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Unterreichenbach (Birstein)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Unterreichenbach
Gemeinde Birstein
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(501)&title=Unterreichenbach 50° 22′ N, 9° 19′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(501) 50° 22′ 11″ N, 9° 19′ 25″ O
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Höhe: 306 m ü. NHN
Fläche: 8,13 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 501 (31. Dez. 2023) HW<ref name="DF">Zahlen, Einwohnerzahl HW. In: Webauftritt. Gemeinde Birstein, abgerufen im Juni 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1972
Postleitzahl: 63633
Vorwahl: 06054

Unterreichenbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Birstein im hessischen Main-Kinzig-Kreis. Der Ort liegt im unteren Vogelsberg nordöstlich von Birstein am Reichenbach.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte Erwähnung von Unterreichenbach erfolgte um das Jahr 810 unter dem Namen „Richenbah“.<ref name="lagis" /> In historischen Dokumenten späterer Zeit ist der Ort unter folgenden Ortsnamen belegt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):<ref name="lagis" /> Richenbah (um 850) und Richenbach (1279).

Das Dorf kam 1816 nach dem Wiener Kongress vom Fürstentum Isenburg-Birstein zum Kurfürstentum Hessen und mit der preußischen Annexion Kurhessens 1866 an Preußen.

Im Jahre 1939 gehörte der Ort zum Landkreis Gelnhausen und hatte 386 Einwohner.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Unterreichenbach zum 1. April 1972 auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Birstein eingemeindet.<ref></ref> Für Unterreichenbach, wie für alle eingegliederten ehemals eigenständigen Gemeinden von Birstein, wurde ein Ortsbezirk gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 49 kB) § 4. In: Webauftritt. Stadt Felsberg, abgerufen im Oktober 2020.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Unterreichenbach angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Unterreichenbach 609 Einwohner. Darunter waren 15 (2,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 111 Einwohner unter 18 Jahren, 270 zwischen 18 und 49, 138 zwischen 50 und 64 und 90 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 237 Haushalten. Davon waren 54 Singlehaushalte, 63 Paare ohne Kinder und 90 Paare mit Kindern, sowie 24 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 36 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 174 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

  • 1666: 22 Haushaltungen mit 128 Personen<ref name="lagis" />
  • 1770: 56 Haushaltungen<ref name="lagis" />
Unterreichenbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2023
Jahr  Einwohner
1834
  
434
1840
  
437
1846
  
416
1852
  
390
1858
  
391
1864
  
385
1871
  
398
1875
  
403
1885
  
398
1895
  
406
1905
  
416
1910
  
430
1925
  
419
1939
  
386
1946
  
561
1950
  
594
1956
  
563
1961
  
559
1967
  
555
1970
  
553
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
609
2023
  
501
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: <ref name="lagis" />; Gemeinde Birstein:<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 380 evangelische (= 95,84 %), 18 jüdische (= 4,52 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 782 evangelische (= 86,23 %), 74 katholische (= 13,24 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Für Unterreichenbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Unterreichenbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 60,4 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerliste Unterreichenbach“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Unterreichenbach. In: Votemanager. Gemeinde Birstein, abgerufen im Juni 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Edmund Schenk zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Unterreichenbach. In: Webauftritt. Gemeinde Birstein, abgerufen im Juni 2024.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturdenkmäler

  • Vogelsberger Dom“, die evangelisch-reformierte Kirche des Orts, wurde nach Abbruch der alten Kirche von 1748 bis 1754 als Querkirche errichtet.<ref>Kathrin Ellwardt: Kirchenbau zwischen evangelischen Idealen und absolutistischer Herrschaft. Die Querkirchen im hessischen Raum vom Reformationsjahrhundert bis zum Siebenjährigen Krieg. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2004, ISBN 3-937251-34-0</ref><ref>Der „Vogelsberger Dom“. In: www.gudrunkauck.de. Abgerufen im Oktober 2020.</ref>
  • „Mittelalterliche Gerichtsstätte“ beim ehemaligen Obertor, vor dem Friedhof

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Birstein-Unterreichenbach

Naturdenkmäler

Siehe: Liste der Naturdenkmale in Birstein

Vereine

  • Dalles Kicker
  • Freiwillige Feuerwehr Unterreichenbach
  • Jagdgenossenschaft Unterreichenbach
  • KSG Unterreichenbach
  • Landfrauenverein Unterreichenbach
  • Männer-Gesangverein Eintracht

Persönlichkeiten

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Unterreichenbach, Main-Kinzig-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 24 und 78, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021;. </ref> </references>

Literatur

Weblinks

Commons: Unterreichenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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