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1-Chlornaphthalin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Struktur von 1-Chlornaphthalin
Allgemeines
Name 1-Chlornaphthalin
Andere Namen
  • α-Chlornaphthalin
  • Monochlornaphthalin
  • 1-Naphthylchlorid
Summenformel C10H7Cl
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 201-967-3
ECHA-InfoCard 100.001.789
PubChem 7003
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 162,62 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig<ref name="GESTIS" />

Dichte

1,19 g·cm−3 (20 °C)<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

−6 °C<ref name="GESTIS"/>

Siedepunkt

259 °C<ref name="GESTIS"/>

Dampfdruck

0,05 mbar (20 °C)<ref name="GESTIS"/>

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser<ref name="GESTIS"/>

Brechungsindex

1,6326 (20 °C)<ref name="CRC90_3_108">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-108.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319​‐​335​‐​400
P: 273​‐​301+312+330​‐​302+352​‐​305+351+338<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

1540 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS"/>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

1-Chlornaphthalin ist ein chloriertes Derivat des Naphthalins und zählt zu den Chloraromaten.

Gewinnung und Darstellung

1-Chlornaphthalin wird direkt durch Chlorierung von Naphthalin gewonnen, wobei neben den beiden monochlorierten isomeren Verbindungen 1-Chlornaphthalin und 2-Chlornaphthalin auch höher substituierte Derivate wie Di- und Trichlornaphthaline entstehen.<ref> W. Bavendamm, H. Bellmann: Chlornaphthalin-Präparate. In: Holz als Roh- und Werkstoff. 11, 1953, S. 81–84, doi:10.1007/BF02605462.</ref>

Verwendung

1-Chlornaphthalin wurde bis in die 1970er-Jahre als ein gebräuchliches Lösungsmittel für Öle, Fette sowie DDT<ref name="GESTIS"/> eingesetzt. Außerdem wird es zum Bestimmen des Brechungsindexes von Kristallen verwendet.<ref>Eintrag zu Chlornaphthaline. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> 1-Chlornaphthalin wurde ab den 1920er-Jahren bis in die 1970er-Jahre im Gemisch mit höher chlorierten Chlornaphthalinen in Holzschutzmitteln verwendet.<ref>BBU: Chlornaphthalin (PCN).</ref> Sie stellten bis in die 1950er-Jahre die wichtigsten synthetischen Wirkstoffe mit fungiziden und insektiziden Eigenschaften dar, wurden dann aber durch Pentachlorphenol (PCP) verdrängt.<ref>Peter Pluschke: Luftschadstoffe in Innenräumen, ISBN 978-3-540-59310-2.</ref>

Einzelnachweise

<references />