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Icker

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Icker
Gemeinde Belm
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1046)&title=Icker 52° 20′ N, 8° 7′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1046) 52° 20′ 21″ N, 8° 6′ 45″ O
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Fläche: 10,4 km²<ref name="bvi"/>
Einwohner: 1046 (30. Juni 2022)<ref name="bvi"/>
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 49191
Vorwahl: 05406
Lage von Icker in Niedersachsen

Icker ist ein Ortsteil der Gemeinde Belm im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1972 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Das Dorf Icker, das aus einem alten landwirtschaftlichen Dorfkern und einer sich östlich anschließenden Neubausiedlung besteht, liegt vier Kilometer nördlich des Belmer Ortskerns. Weitere Wohnplätze sind unter anderem Hinter dem Felde, Westerheide, Klein Icker und Espowe. Die Nette fließt von Osten nach Westen durch den Ortsteil. Weiter nördlich erstreckt sich ein dicht bewaldeter Abschnitt des Wiehengebirges.

Geschichte

Icker wurde erstmals 1050 urkundlich als „Ickari“ erwähnt. In den Jahren 1411, 1564 und 1782 passierten in Icker drei Erdfälle. Das 1782 entstandene „Icker Loch“ mit einem Durchmesser von 20 bis 25 Meter existiert noch heute.<ref name="bvi">Bürgerverein Icker: Wissenswertes über Icker</ref> Die Bauerschaft Icker gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Iburg des Hochstifts Osnabrück. Von 1807 bis 1810 gehörte Icker zum Kanton Schledehausen des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie (Bürgermeisterei) Belm im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems.<ref name="lasius"/> 1814 kam Icker zum Königreich Hannover und gehörte dort zum Amt Osnabrück. 1867 fiel die Gemeinde Icker mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte sie zum Landkreis Osnabrück. Am 1. Juli 1972 wurde Icker im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen nach Belm eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812 451 <ref name="lasius">Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 185 (google.de).</ref>
1845 573 <ref>Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 120 (google.de).</ref>
1871 439 <ref>Volkszählung 1871</ref>
1895 491 <ref>Volkszählung 1895</ref>
1910 474 <ref>Landkreis Osnabrück. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2021;.</ref>
1925 504 <ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1939 478 <ref name="demand"/>
1950 664 <ref name="isys">Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)</ref>
1961 599 <ref name="isys" />
1970 777 <ref name="isys" />
Datei:Schmerzhafte Mutter (Belm-Icker).jpg
Die Kirche Schmerzhafte Mutter

Baudenkmale

Die Pfarrkirche Schmerzhafte Mutter mit ihrem Pfarrhaus, die Haupthäuser der Hofanlagen Brockmann, Meyer zu Weghorst und Steinbrink sowie einige Heuerhäuser stehen in Icker unter Denkmalschutz. Ein Grabhügel im Westen des Ortsteils ist ein geschütztes Bodendenkmal.

Vereine

Der Bürgerverein Icker setzt sich für den Umwelt- und Landschaftsschutz, den Denkmalschutz sowie für Kunst und Kultur ein.<ref>Website des Bürgervereins Icker</ref> Der Schützenverein Icker betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des lokalen Brauchtums.<ref>Website des Schützenvereins Icker</ref>

Einzelnachweise

<references /> Vorlage:Navigationsleiste Ortsteile der Gemeinde Belm