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Pogorzela

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Pogorzela
Wappen von Pogorzela
Pogorzela (Polen)
Pogorzela (Polen)
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Großpolen
Powiat: Gostyński
Fläche: 4,36 km²
Geographische Lage: 51° 49′ N, 17° 14′ OKoordinaten: 51° 49′ 15″ N, 17° 14′ 5″ O
 {{#coordinates:51,820833333333|17,234722222222|primary
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Einwohner: 2032
(1. Jan. 2024)<ref name="Area and population in the territorial profile in 2024"></ref>
Postleitzahl: 63-860
Telefonvorwahl: (+48) 65
Kfz-Kennzeichen: PGS
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau
Posen
Gmina
Gminatyp: Stadt-und-Land-Gemeinde
Gminagliederung: 12 Schulzenämter
Fläche: 96,47 km²
Einwohner: 4668
(1. Jan. 2024)<ref name="Area and population in the territorial profile in 2024">Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 48 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3004063
Verwaltung (Stand: 2010)
Bürgermeister: Piotr Curyk
Adresse: Rynek 1
63-860 Pogorzela
Webpräsenz: www.pogorzela.pl

Pogorzela [<templatestyles src="IPA/styles.css" />pɔgɔˈʐɛla] ist eine Kleinstadt in der Woiwodschaft Großpolen in Polen mit etwa 2000 Einwohnern. Sie ist Sitz einer Stadt-und-Land-Gemeinde im Powiat Gostyński.

Geschichte

Datei:Pogorzela ratusz.jpg
Rathaus
Datei:Pogorzela kościół katolicki.jpg
Kirche des Heiligen Michael
Datei:Pogorzela rynek.jpg
Straßenzug (2005)

Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Pogorzela stammt aus dem Jahr 1419.<ref name="pilot" /> Im 15. Jahrhundert besaß die Ortschaft Stadtrecht; im Jahr 1458 hatte die Stadt vier Krieger zu stellen.<ref name="HW" /> Ab dem 15. Jahrhundert bis 1658 war die Stadt im Besitz der Familie Pogorzelski. Im 16. Jahrhundert wurde eine Schule eingerichtet. Im 17. und 18. Jahrhundert waren Brauerei und Brennerei wichtige Wirtschaftsfaktoren für Pogorzela. Wahrscheinlich brannte 1775 das hölzerne Rathaus ab.<ref name="RysHistoryczny" /> 1785 wurde eine spätgotische Kirche errichtet.<ref name="RysHistoryczny" />

Im Jahr 1793, bei der Zweiten Teilung Polen-Litauens, kam die Stadt zu Preußen. Ihr Besitzer um diese Zeit war Nikolaus von Taczanowski; am Ausgang des 18. Jahrhunderts teilten sich vier Grundherren in ihrem Besitz.<ref name="HW" /> 1807 wurde der Ort Teil des Herzogtums Warschau, 1815 fiel der Ort wieder an Preußen<ref name="pilot" /> und wurde Teil des Kreises Krotoschin, ab 1887 des Kreises Koschmin. 1856 wurde das heutige Rathaus, 1862 eine neogotische evangelische Kirche errichtet. Am 4. Januar 1887 wurde eine Feuerwehr in der Stadt eingerichtet. 1906 bis 1907 kam es zu einem Schulstreik, ähnlich dem Wreschener Schulstreik, als der Religionsunterricht in Deutsch abgehalten werden sollte.<ref name="RysHistoryczny" />

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde Porgozela aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrag 1920 an die Zweite Polnische Republik abgetreten.<ref name="pilot" /> Im September 1939 wurde Pogorzela während des Überfalls auf Polen von der deutschen Wehrmacht besetzt, anschließend in Pogorschella und am 18. Mai 1943<ref name="Anordnung" /> in Brandenstein umbenannt.<ref name="territorial" /> Im Frühjahr 1945 befreite die Rote Armee die Stadt. In der darauf folgenden Zeit wurden die Angehörigen der deutschen Minderheit von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus Pogorzela vertrieben.

Einwohnerentwicklung

  • 1790: 0826, darunter sechs Juden, 75 % Polen<ref name="HW" />
  • 1816: 0710 (nach anderen Angaben 825)<ref name="HW" />
  • 1837: 1216<ref name="HW" />
  • 1843: 1435<ref name="HW" />
  • 1858: 1247<ref name="HW" />
  • 1861: 1318<ref name="HW" />
  • 1895: 1525<ref name="Verwaltungsgeschichte" />
  • 1905: 1868<ref name="krotoschin" />
  • 1993: 1873<ref name="mashke" />
  • 2002: 1951<ref name="mashke" />
  • 2005: 1958<ref name="mashke" />
  • 2006: 1971<ref name="mashke" />
  • 2007: 1984<ref name="mashke" />
  • 2008: 1977<ref name="mashke" />
  • 2009: 2017<ref name="mashke" />
  • 2010: 2015<ref name="mashke" />
  • 2011: 2037<ref name="mashke" />

Sehenswürdigkeiten

  • Rathaus mit Marktplatz aus dem 19. Jahrhundert<ref name="pilot" />
  • spätbarocke Kirche des Heiligen Michael, errichtet zwischen 1778 und 1785<ref name="pilot" />
  • ehemaliges Palais, heute Gesundheitszentrum<ref name="pilot" /> von 1880<ref name="zabytki" />

Gemeinde

Die Stadt Pogorzela ist Sitz einer Stadt-und-Land-Gemeinde. Diese hat eine Fläche von 96,47 km² und etwa 5000 Einwohner. Neben der Stadt gibt es zwölf Dörfer mit einem Schulzenamt (sołectwo):

Kleinere Ortschaften der Gemeinde sind Dobrapomoc, Głuchówek, Józefów Ochelski, Międzyborze, Nowiny, Stawy und Taczanówko.

Verkehr

Pogorzela liegt an keiner Landes- oder Woiwodschaftsstraße. Zehn Kilometer nördlich verläuft die Landesstraße DK12, 15 Kilometer östlich die DK15 und 12 Kilometer südlich die DK36.

Die nächsten internationalen Flughäfen sind Breslau und Posen jeweils in etwa 70 Kilometern Entfernung.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 391.

Weblinks

Commons: Pogorzela – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references> <ref name="Anordnung"> Nr. 62: Anordnung über die Ortsnamenänderung im Reichsgau Wartheland. In: Verordnungsblatt des Reichstatthalters im Warthegau. Nr. 12. Posen 18. Mai 1943, S. 97 (gross-wartenberg.de [PDF; 1,8 MB; abgerufen am 23. Januar 2011]). </ref> <ref name="HW"> Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 391. </ref> <ref name="krotoschin"> Heimatkreisgemeinschaft Krotoschin - Ortsverzeichnis deutsch-polnisch. Abgerufen am 11. April 2016. </ref> <ref name="mashke">

Polska. In: pop-stat.mashke.org. 2019, abgerufen am 8. Mai 2019.</ref>

<ref name="pilot"> Szulacz.pl, Pogorzela - Informacje dodatkowe, abgerufen am 23. Mai 2010 </ref> <ref name="RysHistoryczny"> @1@2Vorlage:Toter Link/www.inter.media.plWebsite der Stadt, Rys historyczny (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, abgerufen am 23. Mai 2010 </ref> <ref name="territorial"> Amtsbezirk Brandenstein Stadt, abgerufen am 8. Januar 2011 </ref> <ref name="Verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de </ref> <ref name="zabytki"> @1@2Vorlage:Toter Link/www.inter.media.plWebsite der Stadt, Najciekawsze zabytki (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, abgerufen am 23. Mai 2010 </ref> </references>