Zum Inhalt springen

Dorfwerfen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. Dezember 2025 um 14:11 Uhr durch imported>Kontrollstellekundl (Bezirksnamen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Pfarrwerfen (Dorf)
Ortschaft Dorfwerfen (Hauptort der Gemeinde)
Katastralgemeinde Dorfwerfen
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Johann im Pongau (JO), Salzburg
Gerichtsbezirk St. Johann im Pongau
Pol. Gemeinde Pfarrwerfen
Koordinaten 47° 27′ 28″ N, 13° 12′ 19″ OKoordinaten: 47° 27′ 28″ N, 13° 12′ 19″ O
 {{#coordinates:47,457822|13,205377|primary
dim=1300 globe= name=Pfarrwerfen region=AT-5 type=city
  }}
Höhe 545 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft (k. A. Hilfef3f0)
Gebäudestand 172 (2001f1)
Fläche d. KG Vorlage:FLNdep1 (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG)
Postleitzahl 5452 Pfarrwerfen
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 14025
Katastralgemeindenummer 55503
Zählsprengel/ -bezirk Pfarrwerfen (50416 000)
Bild
Pfarrwerfen, das Dorf an der Salzach und die Tennengebirgsabdachung
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; SAGIS

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Pfarrwerfen ist ein Ort im Salzachtal im Land Salzburg wie auch als Dorfwerfen Hauptort, Ortschaft und Katastralgemeinde der Gemeinde Pfarrwerfen im Bezirk St. Johann im Pongau.

Geographie

Der Ort befindet sich 12 Kilometer nördlich von St. Johann, 4½ Kilometer nördlich Bischofshofen.

Das Dorf Pfarrwerfen, das auch der Ortschaft Dorfwerfen entspricht, liegt auf 545 m ü. A. Höhe direkt am rechten Ufer der Salzach, flussaufwärts der Einmündung des Wenger Bachs, der von Werfenweng vom Tennengebirge kommt. Es hat etwa 170 Gebäude und aktuell Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohner (Stand Fehler: Ungültige Zeitangabe). Das Gewerbegebiet Pfarrwerfen an der Werfenwenger Straße (L229) nördlich des Wenger Bachs (ca. 15 Adressen Dorfwerfen) gehört schon zur Ortschaft Maier.

Die Katastralgemeinde Dorfwerfen mit etwa 2760 Hektar ist viel umfassender und erstreckt sich vom Ort nordostwärts, noch bis auf das Hochplateau des Tennengebirgs. Dazu gehören auch die Ortschaften Maier und Lehen oberhalb, sowie die Ortschaft Schlaming salzachabwärts, zu der dann auch das ganze Berggebiet gehört.

Nachbarorte, -ortschaften und -katastralgemeinden:
(auch die Katastralgemeinden sind aus Sicht des Ortes angegeben)
<templatestyles src="FN/styles.css" /> 

Wimm (KG)

Imlau<templatestyles src="FN/styles.css" /> ∗∗ (O)
(alle Gem. Werfen)

Scheffau (KG, Gem. Scheffau a.T., Bez. Hallein/
Tennengau
)




Werfenweng (KG, Gem. Werfenweng)

Maier (O)


Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Reitsam (O u. KG, Gem. Werfen) Grub (KG)
<templatestyles src="FN/styles.css" />
 
Die KG Obergäu, Gem. Golling a.d.S., Bez. Hallein/Tennengau grenzt nur in einem Punkt an, in der Ofenrinne beim Hochtörl
<templatestyles src="FN/styles.css" />
∗∗ 
Die Ortschaft Imlau grenzt nur in einem Punkt in der Salzach an

Geschichte, Infrastruktur und Sehenswürdigkeiten

Römerort Vocario

Datei:Wappen at pfarrwerfen.png
Meilenstein mit „V“ für Vocario im Wappen von Pfarrwerfen

Der Ort ist schon zur Römerzeit (nach 15 n. Chr.) belegt und hieß vermutlich Vocario (nach Tabula Peutingeriana, 12. Jh.) und war ein Mansio (Poststation) und wohl Brückenstandort der wichtigen Römerstraße von Aquilea nach Augusta Vindelicorum (Augsburg) über Iuvavum (Salzburg), der Römerstraße Virunum–Iuvavum.<ref>Johannes Freutsmiedl: Römische Straßen der Tabula Peutingeriana in Noricum und Raetien. Verlag Dr. Faustus, 2005, ISBN 3-933474-36-1, 98. Von Ani nach Vocario. S. 159 resp. folgendes 99. Von Vocario nach Cuculle.</ref> Grabungen haben den Römerweg belegt, er lief an der rechten Salzachtalseite Richtung Fritztal, in etwa heutige Straße Römerstraße bis Pöham/Alpfahrt (die weitere Fortsetzung belegen etwa die römischen Meilensteine aus Hüttau). Wie auch die Straße heute weiterverläuft, musste er dann die Talseite Richtung Pass Lueg wechseln.

Pfarrdorf Werfen

Datei:Pfarrwerfen-Hl.Cyriak.JPG
Die Pfarrkirche

Schon um 710 war vom irischen Missionar und Bischof Rupert von Salzburg beim heutigen Bischofshofen die Cella Maximiliana, das spätere Augustinerstift Pongau gegründet worden. Im Hochmittelalter entstand hier eine eigene Pfarre, 1074 sind Pfarre wie Kirche St. Cyriak urkundlich (sancti ciriaci in parrochia im Schenkungsbrief des Bischofs Gebhard an das von ihm gegründete Benediktinerstift Admont).<ref>Admont, SUB II, S. 210, Z. 17.</ref> Um 1075 wurde am anderen Salzachufer die Burg Werfen (Hohenwerfen) errichtet. Der Name Werfen (ältester urkundlicher Nachweis etwa um 1140 Perhtoldus prefectus de Werven)<ref>Franz Valentin Zillner: Salzburger Geschlechterstudien. III. Die Werfener Burggrafen. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 21 (1881), S. 24–79 (Fundstelle S. 36; Vorlage:ZOBODAT).</ref> steht wohl zu mittelhochdeutsch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ‚Wirbel, Strudel‘,<ref>Der Name "Werfen", gemeindewerfen.at > Wissenswertes, abgerufen am 1. Mai 2014.</ref> und bezeichnet die Engstelle der Salzach. 1215 kam das Anwesen Pongau an die Bischöfe von Chiemsee, die als Eigenbistum von Salzburg gegründet wurden, und erhielt so im Laufe der Zeit den Namen Bischofshofen. Dadurch wurde Pfarrwerfen die Mutterpfarre des Pongau. Zu Füßen der Burg entstand ein Marktflecken (um 1200, urkundlich 1242), der heutige Markt Werfen. Auf der Burg (später im Ort) war auch das Pfleggericht Werfen angesiedelt, hier residierten Pfleger wie auch Urbarprobst, wodurch dieser Ort das weltliche Zentrum wurde, während das Pfarrdorf geistliches Zentrum blieb: Werfen wurde erst 1855 zur Pfarre erhoben, Bischofshofen entwickelte sich als Eisenbahnerstadt erst um 1900. Darum wurde das Pfarrgut Pfarrwerfen oder Dorf Werfen genannt wurde. Um 1350 wird es mit 15 Häusern erwähnt.<ref name="HistOrtsLexÖ" /> Zu diesem Anwesen, dessen Siedlungsraum an der Salzach beschränkt war, gehörte auch noch die Meierei oberhalb (das heutige Maier), das Bauerndorf Werfen (das heutige Dorf), wie auch die Talung Weng (Wang, ‚offene Fläche‘, das heutige Werfenweng). Daraus entstanden – nach der Säkularisation des Erzbistums – mit Schaffung der Steuergemeinden in den 1830ern und der Bildung von Ortsgemeinden 1848/50 die drei Werfener Gemeinden mit ihren mehreren Dörfer „Werfen“. Noch im 19. Jahrhundert war Dorfwerfen nur ein kleiner Flecken mit etwa 40 Häusern, ein Dutzend um die Pfarrei, die anderen nördlich und südlich an der Straße.<ref name="HistOrtsLexÖ" /><ref name="FK">vergl. Franziszäischer Kataster 1817–1861 (Layer online bei SAGIS)</ref><ref>vergl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pfarrwerfen von Südwesten 1. Hälfte 18. Jahrhundert (Memento vom 13. April 2005 im Internet Archive) Gemälde, unbekannter Autor, auf beyars.com, abgerufen am 1. Juni 2014.</ref>

Das denkmalgeschützte Ensemble Pfarrhof und Pfarrkirche mit seinem wehrhaften mittelalterlichen Charakter sind bis heute als Siedlungskern des Dorfes erkennbar und das Ortsbild prägend. Sonst waren hier auch die Mühlen der umliegenden Gehöfte (Gemachmühlen) bedeutend, am Mühlbachl sind mehrere der alte Mühlhäuser erhalten, und bilden ein Freilichtmuseum (Sieben-Mühlen-Weg)<ref>Freilichterlebnis 7 Mühlen (7muehlen.at)
<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Freilichterlebnis "7 Mühlen" (Memento vom 5. Juni 2014 im Internet Archive), in Salzburger Museumsdatenbank online, service.salzburg.gv.at.</ref> und Naturdenkmal.<ref>Mühlbachl in Pfarrwerfen im Naturschutzbuch des Landes Salzburg</ref>

Haltestelle Pfarrwerfen

In den 1870ern entstand an der Salzach die Kaiserin-Elisabeth-Bahn (Salzburg-Tiroler-Bahn), auch Westbahn genannt. Heute hält hier die Linie S3 der S-Bahn Salzburg im Halbstundentakt, die in den Salzburger Verkehrsverbund (SVV) eingebunden ist.<ref name="öbb">Pfarrwerfen, BhfNr. 1133 in Information zum Bahnhof, ÖBB.at;
Stationsinformation Pfarrwerfen, ÖBB Scotty, fahrplan.oebb.at.</ref> Fahrzeit nach Bischofshofen Bhf. sind 4 Minuten, nach Schwarzach-St.Veit Bhf. etwa 20 Minuten, nach Salzburg Hbf. etwa 1 Stunde.

Datei:AT A10 ASt Werfen-Pfarrwerfen 25000.png
Anschlusslage Werfen/Pfarrwerfen (blau); Dorfwerfen untere Mitte, darüber Grießl
Vorherige Station Salzburg-Tiroler-Bahn
S-Bahn Salzburg
Nächste Station
Werfen Bhf Pfarrwerfen Hst Bischofshofen Bhf

Anschlussstelle Pfarrwerfen

In den 1970ern wurde parallel zur Eisenbahn die Tauernautobahn erbaut. Die Verkehrslawine der Gastarbeiterroute wälzte sich im Sommer an der anderen Salzachseite entlang. 1977 konnte die Strecke durch den Pass Lueg bis Werfen eröffnet werden, erst am 30. Juni 1979 die Strecke von Pfarrwerfen durch das Fritztal bis Eben, wobei bis zum Knoten Pongau nur eine Fahrtspur frei war, die andere wurde am 25. Oktober des Jahres eröffnet.<ref>Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (Hrsg.): Das Autobahnnetz in Österreich. 30 Jahre Asfinag. Eigenverlag, Wien/Absam Januar 2012, A 10 Tauern Autobahn, S. 84 (asfinag.at [PDF]). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />pdf (Memento vom 1. Januar 2015 im Internet Archive)</ref>

Aus Platzgründen ist die Anschlussstelle Pfarrwerfen (Exit 45) nur ein Halbanschluss (von und nach Villach), die andere Autobahnrichtung ist bei Schlaming (Exit 44 Werfen) angebunden. Die Werfenwenger Straße (L229) stellt dabei den Zubringer von der Salzachtal Straße (B159) bei Grießl dar.

Vorherige ASt.
(Exit)
Tauern Autobahn
A10 E55
Nächste ASt.
(Exit)
Pass Lueg
(34)
Werfen / Pfarrwerfen
(◀ 43/44 ▶)
Pongau / Bischofshofen
(47)

Weblinks

Commons: Dorfwerfen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="HistOrtsLexÖ"> Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Salzburg, Pfarrwerfen: Dorf, Dorfwerfen , S. 70 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF – o.D. [aktual.]).
Spezielle Quellenangaben: 1350: Erzbischöfliche Steuerbücher, Angabe nach Herbert Klein: Die bäuerlichen Eigenleute des Erzstiftes Salzburg im späten Mittelalter. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Jahrgang 75, 1933, S. 109–144 (Vorlage:ZOBODAT). </ref> </references>

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Katastralgemeinden: Dorfwerfen | Grub

Ortschaften: Dorf | Dorfwerfen | Ellmauthal | Grub | Laubichl | Lehen | Maier | Pöham | Schlaming

Dörfer: Pfarrwerfen • Pöham | Weiler: Diel | Rotten: Dorf • Laubichl • Maier | Siedlung: Zinken | Zerstreute Häuser: Ellmauthal • Grub • Lehen • Schlaming
Sonstige Ortslagen: Edelweißerhütte • Leopold-Happisch-Haus • Mahdegg

Zählsprengel: Pfarrwerfen

Vorlage:Klappleiste/Ende