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Nibble

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Das Nibble (selten auch Nybble oder Nyble) ist eine Datenmenge, die im heutigen SprachgebrauchBits umfasst; es wird auch Halbbyte genannt.<ref name="esr">Eric S. Raymond: The New Hacker's Dictionary. MIT Press, 1996, ISBN 0-262-68092-0, S. 333 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> So wie ein Byte jedoch traditionell nicht immer 8 Bits entsprach, wurde auch die Bezeichnung Nibble gelegentlich für verschiedene andere Teilmengen eines Bytes als 4 Bits benutzt.

In der Telekommunikation und Netzwerkindustrie hingegen sind die Bezeichnungen Semi-Oktett (semi-octet, d. h. Halb-Oktett),<ref>Josef Puzman, Boris Kubin: Public Data Networks: From Separate PDNs to the ISDN. Springer, 2012, ISBN 978-1-4471-1737-7, S. 113 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Quadbit<ref>Ray Horak: Webster's New World Telecom Dictionary. John Wiley & Sons, 2007, ISBN 978-0-470-22571-4, S. 402 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> oder Quartett (quartet)<ref>Ronald L. Brewster: Data Communications and Networks, Vol. III. In: IEE telecommunications series. Band 31. Institution of Electrical Engineers, 1994, ISBN 0-85296-804-3, S. 155 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.): „A data symbol represents one quartet (4 bits) of binary data.“</ref> geläufiger und bezeichnen immer exakt 4 Bit.

Geschichte

Die Bezeichnung Nibble basiert auf dem englischen Verb to nibble („anknabbern“, „einen kleinen Bissen nehmen“) und der semantischen Ähnlichkeit von bite („beißen“, „Bissen“) und byte. Das Wortspiel „to nibble = to take half a bite“ hat seinen Ursprung offenbar um 1958 in einer scherzhaften Bemerkung von David B. Benson, einem späteren Professor der Washington State University, gegenüber seiner Mutter, die Programmiererin im Los Alamos Scientific Laboratory war.

In Westeuropa wurden ein Nibble früher auch Tetrade<ref>John W. Carr: Introduction to the use of digital computers: Notes from the Summer Conference Held at the Computation Center of the University of North Carolina, Chapel Hill, N.C., August 17-28, 1959. In: Frontier Research on Digital Computers. Band 1. University of North Carolina at Chapel Hill, Computation Center, S. 211: „Each of these letters corresponds to one of the integers from zero to fifteen, therefore requiring 4 bits (one "tetrade") in binary representation.“</ref><ref name="Speiser_1965">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung LCCN 65-14624, ID 0978.</ref> oder Quadrupel genannt.

Wertetabelle

Die sechzehn Werte des Nibble umfassen den Wertebereich von 0 (binär 0000) bis 15 (binär 1111) und können mit den Hexadezimalziffern von 0hex bis Fhex bezeichnet werden.

Hier liegt auch der Grund für die „Verstoßung“ des Oktalsystems mit den Ziffern 0okt bis 7okt (für jeweils drei Binärstellen) – vorderes und hinteres Halbbyte waren z. B. trotz Identität aufgrund der oktalen Zahlendarstellung nicht sofort als solche erkennbar:

273okt = 10111011bin = BBhex (= 187dec).

<imagemap> Datei:Logical connectives Hasse diagram.svg|290px|mini|Datei:Loupe light.svg Jedem Nibble entspricht ein Logikgatter bzw. Junktor rect 326 28 416 200 1111 rect 81 233 166 409 1110 rect 260 231 349 409 1101 rect 393 230 481 409 1011 rect 574 232 663 408 0111 rect 13 436 103 617 1100 rect 147 438 235 617 1010 rect 279 440 368 616 0110 rect 375 440 464 617 1001 rect 507 439 595 617 0101 rect 639 438 732 617 0011 rect 79 647 168 826 1000 rect 260 647 349 826 0100 rect 392 646 482 826 0010 rect 574 646 663 826 0001 rect 327 853 417 1035 0000 desc none </imagemap>

Datei:Baops.gif
Vier Beispielfiguren boolescher Algebra

Die 16 möglichen Werte für ein Nibble sind:

Binär Dezimal Hexadezimal
0 0 0 0 0 0
0 0 0 1 1 1
0 0 1 0 2 2
0 0 1 1 3 3
0 1 0 0 4 4
0 1 0 1 5 5
0 1 1 0 6 6
0 1 1 1 7 7
1 0 0 0 8 8
1 0 0 1 9 9
1 0 1 0 10 A
1 0 1 1 11 B
1 1 0 0 12 C
1 1 0 1 13 D
1 1 1 0 14 E
1 1 1 1 15 F

Weitere Begriffe

Die Hälfte eines Nibble wird auch Crumb<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Crumb.] MathWorld, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. August 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> (englisch für Brösel) genannt. Ein Crumb umfasst also zwei Bits. Diese Bezeichnung ist aber sehr selten anzutreffen, weil Bits selten in Zweierblöcken dargestellt werden.

Analog zur Bezeichnung Tetrade für 4 Bits waren früher auch folgende Bezeichnungen geläufig:

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary: Nibble – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />