Wuxia
Vorlage:Hinweisbaustein Wuxia (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), IPA (hochchinesisch) <templatestyles src="IPA/styles.css" />, Jyutping {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pe̍h-ōe-jī Bú-kiap) oder „im Wushu bewanderte ritterliche Helden“ ist ein charakteristisches Genre der chinesischen Literatur und des chinesischen Films. Wǔxiá ist sehr populär in der chinesischen Volkskultur. Wuxia-Helden sind oft auch Youxia („wandernde Vigilanten“).<ref group="Anm.">Alle folgende Schriftzeichen als Langzeichen.</ref>
Definition
Der Wǔxiá-Roman und der Wǔxiá-Film beschreiben chinesische Schwertkämpfer, Schlachten, Soldaten- und Reiterkämpfe, die überwiegend an historischen oder pseudohistorischen Schauplätzen spielen. Das Genre besitzt stark phantastische Elemente.
Von Wǔxiá zu unterscheiden ist der Martial-Arts- oder Kampfkunstfilm, dessen Schwerpunkt auf der Darstellung des chinesischen Faustkampfs Kung-Fu bzw. Wushu liegt. Solche Filme weisen in der Regel keine phantastischen Elemente auf. Beispiele für dieses Genre sind die Filme von Bruce Lee.
Der Begriff „Wǔxiá“ setzt sich aus zwei chinesischen Zeichen zusammen. Wǔ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) kann mit „Kampfkunst“, „Kriegskunst“ bzw. „Militär“ übersetzt werden. Xiá ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) beschreibt bestimmte Personen, die je nach Kontext in die Kategorien „Held“, „Abenteurer“, „Söldner“, „Krieger“ oder „(fahrender) Ritter“ fallen können. Am gebräuchlichsten ist die Übersetzung von Xiá als „(fahrender) Ritter“. In der chinesischen Geschichte wurden solche Person „Dàxiá“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) oder „Xiáshì“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) genannt, die das „einfache Volk“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) vor Ungerechtigkeit bzw. Tyrannei durch lokale Schurken beschützten und korrupten Beamten das Handwerk legten. Im Unterschied zum japanischen Samurai, der zur Aristokratie gehört, ist der chinesische Xiá per Definition nicht Teil einer bestimmten Personengruppe oder Gesellschaftsschicht, sondern kann jeglicher Gesellschaftsgruppe angehören, die den „ritterlichen Geist“ im Handeln und in der Lebensweise widerspiegelt.
Die Xiá hatten eine bestimmte Ethik, die sich stark auf konfuzianische Vorstellungen stützt. Viele Xiá verstanden sich als Kämpfer für Gerechtigkeit. Diese muss gelegentlich auch gegen die Obrigkeit z. B. in Form korrupter Beamter durchgesetzt werden. In diesem teilweise subversiven Aspekt unterscheidet sich die Ethik der Xiá von derjenigen der Kriegerkasten auch anderer ostasiatischer Kulturen wie dem Bushidō der Samurai.
Themen
Fantasy ist ein wichtiges Thema in Wǔxiá, sowohl im Film als auch in Büchern. Die Helden dieser Filme oder Romane meistern die Kampfkunst in einem Ausmaß, dass sie de facto übernatürliche Kräfte beherrschen und u. a. über folgende Fähigkeiten verfügen:
- Sie können mit blitzartiger Geschwindigkeit kämpfen, indem sie eine festgelegte Sequenz von Bewegungen durchlaufen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- Sie können die unwahrscheinlichsten Objekte als tödliche Waffen benutzen, z. B. Pinsel, Regenschirme oder Musikinstrumente.
- Sie können Waffen mit unwahrscheinlicher Präzision benutzen.
- Sie können mittels Qinggong ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) an Wänden hochlaufen oder fliegen.
- Sie erlangen durch den Gebrauch von Neili ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) die Fähigkeit, die mystische innere Energie (Qì, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) zu kontrollieren, um damit Gegner nach innen zu saugen oder Gift aus dem eigenen Körper auszuscheiden.
- Mittels Dianxue ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) sind sie in der Lage, einen Gegner durch Druck auf dessen Akupressurpunkte ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) mit einem Finger oder einer Waffe zu lähmen oder zu töten.
Diese außergewöhnlichen Fähigkeiten werden nicht durch die Anwendung von Magie erklärt, sondern erfordern lange Jahre des Studiums und der Meditation. Die dahinterstehende Philosophie besteht aus Elementen des Daoismus, des Buddhismus oder der traditionellen chinesischen Medizin. Details dieser Techniken sind in schwerverständlichen oder verschlüsselten Schriftrollen zu finden, die als Miji ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bekannt sind. Häufig enthalten sie alle Geheimnisse einer Sekte und werden oft gestohlen.
Jianghu, die chinesische Unterwelt zur Zeit des Kaiserreichs, ist ein weiteres wichtiges Thema. Sie setzt sich zusammen aus Geächteten, Geheimgesellschaften, Sekten und edlen Banditen, die von den Reichen stehlen und die Beute den Armen geben. Viele Wǔxiá-Geschichten beschreiben den Kampf gegen korrupte Beamte oder machtgierige Eunuchen, die die kaiserliche Regierung usurpiert haben. Deshalb wurde das Genre häufig als subversiv angesehen, und Wǔxiá-Filme waren in der Periode der ersten chinesischen Republik zeitweise verboten.
Im Jianghu werden Gunst ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und Rache ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) sehr ernst genommen. Eine Geschichte mag sich ausschließlich mit dem Streben des Protagonisten nach Rache beschäftigen, die Dekaden dauern kann. Die Figuren sind sehr besorgt um ihr Gesicht (Ansehen), ihre Vertrauenswürdigkeit und ihre Ehre. Um diese Werte zu verteidigen, sind sie bereit, Leben zu opfern (einschließlich ihres eigenen). Der Moralkodex des Jianghu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) wird in Wǔxiá normalerweise in einer Weise idealisiert, die im realen Leben als unrealistisch angesehen würde.
Liebe ist ebenfalls ein sehr wichtiges Thema in Wǔxiá. Die Beziehung zwischen zwei jungen Liebenden (die gleichzeitig Wǔxiá-Meister sind) kann eine ganze Geschichte vorantreiben.
Ein anderes bedeutendes Thema in Wǔxiá ist die Aussage, dass die mächtigen Fähigkeiten mit reinem Herzen trainiert und praktiziert werden müssen. Ungeduld oder ungenügende Kontrolle des Geistes und des Qì während des Trainings kann zu körperlichen und/oder geistigen Schäden führen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) „Verlust der Kontrolle und Übergang zur dunklen Seite“).
Handlung
Von ihrer Handlung her haben Wǔxiá-Geschichten oder -Romane Ähnlichkeiten mit Fantasyliteratur aus anderen Erdteilen. Sie drehen sich meistens um einen jungen, häufig männlichen Protagonisten, der als Kind häufig Elend oder andere tragische Umstände erlebte, wie z. B. den Verlust der Familie, Erniedrigungen oder Trennung von seiner Heimat. Die Figuren haben dann eine Reihe von außergewöhnlichen Erlebnissen, müssen schwierige Prüfungen bestehen, und es kommt zu unglaublichen Zufällen. Oft treffen sie einen großen Meister der Kampfkunst, unter dem sie dann studieren und der an sie fast übernatürliche Kampffähigkeiten weitergibt. Die Hauptperson gewinnt so auch eine „ritterliche“ Weltanschauung. Häufig wird sie selbst zu einem überlegenen Meister der Kampfkunst, der unerreicht oder kaum erreicht ist in ganz China. So wird sein oder ihr Name Legende.
Andererseits wird der Roman „Der Hirsch und der Kessel“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von Jin Yong als Anti-Wǔxiá-Roman bezeichnet, der alle obigen Klischees verletzt und einen Antihelden präsentiert, den faulen, geizigen, lüsternen und speichelleckenden Bordell-Jungen Wéi Xiǎobǎo ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Er wurde selbst zu einem kulturellen Symbol, geliebt von den einen und gehasst von anderen.
Schauplatz
Die Handlung spielt meistens in der Vergangenheit, hauptsächlich weil es glaubwürdiger ist, dass die Figuren in der Vergangenheit tatsächlich quasi übermenschliche Kräfte besessen haben, heute aber das Wissen darüber verlorengegangen ist. Es gibt auch Wǔxiá-Filme, die in der Gegenwart oder der Zukunft spielen, aber die meisten gelten als unrealistisch.
Romane
Wǔxiá-Romane ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) haben ihre Wurzeln in frühen Yóuxiá- ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „fahrender Ritter“) oder Cǐkè- ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Attentäter, Meuchelmörder“) -Geschichten aus dem 3. und 2. Jahrhundert v. Chr.; so werden z. B. die Attentate von Jing Ke und Zhuan Zu im Buch Shiji des berühmten Historikers Sima Qian (145–90 v. Chr.) beschrieben. In dem Kapitel „Attentäter“, „Meuchelmörder“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) erwähnt Sima Qian eine größere Anzahl berühmter Attentäter der „Kämpfenden Staaten“, die mit der – als nobel geltenden – Aufgabe beauftragt wurden, Gegner aus anderen Staaten umzubringen. Diese Attentäter wurden Shike ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „dinierender Gast“) genannt, und sie lebten in den Residenzen der Könige und Herrscher, wo sie ihnen dienten und ihnen Loyalität bezeugten. In dem Kapitel „Wandernde Xiá“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) beschreibt er zahlreiche Merkmale der Xiá-Kultur seiner Zeit.
Die Geschichten über wandernde Xiá erlebten ein Comeback in der Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.). Sie waren die Prototypen der heutigen Wǔxiá-Geschichten, und sie enthielten schon einige ihrer Merkmale, wie z. B. Protagonisten mit unglaublichen Kampffähigkeiten, die häufig allein umherziehen und Heldentaten vollbringen.
Als die frühesten eigentlichen Wǔxiá-Geschichten gelten drei Romane aus der Ming-Dynastie (1368–1644):
- Wu Cheng’en: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Xīyóujì) Der rebellische Affe oder Die Reise nach dem Westen
- Shi Naian: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Shuǐhǔzhuàn) Die Räuber vom Liang-Schan-Moor
- Guanzhong Luo: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Sānguó yǎnyì) Die drei Reiche
Der Roman Die Räuber vom Liang-Schan-Moor {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Shuǐhǔzhuàn) kritisiert die erbärmliche sozio-ökonomische Situation vieler Menschen gegen Ende der Ming-Dynastie und beschreibt den Ehrenkodex der Gesetzlosen. Letzteres sollte sich als sehr einflussreich für weitere Wǔxiá-Geschichten erweisen. In dem Roman Die drei Reiche werden zahlreiche Kämpfe beschrieben. Von dieser Darstellung wurden spätere Wǔxiá-Autoren stark beeinflusst.
In der Zeit der Ming- (1368–1644) und Qing-Dynastie (1644–1911) galten die Wǔxiá-Romane als subversiv und waren verboten. Viele Werke sind deshalb verlorengegangen. Im Unterschied zu anderen Literaturgattungen wurden Wǔxiá-Autoren demnach auch nicht von der Regierung unterstützt, was die Verbreitung ihrer Werke deutlich einschränkte. Dennoch war das Genre bei der einfachen Bevölkerung sehr beliebt, so beispielsweise die Romane „Der seltsame Fall von Shi Gong“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und „Die Geschichte der heroischen Töchter und Söhne“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Denn sie thematisierten – wie auch spätere Wǔxiá-Geschichten – Fragen der sozialen Gerechtigkeit.
Wǔxiá-Romane sind heute ein sehr populäres Literaturgenre in der Volksrepublik China, auf Taiwan, in Hongkong und Singapur. Viele Wǔxiá-Romane, besonders wenn sie von Autoren wie Jin Yong oder Gu Long kommen, haben eine fanatische Anhängerschaft in chinesischsprachigen Gebieten, durchaus vergleichbar mit einigen Fantasy- oder Science-Fiction-Romanen im Westen.
Die wichtigsten Wǔxiá-Schriftsteller sind:
- Jin Yong
- Gu Long
- Huang Yi
- Wen Rui’an
- Liang Yusheng
- Sima Ziyan
- Xiao Yi
- Wang Dulu
- Pingjiang Buxiaosheng (Xiang Kairan)
Viele populäre Werke, darunter die meisten von Jin Yong, wurden in der Volksrepublik China, in Taiwan oder in Hongkong verfilmt, oder sie bildeten die Grundlagen von Fernsehserien. Die populärsten Werke erlebten zahlreiche Adaptionen, so dass die Betrachtung und der Vergleich der unterschiedlichen Versionen ein eigenständiges Hobby geworden ist. Darüber hinaus hat das Studium der Werke von Jin Yong einen eigenständigen Zweig der Sinologie hervorgebracht.
Filme
Wǔxiá-Film oder Wǔxiá Piàn ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein Filmgenre in Taiwan und Hongkong, neuerdings auch in der Volksrepublik China. Es unterscheidet sich in bestimmten Merkmalen von anderen Kampfkunstfilmen.
Die frühesten Wǔxiá-Filme lassen sich bis auf die 1920er Jahre zurückführen. Als Genre entstand Wǔxiá Piàn in Hongkong in den 1950er und 1960er Jahren. Ab 1960 produzierte das Studio der Shaw Brothers erste Vorläufer der aktuellen Form des Genres, in denen viel Wirework eingesetzt wird. Ein bedeutender Regisseur von Wǔxiá-Filmen war King Hu. In den 1980er und 1990er Jahren können viele Filme des Regisseurs Tsui Hark dem Wǔxiá-Genre zugerechnet werden. Im Jahr 2000 gewann der Wǔxiá-Film Tiger and Dragon erstmals auch im westlichen Mainstreamkino Aufmerksamkeit. Dieser Film basiert auf einem Roman von Wang Dulu. Der internationale Erfolg von Tiger and Dragon konnte im Jahr 2002 mit dem Film Hero von Zhang Yimou fortgesetzt werden. Inzwischen werden Wǔxiá-Filme auch in der Volksrepublik China gedreht, beispielsweise der Film House of Flying Daggers ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Wichtige Wǔxiá-Filme
Frühzeit
- Torching the Red Lotus Temple ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 1928). Eine der ersten Wǔxiá-Filmserien von Zhang Shichuan mit 18 Folgen. Das Genre wurde von der chinesischen Regierung 1931 verboten, Kopien des Films wurden konfisziert und verbrannt. Im März 1935 drehten Filmemacher in Hongkong (damals eine britische Kolonie) eine 19. und später eine 20. Episode. In China selbst waren Wǔxiá-Filme bis in die 1950er Jahre verboten.
- Rúlai Shén Zhǎng ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1964). Eine sehr populäre schwarz-weiße Wǔxiá-Filmreihe mit Cho Dat-Wah ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und Yu So-Chau ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Erstes goldenes Zeitalter des Hongkong-Films (späte 60er und 70er Jahre)
- Die Herberge zum Drachentor ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1966) von King Hu, bekannter unter dem englischen Titel Dragon Gate Inn. Es wurde erstmals Wirework eingesetzt.
- The One-armed Swordsman ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1967), dt. erschienen als Das Goldene Schwert des Königstigers. Ein für damalige Verhältnisse extrem blutiger Film.
- Ein Hauch von Zen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1971), ebenfalls von King Hu. Der Film enthält für die damalige Zeit sehr dynamische Kampfsequenzen und ästhetische Bilder. Er gilt als Meisterwerk des Genres und beeinflusste zahlreiche Wǔxiá-Regisseure, darunter Tsui Hark, Ang Lee und Zhang Yimou.
- Li Feng – Die einarmige Schwertkämpferin (HK 1971) diente ebenfalls als Vorlage für Hero und Tiger and Dragon.
New Wave (1980–1996)
- Das Schwert ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1980) von Patrick Tam
- Zu: Warriors From the Magic Mountains ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1983) von Tsui Hark
- Duel to the Death ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1983)
- A Chinese Ghost Story ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK, drei Filme ab 1987). Diese Filmserie hat starke Fantasy-Elemente, die auf buddhistische bzw. taoistische Vorstellungen zurückgehen.
- Swordsman ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Swordsman II ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), The East is Red ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK, ab 1990). Die Filme spielen zur Zeit der Ming-Dynastie, und die Figuren haben die unglaublichsten Kampffähigkeiten.
- New Dragon Gate Inn ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1992). Remake des gleichnamigen Films von 1966. Hauptdarstellerinnen sind Brigitte Lin und Maggie Cheung.
- The Heroic Trio ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1993). Ein Wǔxiá-Film, der in der Gegenwart in Hongkong spielt. Hauptpersonen sind ausschließlich Frauen, gespielt von Anita Mui, Maggie Cheung und Michelle Yeoh.
- Butterfly and Sword ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1993) von Michael Mak
- Kung Fu Cult Master ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1993)
- The Tai-Chi Master ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1993) mit Jet Li und Michelle Yeoh
- Green Snake ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1993) von Tsui Hark
- Saviour of the Soul ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1992), in Deutschland als Silverfox erschienen, von Corey Yuen, David Lai und Jeff Lau
- The Bride with white Hair I und II ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1993) mit Leslie Chung und Brigitte Lin
- Iron Monkey ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 1993)
- Wing Chun ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1994). Die Hauptrolle spielte Michelle Yeoh.
- Ashes of Time ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1994). Ein Arthouse-Wǔxiáfilm von Wong Kar-Wai.
Nachklassische Periode
- The Storm Riders ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 1998) von Wai Keung Lau
- Tiger and Dragon ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), TW, HK, VR China 2000) von Ang Lee. Er erreichte damit erstmals mit dem Wǔxiá-Genre eine weltweite Öffentlichkeit.
- Bichunmoo (kor. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Hanja {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Südkorea, 2000) von Kim Young-jun
- The Legend of Zu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 2001) von Tsui Hark. Film um eine Kaste Unsterblicher in den Zu-Bergen. Es werden sehr häufig Spezialeffekte eingesetzt. Remake des gleichnamigen Films von 1983.
- Shaolin Soccer ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 2001, siehe auch Shaolin) von und mit Stephen Chow
- Musa – Der Krieger (kor. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Hanja {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), VR China, Südkorea 2001) von Kim Sung-su. Geschichte einer koreanischen Gesandtschaft in China, die ihren Weg zurück nach Korea sucht.
- Hero ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), VR China 2002) von Zhang Yimou. Ein Wǔxiá-Film mit kunstvoller Farbgebung und Kameraführung.
- Wächter über Himmel und Erde ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), VR China 2003) von He Ping
- House of Flying Daggers ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), VR China, HK 2004) ebenfalls von Zhang Yimou
- Kung Fu Hustle ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK 2004) von und mit Stephen Chow ist wie Shaolin Soccer eher als Wǔxiá-Parodie zu sehen.
- Wu Ji – Die Reiter der Winde ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK, VR China 2005) von Chen Kaige
- Die sieben Schwerter ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK, VR China 2005) von Tsui Hark
- The Banquet ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), HK, VR China 2006)
- Der Fluch der goldenen Blume ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Hongkong, 2006) von Zhang Yimou
- Reign of Assassins ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), TW, 2010) von Su Chao-Pin
- Flying Swords of Dragon Gate ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), ursprünglich {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), China, 2011) von Tsui Hark
- Memories of the Sword (kor. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value): {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Südkorea, 2015) von Park Heung-sik
Einfluss des Wǔxiá-Genres auf westliche Filme
Als Star Wars gegen Ende der 1970er Jahre veröffentlicht wurde, hielten es viele Chinesen für einen westlichen Wǔxiá-Film, der in einer futuristischen und fremden Welt spielt. Das chinesische Publikum akzeptiert auf jeden Fall bereitwillig das Konzept der Macht in der Star-Wars-Serie oder die übermenschlichen Kräfte der Mutanten in X-Men oder von Superman. Andererseits mag das westliche Publikum größere Schwierigkeiten haben, die Wǔxiá-Fantasy zu akzeptieren, weil die Helden als normale Menschen porträtiert werden, die dennoch über außergewöhnliche Kräfte verfügen.
Auch der Film Matrix ist in seinen Kampfsequenzen offenbar durch das Wǔxiá-Genre beeinflusst worden. Hier erlangen allerdings die Helden und die Bösen ihre übernatürlichen Kräfte, indem sie die Regeln der virtuellen Realität erkennen und biegen. Sie können dadurch an Wänden hochlaufen, über außergewöhnliche Distanzen springen und fliegen, schweben, sich in Gespenster verwandeln und Kugeln ausweichen bzw. sie stoppen.
Literatur
- Gongpu Song: Der Wǔxiá-Film und die aktuelle Gesellschaft Chinas. Eine strukturelle Analyse des Wuxia-Genres. 1. Auflage. J. B. Metzler (Springer), Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-17800-0 (worldcat.org).
- Kai Portmann: Der Fliegende Fuchs vom Schneeberg. Die Gattung des chinesischen Ritterromans (wuxia xiaoshuo) und der Erfolgsautor Jin Yong. Bochum 1994.
- Petra Rehling: Schöner Schmerz: Das Hongkong-Kino zwischen Tradition und 1997-Syndrom. Mainz 2002.
- Ralph Umard: Film ohne Grenzen. Lappersdorf 1996.
- Stefan Hammond, Mike Wilkins: Sex und Zen und eine Kugel im Kopf. München 1999 (nur Filmbeschreibungen).
Weblinks
- A Definition of Wǔxiá and Xiá. (englisch)
- David Bordwell: HK Martial Arts Cinema. (englisch)
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Three Kingdoms. ( vom 7. März 2022 im Internet Archive) (englisch)
Einzelnachweise
<references group="Anm." />