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Kaschatagh (Provinz)

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Datei:Qashatagh in Artsakh (semi-independent).svg
Lage Kaschataghs in der Republik Arzach, Gebietsstand 1994–2020

Kaschatagh ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), auch Qashatagh und Kashatagh) war eine Provinz der international nicht anerkannten Republik Arzach mit der Hauptstadt Berdsor. Die Provinz umfasste die aserbaidschanischen Bezirke Laçın, Qubadlı und Zəngilan, die 1992 und 1993 durch die armenische Armee besetzt wurden. Seit dem Ende des Kriegs um Bergkarabach 2020 befindet sich das Gebiet der Provinz wieder unter der Kontrolle von Aserbaidschan.

Geografie

Datei:Kovsakan125.jpg
Fluss Woghdschi bei Kowsakan

Die Provinz hatte eine Fläche von 3376,6 Quadratkilometern.<ref name=":0">Results of 2005 census of the Nagorno-Karabakh Republic (PDF, englisch, abgerufen am 23. April 2008; 131 kB)</ref> und erstreckte sich entlang der Grenze zu Armenien vom Karabach-Hochland im Norden zum Fluss Aras im Süden. Im Norden grenzte die arzachische Provinz Schahumjan beziehungsweise der aserbaidschanische Bezirk Kəlbəcər an, im Osten die Provinzen Martakert, Askeran, Schuschi und Hadrut. Im Süden bildete der Aras die Grenze zum Iran, im Westen befindet sich die armenische Provinz Sjunik.

Die größten Flüsse, die die Provinz durchqueren, sind der hier entspringende Hakari und der aus Armenien zufließende Worotan. Am Aras befinden sich Teile des Stausees von Choda Afarin. Im Osten wurde die Provinz vom Karabachgebirge begrenzt, im Westen von den südlichen Ausläufern des Karabach-Hochlands sowie von den Hängen der Barguschatberge und der Meghriberge.

Die Hauptstadt und größte Stadt Berdsor befand sich auch am wichtigsten Verkehrsweg, der Verbindungsstraße von Armenien zur arzachischen Hauptstadt Stepanakert im nach Berdsor ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) benannten Latschin-Korridor. Weitere wichtige Straßen verlaufen insbesondere in den Tälern des Hakari sowie entlang des Aras. Am Aras verläuft auch die seit dem Krieg zu Beginn der 1990er Jahre stillgelegte Bahnstrecke Ələt–Culfa, die in der Provinz eine Zweigstrecke zum armenischen Kapan hat.

Geschichte

Der Name der Provinz geht auf das armenische Meliktum Kaschatagh zurück, das in der Region von 1475 bis 1730 bestand. Zuvor bestanden hier das Königreich Arzach und verschiedene Herrschaftsgebiete unter dem Namen Sjunik. Zuvor gehörte die Region meist zu einem größeren armenischen Reich und seit dem 7. Jahrhundert zeitweise immer wieder zu islamischen Staaten. 1730 zerfiel das Meliktum und unter Vorherrschaft der Safawiden siedelten sich Kurden in der Region an,<ref name="icare">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig On Kurdish tribes in Caucasus.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. Juli 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> schließlich wurde das Territorium integrierter Bestandteil des Khanat Karabach.<ref name="Hewsen">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Das Khanat wurde im 19. Jahrhundert Teil des Russischen Reiches und in diesem aufgelöst. Nach der Oktoberrevolution und der Unabhängigkeitserklärung der Staaten südlich des Kaukasus war die Region zwischen der Republik Armenien und der Republik Aserbaidschan umstritten und umkämpft. Nach Eingliederung beider Staaten in die Sowjetunion fiel das Gebiet an die Aserbaidschanische SSR, der nördliche Teil wurde jedoch zeitweise Bestandteil der autonomen Provinz Rotes Kurdistan, für ein Jahr gar das gesamte Gebiet. Ab 1930 wurde es in Form mehrere Rayons nicht-autonomer Teil Aserbaidschans.

Nachdem sich in den 1980er Jahren die Spannungen zwischen den Armeniern in der benachbarten Autonomen Oblast Bergkarabach und Aserbaidschanern sowie der Aserbaidschanischen SSR verschärft hatten, erklärte Bergkarabach während des Zusammenbruchs der Sowjetunion 1991 die Unabhängigkeit und es kam zu einem offenen Krieg, in dem Armenien Bergkarabach unterstützte. Im Laufe der Jahre 1992 und 1993 konnte die Republik Bergkarabach beziehungsweise die armenische Armee das Gebiet der späteren Provinz Kaschatach, das zwischen Bergkarabach und Armenien liegt, besetzen und damit auch den strategisch wichtigen Latschin-Korridor zwischen den beiden verbündeten Kriegsparteien unter Kontrolle bringen. Die fast ausschließlich aserbaidschanische Bevölkerung floh.

Nach dem Waffenstillstand, der den Krieg 1994 beendete, wurde das Gebiet der aserbaidschanischen Bezirke Laçın, Qubadlı und Zəngilan von der Republik Arzach, wie sich das de-facto-Regime seit 2017 nennt, als Provinz Kaschatach mit der Hauptstadt Berdsor organisiert. Seit 2014 wurden in der Provinz armenische Flüchtlinge aus Syrien angesiedelt, insbesondere in der Ortschaft Ischchanadsor.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ПОСЕЛИВШИЕСЯ В АРЦАХЕ СИРИЙСКИЕ АРМЯНЕ ГОВОРЯТ О СВОИХ ЧАЯНИЯХ (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/nkr-news.com. NKR News, 26. Dezember 2014.</ref><ref>Nana Martirosyan. Давид Бабаян: Армения и Арцах приняли сирийских беженцев, исходя из гуманитарных принципов. ArmInfo, 3. Juni 2015.</ref> Im Krieg um Bergkarabach 2020 wurde das Gebiet der Provinz zu großen Teilen von der aserbaidschanischen Armee zurückerobert. Im anschließenden Waffenstillstandsabkommen wurde die Rückgabe der übrigen Teile der Provinz beziehungsweise der drei aserbaidschanischen Bezirke vereinbart und bis 1. Dezember 2020 umgesetzt. Die Provinz befindet sich seitdem wieder vollständig unter der Kontrolle von Aserbaidschan. Nur der Latschin-Korridor mit der Stadt Berdsor und zwei weiteren Ortschaften, der von russischen Friedenstruppen als Verbindung zwischen Armenien und Arzach gesichert wurde, wurde erst im August 2022 von Aserbaidschan übernommen.<ref>Azerbaijan takes control of Lachin as deadline for Armenians to leave passes. In: OC Media. 26. August 2022, abgerufen am 19. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ortschaften und Einwohner

Datei:Цицернаванк.jpeg
Kloster Zizernawank

Laut dem Zensus von Bergkarabach von 2005 hatte die Provinz 9.763 Einwohner, entsprechend 2,89 Einwohnern pro Quadratkilometer. Diese lebten in drei Städten, 19 größeren Orten und 47 Gemeinden.<ref name=":0" /> Für 2015 wurden 9.300 Einwohner geführt, davon 3.300 in vier Städten und 6.000 in 50 ländlichen Gemeinden.<ref name=":022">Nagorno Karabakh in Figures, Statistical Booklet. NATIONAL STATISTICAL SERVICE OF THE NAGORNO KARABAKH REPUBLIC, 2015. S. 12.</ref>

Armenischer Name (zugeh. Ortsteile) in armenischer Schrift Aserbaidschanischer Name Einwohner nach Zensus 2005<ref name=":0" /> Koordinate
Berdsor Բերձոր Laçın 2.247 name=Berdsor|region=AZ|type=city}}
Kowsakan (Karatak) Կովսական Zəngilan 393 name=Kowsakan|region=AZ|type=city}}
Midschnawan Միջնավան Mincivan 344 name=Midschnawan|region=AZ|type=city}}
Alaschkert Ալաշկերտ Qıraq Muşlan 158 name=Alaschkert|region=AZ|type=city}}
Aghadsor Աղաձոր Üçüncü Ağalı 101 name=Agadsor|region=AZ|type=city}}
Aghanus Աղանուս Ağanus 86 name=Aghanus|region=AZ|type=city}}
Aghawnatun (Chatschgetik, Aghawno) Աղավնատուն Quşçular 60 name=Aghawnatoun|region=AZ|type=city}}
Ajgehowit (Ltschaschen, Towmasar, Moradschur) Այգեհովիտ Balasoltanlı 191 name=Ajgehowit|region=AZ|type=city}}
Ajgek Այգեկ Əfəndilər 104 name=Ajgek|region=AZ|type=city}}
Arzwaschen Արծվաշեն Kürd Mahruzlu 92 name=Arzwaschen|region=AZ|type=city}}
Artaschawi Արտաշավի Ərdəşəvi 88 name=Artaschawi|region=AZ|type=city}}
Basmatus (Gandza) Բազմատուս (Գանձա) Bülüldüz (Seyidlər) 76 name=Gandza|region=AZ|type=city}}
Getamedsch Գետամեջ Həmzəli 86 name=Getamedsch|region=AZ|type=city}}
Getap Գետափ Qarağac 131 name=Getap|region=AZ|type=city}}
Goghtanik Գողթանիկ Pircahan 86 name=Goghtanik|region=AZ|type=city}}
Dizmajri (Arzachamajr) Դիցմայրի Məşədismayıllı 71 name=Dizmajri|region=AZ|type=city}}
Drachtadsor (Ani) Դրախտաձոր Ağcakənd 78 name=Drachtadsor|region=AZ|type=city}}
Esnagomer/Lernahowit (Schrwakan, Spitakadschur, Uchtadsor) Եզնագոմեր/Լեռնահովիտ Qarakeçdi 112 name=Esnagomer|region=AZ|type=city}}
Erizwank (Krmen, Amirian) Երիցվանք Alıbəyli 182 name=Erizwank|region=AZ|type=city}}
Ischchanadsor Իշխանաձոր Xanlıq 183 name=Ischchanadsor|region=AZ|type=city}}
Zaghkaberd Ծաղկաբերդ Güləbird 271 name=Zaghkaberd|region=AZ|type=city}}
Zizernawank Ծիծեռնավանք Hüsülü 113 name=Zizernawank|region=AZ|type=city}}
Zobadsor (Worduak) Ծոբաձոր Çöpədərə 78 name=Zobadsor|region=AZ|type=city}}
Keren Կերեն Qaragöl 26 name=Keren|region=AZ|type=city}}
Kumajri Կումայրի Qilican 54 name=Koumajri|region=AZ|type=city}}
Hajkasjan Հայկազյան Qazyan 72 name=Hajkasjan|region=AZ|type=city}}
Harar (Suaras) Հարար Aşağı Fərəcan 80 name=Harar|region=AZ|type=city}}
Hajtagh (Aghbradsor, Gahanist) Հայթաղ Qorçu 27 name=Hajtagh|region=AZ|type=city}}
Hak Հակ Minkənd 102 name=Hak|region=AZ|type=city}}
Hakari Հակարի Muradxanlı 126 name=Hakari|region=AZ|type=city}}
Hale Հալե Hal 38 name=Hale|region=AZ|type=city}}
Herik (Berdik) Հերիկ Əhmədli 67 name=Herik|region=AZ|type=city}}
Hotschanz Հոչանց Hoçaz 74 name=Hotschanz|region=AZ|type=city}}
Dsorap Ձորափ Qarakişilər 106 name=Dsorap|region=AZ|type=city}}
Ghasaparat Alıqulu 56 name=Ghasaparat|region=AZ|type=city}}
Mamark Մամարք Məmər 59 name=Mamark|region=AZ|type=city}}
Maratuk (Meghwadsor) Մարաթուկ Malxələf 48 name=Maratouk|region=AZ|type=city}}
Margis Մարգիս Mayıs 12 name=Margis|region=AZ|type=city}}
Martunaschen Մարտունաշեն Qaracallı 67 name=Martunaschen|region=AZ|type=city}}
Melikaschen Մելիքաշեն Ağoğlan 48 name=Melikaschen|region=AZ|type=city}}
Mirik Միրիկ Mirik 199 name=Mirik|region=AZ|type=city}}
Mscheni Մշենի Mişni 84 name=Mscheni|region=AZ|type=city}}
Moschatagh Մոշաթաղ Bozlu 214 name=Moschatagh|region=AZ|type=city}}
Mowsesaschen (Arachisch, Dsorachatsch, Karabak) Մովսէսաշեն Kürdhacı 94 name=Mowsesaschen|region=AZ|type=city}}
Musch Մուշ Melikli 106 name=Musch|region=AZ|type=city}}
Noraschenik Նորաշենիկ Təzəkənd 63 name=Noraschenik|region=AZ|type=city}}
Schalua (Himnaschen, Werinschen) Շալուա Şəlvə 71 name=Schalowa|region=AZ|type=city}}
Schirak Շիրակ Qiyaslı 39 name=Schirak|region=AZ|type=city}}
Dschanfida Ջանֆիդա Diləli Müskənli 65 name=Dschanfida|region=AZ|type=city}}
Saratak Սարատակ Sarıyataq 137 name=Saratak|region=AZ|type=city}}
Sonasar Սոնասար Sonasar 73 name=Sonasar|region=AZ|type=city}}
Sus (Gihut, Urmia, Nerkin Sus) Սուս Sus 162 name=Sous|region=AZ|type=city}}
Wasgenaschen (Antaramedsch) Վազգենաշեն Hacısamlı 15 name=Wasgenaschen|region=AZ|type=city}}
Wakunis (Chatschin Tap, Tschormank) Վակունիս Piçənis 60 name=Wakounis|region=AZ|type=city}}
Waghasin (Ardschadsor, Martiros, Meghraschen) Վաղազին Vağazin 72 name=Waghasin|region=AZ|type=city}}
Wan Վան Cahangirbəyli 187 name=Wan|region=AZ|type=city}}
Wardabaz Վարդաբաց Əbilcə 68 name=Wardabaz|region=AZ|type=city}}
Wardananz (Wordnaw) Վարդանանծ Məmmədbəyli 184 name=Wardananz|region=AZ|type=city}}
Werin Kaschunik Վերին Քաշունիք Yuxarı Mollu 43 name=Werin Kaschunik|region=AZ|type=city}}
Wurgawan Վուրգավան Xəndək 160 name=Wourgawan|region=AZ|type=city}}
Tandsut Տանձուտ Qarıqışlaq 162 name=Tandsout|region=AZ|type=city}}
Tigranawan Տիգրանավան Padar 153 name=Tigranawan|region=AZ|type=city}}
Urekan (Amutegh) Ուռեկան İşıqlı 168 name=Wurekan|region=AZ|type=city}}
Pakahan Փակահան Xocahan 85 name=Pakahan|region=AZ|type=city}}
Kaschunik Քաշունիք Qubadlı 127 name=Kaschounik|region=AZ|type=city}}
Karotan Քարոտան Kavdadıq 70 name=Karotan|region=AZ|type=city}}
Karut Քարուտ Daşlı 16 name=Karout|region=AZ|type=city}}
Karegah Քարեգահ Qarıkaha 229 name=Karegah|region=AZ|type=city}}
Arwakan Արվական Alxaslı 60 name=Arwakan|region=AZ|type=city}}
Mchanz Մխանց Muğanlı 55 name=Mchanz|region=AZ|type=city}}
Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Provinzfreie Stadt:
Stepanakert

Provinzen:
Askeran | Hadrut | Kaschatagh | Martakert | Martuni | Schahumjan | Schuschi

Vorlage:Klappleiste/Ende

Koordinaten: 39° 38′ N, 46° 33′ O

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