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Katharina Lind

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Katharina Lind (eigentlich: Roselind Vorlag)<ref> Katharina Lind: Das wahre Leben der Pechmarie (Interview mit Lind von 2008)</ref> (* 4. Dezember 1936 in Neuwedell) ist eine ehemalige deutsche Schauspielerin.

Leben

Lind absolvierte von 1955 bis 1958 eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam. Ihr Debüt als Theaterschauspielerin gab sie am Berliner Ensemble. Es folgten Theaterfestengagements am Theater Meiningen und am Theater Greifswald. Von 1961 bis 1970 arbeitete Lind als freischaffende Schauspielerin mit Gastengagements unter anderem am Deutschen Theater Berlin, wo sie mit Benno Besson arbeitete, und am Thüringer Landestheater Eisenach. Am Deutschen Theater spielte sie 1965, an der Seite von Eberhard Esche (Lancelot) und Rolf Ludwig (Alter Mann/Drache), unter der Regie von Benno Besson unter anderem die Elsa in der Märchenkomödie Der Drache von Jewgeni Schwarz.<ref>A History of German Theatre. (PDF; 212 kB) Cambridge University Press, ISBN 978-0-521-83369-1.</ref> Von 1970 bis 1975 hatte sie ein weiteres Festengagement am Brandenburger Theater in Brandenburg an der Havel. Danach war sie wieder freischaffend tätig. 1971 spielte sie Rolle der Mrs. Foran in DDR-Erstaufführung der Tragikomödie Der Preispokal (The Silver Tassie) von Seán O’Casey.

Lind debütierte Anfang der 1960er Jahre in Rollen junger Mädchen bei der DEFA und beim DFF. So spielte sie die Rolle der Margot in dem Gegenwartsfilm … und deine Liebe auch. Insbesondere bleibt ihre „widerborstige Pechmarie“ in dem Märchenfilm Frau Holle in Erinnerung. Lind, die die faule Tochter der Witwe so spielen musste, dass sich auch Kinder mit ihr identifizieren können, erwies sich hierbei als Vertreterin des „im Film seltenen Typ[s] der weiblichen Charakterkomiker.“<ref>Frau Holle Filmkritik bei Filmkommunikation Thüringen.</ref> Die Berliner Zeitung schrieb hierzu anlässlich der DVD-Veröffentlichung von Frau Holle: „Katharina Lind ist als Pechmarie so schnippisch und faul, dass zuschauende Kinder den nächsten Morgen nur noch fröhlich und fleißig angehen wollen.“<ref>Rundum versorgt mit Märchen. In: Berliner Zeitung, 23. November 2006.</ref> 1964 spielte sie das Mädchen Lies in dem Märchenfilm Die goldene Gans. Später wechselte Lind ins Mütterfach. So übernahm sie unter der Regie von Egon Günther die Mutter Gastl in Abschied, einer Verfilmung des Romans Abschied von Johannes R. Becher. Ein Szenenfoto mit Lind sowie mit Rolf Ludwig, Heidemarie Wenzel und Jan Spitzer aus dem Film Abschied wurde 1994 in dem Text- und Bildband Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946–1992 im Henschel-Verlag veröffentlicht.<ref>Rolf Schenk: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946–1992. Henschel Verlag, Berlin 1994, ISBN 3-89487-175-X, S. 239 (oben rechts).</ref> 1971 spielte sie gemeinsam mit Marylu Poolman in dem Spielfilm KLK an PTX – Die Rote Kapelle.

Lind arbeitete auch als Sprecherin für Dokumentarfilme, Hörspiele und als Synchronsprecherin. 1961 wirkte sie in einer Hörspielfassung des Rundfunks der DDR in dem Drama Tod eines Handlungsreisenden mit.<ref>Der Tod eines Handlungsreisenden Produktionsdetails bei Fischer Verlage.</ref>

Nach der Wende beendete sie ihre Schauspielkarriere. Sie lebt heute zurückgezogen in Berlin.

Filmografie (Auswahl)

Theater

Hörspiele

Literatur

  • Frank-Burkhard Habel, Volker Wachter: Lexikon der DDR-Stars. Schauspieler aus Film und Fernsehen. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1999, ISBN 3-89602-304-7, S. 202–203.
  • Frank-Burkhard Habel: Lexikon. Schauspieler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2009, ISBN 978-3-355-01760-2, S. 256–257.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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