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Palmbach

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Wappen der Stadt Karlsruhe
Wappen der Stadt Karlsruhe
Wappen des Stadtteils Palmbach
Wappen des Stadtteils Palmbach
Palmbach
Stadtteil von Karlsruhe
Lage von Palmbach in Karlsruhe
Lage von Palmbach in Karlsruhe
Basisdaten
Koordinaten 48° 57′ N, 8° 29′ OKoordinaten: 48° 57′ N, 8° 29′ O
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Höhe 264 m ü. NN
Fläche 1,3763 km²
Einwohner 1.976 (31. Dezember 2024)
Bevölkerungsdichte 1.436 Einwohner je km²
Eingemeindung 1. Januar 1975
Postleitzahlen 76228
Vorwahl 0721
Verkehrsanbindung
Autobahn 8
Buslinien 27 47 47A 158
Nachtverkehr NL3

Palmbach ist ein Stadtteil der baden-württembergischen Stadt Karlsruhe. Der Waldenserort Palmbach liegt am südöstlichen Rand des Stadtgebietes und wurde am 1. Januar 1975 zur Stadt Karlsruhe eingemeindet. Er liegt naturräumlich im nördlichen Schwarzwald, ist der am höchsten liegende Karlsruher Wohnort und gehört seit Januar 2021 zum Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Seit dem 1. Oktober 2024 führt der Ortsteil Palmbach die offizielle Zusatzbezeichnung Waldenserort.<ref>Sieben weitere Zusatzbezeichnungen für Städte und Gemeinden. In: baden-wuerttemberg.de. 1. Oktober 2024, abgerufen am 24. September 2024.</ref>

Palmbach liegt direkt an der Autobahnausfahrt Karlsbad der A8 und zählt zu den Karlsruher Höhenstadtteilen, die in der Region „Bergdörfer“ genannt werden.

Geschichte

28 Waldenser-Flüchtlingsfamilien kamen 1701 ins damals württembergische Grünwettersbach. Sie wurden wegen ihres reformierten Glaubens aus den Waldensertälern, im heutigen Piemont, vertrieben. Im Jahre 1702 gründeten sie auf 360 Morgen Land die Waldenserkolonie Palmbach. Der Ort erhielt anfangs den Namen La Balme, so wie der frühere Heimatort der Waldenser. 1725 erscheint der Ortsname „Palmbach“ zum ersten Mal im Trauregister. Im gleichen Jahr wurde die erste kleine Kirche im Ort errichtet. Zur gleichen Zeit zogen 12 Familien nach Preußen weiter und hinterließen 96 Einwohner.<ref name="krahl">Heinz-Theo Krahl: Orts-Chronik vom Waldenserort Palmbach in: Festbuch der Freiwilligen Feuerwehr Palmbach "zum 40jährigen Gründungsfest vom 1. bis 3. September 1979"</ref>

Die Waldenser isolierten sich größtenteils von den Grünwettersbachern, unterhielten jedoch engen Kontakt zu den Waldenser-Siedlungen in Untermutschelbach und Walldorf (heute Mörfelden-Walldorf) sowie den württembergischen Waldenserkolonien bei Mühlacker. Durch den Tausch- und Epurationsvertrag von 1806 wurde der Ort badisch. In Schule und Kirche wurde Deutsch als Amtssprache eingeführt.<ref name="krahl"/>

Im 19. Jahrhundert nutzten viele der Bauern die industrialisierten Betriebe in der Umgebung zur Unterhaltssicherung. Zwischen 1830 und 1870 wanderten 84 der 300 Einwohner nach Nordamerika aus.<ref name="krahl"/>

Am 1. Januar 1972 schloss sich Palmbach mit Grünwettersbach zur Gemeinde Wettersbach zusammen, um gemeinsam die Eingemeindung nach Karlsruhe zu verhindern, was aber nur bis zum 1. Januar 1975 gelang.<ref></ref> Der Ort bekam bei der Eingemeindung nach Karlsruhe seinen früheren Ortsnamen zurück und hat heute rund 1950 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten

Der Skulpturenpark Wettersbach, der sich zwischen den Stadtteile Palmbach und Grünwettersbach erstreckt, wurde im Jahre 2009 eröffnet. Im Sommer 2014 ist das Badische Schulmuseum Karlsruhe in die ehemalige Waldenserschule eingezogen. Dort ist auch das Wandgemälde Palmbacher Märchenwelt des bekannten deutschen Malers und Grafikers Hans Fischer-Schuppach aus dem Jahre 1929 zu besichtigen. Der Waldenserweg mit dem Waldenserdenkmal Tor des Ankommens wurden 2015 eingeweiht. Es wurde von den Künstlern Barbara Jäger und OMI Riesterer entworfen und fand seinen Platz am neuen Waldenserplatz. Entlang des Waldenserweges erzählen 24 Schautafeln an 12 Plätzen die Geschichte rund um die historischen Stätten und Gebäude von Palmbach (wie der Waldenserkirche), sowie die Geschichte der Waldenser. Die Waldenserkirche ist täglich zur Besichtigung und zum Gebet geöffnet.

Gewerbegebiet Winterrot

Datei:Firma PI Palmbach.jpg
Physik Instrumente An der Ochsenstraße

Palmbach ist in den letzten Jahren durch das neue Gewerbegebiete gewachsen. Am Ortseingang von Palmbach entstand in den Jahren 2007/2008 das Gewerbegebiet Winterrot, mit der Rudolf-Link-Straße. Es liegt neben dem bestehenden Gewerbegebiet An der Ochsenstraße, das zum angrenzenden Stadtteil Stupferich gehört. Das Gewerbegebiet hat eine Gesamtflächen von 9,31 Hektar; hiervon sind 33.700 Quadratmeter als Gewerbegebiet (GE) und 11.300 Quadratmeter als eingeschränktes Gewerbegebiet (GGE) ausgewiesen. Im Jahre 2025 waren ungefähr 40 Prozent der Gewerbeflächen bebaut.

Öffentlicher Personennahverkehr

Palmbach ist per Bus an das Netz des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) angeschlossen.

Linie 47 fährt im 20-Minuten-Takt zwischen Karlsruher Hauptbahnhof und Stupferich. Zur Hauptverkehrszeit besteht ein 10-Minuten-Takt zur Straßenbahnhaltestelle am Zündhütle. Die Buslinie 47A stellt mit einigen Fahrten die Anbindung von Waldbronn-Ermlisgrund sicher. Mit der Linie 27 kann man Durlach, den größten Karlsruher Stadtteil, erreichen.

Von Montag bis Freitag gibt es seit Dezember 2018 eine stündlich verkehrende Busverbindung in den angrenzenden Landkreis Karlsruhe: Linie 158 verkehrt von Durlach – Zündhütle über Palmbach nach Langensteinbach zum dortigen Langensteinbacher Bahnhof und weiter zum SRH-Klinikum. Ein Schulbus fährt zum Schulzentrum Langensteinbach.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Beschreibung der neuen Buslinie 118 auf wettersbach-online.de.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Mai 2020.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Am Wochenende wird mit der Nachtlinie NL3 eine durchgehende stündliche Nachtverbindung nach Karlsruhe angeboten.

Bauplanungen – Wohngebiete

Palmbach ist in den letzten Jahren auch durch ein neues Wohngebiet gewachsen. Am südlichen Rand von Palmbach entstand ein das Wohnbaugebiet Ob den Gärten/Neufeld. Der erste Bauabschnitt wurde in den Jahren 2009 bis 2015 umgelegt und bebaut. Auf dem rund 5,5 Hektar großen Planungsgebiet entstanden in der Gustav-Meerwein-Straße und der Waldbronner Straße 85 Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser mit rund 120 Wohneinheiten. Die meisten hiervon sind bereits gebaut. Der zweite Bauabschnitt, mit der Erwin-Schöller-Straße, soll in späteren Jahren verwirklicht werden.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Theo Kiefner: Die Waldenser auf ihrem Weg aus dem Val Cluson durch die Schweiz nach Deutschland. Teil Bd. 5: Die Ortssippenbücher der deutschen Waldenserkolonien / Teil 1,1, 1,2 und 5,9., Walldorf und Palmbach, Untermutschelbach, Kleinsteinbach aus LaBalme, Roure und Méan im Val Pragela; Hugenottenkolonie Neukelsterbach. Stuttgart: Scheufele 2001 (= Badische Ortssippenbücher 92)

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Commons: Palmbach – Sammlung von Bildern

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Innere Stadtteile:

Innenstadt-Ost | Innenstadt-West | Nordstadt | Nordweststadt | Oststadt | Südstadt | Südweststadt | Weststadt

Äußere Stadtteile:

Beiertheim-Bulach | Daxlanden | Durlach | Grötzingen | Grünwettersbach | Grünwinkel | Hagsfeld | Hohenwettersbach | Knielingen | Mühlburg | Neureut | Oberreut | Palmbach | Rintheim | Rüppurr | Stupferich | Waldstadt | Weiherfeld-Dammerstock | Wolfartsweier

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