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Mutschelbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mutschelbach
Gemeinde Karlsbad
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1961)&title=Mutschelbach 48° 56′ N, 8° 32′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1961) 48° 56′ 28″ N, 8° 32′ 0″ O
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Höhe: 193 m
Fläche: 5,32 km²
Einwohner: 1961 (30. Sep. 2022)<ref>Karlsbad – Zahlen und Daten. Abgerufen am 21. November 2022.</ref>
Bevölkerungsdichte: 369 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. September 1971
Postleitzahl: 76307
Vorwahl: 07202
Datei:Mutschelbach Lage.svg
Karte
Lage von Mutschelbach in Karlsbad

Mutschelbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Karlsbad im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg.

Geschichte

Die Geschichte von Mutschelbach lässt sich bis in das Jahr 1278 zurückverfolgen. Ursprünglich bestand Mutschelbach aus zwei Dörfern – das badische Obermutschelbach und das württembergische Untermutschelbach, letzteres liegt im Tal des damals noch als Steinbach bezeichneten Bocksbachs. Ein Dorf „Mittelmutschelbach“ gab es anfangs nicht. Dort verlief die badisch-württembergische Landesgrenze. Erst im 18. Jahrhundert gestattete man einzelnen württembergischen Untertanen dort auf badischem Gebiet zu wohnen.

Im Juni 1701 siedelten sich 19 Waldenser-Familien in Untermutschelbach an und verhinderten damit ein Aussterben des Ortes nach dem Dreißigjährigen Krieg. Sie erhielten 196 Morgen Land.<ref name="klueber">Friedrich Adolf Klüber: Uebersicht der Wanderungen und Niederlassungen französischer, savoyischer und niederländischer Religionsflüchtlinge besonders in Deutschland, Chr. Fr. Müller, Karlsruhe 1854, S. 46, Volltext in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>

Der Herzog Eberhard Ludwig (Württemberg) teilte elf Familien, die er nach Untermutschelbach bestellt hatte, 30 Hektar Wald zu. Dort wuchsen Kiefern, aus deren Saft in Öfen auf dem Reisigplatz Wagenschmiere gekocht wurde.<ref name="depenau">David Depenau: Von Dohlenatze und Schwarzbückel, Books on Demand, 2001, ISBN 978-3-8311-0721-6, Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>

Daher rührt der Name Schmierbrenner für die Obermutschelbacher, obwohl er heute für alle Mutschelbacher benutzt wird. Die Unterbacher wurden als Kienstumpen bezeichnet sowie als Kiwwelescheißer. Der Grund für diesen Namen liegt in dem Brauch begründet, dass die Bauern früher ihren Stuhlgang auf Eimern verrichteten, um ihn als Dünger für ihre Felder benutzen zu können.<ref name="depenau"/>

Mit dem Tausch- und Epurationsvertrag gelangte das württembergische Untermutschelbach 1806 zum Großherzogtum Baden. Untermutschelbach zählte damals 180 Lutheraner und 79 Waldenser, 1843 waren es insgesamt 307 Einwohner.<ref name="klueber"/> Besaßen die Untermutschelbacher Waldenser am Anfang nur eine hölzerne Kirche, wurde diese Ende des 18. Jahrhunderts durch eine steinerne ersetzt. 1821 vereinigten sich die Waldenser mit der evangelisch-lutherischen Landeskirche. In der Folge wurde die damit obsolet gewordene Waldenser-Kirche abgebrochen.<ref name="klueber"/>

Im Jahre 1936 wurde die Gemeinde Mutschelbach aus den drei Dörfern Ober-, Mittel- und Untermutschelbach gegründet. Am 1. September 1971 schlossen sich die Orte Auerbach, Ittersbach, Langensteinbach, Mutschelbach und Spielberg zur Gemeinde Karlsbad zusammen.<ref></ref> Damit ging die über viele Jahrhunderte währende Selbständigkeit der fünf Ortsteile zu Ende.

Verkehrsanbindung

Öffentlicher Personennahverkehr

Mutschelbach ist an das Busnetz des KVV angeschlossen.

Buslinien von und nach Mutschelbach:

Weblinks

Commons: Mutschelbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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