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Suchoi Su-7

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Suchoi Su-7
Su-7BKL der polnischen Luftstreitkräfte
Su-7BKL der polnischen Luftstreitkräfte
Typ Abfang- und Jagdbombenflugzeug
Entwurfsland
Hersteller Suchoi,
Werk Nr. 126<ref>Ulf Gerber: Das große Buch der sowjetischen Luftfahrt 1920–1990. Entwicklung, Produktion und Einsatz der Flugzeuge. Rockstuhl, Bad Langensalza 2019, ISBN 978-3-95966-403-5, S. 618.</ref>
Erstflug 7. September 1955<ref name="Schunkow, Militärluftfahrt">Viktor Schunkow: Die Geschichte der russischen Militärluftfahrt 1945 bis heute. Motorbuch, Stuttgart 2023, ISBN 978-3-613-04573-6, S. 77ff.</ref>
Indienststellung 1958
Produktionszeit

1958 bis 1976

Stückzahl 1847<ref>Rainer Göpfert: Konkurrent der MiG-21 – die Suchoi Su-7. In: Fliegerrevue X, Nr. 69. PPV Medien, 2018, ISSN 2195-1233, S. 92.</ref>

Bei der Suchoi Su-7 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), NATO-Codename: Fitter) handelt es sich um ein einsitziges sowjetisches Kampfflugzeug, das vor allem zum Angriff auf Bodenziele eingesetzt wurde. Die Bezeichnung Su-7 wurde 1944 schon einmal für ein Versuchsjagdflugzeug verwendet.

Entwicklung

Datei:Lyulka AL-7F turbojet.jpg
Ljulka AL-7F

Die Entwicklung der Su-7, die ursprünglich als Abfangjäger geplant war, begann um 1950 und wurde im Sommer 1954 abgeschlossen. Am 7. September 1955 flog der erste Prototyp mit dem Namen S-1 Strelka („стрелка“, für Pfeilflügel), ausgerüstet mit einem AL-7F-Triebwerk, mit Pilot Andrei Kotschetkow. Während des Testprogramms konnte mit Einsatz des Nachbrenners eine Geschwindigkeit von 2070 km/h erreicht werden. Am 24. Juli 1956 wurde die Su-7 bei der alljährlichen Luftparade von Tuschino erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Von dieser Ausführung entstanden bis 1961 im staatlichen Flugzeugwerk Nr. 126 in Komsomolsk-na-Amure 133 Exemplare.<ref name="Schunkow, Militärluftfahrt" />

Der Prototyp S-22-1 flog am 24. April 1959 erstmals und wurde als Su-7B ab 1961 an die sowjetischen Streitkräfte geliefert. Sie war mit einem modernisierten Triebwerk AL-7F-1 ausgestattet und konnte bis zu 2000 kg Waffenzuladung mitführen.<ref name="Schunkow, Militärluftfahrt" /> Die Su-7B ist die Umwandlung des Abfangjägers zum Jagdbomber nach einer entsprechenden Forderung des Ministerrates der UdSSR vom März 1956 und wurde zum taktischen Standard-Jagdbombenflugzeug der sowjetischen Luftstreitkräfte. Gebaut von 1958 bis 1976 wurde die Su-7B ständig verbessert, Nachfolgemuster wurde der Schwenkflügel-Jagdbomber Su-17. Hauptversionen waren weiterhin die Su-7BKL mit verstärktem Fahrwerk für den Einsatz auf unbefestigten Pisten und als meistproduzierte Ausführung die Su-7BM mit stärkerem AL-7F-1-Triebwerk, zwei zusätzlichen Außenlastträgern unter den Tragflächen, verbessertem Schleudersitz und leistungsstärkerem „Sirena 3“-Radarwarngerät. Für Schulungsaufgaben entstanden 1966 die zweisitzigen Varianten Su-7U und Su-7UM.

Die als Mitteldecker ausgelegte Su-7 verfügt über jeweils eine 30-Millimeter-Kanone NR-30 mit je 70 Schuss an den beiden Flügelansätzen und kann an zwei bis vier Unterflügel-Außenlaststationen Bomben, Raketen oder Raketenbehälter sowie an zwei Rumpfstationen Kraftstoffzusatzbehälter mit einem Gesamtgewicht von bis zu 4000 Kilogramm tragen. Die V-förmigen Tragflächen mit 62° Vorderkantenpfeilung sitzen leicht unter der Mittellinie des Flugzeug-Hauptkörpers, in dem das Triebwerk untergebracht ist. Die Luftansaugung erfolgt über die stumpfe Nase des Flugzeugs.

Die Su-7 wurde in den sowjetischen Luftstreitkräften bis 1985 geflogen.<ref>Gerber, S. 462</ref> Heute befindet sich die Su-7 nur noch in der Luftwaffe von Nordkorea im Einsatz.

Entführung einer Su-7 1973

Mitten im Kalten Krieg desertierte am 27. Mai 1973 ein Flugzeugführer der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) in der Deutschen Demokratischen Republik mit einer Su-7BM (Bj. 1964, Wnr. 5411) mit der Bordnummer 52<ref name="Freundt, Himmelsstürmer">Lutz Freundt (Hrsg.): Himmelsstürmer. Flugunfälle und Fliegergräber der Sowjetarmee in Deutschland. Aerolit, 2008, ISBN 978-3-935525-13-8, S. 86–89.</ref> im Tiefflug in die Bundesrepublik Deutschland. Der Leutnant Jewgeni Lwoitsch<ref name="Freundt, Himmelsstürmer" /> war beim 497. Jagdbombenfliegerregiment<ref>Stefan Büttner: Sowjetische Atombomben in Europa. In: Fliegerrevue extra. Nr. 22, 2008, S. 30–53.</ref> in Großenhain stationiert. Mangels Flugerfahrung auf der Su-7 vermied er eine risikobehaftete Notlandung und verließ um 11:47 Uhr zwischen Klein Schöppenstedt und Hötzum im Landkreis Wolfenbüttel nah an der Stadtgrenze von Braunschweig das Flugzeug per Schleudersitz. Nach erfolgreicher Landung beantragte Lwoitsch politisches Asyl. Die Su-7 schlug nahe Klein Schöppenstedt etwa 400 m südlich der Bundesstraße 1 auf.<ref name="Freundt, Himmelsstürmer" /> Die Erstsicherung der Absturzstelle wurde durch Soldaten der in Sichtweite liegenden Hindenburg-Kaserne geleistet. Die Reste der Su-7 wurden am 31. Mai am Grenzübergang Helmstedt den sowjetischen Behörden übergeben.<ref name="Freundt, Himmelsstürmer" />

Militärische Nutzer

Datei:Sukhoi Su-7BM, Poland - Air Force AN1341783.jpg
Suchoi Su-7BM
Datei:Suchoi Su-7U (cropped).jpg
Eine seltene Su-7U

Technische Daten

Datei:Szuhoj Szu-7.svg
Dreiseitenriss
Kenngröße Daten Su-7BM
Besatzung 1
Länge 17,37 m
Spannweite 8,93 m
Höhe 4,57 m
Flügelfläche 27,60 m²
Flügelstreckung 2,9
Flächenbelastung minimal 312 kg/m²
maximal 489 kg/m²
Leermasse 8.620 kg
Startmasse maximal 13.500 kg
Tankkapazität intern 2.353 l
extern: zwei bis vier 1.200-l-Zusatzbehälter unter dem Rumpf und inneren Außenlastträgern
Antrieb ein Nachbrenner-Strahltriebwerk Ljulka AL-7F-1 mit 98,1 kN Standschub
Höchstgeschwindigkeit Mach 1,6 bzw. 1.699 km/h in 12.200 m Höhe (ohne Außenlasten)
Mach 1,1 bzw. 1.352 km/h auf Meereshöhe
Dienstgipfelhöhe 15.150 m
Steiggeschwindigkeit 152 m/s in Bodennähe
Einsatzradius 250 km (mit Zusatztanks)
Reichweite maximal 1.450 km mit vier Zusatzbehältern
Startstrecke 2.400 m

Bewaffnung

festinstallierte Bewaffnung in den Tragflächenwurzeln auf jeder Seite

Waffenzuladung von 2000 kg an sechs Unterflügelstationen
Luft-Luft-Lenkflugkörper
  • 2 × BD-60-21U-Startschienen für je 1 × Wympel R-3S (AA-2 „Atoll“) – infrarotgelenkt, selbstzielsuchend für Kurzstrecken
Ungelenkte Luft-Boden-Raketen
Datei:Sukhoi Su-7 number 06, Polish Aviation Museum, 39 Jana Pawła II Avenue, Kraków, Poland (4).jpg
UB-16 und Zusatzbehälter an einer Su-7BM
  • 2 × UB-32-57UM-Raketen-Rohrstartbehälter für 32 ungelenkte S-5-Luft-Boden-Raketen; Kaliber 57 mm
  • 4 × UB-16-57UM-Raketen-Rohrstartbehälter für 16 ungelenkte S-5-Luft-Boden-Raketen; Kaliber 57 mm
  • 6 × APU-12-40U-Startschiene mit je einer ungelenkten Luft-Boden-Rakete S-24 (ARS-240); Kaliber 240 mm (235 kg)
  • 4 × APU-14A-Startschiene mit je einer ungelenkten Luft-Boden-Rakete ARS-160 „Pika“; Kaliber 160 mm<ref>Wooruschenie Sowjetskoj Awiazij 1941–1991. 2004, ISBN 985-13-2049-8, S. 478.</ref>
Ungelenkte Bomben
Externe Behälter

Literatur

  • Rainer Göpfert: Konkurrent der MiG-21 – die Suchoi Su-7. In: Fliegerrevue X. Nr. 69. PPV Medien, 2018, ISSN 2195-1233, S. 88–97.
  • Suchoi Su-7 „Fitter“. In: de Agostini (Hrsg.): Aircraft. Die neue Enzyklopädie der Luftfahrt. Nr. 126. Topic, München-Karlsfeld 1995, S. 3506–3517.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Jagdflugzeuge:

Su-9Su-11Su-15Su-27Su-30Su-33Su-35Su-57

Bomber:

Su-2Su-7Su-17Su-19Su-20Su-22Su-24Su-25Su-34Su-39

Trainer:

Su-28UTB-2

Kunstflug:

Su-26Su-29Su-31

Transport- und Passagiermaschinen:

Su-49Su-80SSJ 100

Versuchsflugzeuge und Prototypen:

P-1P-42S-70Su-1Su-3Su-4Su-5Su-6Su-7Su-8Su-9 (K)Su-10Su-11 (LK)Su-12 (RK)Su-13 (TK)Su-14 (N)Su-15 (P)Su-17 (R)Su-19Su-37Su-47T-3T-4T-43T-47T-49S-75

Abgebrochene Projekte:

KR-860S-6Su-18S-21S-37S-51S-54S-55S-62S-84S-86S-90S-99S-986SchkwalT-4MSSch-90/T-12T-60SZond

Agrarflugzeuge

Su-38

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