Die goldene Gans (1964)
| Produktionsland | DDR |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1964 |
| Länge | 63 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Produktionsunternehmen | DEFA |
| Stab | |
| Regie | Siegfried Hartmann |
| Drehbuch | Günter Kaltofen, Siegfried Hartmann |
| Musik | Siegfried Bethmann |
| Kamera | Karl Plintzner |
| Schnitt | Hildegard Conrad |
| Besetzung | |
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Vorlage:Hinweisbaustein Die goldene Gans ist ein DEFA-Märchenfilm aus dem Jahr 1964, bei dem Siegfried Hartmann Regie führte. Der in den DEFA-Studios der DDR entstandene Film basiert auf dem Grimm’schen Märchen Die goldene Gans.
Handlung
Der Schusterjunge Klaus und seine Brüder Kunz und Franz haben eine kleine Schusterwerkstatt von ihrem verstorbenen Vater geerbt. Klaus ist jedoch der einzige der drei, der die Werkstatt tatsächlich betreibt. Kunz ist zu faul zum arbeiten und Franz sieht sich permanent vom Pech verfolgt, weshalb Kunz ihn nur noch "Pechvogel" nennt.
Eines Tages gehen die Brüder nacheinander in den Wald, um Holz zu fällen. Jeder der drei begegnet dabei einem alten Mütterchen, das sie nach etwas zu essen und zu trinken fragt. Kunz und Franz weigern sich, ihren Proviant mit der erschöpften Frau zu teilen, und bekommen prompt die Konsequenzen zu spüren. Die Frau löst sich vor ihren Augen in Luft auf und der nächste Axthieb in einen Baum fügt ihnen Schmerzen zu. Klaus hingegen erweist sich als deutlich hilfsbereiter und bekommt als Belohnung eine Gans, deren Federn aus Gold sind. Später stellt sich heraus, dass jeder, der sie berührt, an ihr kleben bleibt. Zuerst trifft es die beiden Schwestern Lies und Gret - Lies kann ihrer Habgier nicht nachgeben; die "Besserwisserin" Gret behauptet, dass es goldene Gänse, an denen jeder kleben bleibt, nicht gibt.
Als sie gemeinsam weiter des Weges gehen, kommen sie zum Wirtshaus "Zum erfrischenden Trunk", das dem Vater von Lies und Gret gehört. Gret war ursprünglich losgezogen, um ihre Schwester zu suchen und sie vor einer Reitergruppe zu warnen, die im Wirtshaus abgestiegen war. Am Wirtshaus angekommen hören Klaus, Lies und Gret durch ein offenes Fenster, wie die fünf Reiter, angeführt vom Prinzen "Störenfried", einen Plan zur Entführung der Prinzessin des Königreiches besprechen. Um dies vorerst hinauszuzögern, sorgt Klaus dafür, dass Prinz Störenfried und seine Eskorte sich so sehr mit Wein betrinken, dass sie die Nacht im Weinkeller des Wirtshauses verbringen und ihren Alkoholrausch ausschlafen müssen. In der Nacht schleicht sich der Wirt zum Schlafplatz von Klaus, Lies und Gret, um an eine Feder der Gans zu kommen. Doch wie seine Töchter bleibt auch er an ihr kleben. Daraufhin hat Klaus die Idee, die Prinzessin, die ihr Lachen verloren hat, zu besuchen, denn wer die Prinzessin zum Lachen bringt, soll sie zur Frau erhalten und über eine Hälfte des Königreichs herrschen dürfen.
Am nächsten Tag laufen sie auf dem Weg zum Schloss einer Gruppe Musikanten über den Weg, die ebenfalls von der goldenen Gans mitgezogen werden. So wird die Menschenkette immer länger, was die Hoffnung, die Prinzessin damit zum lachen zu bringen, noch weiter vergrößert.
In der Zwischenzeit kommen immer wieder neue Freier ins Schloss, um die Prinzessin zum Lachen zu bringen, darunter der Graf Ohnewitz und sogar Kunz und Franz, die in Klaus' Werkstatt ein Paar Tanzschuhe gefunden hatten und die Prinzessin damit beeindrucken wollen. Doch alle werden von ihr abgewiesen. Gleich darauf kommt Klaus mitsamt allen Leuten, die an der goldenen Gans kleben, am Schloss an. Der Wachhauptmann sieht sie jedoch als Ruhestörer und will sie abweisen, doch Klaus gibt nicht nach und betritt das Schloss. Als die Prinzessin die Menschenkette im Treppenhaus sieht, bricht sie in herzliches Lachen aus. Als sie ihren Vater später auf dessen Versprechen anspricht, behauptet der jedoch, sich nicht mehr daran erinnern zu können. Stattdessen stellt er demjenigen, der die Prinzessin zur Frau bekommen will, weitere Aufgaben. Diese ergeben sich bald darauf von selbst, denn einer der Wachmänner stürmt in den Thronsaal und warnt alle vor Prinz Störenfried, der auf dem Weg zum Schloss sei. Der König sieht seine Tochter und seine Schätze in Gefahr, doch mit viel Geschick bekommt Klaus die Truhe mit den sieben Schlössern in den Thronsaal transportiert.
Kurze Zeit später schlägt die Schlosswache Alarm, da Prinz Störenfried und seine Kumpanen das Schloss angreifen. Letztere können im Schlosshof überwältigt werden, doch Prinz Störenfried schafft es bis in den Thronsaal, wo es zum Schwertkampf gegen Klaus um die Prinzessin kommt. Klaus ringt den Störenfried nieder, demonstriert ihm zur zusätzlichen Einschüchterung die Zauberkraft der goldenen Gans und schlägt ihn schließlich in die Flucht. Daraufhin sieht der König ein, dass Klaus seine Achtung verdient, und stimmt einer Hochzeit zu. Als Belohnung dafür, Klaus und der Prinzessin zum Glück verholfen zu haben, befreit die goldene Gans alle, die auf dem Weg zum Schloss an ihr kleben blieben, und Klaus und die Prinzessin eröffnen eine Feier mit Musik und Tanz.
Produktionshintergrund
Bei Die goldene Gans handelt es sich um eine reine Studioinszenierung der DEFA in Babelsberg.<ref>Märchenhafte Drehorte: Wo die goldene Gans die Prinzessin zum Lachen bringt bei maerchen-im-film.de.</ref> Für Karin Ugowski, die hier die Prinzessin spielt, die nicht lachen kann, ist es nach Frau Holle ihre zweite Filmrolle. Am 25. September 1964 kam der Märchenfilm in die Kinos der DDR.
Im September 2000 erschien der Film neben der Originalfassung in englischer Sprache bei der Icestorm Entertainment GmbH erstmals auf DVD.<ref>Die goldene Gans bei Amazon.de.</ref>
Die Lieder aus dem Film wurden am 27. Oktober 2003 zusammen mit weiteren Musikstücken aus anderen DEFA-Märchenfilmen unter dem Titel Märchenland – Musik aus den DEFA Märchenfilmen veröffentlicht.
Im Gegensatz zum Märchen ist die Person, die nach Essen und Trinken fragt, ein altes Mütterchen und kein Bettler. Außerdem unterscheiden sich die Aufgaben, welche der Dummling am Ende des Films bestehen muss, um die Prinzessin heiraten zu dürfen.
Kritik
Das Lexikon des internationalen Films nannte Die goldene Gans einen „Märchenfilm, der das Grimmsche Märchen mitunter ins derb Situationskomische steigert“. „Einprägsame, kindgemäße Lieder und das muntere Spiel der Hauptdarsteller garantieren ein weitgehend ungetrübtes Vergnügen“, schrieb das LdiF weiter.<ref>Die goldene Gans. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 12. August 2018.</ref>
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Die goldene Gans in der Online-Filmdatenbank
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die goldene Gans in zelluloid.de ( vom 24. März 2016 im Internet Archive)
- Die goldene Gans bei cinema
- Vergleich der Schnittfassungen [[[:Vorlage:Schnittberichte/URL]]4642 Das Erste – NDR] von Die goldene Gans bei Schnittberichte.com
- Die goldene Gans bei der DEFA-Stiftung
Einzelnachweise
<references />