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Pranhartsberg

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Pranhartsberg (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Pranhartsberg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Hollabrunn (HL), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Hollabrunn
Pol. Gemeinde Sitzendorf an der Schmida
Koordinaten 48° 35′ 55″ N, 15° 58′ 53″ OKoordinaten: 48° 35′ 55″ N, 15° 58′ 53″ O
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  }}f1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 49 (2001)
Gebäudestand 32 (2001)
Fläche d. KG Vorlage:FLNdep1 (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03862
Katastralgemeindenummer 09041
Zählsprengel/ -bezirk Pranhartsberg (31043 002)
Bild
Blick von der Ortskapelle entlang der Dorfstraße Richtung Norden
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Pranhartsberg ist ein Ort auf dem Gebiet der gleichnamigen Katastralgemeinde von Sitzendorf an der Schmida im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich.<ref>Marktgemeinde Sitzendorf an der Schmida</ref> Die Ortschaft hat Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohner (Stand <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>). Bis Ende 1966 war Pranhartsberg eine eigenständige Gemeinde.<ref name="fusion">Vorlage:StatistikAustria Gemeindeänderungen</ref>

Geschichte

Prähistorische Zeit

Im Gebiet der Katastralgemeinde befinden sich zwei denkmalgeschützte Kreisgrabenanlagen:

  • Pranhartsberg I ist eine zweifache Kreisgrabenanlage mit Durchmessern von 54 bzw. 80 Metern. Die magnetische Prospektion erfolgte 1999 (Listeneintrag).
  • Pranhartsberg II ist ebenfalls eine zweifache Kreisgrabenanlage mit Durchmessern von 82 bzw. 105 Metern, die 1998 magnetisch prospektiert wurde (Listeneintrag).

Neuzeit

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 30 Häusern genannt, das nach Sitzendorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Wullersdorf besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von den Herrschaften Herrschaft Limberg und Altenburg ausgeübt. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Pfarre Sitzendorf und Wullersdorf.<ref>Vorlage:Austria Topographie Steinius 1822</ref>

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Pranhartsberg ein Gemischtwarenhändler, eine Schneiderin und einige Landwirte ansässig.<ref>Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 402</ref>

Mit 1. Jänner 1967 wurden im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Pranhartsberg und Sitzenhart nach Sitzendorf an der Schmida eingemeindet.<ref name="fusion"/><ref>LGBL. NÖ. Nr. 497/1966. 20. September 1966, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref>

Ökologie

Datei:Rotbrauner Frauenschuh1.jpg
Rotbrauner Frauenschuh im Biotop Pranhartsberg

In Pranhartsberg liegt eines der wenigen auch größerflächig ausgeprägten Feuchtgebiete im Weinviertel, das ökologisch als wertvoll einzustufen ist. Es besteht aus einem etwa 25 ha großen flachen Sumpfgebiet (durchschnittlich ca. 120 m breites Mulden-Bachtal mit dazugehörigen Gehölzen und Schilfgebieten) und einer etwa 10 ha großen angrenzenden Trockenrasen-Hangzone, die zum Teil relativ steil ist und durch trocken / warme und lehmig / kalkreiche Standortbedingungen gekennzeichnet ist.

Die Großflächigkeit (mit angrenzenden Forstparzellen rd. 40 ha) bildet durch das enge Nebeneinander, von zwei so unterschiedlichen Gebieten Lebensraum für viele gefährdete Arten (Vögel, Schmetterlinge, Heuschrecken, Käfer und Pflanzen). So findet man hier 9 verschiedene Orchideenarten und weitere 8 vollkommen geschützte Arten, wie z. B. die Gold-Aster, die Türkenbund-Lilie oder etwa die Wiesen-Kuhschelle. 2002 konnte der in Österreich bereits als ausgestorben vermutete Narenta-Zwerguferkäfer (Aulacochthebius narentinus) im Bereich des Biotopes Pranhartsberg gefunden werden.

Literatur

Weblinks

Commons: Pranhartsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Sitzendorf an der Schmida Vorlage:Hinweisbaustein