Zum Inhalt springen

Nicola Rizzoli

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 18. April 2026 um 03:22 Uhr durch imported>GünniX (WPCleaner v2.05 - Wikipedia:WPSK (Nicht abgeschlossene Anführungszeichen in einem <ref name="Beispiel">)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Nicola Rizzoli final Alemanha Argentina Copa do Mundo 2014.jpg
Nicola Rizzoli nach dem WM-Finale 2014
Datei:The 2014 FIFA World Cup Final - 140713-8621-jikatu (14655907711).jpg
Stefani, Vera, Rizzoli und Faverani (v. l. n. r.) beim Finale der Fußball-WM 2014

Nicola Rizzoli (* 5. Oktober 1971 in Mirandola) ist ein ehemaliger italienischer Fußballschiedsrichter und derzeitiger -funktionär. Seit 2002 leitete er Spiele in der italienischen Serie A, seit 2007 stand er auf der FIFA-Liste. Rizzoli nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 teil, wo er das Endspiel leitete. 2013 leitete er das rein deutsche Champions-League-Finale 2017 beendete er seine aktive Karriere.

Derzeit ist er Schiedsrichterdirektor der CONCACAF und als solcher qua Amt Mitglied des FIFA-Schiedsrichterkommitees.<ref name="concacaf-1">FIFA Council, Independent Committees and Standing Committees. FIFA, abgerufen am 17. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Karriere

Als Schiedsrichter

Rizzoli leitete sein erstes Champions-League-Qualifikationsspiel im August 2007 und pfiff sein erstes Champions-League-Gruppenphasenspiel beim 2:0-Sieg von Sporting Lissabon über den FC Basel am 1. Oktober 2008. Im September 2007 amtierte Rizzoli erstmals bei einem Länderspiel. In Köln besiegte die deutsche Nationalmannschaft die Mannschaft aus Rumänien in einem Testspiel mit 3:1.

Rizzoli wurde im Juni 2009 in die Elite-Gruppe der UEFA-Schiedsrichter befördert, was bedeutet, dass er für die Leitung der Topspiele der UEFA qualifiziert ist. Am 7. April 2010 leitete Rizzoli das Champions-League-Viertelfinal-Rückspiel zwischen Manchester United und dem FC Bayern München.<ref>Man Utd-Bayern München 3:2 (gesamt 4:4)</ref> Am 12. Mai 2010 leitete er in Hamburg das Finale der UEFA Europa League zwischen Atlético Madrid und dem FC Fulham.<ref>Rizzoli pfeift Endspiel in Hamburg</ref> In den Jahren 2011 und 2012 war Rizzoli Italiens Schiedsrichter des Jahres.

Am 20. Dezember 2011 gab die UEFA bekannt, dass Rizzoli als einer der zwölf Schiedsrichter nominiert wurde, die die Spiele bei der Fußball-Europameisterschaft 2012 leiten sollen.<ref>Meldung der UEFA, abgerufen am 20. Dezember 2011</ref> Rizzoli leitete am 25. Mai 2013 das Finale der UEFA Champions League 2012/13 zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München im Londoner Wembley-Stadion.<ref>Rizzoli pfeift Endspiel der Champions League. uefa.com, 20. Mai 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Juli 2013; abgerufen am 20. Mai 2013.</ref> Im selben Jahr wurde Rizzoli auch bei zwei Spielen der U20-Weltmeisterschaft eingesetzt.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 leitete Rizzoli insgesamt vier Partien. Im Gruppenspiel zwischen Spanien und den Niederlanden sprach er Spanien einen umstrittenen Elfmeter zu.<ref>spiegel.de: Final-Schiedsrichter Nicola Rizzoli: "Ich werde der Beste sein".</ref> Am 13. Juli 2014 leitete er das Finalspiel Deutschland gegen Argentinien. In die Kritik geriet er nach dem Spiel aufgrund strittiger Entscheidungen von beiden Seiten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Analyse: Schiedsrichter schützte Spieler nicht. (Memento vom 6. August 2016 im Internet Archive), In: Zeit Online. 14. Juli 2014.</ref><ref name="welt-130115829">Anja Schramm, Lars Gartenschläger, Lars Wallrodt, Julien Wolff: Deutschland vs Argentinien live im Ticker – Finale Fußball-WM 2014. In: welt.de. 13. Juli 2014, abgerufen am 7. Oktober 2018.</ref><ref>Final-Schiedsrichter Nicola Rizzoli: Auf glühenden Kohlen, sueddeutsche.de.</ref> Im neutralen England wurde seine Leistung dagegen gelobt, wenn auch mit der Einschränkung, Sergio Agüero nicht vom Platz gestellt zu haben.<ref>dailymail.co.uk</ref> Von der IFFHS wurde er zum Weltschiedsrichter der Jahre 2014 und 2015 gewählt.

Am 15. Dezember 2015 wurde Rizzoli als Schiedsrichter zur Fußball-Europameisterschaft 2016 nominiert. Damit gehört er neben dem deutschen Felix Brych zu lediglich 7 Schiedsrichtern, die auch bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien Spiele leiten durften. Hier wurde kritisiert, dass der Italiener nach dem Sieg Deutschlands gegen Italien im Viertelfinale das Halbfinale Deutschland gegen Frankreich pfiff.

Rizzoli beendete im Juli 2017 seine Karriere.<ref>Perform Media Deutschland GmbH: Schiedsrichter der WM 2018 in Russland: Nominierung, Herkunft, Verband. 20. Juni 2018 (spox.com [abgerufen am 20. Juni 2018]).</ref>

Als Funktionär

Nach seinem Karriereende 2017 übernahm Rizzoli eine Funktion als Schiedsrichterverantwortlicher für die Serie A. Zum Jahresbeginn 2022 übergab er diese Aufgabe an Gianluca Rocchi und wechselte als Technischer Berater zum Nord- und Mittelamerikanischen Fußballverband CONCACAF.<ref>Concacaf recruits Rizzoli to boost refereeing output and raise levels. In: Inside World Football. 26. Januar 2022, abgerufen am 17. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mittlerweile ist er Direktor für CONCACAF-Schiedsrichterangelegenheiten und als solcher auch Teil des FIFA-Schiedsrichterkommittees.<ref name="concacaf-1" />

Privates

Hauptberuflich war Rizzoli vor seiner Funktionärskarriere als Architekt tätig.

Einsätze bei der Fußball-Europameisterschaft 2012

Phase Datum Spielort Heimmannschaft Gastmannschaft Ergebnis
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Donezk FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich EnglandDatei:Flag of England.svg England 1:1 (1:1)
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Charkiw PortugalDatei:Flag of Portugal.svg Portugal NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande 2:1 (1:1)
Viertelfinale Vorlage:DatumZelle Donezk SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 2:0 (1:0)

Einsätze bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014

Phase Datum Spielort Heimmannschaft Gastmannschaft Ergebnis
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Salvador SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande 1:5 (1:1)
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Porto Alegre NigeriaDatei:Flag of Nigeria.svg Nigeria ArgentinienDatei:Flag of Argentina.svg Argentinien 2:3 (1:2)
Viertelfinale Vorlage:DatumZelle Brasília ArgentinienDatei:Flag of Argentina.svg Argentinien BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien 1:0 (1:0)
Finale Vorlage:DatumZelle Rio de Janeiro DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland ArgentinienDatei:Flag of Argentina.svg Argentinien 1:0 n. V.

Einsätze bei der Fußball-Europameisterschaft 2016

Phase Datum Spielort Heimmannschaft Gastmannschaft Ergebnis
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Marseille EnglandDatei:Flag of England.svg England RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 1:1 (0:0)
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Paris PortugalDatei:Flag of Portugal.svg Portugal OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich 0:0
Achtelfinale Vorlage:DatumZelle Décines-Charpieu FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich IrlandDatei:Flag of Ireland.svg Irland 2:1 (0:1)
Halbfinale Vorlage:DatumZelle Marseille DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 0:2 (0:1)

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

1930: John Langenus | 1934: Ivan Eklind | 1938: Georges Capdeville | 1950: Finalrunde | 1954: William Ling | 1958: Maurice Guigue | 1962: Nikolai Latyschew | 1966: Gottfried Dienst | 1970: Rudi Glöckner | 1974: John Taylor | 1978: Sergio Gonella | 1982: Arnaldo Cézar Coelho | 1986: Romualdo Arppi Filho | 1990: Edgardo Codesal Méndez | 1994: Sándor Puhl | 1998: Said Belqola | 2002: Pierluigi Collina | 2006: Horacio Elizondo | 2010: Howard Webb | 2014: Nicola Rizzoli | 2018: Néstor Pitana | 2022: Szymon Marciniak

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

El SalvadorDatei:Flag of El Salvador.svg Joel Aguilar | DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Felix Brych | TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg Cüneyt Çakır | SpanienDatei:Flag of Spain.svg Carlos Velasco Carballo | ElfenbeinküsteDatei:Flag of Côte d'Ivoire.svg Noumandiez Doué | SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Jonas Eriksson | UsbekistanDatei:Flag of Uzbekistan.svg Ravshan Ermatov | GambiaDatei:Flag of The Gambia.svg Bakary Gassama | Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Mark Geiger | AlgerienDatei:Flag of Algeria.svg Djamel Haimoudi | NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Björn Kuipers | SerbienDatei:Flag of Serbia.svg Milorad Mažić | JapanDatei:Flag of Japan.svg Yūichi Nishimura | NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Peter O’Leary | ChileDatei:Flag of Chile.svg Enrique Osses | ArgentinienDatei:Flag of Argentina.svg Néstor Pitana | PortugalDatei:Flag of Portugal.svg Pedro Proença | BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Sandro Ricci | ItalienDatei:Flag of Italy.svg Nicola Rizzoli | MexikoDatei:Flag of Mexico.svg Marco Rodríguez | KolumbienDatei:Flag of Colombia.svg Wílmar Roldán | BahrainDatei:Flag of Bahrain.svg Nawaf Shukralla | EcuadorDatei:Flag of Ecuador.svg Carlos Vera | AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Ben Williams | EnglandDatei:Flag of England.svg Howard Webb 

Als Unterstützungsschiedsrichter wurden nominiert:
KamerunDatei:Flag of Cameroon.svg Sidi Alioum | SudafrikaDatei:Flag of South Africa.svg Daniel Bennett | PeruDatei:Flag of Peru.svg Víctor Carrillo | IranDatei:Flag of Iran.svg Alireza Faghani | TahitiDatei:Flag of French Polynesia.svg Norbert Hauata | GuatemalaDatei:Flag of Guatemala.svg Walter López | NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Svein Oddvar Moen | PanamaDatei:Flag of Panama.svg Roberto Moreno

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

1987: Arppi Filho | 1988: Vautrot | 1989: Vautrot | 1990: Wright | 1991: Mikkelsen | 1992: Schmidhuber | 1993: Mikkelsen | 1994: Puhl | 1995: Puhl | 1996: Puhl | 1997: Puhl | 1998: Collina | 1999: Collina | 2000: Collina | 2001: Collina | 2002: Collina | 2003: Collina | 2004: Merk | 2005: Merk | 2006: Elizondo | 2007: Merk | 2008: Rosetti | 2009: Busacca | 2010: Webb | 2011: Kassai | 2012: Proença | 2013: Webb | 2014: Rizzoli | 2015: Rizzoli | 2016: Clattenburg | 2017: Brych | 2018: Pitana | 2019: Skomina | 2020: Orsato | 2021: Brych | 2022: Marciniak | 2023: Marciniak | 2024: Letexier

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Schiedsrichter Finale Coppa Italia