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Himmighausen

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Himmighausen
Stadt Nieheim
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(460)&title=Himmighausen 51° 49′ N, 9° 1′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(460) 51° 48′ 44″ N, 9° 1′ 25″ O
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Höhe: 181 m
Fläche: 5,84 km²
Einwohner: 460 (31. Dez. 2020)<ref name="Einwohner">Kreis Höxter – Einwohner in den Stadtteilen der 10 kreisangehörigen Städte. In: Kreis Höxter. Abgerufen am 22. September 2021.</ref>
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 33039
Vorwahl: 05238
Datei:Nieheim Ortsteile Himmighausen.svg
Karte
Lage von Himmighausen in Nieheim
Datei:Schloss Himmighausen Mai 2014.JPG
Schloss Himmighausen
Datei:Katholische Kirche St. Antonius von Padua.jpg
Katholische Kirche St. Antonius von Padua

Himmighausen ist ein Stadtteil von Nieheim im nordrhein-westfälischen Kreis Höxter in Deutschland.

Geographie

Himmighausen liegt an der Mündung des Fischbachs in die Emmer. In dem Ort, der im Bergtal am Fuße des Eggegebirges liegt, wohnen rund 460 Einwohner.<ref name="Einwohner" /> Auf der Gemarkung Himmighausen-Bahnhof befindet sich der Lindenberg, der eine Höhe von 288 m ü. NHN erreicht. Auf dem Berg steht die alte Antonius-Linde.

Geschichte

Ein Brandgräberfeld mit 1000 Gräbern, bronzezeitliche Gräber sowie römische Münzen aus dem 3. und 4. Jahrhundert lassen auf eine vor- und frühgeschichtliche Besiedlung Himmighausens schließen. 1015 wurde der Ort in der Vita Meinwerci, der Lebensbeschreibung des Bischofs Meinwerk von Paderborn († 1036), als Hemmicanhusun erstmals urkundlich erwähnt. – Ein Herr Wibrand und seine Frau Tetta schenkten dem Bischof ihr Vermögen zur Vergebung ihrer Sünden; so wurde Himmighausen bischöfliches Tafelgut.

Himmighausen gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Steinheim im Hochstift Paderborn. Im Königreich Westphalen bildete Himmighausen von 1807 bis 1813 eine Gemeinde im Kanton Nieheim des Distrikts Höxter im Departement der Fulda und fiel dann an Preußen. 1816 kam die Gemeinde zum neuen Kreis Brakel, der 1832 im Kreis Höxter aufging. Im Kreis Höxter gehörte Himmighausen zum Amt Nieheim, das bis in die 1930er Jahre mit dem Amt Steinheim das Doppelamt Nieheim-Steinheim bildete.<ref>Gemeindeverzeichnis der Provinz Westfalen 1931: Ämter im Kreis Höxter</ref>

Am 1. Januar 1970 wurde Himmighausen durch das Gesetz zur Neugliederung des Kreises Höxter vom 2. Dezember 1969 mit der damaligen Stadt Nieheim und den übrigen Gemeinden des Amtes Nieheim zur neuen Stadt Nieheim zusammengeschlossen.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 109.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Himmighausen-Bahnhof befindet sich die Gesamtdeutsche Bildungsstätte, die 1926 als Kindererholungsheim erbaut wurde. Damals wurden Kinder aus dem Ruhrgebiet im Rahmen der sogenannten Kinderlandverschickung quasi zum Kuraufenthalt geschickt und ärztlich betreut. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die Deutsche Jugend des Ostens (Heimatvertriebene) und später die Deutsche Jugend in Europa<ref>JOSEF KÖHNE: Europa zukunftssicher bauen. Abgerufen am 22. September 2021.</ref> das Gebäude erworben. Letztere Organisation nutzt sie für Kinderfreizeiten und Angebote zur Erlebnispädagogik.

Sehenswert ist auch das denkmalgeschützte Schloss Himmighausen.

Verkehr

Datei:Bahnhof Himmighausen, 2, Himmighausen-Bahnhof, Nieheim, Landkreis Höxter.jpg
Bahnhof Himmighausen
Datei:Gasthaus zum Kukuk.jpg
Gasthaus zum Kukuk

Der Bahnhof Himmighausen liegt an der Bahnstrecke Hannover–Altenbeken in der Gemarkung Himmighausen-Bahnhof 2,3 km westlich von Himmighausen. Hier zweigt auch die eingleisige Bahnstrecke nach Herford über Detmold und Lage ab. Allerdings wird der Bahnhof von allen Personenzügen seit 1989 ohne Halt durchfahren und dient nur als Betriebsbahnhof. Die Wiedereröffnung einer Bahnstation für den Personenverkehr wird diskutiert.<ref>Neue Westfälische: Himmighäuser hoffen auf Reaktivierung des Bahnhofs, abgerufen am 1. Oktober 2019</ref> Diese ist auch im Projekt S-Bahn Ostwestfalen enthalten.<ref>Kompetenzcenter ITF NRW. Nahverkehr Westfalen-Lippe. Projekt „S-Bahn OWL“. Angebotszielkonzeption. Stand September 2022</ref>

Persönlichkeiten

  • Heinrich Pieper (1878–1953), Politiker, in Himmighausen geboren
  • Fritz Kukuk (1905–1987), Autor und Lyriker, in Himmighausen geboren

Literatur

  • Status causae in Appellations-Sachen des Reichs-Hoff-Raths von Donops zu Wöbbel, Himmig- u. Borckhausen, appellantis, wider die Gebrüder von Schilder zur Dreckburg, appellatos, die Separation der Schilderischen-Himmighausischen Lehn-Güther vom Allodio betreffend. 1722 LLB Detmold

Weblinks

Commons: Himmighausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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