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Burgstall Bleschenberg

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Burgstall Bleschenberg
Datei:Karte der Gegend zwischen Cham und Winklarn, Ausschnitt Sankt Leonhard.tif
Abbildung der Wallfahrtskirche St. Leonhard auf den Ruinen des Burgstalls in einer Karte des 16. Jahrhunderts (Kopie aus dem frühen 18. Jahrhundert)

Abbildung der Wallfahrtskirche St. Leonhard auf den Ruinen des Burgstalls in einer Karte des 16. Jahrhunderts (Kopie aus dem frühen 18. Jahrhundert)

Staat Deutschland
Ort Waldmünchen-Sinzendorf
Entstehungszeit 1100 bis 1200
Burgentyp Höhenburg
Erhaltungszustand geringe Mauerreste
Ständische Stellung Adlige
Geographische Lage 49° 20′ N, 12° 39′ OKoordinaten: 49° 19′ 55,7″ N, 12° 39′ 21,9″ O
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Höhenlage 596 m ü. NHN
Burgstall Bleschenberg (Bayern)
Burgstall Bleschenberg (Bayern)

Der Burgstall Bleschenberg ist eine abgegangene Höhenburg auf dem 596 m hohen Gipfel des Bleschenberges bei dem Ortsteil Sinzendorf der Stadt Waldmünchen im Oberpfälzer Landkreis Cham in Bayern. Die Anlage wird als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-3-6641-0066 im Bayernatlas als „mittelalterlicher Burgstall, archäologische Befunde der abgegangenen spätmittelalterlichen Wallfahrtskirche St. Leonhard auf dem "Bleschenberg"“ geführt.

Geschichte

Die Burg wurde vermutlich schon in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts von den Herren von Bleschenberg, die Ministeriale entweder der Diepoldinger oder der Schwarzenburger waren, als Stammsitz erbaut. Sie wurde 1261 erstmals mit der Witwe des Ulrich "de Plerberch" erwähnt. Die Burg wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, vermutlich im Besitz des Klosters Schönthal aufgegeben. Um 1417 wurde auf den Resten der Burg die Wallfahrtskirche Sankt Leonhard erbaut, die vermutlich 1634 während des Dreißigjährigen Krieges zerstört wurde.

Beschreibung

Datei:Burgstall Bleschenberg.PNG
Lageplan des Burgstalls Bleschenberg auf dem Urkataster von Bayern

Bei der eher kleinen 40 mal 20 Meter großen Burganlage handelte es sich um eine Turmburg (Festes Haus), deren Kern der Wohnturm auf einer Grundfläche von etwa 15,0 mal 7,0 Metern war, von dem noch geringe, 2,0 Meter starke Grundmauerreste zeugen<ref>Grundriss des Burgstalls Bleschenberg</ref>.

Im Norden und Osten war die Burg durch einen Steilhang geschützt, im Westen durch einen zehn Meter breiten und fünf Meter tiefen Graben und im Süden durch einen bogenförmigen Graben mit vorgelagertem Wall sowie einer Ringmauer, von der noch Reste zu erkennen sind. 1956 wurden unter der heutigen Kapelle Altarfundamente freigelegt, die auf die Wallfahrtskirche von 1417 hinweisen. Der Burgstall ist heute ein Bodendenkmal.

Einzelnachweise

<references/>

Literatur

  • Bernhard Ernst: Burgenbau in der südöstlichen Oberpfalz vom Frühmittelalter bis zur frühen Neuzeit, Band 2: Katalog. Verlag Dr. Faustus, Büchenbach 2003, ISBN 3-933474-20-5, S. 269–270.

Weblinks

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