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Bahren (Grimma)

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Bahren
Große Kreisstadt Grimma
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(309)&title=Bahren 51° 15′ N, 12° 46′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(309) 51° 15′ 3″ N, 12° 46′ 1″ O
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Höhe: 140 m
Fläche: 2,76 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Bahren, Kreisstadt Grimma. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref>
Einwohner: 309 (2025)<ref>Einwohner-Statistik. Stadt Grimma, abgerufen im Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Eingemeindet nach: Golzern/Mulde
Postleitzahl: 04668
Vorwahl: 03437

Bahren ist ein Ortsteil der Ortschaft Nerchau der Großen Kreisstadt Grimma.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 133 kB) § 19. In: Webauftritt. Stadt Grimma, abgerufen im Februar 2026.</ref>

Geografie

Bahren liegt etwa 3,5 Kilometer nordöstlich von Grimma, zum Teil innerhalb einer markanten Flussschleife der Vereinigten Mulde. Nördlich von Bahren verläuft die Bundesautobahn 14, die nächstgelegene Anschlussstelle ist Grimma.

Nachbarorte von Bahren sind Trebsen und Neichen im Norden, Nerchau im Nordosten, Deditz im Osten, Golzern im Südosten, Döben im Süden, Dorna im Südwesten, Hohnstädt im Westen sowie Seelingstädt im Nordwesten.

Geschichte

Datei:BahrenHof.JPG
Bauernhof in Bahren (2012)

Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1421 als Parin, bereits 1348 wird ein Friedrich von Parin erwähnt.<ref name="HOV">Vgl. Bahren im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref> August Schumann nennt 1814 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Bahren betreffend u. a.:

„Es gehört schriftsässig zu dem Rittergute Böhlen, hat 57 Einwohner über 10 Jahre, welche 55 Kühe, 7 Pferde und 4 Hufen besitzen. Auch eine herrschaftl. Schäferei trifft man hier.“<ref>Vgl. Bahren. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 1. Band. Schumann, Zwickau 1814, S. 255.</ref>

Albert Schiffner ergänzt 1827 u. a.:

„[…] in fruchtbarer Flur, nahe dem Kolmberge gelegen, […]. Die Einwohner sind nach Hohenstädt gepfarrt und zur Schule gewiesen. Der Ort hat 20 Häuser und 120 Einwohner.“<ref>Vgl. Bahren. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 14. Band. Schumann, Zwickau 1827, S. 273.</ref>

1886 entstand in Bahren die heute historisch bedeutsame Arbeitersiedlung „Kamerun“ der Papierfabrik Golzern.

1955 wurde für die Lehrlinge der Papierfabrik ein Wohnheim im Ort errichtet, am 15. Oktober erfolgte der Erstbezug. Am 1. Januar 1957 erfolgte der Zusammenschluss der Abteilungen praktische Ausbildung, theoretische Ausbildung und Lehrlingswohnheim zu einer Betriebsberufsschule (BBS).<ref>Online-Chronik der Betriebsschule der Papierfabrik in Golzern, abgerufen am 8. Februar 2012.</ref>

Am 1. Januar 1969 wurde Bahren in die Gemeinde Golzern eingemeindet. Zum 1. Januar 1994 wurde Letztere in die Stadt Nerchau eingegliedert. Zum 1. Januar 2011 wurde Nerchau wiederum nach Grimma eingegliedert, womit Bahren seitdem ein Gemeindeteil von Grimma ist.

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohnerzahl<ref name="HOV" /><ref>Ortsteile von Nerchau auf grimma.de, abgerufen am 20. Mai 2013.</ref>
1548/51 10 besessene Mann, 4 Inwohner, 814 Hufen
1764 3 besessene Mann, 8 Gärtner, 1 Häusler, 4 Hufen
1834 93
1871 86
1890 179
Jahr Einwohnerzahl
1910 302
1925 303
1939 297
1946 443
1950 391
Jahr Einwohnerzahl
1964 378
2008 477<ref>Landkreis Leipzig – Nahverkehrsplan. (PDF; 3,2 MB) Landkreis Leipzig, S. 10, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. November 2023.</ref>
2011 399<ref>Kleinräumiges Gemeindeblatt für Grimma, Stadt. (PDF; 1,8 MB) Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, September 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. Februar 2015.</ref>
2019 309<ref>Einwohner-Statistik. Stadt Grimma, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. September 2024; abgerufen im Februar 2026.</ref>

Persönlichkeiten

Sehenswürdigkeiten

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Datei:BahrenBrunnenhäuschen.JPG
Das Brunnenhäuschen

Die Arbeitersiedlung „Kamerun“ der Papierfabrik Golzern ist heute eine örtliche Sehenswürdigkeit. Bemerkenswert sind weiterhin das Brunnenhäuschen und die Felsformation „Prinzengrotte“. Direkt innerhalb der Flussschleife der Mulde befindet sich die Wochenendsiedlung „Loreley“.

Der 1998 gegründete Heimatverein "Zur Prinzengrotte" e. V. Bahren präsentiert die Geschichte des Ortes in der Vereinsgalerie im Dorfgemeinschaftshaus.

Weblinks

Commons: Bahren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende

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