Untersotzbach
Untersotzbach Gemeinde Birstein
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(378)&title=Untersotzbach 50° 20′ N, 9° 19′ O
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dim=10000 | globe= | name=Untersotzbach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 290 (282–313) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 4,83 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 378 (31. Dez. 2023) HW<ref name="DF">Zahlen, Einwohnerzahl HW. In: Webauftritt. Gemeinde Birstein, abgerufen im Juni 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 78 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. April 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 63633 | |||||
| Vorwahl: | 06054 | |||||
Untersotzbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Birstein im hessischen Main-Kinzig-Kreis. Der Ort liegt im unteren Vogelsberg südöstlich von Birstein am Sotzbach. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3196.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte Erwähnung von Untersotzbach erfolgte im Jahr 1326 unter dem Namen „Sotsbach“.<ref name="lagis" /> Eine weitere Erwähnungen folgte 1356 als „Sotzbach“. Eine Kirche wurde 1488 genannt.
Das Dorf kam 1816 nach dem Wiener Kongress vom Fürstentum Isenburg-Birstein zum Kurfürstentum Hessen und mit der preußischen Annexion Kurhessens 1866 an Preußen.
Im Jahre 1939 gehörte der Ort zum Landkreis Gelnhausen und hatte 347 Einwohner.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Untersotzbach am 1. April 1972 auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Birstein eingemeindet.<ref></ref> Für Untersotzbach, wie für alle eingegliederten ehemals eigenständigen Gemeinden von Birstein, wurde ein Ortsbezirk gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 49 kB) § 4. In: Webauftritt. Stadt Felsberg, abgerufen im Oktober 2020.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Untersotzbach angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Isenburg-Birstein, Gericht Reichenbach (oder Birstein)
- ab 1806: Fürstentum Isenburg (Rheinbund),<ref group="Anm.">Infolge der Rheinbundakte.</ref> Gericht Reichenbach oder Birstein
- ab 1813: Generalgouvernement Frankfurt,<ref group="Anm.">Infolge der Befreiungskriege.</ref> Gericht Reichenbach
- ab 1815: Kaisertum Österreich,<ref group="Anm.">Infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses.</ref> Gericht Reichenbach
- ab 1816: Kurfürstentum Hessen,<ref group="Anm.">Durch Staatsvertrag mit Österreich und dem Königreich Preußen sowie Einigung mit dem Großherzogtum Hessen.</ref> Amt Wenings, Gericht Reichenbach
- ab 1821: Kurfürstentum Hessen, Kreis Salmünster<ref group="Anm.">1822: Trennung zwischen Justiz (Justizamt Birstein) und Verwaltung.</ref>
- ab 1830: Kurfürstentum Hessen, Kreis Gelnhausen
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Kreis Gelnhausen
- ab 1867: Königreich Preußen,<ref group="Anm.">Infolge des Deutschen Krieges.</ref> Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gelnhausen
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gelnhausen
- ab 1918: Deutsches Reich,<ref group="Anm.">Infolge des Ersten Weltkriegs entsteht die Weimarer Republik.</ref> Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gelnhausen
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Gelnhausen
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Gelnhausen
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Gelnhausen
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Gelnhausen
- ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gelnhausen
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gelnhausen, Gemeinde Birstein
- ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis, Gemeinde Birstein
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Untersotzbach 366 Einwohner. Darunter waren 12 (3,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 60 Einwohner unter 18 Jahren, 150 zwischen 18 und 49, 96 zwischen 50 und 64 und 63 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 144 Haushalten. Davon waren 33 Singlehaushalte, 42 Paare ohne Kinder und 54 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 21 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 99 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
- 1721: 34 Männer<ref name="lagis" />
- 1770: 41 Haushaltungen<ref name="lagis" />
| Untersotzbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2023 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 312 | |||
| 1840 | 324 | |||
| 1846 | 358 | |||
| 1852 | 349 | |||
| 1858 | 338 | |||
| 1864 | 340 | |||
| 1871 | 329 | |||
| 1875 | 327 | |||
| 1885 | 322 | |||
| 1895 | 304 | |||
| 1905 | 350 | |||
| 1910 | 352 | |||
| 1925 | 343 | |||
| 1939 | 347 | |||
| 1946 | 479 | |||
| 1950 | 514 | |||
| 1956 | 429 | |||
| 1961 | 398 | |||
| 1967 | 372 | |||
| 1970 | 369 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 366 | |||
| 2023 | 378 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: <ref name="lagis" />; Gemeinde Birstein:<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 300 evangelische (= 93,17 %), zwei katholische (= 0,63 %), 20 jüdische (= 6,21 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 385 evangelische (= 96,73 %), 13 katholische (= 3,27 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Untersotzbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Untersotzbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 72,0 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerlisteliste Untersotzbach“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Untersotzbach. In: Votemanager. Gemeinde Birstein, abgerufen im Juni 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Philipp Löffler zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Untersotzbach. In: Webauftritt. Gemeinde Birstein, abgerufen im Juni 2024.</ref>
Kulturdenkmäler
Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Birstein-Untersotzbach
Vereine
- SV 1960 Sotzbach
- Freiwillige Feuerwehr Untersotzbach
- Jagdgenossenschaft Untersotzbach
- Landfrauenverein Untersotzbach
- Schach-Club Sotzbach
- SKC Sotzbach
- Sotzbacher Sangesfreunde
- VdK Untersotzbach/Obersotzbach
- Sotzbacher Jungs und Mädels
- Förderverein 700 Jahre Sotzbach
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Christian Neureuther (1868–1921), Keramiker, in Untersotzbach geboren
Literatur
- Vorlage:HessBib
- Vorlage:HessBib
- Suche nach Untersotzbach. In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek
Weblinks
- Ortsteil Untersotzbach. In: Webauftritt der Gemeinde Birstein.
- Untersotzbach. Ortsgeschichte, Infos. In: www.untersotzbach.de. Private Website
- Untersotzbach, Main-Kinzig-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise= <references> <ref name="lagis">Untersotzbach, Main-Kinzig-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 24 und 78, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021. </ref> </references>
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