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Grasellenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Grasellenbach COA.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 38′ N, 8° 50′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|06431009}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 38′ N, 8° 50′ O
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dim= globe= name= region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Bergstraße
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|06431009}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 64689
Vorwahlen: 06207, 06253
Kfz-Kennzeichen: HP
Gemeindeschlüssel: 06 4 31 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 1
64689 Grasellenbach
Website: www.gemeinde-grasellenbach.de
Bürgermeister: Markus Röth
Lage der Gemeinde Grasellenbach im Landkreis Bergstraße
<imagemap>

Bild:Grasellenbach in HP.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 165 34 175 53 194 43 199 50 219 59 276 59 288 71 233 95 185 105 185 101 159 101 141 88 136 68 Groß-Rohrheim poly 326 52 311 64 328 82 348 67 374 68 378 79 421 58 Zwingenberg (Bergstraße) poly 135 67 144 93 181 101 190 105 231 92 246 147 222 138 203 162 173 147 129 141 58 175 34 125 68 92 Biblis poly 221 319 257 362 292 408 334 408 375 374 359 285 294 300 251 295 Viernheim poly 144 142 148 175 127 200 110 200 120 208 136 225 181 248 258 236 276 236 328 217 319 246 332 246 346 286 300 297 254 295 221 317 170 291 125 298 53 177 127 141 Lampertheim poly 145 144 145 178 127 200 114 203 125 211 133 221 182 249 257 233 239 178 257 165 257 157 240 157 236 166 224 171 Bürstadt poly 289 71 322 131 291 166 280 196 248 202 242 178 259 160 243 159 237 168 219 165 218 169 203 162 219 139 243 145 233 93 Einhausen (Hessen) poly 316 134 338 128 341 136 328 148 329 162 340 160 353 182 350 197 356 252 343 264 335 243 319 251 328 215 282 236 259 234 249 203 282 196 289 166 Lorsch poly 289 71 322 128 335 131 338 136 326 145 340 159 351 184 512 136 507 113 488 108 467 113 437 105 461 58 409 59 380 77 375 67 347 65 325 83 307 50 Bensheim poly 497 7 469 25 479 47 457 61 437 99 467 113 488 107 509 117 512 136 524 138 532 126 532 113 596 56 587 52 552 64 521 33 503 24 Lautertal (Odenwald) poly 621 37 532 111 526 134 596 151 620 129 607 114 627 105 636 92 610 67 623 49 Lindenfels poly 353 181 525 135 524 160 535 182 526 190 531 200 526 217 482 237 357 251 Heppenheim (Bergstraße) poly 488 233 481 258 466 267 449 239 Heppenheim (Bergstraße) poly 526 136 599 151 620 122 656 147 667 147 673 165 697 169 715 178 740 172 740 187 679 194 669 178 656 200 635 228 620 236 544 214 561 196 547 172 528 154 Fürth (Odenwald) poly 721 188 682 194 666 177 636 220 633 260 696 273 700 263 722 260 730 245 736 233 724 209 713 200 Grasellenbach poly 529 157 553 177 559 197 541 211 621 236 632 231 632 264 633 282 608 298 565 277 571 255 553 248 553 236 507 224 528 220 Rimbach (Odenwald) poly 501 224 552 234 549 248 567 249 567 274 624 312 610 317 592 352 578 340 567 350 555 352 562 314 532 300 521 304 488 270 483 249 Mörlenbach poly 635 261 694 271 699 264 722 260 722 246 746 261 728 263 740 313 733 326 749 393 774 405 758 436 691 441 661 460 647 435 647 403 624 399 636 384 608 319 626 319 610 298 635 282 Wald-Michelbach poly 492 274 521 303 529 298 559 317 553 353 568 353 577 340 596 360 589 384 498 363 467 310 Birkenau (Odenwald) poly 604 319 590 415 618 421 632 401 635 383 Abtsteinach poly 498 363 592 381 589 417 501 417 Gorxheimertal poly 756 467 801 485 820 522 765 549 758 544 746 576 702 534 691 524 667 528 654 501 691 476 703 504 733 494 Hirschhorn (Neckar) poly 664 525 691 522 697 570 715 581 719 595 690 624 667 601 651 622 626 608 657 587 672 556 Neckarsteinach poly 696 533 745 567 719 589 700 571 Michelbuch (gemeindefreies Gebiet) poly 200 0 12 1 4 644 221 651 228 550 159 533 181 498 107 355 129 306 36 120 135 70 Rheinland-Pfalz poly 126 298 181 292 216 319 288 405 344 408 384 366 365 282 347 280 347 264 449 242 466 266 485 266 485 286 470 289 495 386 501 414 611 423 639 403 647 432 661 463 749 438 756 470 704 507 713 488 690 473 651 498 669 559 620 613 645 624 669 605 690 626 755 564 826 522 799 495 837 442 939 441 936 644 224 650 Baden-Württemberg poly 199 0 166 37 176 55 197 42 200 52 276 58 288 71 310 43 303 0 Landkreis Groß-Gerau poly 304 0 310 43 461 58 476 49 472 22 498 7 509 31 526 33 550 61 581 52 624 39 673 1 Landkreis Darmstadt-Dieburg poly 673 0 626 37 626 47 613 59 635 85 629 110 607 113 664 145 682 171 743 174 740 190 713 199 728 211 739 234 730 248 748 263 731 264 742 314 736 331 749 390 773 406 758 467 805 485 837 442 937 441 940 0 Odenwaldkreis desc bottom-left </imagemap>

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Grasellenbach ist eine Gemeinde im südhessischen Landkreis Bergstraße mit ca. 4000 Einwohnern. Überregional bekannt ist sie als Standort eines Siegfriedbrunnens. Der Verwaltungssitz befindet sich im größten Ortsteil Hammelbach.

Geographie

Geographische Lage

Die Odenwälder Gemeinde liegt im UNESCO Geopark Bergstraße-Odenwald auf einer Höhe zwischen 420 und 580 m ü. NN. Ortsteile von Grasellenbach werden von den beiden bedeutendsten Bächen des südlichen Odenwaldes durchflossen, vom Ulfenbach und der Weschnitz, die beim Ortsteil Hammelbach entspringen, wo die Wasserscheide zwischen Neckar und Rhein verläuft.

Nachbargemeinden

Grasellenbach grenzt im Norden an die Gemeinde Fürth, im Osten an die zum Odenwaldkreis gehörende Gemeinde Mossautal, im Süden an die Gemeinde Wald-Michelbach sowie im Westen an die Gemeinde Rimbach.

Ortsteile

Datei:Grasellenbach Evangelische Kirche 20100919.jpg
Evangelische Kirche Hammelbach
Datei:Grasellenbach Katholische Kirche 20100919.jpg
Katholische Kirche Hammelbach

Hammelbach

Der heutige Luftkurort Hammelbach ist mit etwa 1400 Einwohnern größter und auch ältester Ortsteil sowie Verwaltungssitz der Gesamtgemeinde Grasellenbach. Hammelbach bedeutet so viel wie „Bach an einer steilen Anhöhe“. Diese Namensgebung rührt daher, dass in Hammelbach die beiden bedeutendsten Bäche entspringen: der Ulfenbach und die Weschnitz. In Hammelbach befinden sich sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche. Des Weiteren befindet sich ein Freibad in Hammelbach, das aus Quellwasser gespeist wird, und ein Campingplatz. Das Hammelbacher Kirchweihfest, hier Kerwe genannt, wird jedes Jahr am vierten Wochenende des Septembers gefeiert und hat seinen Ursprung in der Weihe der 1802 erbauten ev.-reformierten Kirche. Historisch betrachtet ist Hammelbach der einzige legitime Ortsteil, der die Kirchweih ausrichten darf, da in ihm auch die ev. Kirche steht. Im Mittelalter war Hammelbach Zentort des Hammelbacher oder Aicher Cent. Sehenswert sind die gotische Kapellenruine aus dem 14. Jahrhundert auf dem Friedhof und das historische Backhaus. Jedes Jahr findet im März die sogenannte Schwarzpulverrally statt. Zu dieser Veranstaltung finden sich immer zahlreiche Motorradfahrer aus ganz Deutschland in Hammelbach ein.

Gras-Ellenbach

Das Kneipp-Heilbad Gras-Ellenbach ist mit seinen knapp 1000 Einwohnern der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde. Gras-Ellenbach ist bekannt für eine Quelle auf dem Spessartskopf, an dem angeblich Siegfried von Hagen getötet wurde. Auch aufgrund dessen ist der Ortsteil Gras-Ellenbach der am meisten von Kurgästen frequentierte Ortsteil der Großgemeinde.

Gras-Ellenbach liegt auf 450–550 m Höhe. Die Wiesengründe, durch die hier der Ulfenbach fließt, sollen dem Ort den Namen gegeben haben. Das hinzugefügte Ellen leitet sich möglicherweise von Elm (Ulme) her. Es existieren weitere Deutungsversuche, die jedoch umstritten sind.

Gras-Ellenbach ist ein staatlich anerkannter Luftkurort mit Kneipp-Heilbad. Auf der Heimatbühne in der Nibelungenhalle wurden seit über zwei Jahrzehnten Odenwälder Theaterstücke aufgeführt.

Weitere Ortsteile

Tromm ist mit etwa 100 Einwohnern der kleinste und mit 539 m der höchstgelegene Ortsteil der Gemeinde. Er liegt am Nordosthang der Tromm inmitten von Wiesen und Wäldern und präsentiert sich als Erholungs- und Tagungsort mit Wanderwegen und Wintersportmöglichkeiten.

Auch die drei weiteren Ortsteile Wahlen (etwa 900 Einwohner), Scharbach (etwa 470 Einwohner) und Litzelbach (etwa 150 Einwohner) sind in erster Linie Erholungsorte.

Geschichte

Bereits im Mittelalter und bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die heutigen Ortsteile schon einmal zusammengefasst, in der Kurpfälzischen „Aicher Cent“. Lediglich Litzelbach gehörte zur Kurmainzischen Cent Abtsteinach. Die Cent – eine Verwaltungseinrichtung ähnlich einer heutigen Gemeinde – trug den Namen Aicher oder Hammelbacher Cent nach dem Standort der Gerichtsstätte an der „Gefehlten Aiche“. Die Ersterwähnung des Ortsteiles Hammelbach geht auf das Jahr 795 zurück, während die anderen Ortsteile um 1300 ihre Ersterwähnung fanden. Die Zugehörigkeit der Orte zur Kurpfalz beziehungsweise zu Kurmainz währte bis zum Jahre 1802. Danach kamen die Gemeinden durch den Reichsdeputationshauptschluss zum Großherzogtum Hessen.

Die ursprünglichen Handwerker- und Bauerndörfer erlebten im 19. Jahrhundert durch die Blütephase der Buntsandsteinverarbeitung einen Aufschwung. Im 20. Jahrhundert erwuchs dem Fremdenverkehr eine wachsende Bedeutung, sodass besonders im Ortsteil Gras-Ellenbach der Fremdenverkehr ein bedeutender Wirtschaftszweig wurde.

Die Gemeinde Grasellenbach entstand in ihrer heutigen Form am 31. Dezember 1971, im Zuge der Gebietsreform in Hessen, durch den freiwilligen Zusammenschluss der zuvor selbstständigen Gemeinden Hammelbach, Gras-Ellenbach und Wahlen.<ref name="DEZ-1071">Gemeindegebietsreform Hessen; Zusammenschlüsse und Eingliederung von Gemeinden vom 29. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 3, S. 84 ff., Punkt 94, Abs. 85 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,0 MB]).</ref> Am 1. August 1972 vergrößerte sich Grasellenbach durch die gesetzlich verfügte Eingliederung der Gemeinden Litzelbach und Scharbach.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 349 und 350.</ref><ref>Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Bergstraße (GVBl. II 330–15 § 6) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 222 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,2 MB]).</ref> Ortsbezirke wurden im Gemeindegebiet nicht gebildet.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011/2022

Nach den Erhebungen des Zensus 2011/Zensus 2022 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011 / 15. Mai 2022, in Grasellenbach 3803/4010 Einwohner. Darunter waren 340/684 (8,9 % / 17,1 %) Ausländer, von denen 131/404 aus dem EU-Ausland, 191/159 aus anderen europäischen Ländern und 20/122 aus anderen Staaten kamen.<ref name="Z2011A" /><ref name="Z2022A" /> Nach dem Lebensalter waren 590/599 Einwohner unter 18 Jahren, 1510/1402 waren zwischen 18 und 49, 873/1071 zwischen 50 und 64 und 830/941 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011A5" /><ref name="Z2022A5" /> Die Einwohner lebten in 1531/1057 Haushalten. Davon waren 443/? Singlehaushalte, 493/511 Paare ohne Kinder und 454/424 Paare mit Kindern, sowie 112/123 Alleinerziehende und 24/? Wohngemeinschaften.<ref name="Z2011F" /><ref name="Z2022F" /> In 358/193 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 1005/690 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011Sen" /><ref name="Z2022Sen" /> 1701/1433 Einwohner gehörten der evangelischen (44,7 % / 35,7 %) und 1095/898 Einwohner der katholischen (28,8 % / 22,4 %) Konfession an.<ref name="Z2011R" /><ref name="Z2022R" />

Einwohnerentwicklung

Grasellenbach: Einwohnerzahlen von 1970 bis 2022
Jahr  Einwohner
1970
  
2.905
1973
  
2.967
1975
  
2.925
1980
  
3.010
1984
  
3.013
1990
  
3.432
1995
  
3.774
2000
  
3.936
2005
  
3.922
2010
  
3.703
2011
  
3.802
2015
  
3.995
2020
  
4.130
2022
  
4.010
Quellen: siehe folgende Liste
  • Im Jahr 1970 zählten die in der Gemeinde Grasellenbach zusammengeschlossenen Gemeinden 3598 Einwohner.<ref name="lagis" />
  • Hessisches Statistisches Informationssystem<ref name="Hstat">Hessisches Statistisches Informationssystem (Hesis) In: Statistik.Hessen. Archiviert auf archive.org</ref>
  • Beim Zensus 2011 wurden 3802 Einwohner gezählt.<ref name="Z2011A" />
  • Beim Zensus 2022 wurden 4010 Einwohner gezählt.<ref name="Z2022A" />

Erwerbstätigkeit

Die Gemeinde im Vergleich mit Landkreis, Regierungsbezirk Darmstadt und Hessen:<ref name="EW2000" />

Jahr Gemeinde Landkreis Regierungsbezirk Hessen
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2018 796 75.286 1.740.388 2.584.005
Veränderung zu 2000 −7,8 % +20,9 % +19,2 % +18,8 %
davon Vollzeit 2018 69,7 % 70,6 % 72,6 % 71,5 %
davon Teilzeit 2018 30,3 % 29,4 % 27,4 % 28,5 %
Ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte 2018 174 15.568 222.301 369.892
Veränderung zu 2000 −23,7 % −4,6 % +8,1 % +7,9 %
Branche Jahr Gemeinde Landkreis Regierungsbezirk Hessen
Produzierendes Gewerbe 2000 44,1 % 39,6 % 27,0 % 30,6 %
2018 27,9 % 32,0 % 20,4 % 24,3 %
Handel, Gastgewerbe und Verkehr 2000 21,6 % 25,1 % 26,4 % 25,1 %
2018 22,1 % 25,8 % 24,7 % 23,8 %
Unternehmensdienstleistungen 2000 *) 11,6 % 25,1 % 20,2 %
2018 08,9 % 15,3 % 31,7 % 26,2 %
Sonstige Dienstleistungen 2000 31,3 % 22,0 % 20,1 % 22,5 %
2018 40,7 % 25,1 % 22,8 % 25,2 %
Sonstiges (bzw. ohne Zuordnung) 2000 03,0 % 01,7 % 01,4 % 01,5 %
2018 00,4 % 01,1 % 00,3 % 00,4 %

*) anonymisiert

Politik

Gemeindevertretung

Für die Gemeindevertretung der Gemeinde Grasellenbach erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis,<ref>Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 15. März 2026</ref> in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:<ref>Vorlage:KW21-Hessen</ref><ref>Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. 431009 Grasellenbach. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im April 2016.</ref><ref>Vorlage:KW11-Hessen</ref><ref>Vorlage:KW06-Hessen</ref><ref>Vorlage:KW11-Hessen</ref>

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2026
    
Insgesamt 19 Sitze
Wahlvorschläge %
2026
Sitze
2026
%
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
Vorlage:Parteinamefarbe 25,6 5 24,9 5 28,8 5 30,6 7 33,1 7 34,2 8
Vorlage:Parteinamefarbe 33,0 6 30,9 6 28,9 6 30,0 7 33,2 8 29,7 7
Vorlage:Parteinamefarbe 30,1 6 30,9 6 32,9 6 25,2 6 25,2 6 28,6 6
Vorlage:Parteinamefarbe 11,3 2 13,3 2 9,4 2 14,1 3 8,6 2 7,6 2
Gesamt 100,0 19 100,0 19 100,0 19 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 58,2 53,2 49,8 51,9 53,2 59,5
Datei:Grasellenbach Rathaus 20100919.jpg
Rathaus im Ortsteil Hammelbach

Bürgermeister

Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Grasellenbach neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Beigeordneter und sechs weitere Beigeordnete angehören.<ref>Gemeindevorstand</ref> Bürgermeister ist seit dem 1. Januar 1997 der parteiunabhängige Markus Röth.<ref name='mr' /> Er setzte sich am 7. Juli 1996 im ersten Wahlgang gegen Amtsinhaber Hans Mohr bei 74,3 Prozent Wahlbeteiligung mit 59,7 Prozent der Stimmen durch.<ref name='hm' /> Es folgten vier Wiederwahlen, jeweils ohne Gegenkandidaten, zuletzt, pandemiebedingt verschoben, am 14. März 2021.<ref>Votemanager: Bürgermeisterwahl Gemeinde Grasellenbach 2021</ref> Durch die verschobene Wahl verschob sich der Beginn der Amtszeit auf den 1. Juli 2021.<ref name='mr' />

Amtszeiten der Bürgermeister<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Grasellenbach (Memento vom 29. Januar 2021 im Internet Archive)</ref>
  • 1997–2027 Markus Röth<ref name='mr'>Bürgermeister der Gemeinde Grasellenbach: „Markus Röth aus Hammelbach ist seit 01.01.1997 Bürgermeister der Gemeinde Grasellenbach, er wurde zuletzt am 14. März 2021 für weitere 6 Jahre gewählt. Seine aktuelle Amtszeit endet somit am 30. Juni 2027.“</ref>
  • 1990–1996 Hans Mohr<ref name='hm'>Echo online, 14. März 2021: Markus Röth bleibt Bürgermeister von Grasellenbach: „Im Alter von 28 Jahren wurde Markus Röth als jüngster Bürgermeister im Landkreis Bergstraße gewählt. Damals löste er den Amtsinhaber Hans Mohr (CDU) mit 59,6 Prozent der Stimmen ab.“</ref>
  • 1985–1989 Lothar Knopf
  • 1979–1985 Ernst Eck
  • 1973–1979 Reinhold Ruhr
  • 1972–1973 komm. Jakob Walter Schmitt
  • zuvor- selbständige Gemeinden mit Bürgermeistern<ref>TSV 09 Gras-Ellenbach: Die Vereinschronik: „18.05.1972 Bürgermeister Wilhelm Maurer zum Ehrenmitglied ernannt“</ref>

Gemeindepartnerschaften

Grasellenbach pflegt folgende Gemeindepartnerschaften:

Wappen und Flagge

Datei:Banner Grasellenbach.svg

Wappen

Datei:DEU Grasellenbach COA.svg

Blasonierung: „Schild von Schwarz, Gold und Rot schräggeviert. Feld 1 zeigt den aufgerichteten goldenen Pfälzer Löwen (rechtsgewendet, rotbekrönt, -bezungt und -bewehrt), Feld 2 und 3 je ein rotes Lindenblatt und Feld 4 in rot zwei siberne Wellenbalken.“<ref>Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Grasellenbach, Landkreis Bergstraße vom 6. September 1974. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1974 Nr. 39, S. 1735, Punkt 1240 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 5,3 MB]).</ref>

Das Wappen wurde der Gemeinde Grasellenbach am 6. September 1974 durch den Hessischen Innenminister genehmigt. Gestaltet wurde es durch den Bad Nauheimer Heraldiker Heinz Ritt.

Es setzt sich aus Elementen der historischen Wappen von Gras-Ellenbach und Hammelbach zusammen. Der Pfälzer Löwe erinnert an die frühere Zugehörigkeit zur Kurpfalz, die Farben Rot und Silber an Hessen. Die Wellenbalken stehen für den Wasserreichtum in Grasellenbach und die Lindenblätter schließlich weisen auf die Nibelungensage.

Flagge

Die Flagge wurde der Gemeinde am 18. Mai 1978 durch das Hessische Innenministerium genehmigt und wird wie folgt beschrieben:

Flaggenbeschreibung: „Auf weißen Flaggentuch mit roten Randstreifen im oberen Drittel aufgelegt das Gemeindewappen.“<ref>Genehmigung einer Flagge der Gemeinde Grasellenbach Landkreis Bergstraße vom 18. Mai 1978. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1978 Nr. 23, S. 1059, Punkt 659 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 8,7 MB]).</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Flächennutzung

Das Gemeindegebiet umfasst eine Gesamtfläche von 2288 Hektar, davon entfallen in ha auf:<ref name="Hstat" />

Nutzungsart 2011 2015
Gebäude- und Freifläche 146 148
davon Wohnen 88 89
Gewerbe 12 13
Betriebsfläche 3 4
davon Abbauland 3 3
Erholungsfläche 13 13
davon Grünanlage 6 6
Verkehrsfläche 78 78
Landwirtschaftsfläche 831 829
davon Moor 0 0
Heide 0 0
Waldfläche 1206 1206
Wasserfläche 3 3
Sonstige Nutzung 7 7

Tourismus

Der Eigenschaft als Kneipp-Heilbad und Luftkurort sowie dem Betrieb der Tagungsstätten verdankt Grasellenbach im Jahr 2018 etwa 66.000 Übernachtungen jährlich. Das sind 8,3 Prozent der Übernachtungen im Landkreis Bergstraße.<ref>Gäste und Übernachtungen im hessischen Tourismus. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Januar 2020; abgerufen im Januar 2020.</ref> Damit lebt die Gemeinde vorwiegend vom Fremdenverkehr.

Der Zustrom von Besuchern wird auch dadurch gefördert, dass in Grasellenbach einer der Siegfriedsbrunnen liegt, von denen behauptet wird, dass an ihnen Siegfried von Hagen von Tronje ermordet worden sein soll, wie es im Nibelungenlied beschrieben worden ist. Dadurch ist Grasellenbach eine Station der Siegfriedstraße. Zudem hat sich Grasellenbach dem Netzwerk der so genannten Nibelungenstädte angeschlossen. Durch den Ortsteil Gras-Ellenbach und am Siegfriedbrunnen vorbei führt der 130 Kilometer lange, mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifizierte Fernwanderweg Nibelungensteig, der den Odenwald von Westen nach Osten komplett durchzieht. Ferner ist Grasellenbach Mitgliedsgemeinde im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.

Verkehr

Die Gemeinde ist über die B 460 mit der Bundesautobahn 5 verbunden.

Es verkehren Linienbusse zu den Bahnhöfen in Heppenheim und Weinheim, die ebenso wie Grasellenbach dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar angehören. Fahrscheine des Rhein-Main-Verkehrsverbundes sowie das Hessenticket werden ebenfalls anerkannt.

Zwischen 1901 und 1983 war der Ortsteil Wahlen der Endpunkt der Überwaldbahn.

Literatur

  • Hans-Günther Morr: Sagen, Märchen, Erzählungen aus dem Überwald mit historischen Flurmalen. Geiger-Verlag, Horb am Neckar, 1991, ISBN 3-89264-580-9
  • Peter W. Sattler und Markus Röth: Grasellenbach. Natur-Kultur-Geschichte. Geiger-Verlag, Horb am Neckar, 1993.
  • Peter W. Sattler und Dietmar Lehmann: Unsere Heimat – Der Überwald. Gemeinde Wald-Michelbach, Wald-Michelbach, 1984, ISBN 3-9800971-0-2
  • Hans Schmitt: Hammelbach hoch im Odenwald. Gemeindeverwaltung Hammelbach, Hammelbach 1969.
  • Hans-Jürgen Speichert: Gras-Ellenbach, Hammelbach, Litzelbach, Scharbach, Wahlen. Die Entwicklung ausgewählter Fremdenverkehrsorte im Odenwald. (Heidelberger geographische Arbeiten, 55). Geographisches Institut der Universität Heidelberg, Heidelberg 1979, ISBN 3-88570-055-7
  • Vorlage:HessBib
  • Literatur von und über Grasellenbach im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Weblinks

Commons: Grasellenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">Grasellenbach (Gemeinde), Landkreis Bergstraße. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 1. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011R">Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2011A">Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2011A5">Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2011F">Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2011Sen">Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2022R">Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2022A">Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2022A5">Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2022F">Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2022Sen">Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="EW2000">Gemeindedatenblatt: Grasellenbach. (PDF; 222 kB) In: Hessisches Gemeindelexikon. HA Hessen Agentur GmbH; </ref> </references>

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

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