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Ultental

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Ultental

Datei:St Gertraud Ultental 2004.JPG
Ultental bei St. Gertraud

Ultental bei St. Gertraud

Lage Südtirol, Italien
Gewässer Falschauer
Gebirge Ortler-Alpen, Nonsberggruppe
Geographische Lage 46° 33′ N, 11° 0′ OKoordinaten: 46° 33′ N, 11° 0′ O
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Länge 40 km
Datei:Ultner Urlärchen 2006.JPG
Ultner Urlärchen

Das Ultental, auch einfach Ulten genannt ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), ist das rund 40 km lange Tal der Falschauer in Südtirol. Es verläuft – parallel zum nördlich gelegenen unteren Vinschgau – in südwestlich-nordöstliche Richtung und mündet bei Lana im Bereich des Meraner Talkessels ins Etschtal. Der größte Teil des Ultentals gehört zu den Gemeinden Ulten und St. Pankraz, der Taleingangsbereich zur Gemeinde Lana. Die obersten Talabschnitte befinden sich im Nationalpark Stilfserjoch.

Geographie

Der Großteil der das Tal umschließenden Ultner Berge wird zu den Ortler-Alpen gerechnet, nämlich nordseitig zum Zufrittkamm, südseitig zum Ilmenkamm. Allein der südseitig über dem Talausgang stehende Stock der Laugenspitze wird zur Nonsberggruppe gezählt. Zu den bekanntesten Ultner Gipfeln rechnen die Hintere Eggenspitze, die Zufrittspitze und das Hasenöhrl.

Die Ortschaften im Ultental, in talauswärts gerichteter Reihenfolge, sind

Zwischen St. Walburg und St. Pankraz zweigt nach Süden die Straße über das Hofmahdjoch ins Nonstal ab.

In der Nähe von St. Gertraud befinden sich die drei Ultner Urlärchen, die auf ein Alter von 850 Jahren taxiert werden.

Geschichte

Der Ort St. Walburg weist mit dem latènezeitlichen Brandopferplatz am Kirchhügel eine im Alpenraum herausragende archäologische Fundstelle auf.<ref>Hubert Steiner: Alpine Brandopferplätze. Archäologische und naturwissenschaftliche Untersuchungen / Roghi votivi alpini. Archeologia e scienze naturali. Forschungen zur Denkmalpflege in Südtirol 5 / Beni culturali in Alto Adige: studi e ricerche 5. Editrice Temi, Trento 2010, ISBN 978-88-89706-76-3</ref> Der Platz war bereits in der Späten Bronzezeit besiedelt und wurde in der jüngeren Eisenzeit in ein Heiligtum für Brandopfer umgewandelt.<ref>Hubert Steiner, Andreas G. Heiss: Forschungen am Brandopferplatz von St. Walburg/UIten (Südtirol). In: Archäologie Österreichs. Nr. 16/2 (2005), S. 27 (Digitalisat).</ref>

Datei:Ultental 2000 File5937.jpg
Auf 2350 m in Richtung Hintere Eggenspitze

Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts hielten sich besonders im Badeort Mitterbad bei St. Pankraz viele berühmte Persönlichkeiten auf, so etwa Kaiserin Elisabeth v. Österreich, Bismarck, Franz Defregger, Hermann Sudermann, Franz Kafka, Hermione v. Preuschen, Domherr Graf zur Lippe, Thomas Mann und Heinrich Mann. Viele kamen wegen des Arztes und Philosophen Christoph Hartung von Hartungen, der in Riva am Gardasee das Sanatorium von Hartungen betrieb und im hinteren Ultental, bei St. Nikolaus, seine Sommervilla Hartungshausen besaß.

Wirtschaft

Die Wasserkraftwerke im Ultental sind eine Reihe von Speicherkraftwerken, die die Wasserkraft der Falschauer und ihrer Nebenflüsse und -bäche mit Hilfe von sechs Stauseen zur Gewinnung von Energie nützen.

In der Mitte des Ultentals befindet sich das Skigebiet Schwemmalm. Des Weiteren gibt es eine Langlaufloipe von St. Nikolaus nach St. Gertraud.

Literatur

  • Norbert Nail: Zur Deutung des Talnamens Ulten – Ultental / Val d'Ultimo bei Meran. In: Beiträge zur Namenforschung. Neue Folge. Band 17 (1982), Heft 1, S. 36–39.
  • Brunhild Schwienbacher: Über den Ultner Dialekt. Struktur und Aufbau einer Tiroler Mundart. Ulten: Museumsverein 1997.
  • Georg Gamper, Walter Pichler: Ulten und der Zweite Weltkrieg 1919–1945. Vorgeschichte, Option, Kriegsalltag und Kriegserinnerungen. Lana: Lanarepro 2023, ISBN 979-12-210-3914-6.

Weblinks

Commons: Ultental – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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