Zum Inhalt springen

Horst Gnas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. Januar 2026 um 13:20 Uhr durch imported>Spürnase2013.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Horst Gnas (1970).jpg
Horst Gnas (1970)

Horst Gnas (* 3. September 1941 in Dessau) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer.

Schon als Jugendlicher wurde Horst Gnas Dritter bei einer DDR-Radsportmeisterschaft im Bahnradsport. Anschließend ging er aber in die Bundesrepublik und ließ sich schließlich in Nürnberg nieder. Er wurde Mitglied des RC Herpersdorf.

1970 errang Horst Gnas bei den Bahn-Weltmeisterschaften in Leicester den zweiten Platz bei den Amateur-Stehern. Von 1971 bis 1973 wurde er dann dreimal hintereinander Steher-Weltmeister bei den Amateuren.<ref>Manfred Marr: Vor 40 Jahren holte Horst Gnas den dritten WM-Titel nach Herpersdorf. In: nordbayern.de. 10. November 2013, abgerufen am 17. Januar 2014.</ref> 1971 und 1972 wurde er von dem Niederländer Bruno Walrave geführt, bis 1973 der Weltradsportverband Union Cycliste Internationale für die Weltmeisterschaften in San Sebastian verfügte, dass Steher und Schrittmacher derselben Nationalität angehören müssen. Kurzfristig wurde der Hannoveraner Hans Käb als Ersatz für Walrave eingesetzt; trotzdem gelang der Gewinn eines dritten WM-Titels. 1971 und 1972 wurde er deutscher Meister im Steherrennen der Amateure.<ref>RC-HERPERSDORF 1919 e. V. Historie. Abgerufen am 30. Juni 2024.</ref>

Für seine sportlichen Erfolge wurde er am 10. Dezember 1971 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.<ref>Sportbericht der Bundesregierung vom 29. September 1973 an den Bundestag - Drucksache 7/1040, PDF-Datei, S. 69.</ref>

In den folgenden Jahren war Gnas vom Verletzungspech verfolgt. Er beendete seine Karriere 1977 und eröffnete zwei Reinigungsfirmen.

Nur zwei Tage nach seinem WM-Sieg 1973 in San Sebastián verunglückten die Ehefrau von Horst Gnas und deren Freundin tödlich; sie wurden auf einer Radtour von einem Auto angefahren.<ref>Manfred Marr: Triumphe und Schicksalsschläge, nordbayern.de, 9. September 2011</ref> Der Witwer blieb mit zwei kleinen Töchtern zurück.<ref>Manfred Marr: Mit dem Rad durch ein bewegtes Leben. 21. Juni 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Dezember 2015; abgerufen am 22. Juni 2011.</ref>

Weblinks

  • Horst Gnas in der Datenbank von Radsportseiten.com

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Deutsche Steher-Radmeisterschaften (Amateure)