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Verna

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Verna
Gemeinde Frielendorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(675)&title=Verna 51° 0′ N, 9° 20′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(675) 50° 59′ 43″ N, 9° 20′ 16″ O
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Höhe: 211 m
Fläche: 8,03 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 675 (31. Dez. 2018)<ref name="DF">Zahlen und Fakten. In: Internetauftritt. Gemeinde Frielendorf, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. März 2021;.</ref>
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 34621
Vorwahl: 05684

Verna ist ein Ortsteil der Gemeinde Frielendorf im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Geographische Lage

Verna liegt etwa 2,5 km nordnordöstlich des Hauptortes am Nordwestrand des Knüllgebirges und grenzt direkt an das südlich gelegene Allendorf. Durchflossen wird es vom Efze-Zufluss Ohebach. Südöstlich vorbei am Dorf verläuft die Bundesstraße 254, von der im Süden die Landesstraße 3148 abzweigt und nach Norden durch Allendorf und Verna führt.

Geschichte

Datei:Evangelische Kirche Verna 02.jpg
Evangelische Kirche Verna

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Verna erfolgte unter dem Namen Firne im Breviarium Sancti Lulli der Abtei Hersfeld. Sie wird in die Zeit 775–786 datiert.<ref name="lagis" /> Die Ableitung erfolgt aus einem zwischen 802 und 815 zusammengestellten Verzeichnis des zur Zeit des Erzbischofs Lul an das Kloster Hersfeld geschenkten Grundbesitzes. Verna wird im Breviarium mit folgenden Worten erwähnt: "IN PAGO HASSORUM IN VILLA FIRNE" (im Hessengau im Ort Verna). Dabei handelt es sich um Grundbesitz, der am 5. Januar 775 mit der Übergabe des Klosters Hersfeld an Karl den Großen erfolgte.<ref>Chronik von Verna aus dem Jahr 1987.</ref> Die Schreibweise des Ortsnamens erscheint in historischen Dokumenten im Laufe der Jahrhunderte in vielfach abgewandelter Form: Firne (um 800), Ferene, Ferena, Verne (9. Jahrhundert), Virne (1197), Veirne (1230), Wirnawe (1257), Werne (1272), Verny (1371), Ffernne (1462), Ferna (1501), Fernna (1534), Ferna (1548), Verna (1575/85), Fern (1618).<ref name="lagis" />

Zum 1. Januar 1974 wurden im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz die beiden Großgemeinden Frielendorf und Grenzebach (das sich am 31. Januar 1971 aus den Gemeinden Leimsfeld, Obergrenzebach und Schönborn gebildet hatte) mit den bisher selbständig gebliebenen Gemeinden Allendorf, Großropperhausen, Leuderode, Spieskappel und Verna zu einer wiederum neuen Großgemeinde Frielendorf zusammengeschlossen. Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Frielendorf.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, § 8 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,3 MB]).</ref><ref name="lagis" /><ref></ref> Für die ehemals eigenständigen Gemeinden von Frielendorf wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 91 kB) § 4. In: Webauftritt. Gemeinde Frielendorf, abgerufen im März 2023.</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Verna 693 Einwohner. Darunter waren 9 (1,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 114 Einwohner unter 18 Jahren, 270 zwischen 18 und 49, 162 zwischen 50 und 64 und 144 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 309 Haushalten. Davon waren 87 Singlehaushalte, 81 Paare ohne Kinder und 102 Paare mit Kindern, sowie 33 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 60 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 195 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• um 1490: 13 wehrhafte Männer (7 Pflüge)
• 1537: 9 Hübner, 11 Köttner, 20 Beisassen
• 1575/85: 52 Hausgesesse
• 1639: 17 verheiratete, ein lediger, ein verwitweter Hausgesesse
• 1681: 22 Hausgesesse, zwei Ausschuss, ein Junggeselle
• 1742/47: 68 Häuser bzw. Hausgesesse
Verna: Einwohnerzahlen von 1768 bis 2017
Jahr  Einwohner
1768
  
345
1800
  
?
1834
  
547
1840
  
603
1846
  
638
1852
  
632
1858
  
611
1864
  
597
1871
  
574
1875
  
604
1885
  
583
1895
  
606
1905
  
576
1910
  
576
1925
  
892
1939
  
1.064
1946
  
1.468
1950
  
1.517
1956
  
1.395
1961
  
1.384
1967
  
1.518
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
693
2017
  
742
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Frielendorf<ref name="DF" />, Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1861: 596 evangelisch-reformierte, zwei katholische Einwohner.
• 1885: 583 evangelische (= 100 %) Einwohner
• 1961: 1263 evangelische (= 91,23 %), 107 katholische (= 7,73 %) Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit

• 1961 Erwerbspersonen: 135 Land- und Forstwirtschaft, 340 Produzierendes Gewerbe, 41 Handel und Verkehr, 42 Dienstleistungen und Sonstiges

Politik

Für Verna besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Verna) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Verna 62,9 %. Alle Kandidaten gehörten der „Ortsliste Verna“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Verna. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im März 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Volker Vaupel zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Verna. In: Webauftritt. SPD Frielendorf, abgerufen im Mai 2023.</ref>

Kulturdenkmäler

Für die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude im Ort siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Verna.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">Verna, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 29. März 2022). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Institut für Landesgeschichte, abgerufen am 18. April 2023. </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 32 und 88, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020; abgerufen im Februar 2023. </ref> </references>

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