavier- und Salonorchester-Ausgabe für „Postscriptum“ schrieb der Trompeter, Komponist und spätere Leiter des Rundfunk-Tanzorchesters Leipzig Walter Eichenberg</ref>
  • 1955 „Küsst du mich, küss ich dich“ (Helmut Kießling) – 1963 schrieb Doris Marion einen englischen Spezialtext zu diesem Lied („Taking a Trip with You“)
  • 1955 „Hörst du die Klänge?“ ( Maggie Koch, Helmut Kießling)<ref>Verlagsverzeichnis Harth Musik Verlag Leipzig-Berlin</ref>
  • 1955 „Für Manuela“ (Arnold Bormann)
  • 1956 „Lüttje Deern - Rheinländer-Polka“ (Helmut Kießling)<ref>Lüttje Deern. Rheinländer-Polka. Worte: Helmut Kießling.Musik: Bruno Droste. Copyright MCMLVI by Harth-Musik-Verlag, Leipzig-Berlin.</ref>
  • 1956 „Mach mir das Herz nicht so schwer“ (Kaja Tiller)
  • 1956 „Abra-ka-dabra“ (Willy Schüller)
  • 1956 „Alle meine Lieder“ (Hans Hardt)<ref>Jürgen Degenhardt schrieb Bühnenwerke und als Hans Hardt Texte für Tanzlieder</ref>
  • 1956 „Dann und wann“ (Werner Thomas) – 1963 englischer Text von Doris Marion „Disappearing Lover“
  • 1957 „Esprit - Intermezzo für Salonorchester“
  • 1957 „Gang durch die Stadt“ (Ursula Dörge)
  • 1958 „So wie du“ (Dieter Schneider)<ref>Dieter Schneider: Jeder Tag hat ein Lied</ref><ref>Das Entstehungsjahr des Liedes hat mir der Textdichter bestätigt. Zur Aufnahme oder zu Interpreten konnte er keine Angaben machen. Den Text hat Doris Marion per E-Mail geschickt.</ref>
  • 1963 „Magic Town“ (Doris Marion) – Doris Marion und das Metropol Orchester<ref>aufgenommen am 2. August 1963 in Holland</ref> – weitere Aufnahmen dieses Liedes 1966<ref> Doris Marion und das Festival Orchester am 15. Mai 1966 in Brüssel</ref> und 1970<ref>Doris Marion mit dem Rias Dance Orchester am 26. Januar 1970 in Berlin</ref>

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Hinweisbaustein