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FRT ABe 8/8

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SSIF/FRT/FART ABe 8/8
Der SSIF ABe 8/8 Nr. 21 in Locarno
Der SSIF ABe 8/8 Nr. 21 in Locarno
Der SSIF ABe 8/8 Nr. 21 in Locarno
Nummerierung: 21–24
Anzahl: 4
Hersteller: SWP TIBB
Baujahr(e): 1959
Achsfolge: Bo'Bo'Bo'Bo'
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Länge über Puffer: 34000 mm
Dienstmasse: 59 t
Reibungsmasse: 59 t
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Stundenleistung: (976 PS)
Stromsystem: 1200 V Gleichstrom
Stromübertragung: Oberleitung
Zugbremse: Druckluft
Kupplungstyp: Zp2 = Mittelpuffer mit 2 Schraubenkupplungen
Sitzplätze: 113

1959 erhielt die Società delle Ferrovie Regionali Ticinesi (FRT, früherer Name der FART) zusammen mit der Società subalpina di imprese ferroviarie (SSIF) vier elektrische Gelenktriebwagen vom Typ ABe 8/8. Anfänglich gehörten die Triebwagen 21 und 22 der FRT/FART und die Triebwagen 23 und 24 der SSIF. 1982 verkaufte die FART ihre beiden Triebwagen der SSIF<ref>Geschäftsbericht der FART 1982, siehe Datei:FART1982GB.PDF</ref>. Obwohl die SSIF ein rein italienisches Unternehmen ist, verwendet sie die schweizerischen Typenbezeichnungen.

Die vier Triebwagen wurden für die internationalen Schnellzüge zwischen Locarno und Domodossola angeschafft. Sie lösten die ABDe 4/4 ab. Die neuen Triebwagen erlaubten 1959 die Verkürzung der Reisezeit zwischen Domodossola und Locarno auf eine Stunde und 40 Minuten, was einer Verbesserung von 20 Minuten entsprach.<ref>Schweizer Eisenbahn-Revue 11/1992, S. 495.</ref> In der Führung der Schnellzüge wurden sie 1992 grösstenteils durch die ABe 4/6 abgelöst.

Für den Regionalverkehr wurde eine verkürzte Version dieser Triebzüge als ABDe 6/6 31-32 gebaut. Gleichartige Fahrzeuge wurden für die Ferrovie Luganesi gebaut, sie kamen später zur SSIF und wurden dort zu den ABe 6/6 33-35 umgebaut.

Die Gelenktriebwagen wurden von Schindler Waggon in Pratteln hergestellt, die elektrische Ausrüstung lieferte die BBC-Tochter Tecnomasio Italiano Brown Boveri (TIBB). Der Wagenkasten ist dreigeteilt und stützt sich jeweils unter dem Kastengelenk auf ein Jakobsdrehgestell ab.

Der Triebwagen 22 war in zwei schwere Unfälle verwickelt. Am 13. August 1967 stiess er mit dem ABDe 4/4 18 zusammen und im Oktober 1980 mit dem ABDe 4/4 12. Die Nummer 12 wurde deswegen ausrangiert.

Der ABe 8/8 24 wurde 2007 als Panoramatriebzug mit neuem Kastenaufbau in Betrieb gesetzt. Er diente als Reserve für die neuen SSIF-Panoramatriebzüge, ist aber seit einigen Jahren ausser Betrieb.

ABe 8/8 21
1959–1982 FART TICINO
seit 1982 SSIF ROMA
EVN: 94 83 4880 021-0
ABe 8/8 22
1959–1982 FART LEMANO
seit 1982 SSIF TICINO
EVN: 94 83 4880 022-8
Datei:19860721K046-12 21.jpg
Der SSIF ABe 8/8 21 am 21. Juli 1986 in der damaligen oberirdischen Station Locarno
Datei:19860721K046-17 22.jpg
Der ABe 8/8 22 noch mit den ursprünglichen Senkfenstern aber bereits im Besitz der SSIF in der ehemaligen Station Locarno San Antonio am 21. Juli 1986
ABe 8/8 23
seit 1959 SSIF OSSOLA
EVN: 94 83 4880 023-6
ABe 8/8 24
seit 1959 SSIF VIGEZZO
EVN: 94 83 4880 024-4
Datei:ABe 8-8 23 Locarno 12.01.08.JPG
Der ABe 8/8 23 am 12. Januar 2008 im heutigen unterirdischen Bahnhof Locarno.
Datei:SSIF 24 Intragna 20080724Y489.jpg
Der zum Panoramatriebzug umgebaute ABe 8/8 24 am 24. Juli 2008 in Intragna als Ersatz für einen der neuen Züge. Auf Blockabstand folgte ein ABe 4/6.

Literatur

  • Alessandro Albé: Die Bahn von Locarno nach Domodossola. Viganello 1988, Seite 117ff
  • Peter Willen: Lokomotiven der Schweiz 2, Schmalspur Triebfahrzeuge. Orell Füssli, Zürich 1972, keine ISBN, Seite 138
  • Peter Willen: Lokomotiven und Triebwagen der Schweizer Bahnen, Band 4 Privatbahnen Zentral-, Süd- und Ostschweiz. 1. Auflage. Orell Füssli 1983, ISBN 3-280-01301-1.

Weblinks

Commons: FRT ABe 8/8 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />