Clarsbach
Clarsbach Markt Roßtal
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(174)&title=Clarsbach 49° 23′ N, 10° 51′ O
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| Höhe: | 392 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 174 (1. Jan. 2023)<ref name="Einwohnerzahlen">Einwohnerzahlen. In: rosstal.de. Abgerufen am 9. Juli 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 90574 | |||||
| Vorwahl: | 09127 | |||||
Clarsbach (fränkisch: Gloaschba<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 24. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „glåʳschba“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Roßtal im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Clarsbach liegt in der Gemarkung Buchschwabach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Unmittelbar westlich des Kirchdorfes entspringt das Clarsbacher Bächlein, ein rechter Zufluss des Weihersmühlbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Bibert ist. Der Ort ist unmittelbar von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. Im Osten wird die Flur Eselsheide genannt, im Westen Egelsee. 1 km nordwestlich liegt das Waldgebiet Im Sand, 0,5 km südlich das Waldgebiet Im Zuckermandel. Dort befindet sich der Holzbuck (410 m ü. NHN). Unmittelbar nördlich des Ortes liegt der Sandbuck.
Die Kreisstraße FÜ 22 verläuft nach Raitersaich (1,7 km südwestlich) bzw. nach Roßtal (2,5 km nordöstlich). Die Kreisstraße FÜ 20 verläuft nach Fernabrünst (2,5 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Bach wurde um 800 als „Claraspah“ in der Markbeschreibung des Regensburger Benediktinerklosters St. Emmeram erstmals urkundlich erwähnt. Die Bedeutung des Bachnamens ist unklar. Eine Ableitung von „klar“ ist nicht möglich, da das Adjektiv erst im Mittelhochdeutschem in Gebrauch ist. Der Ort selbst wurde im Salbuch des Klosters Heilsbronn von 1402 als „Clarspach“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 24.</ref> Das Kloster Heilsbronn erwarb dort zwei Höfe.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 184.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Clarsbach 9 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Dietenhofen-Bonnhof. Über die bayreuthischen Untertanen übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach im begrenzten Umfang aus. Grundherren waren das Kastenamt Cadolzburg (1 Hof, Hirtenhaus), das Kastenamt Bonnhof (2 Höfe, 1 Halbhof, 1 Haus), die Nürnberger Eigenherren von Holzschuher (2 Höfe) und von Stromer (1 Gut).<ref name="H107">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 107.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Clarsbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buchschwabach und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Buchschwabach zugeordnet. 1 Anwesen unterstand in der freiwilligen Gerichtsbarkeit bis 1812 dem Patrimonialgericht von Stromer.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 227.</ref>
Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Clarsbach am 1. Mai 1978 nach Roßtal eingemeindet.<ref>Roßtal > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. Mai 2025.</ref>
Ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 6: am Straßengiebel des zweigeschossigen Massivbaues (wahrscheinlich mit Benutzung des barocken Unterbaues im 19. Jahrhundert neu errichtet) Steintafel mit Bauernhauszeichen und Inschrift „17 MK 87“.<ref>A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth, S. 93. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>
Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt.<ref name="H107"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Christkönig (Roßtal) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrei Roßtal. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 22. März 2023.</ref> Sie 1959 gibt es im Ort die katholische Filialkirche Maria Königin.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Clarsbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 533 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 18). Deutscher Kunstverlag, München 1963, DNB 451450957, S. 93.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 107 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 184 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Vorlage:Wiessner Stadt- und Landkreis Fürth
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Clarsbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Clarsbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Buchschwabach | Buttendorf | Clarsbach | Defersdorf | Großweismannsdorf | Herboldshof | Kastenreuth | Kernmühle | Kleinweismannsdorf | Neuses | Oedenreuth | Raitersaich | Roßtal | Stöckach | Trettendorf | Weitersdorf | Wimpashof