Erromintxela
| Erromintxela, Errumantxela | ||
|---|---|---|
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Gesprochen in |
Spanien Spanien Frankreich Frankreich Datei:Flag of the Basque Country.svg Baskenland | |
| Sprecher | circa 500–1000 (1997)<ref name="Pais">Xabier Argüello: Ijito euskaldunen arrastoan. El País 2008.</ref> Sprache möglicherweise schon ausgestorben (2010) | |
| Linguistische Klassifikation |
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| Sprachcodes | ||
| ISO 639-1 | – | |
| ISO 639-2 | – | |
| ISO 639-3 | emx | |
Erromintxela (<templatestyles src="IPA/styles.css" />) ist die Sprache einer Gruppe von Roma, die im Baskenland leben und auch unter dem Namen Errumantxela bekannt sind. Es wird manchmal Baskisches Caló genannt;<ref>Ethnologue: Languages of Spain. Abgerufen am 3. Juli 2009, nun hinter paywall.</ref> caló vasco, romaní vasco, oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) auf Spanisch; und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)<ref>Langues d’Europe et de la Méditerranée (LEM): La langue rromani en Europe. Abgerufen am 3. Juli 2009.</ref> oder euskado-romani<ref>Nicole Lougarot: Bohémiens. Gatuzain Argitaletxea 2009, ISBN 2-913842-50-X.</ref> auf Französisch. Obwohl detaillierte Angaben über die Sprache auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurückgehen, begann die linguistische Erforschung erst in den 1990er Jahren.
Erromintxela ist eine Mischsprache, die den Großteil ihres Vokabulars aus dem Kalderash-Romani bezieht und zugleich die baskische Grammatik anwendet, ähnlich wie das Anglo-Romani der Roma in England das Romani-Vokabular mit der englischen Grammatik mischt. Die Entwicklung dieser Mischsprache wurde begünstigt durch die ungewöhnlich tiefe Integration des Erromintxela-Volkes in die baskische Gesellschaft und den daraus resultierenden Bilingualismus im Baskischen. Die Sprache stirbt langsam aus; die meisten der vielleicht 1000 verbliebenen Sprecher leben an der Küste von Labourd und in den Bergregionen von Soule, Navarra, Gipuzkoa und Biskaya.<ref name="Argia1">Lore Agirrezabal: Erromintxela, euskal ijitoen hizkera. Argia, San Sebastián 2003.</ref> Die Erromintxela sind Abkömmlinge der Einwanderungswelle von Kalderash-Roma im 15. Jahrhundert, die über Frankreich ins Baskenland kamen.<ref name="Argia2">Unai Brea: Hiretzat goli kherautzen dinat, erromeetako gazi mindroa. Argia, San Sebastián 2008</ref> Sie unterscheiden sich sowohl ethnisch als auch linguistisch von den (Spanisch-Romani)-sprechenden Roma in Spanien und den Cascarot-Roma des nördlichen Baskenlandes.
Name
Der Ursprung des Namens Erromintxela ist unklar und mag relativ junger Herkunft sein; Basken hatten die Erromintxela früher mit allgemeineren Ausdrücken für Roma wie z. B. ijitoak "Ägypter", ungrianok "Ungarn", oder buhameak "Böhmen bezeichnet",<ref name="Pais2">Wie dem auch sei, eine Anzahl Autoren glaubt, dass es sich bei dem Namen um die baskische Wiedergabe des französischen Namens romanichel oder romané-michel handelt,</ref><ref name="Macr">David MacRitchie (Sammler und Herausgeber): Accounts of the Gypsies of India. (Deutsch: Berichte über die Zigeuner Indiens.) London, 1886, S. 99f., sich lediglich auf F. Michel, A. Baudrimont und V. De Rochas beziehend. Reprint: New Society Publications, New Delhi 2007, ISBN 978-1-4067-5005-8.</ref> ein Name, der vorherrschend in der Nähe der Pyrenäen ist und im Besonderen im nördlichen Baskenland.<ref name="Macr" /> Romanichel hinwiederum ist eine französische Wiedergabe der Romani Redewendung Romani čel {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).<ref>M. Wood: In the Life of a Romany Gypsy. Routledge (Verlag), 1973, ISBN 978-0-7100-7595-6.</ref> Obwohl dieser Name nun in Frankreich ungebräuchlich ist, kann man ihn bei den Bezeichnungen des britischen Ròmanichal finden.<ref>Council of Europe "Roma and Travellers Glossary" Abgerufen am 3. Juli 2009.</ref> sowie der Skandinavischen, Romanisæl, allesamt Abkömmlinge, wie die Erromintxela, einer Gruppe von Roma, die nach Frankreich gewandert waren.<ref>I. Hancock: A Glossary of Romani Terms, p. 182. In: W. Weyrauch: Gypsy Law: Romani Legal Traditions and Culture. University of California Press, 2001, ISBN 978-0-520-22186-4.</ref>
Frühe Zeugnisse des Namens auf Baskisch umfassen Errama-itçéla, Erroumancel,<ref name="Macr" /><ref>P. Mérimée: Lettres a Francisque Michel (1848–1870) & Journal de Prosper Mérimée (1860–1868). Librarie Ancienne Honoré Champion, Paris 1930, S. 118–119.</ref> später errumanzel und erremaitzela.<ref name="Amendi">Auñamendi Entziklopedia "Diccionario Auñamendi - Gitano" Abgerufen am 29. Juli 2009.</ref> Der Initial E- ist der baskische prosthetische Vokal, der hinzugefügt wird,<ref name="Macr" /> weil kein baskisches Wort mit einem R-, beginnen kann und das End-a ist das Absolutivsuffix, das verwendet wird, wenn ein Name zitiert wird. Wenn diese Etymologie stimmt, handelt es sich hierbei um den selten Fall einer ursprünglichen Romani-Eigenbezeichnung (Endonym), das durch eine andere Sprache entlehnt wurde.
Das Volk selbst bezeichnet sich als ijitoak, baskisch für englisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), bzw. genauer als Erromintxela im Gegensatz zum Caló Romani,<ref name="Viz" /> welche sie als xango-gorriak, Baskisch für Englisch "red-legs" (Deutsch: „Rotbeinige“) bezeichnen.<ref name="Pais" /><ref name="Argia1" />
Status der Sprache
Zurzeit gibt es schätzungsweise 500 Sprecher im südlichen Baskenland in Spanien, das sind circa 2 % der Bevölkerung von 21.000 Roma, sowie weitere geschätzte 500 in Frankreich.<ref name="Pais" /> In Spanien sind die verbliebenen fließenden Sprecher ältere Leute, meistens über 80 Jahre alt; einige sprechen genauso flüssig Spanisch, Baskisch oder Caló (Spanisch-Romani). Erromintxela mittleren Alters sind meistens passiv zweisprachig und die Jüngsten sprechen ausschließlich Baskisch oder Spanisch. Im nördlichen Baskenland wird die Sprache immer noch an die Kinder weitergegeben.<ref name="Argia1" /> Der Prozentsatz der Sprecher unter den spanischen Erromintxela ist größer als 2 %, da eine große Anzahl Caló-sprechende Roma während der starken Industrialisierung im 20. Jahrhundert ins Baskenland zogen.<ref name="EJ">Plan Vasco para la promoción integral y participación social del pueblo gitano. (Deutsch: Baskischer Plan zur integralen Förderung und sozialen Teilhabe des Volkes der Zigeuner.) Baskische Regierung (2005)</ref>
Literatur in Erromintxela
Bis heute wurde in dieser Sprache nur wenig Literatur geschrieben. Das bemerkenswerteste Werk ist ein Gedicht von Jon Mirande, der das Gedicht mit dem Titel Kama-goli in seiner Anthologie Orhoituz aus dem 1997 veröffentlichte.<ref>P. Urkizu, A. Arkotxa: Jon Mirande Orhoituz - 1972-1997 - Antologia. San Sebastián 1997, ISBN 978-84-7907-227-8.</ref> und die Novelle aus dem Jahre 1999 Agirre zaharraren kartzelaldi berriak von Koldo Izagirre Urreaga mit einem Helden, der die Sprache benutzt.<ref>J. Cazenave: Koldo Izagirre Urreaga. In: Auñamendi Entziklopedia. euskomedia.org Abgerufen am 19. Februar 2010.</ref>
Geschichte
Die Erromintxela erreichten das Baskenland im 15. Jahrhundert, als Sprecher des Kalderash Romani. Sie integrierten sich viel stärker in die baskische Gesellschaft als andere Roma-Gruppen. Während dieses Prozesses eigneten sie sich die baskische Sprache an und adaptierten Aspekte baskischer Kultur wie z. B. mehr Rechte für Frauen und wichtige Traditionen e.g. bertsolaritza (improvisierter poetischer Gesang) und Pelota (nationales baskisches Ballspiel).<ref name="Argia2" /><ref name="Viz">Óscar Vizarraga: Erromintxela: notas para una investigación sociolingüística. In: I Tchatchipen. Vol 33, Instituto Romanó, Barcelona 2001.</ref> Muñoz und Lopez de Mungia vermuten, dass die morphologischen und phonologischen Ähnlichkeiten zwischen dem Romani und dem Baskischen die Adaption der baskischen Grammatik durch zweisprachige Roma wesentlich erleichterte.<ref name="Argia2" />
Es scheint, dass viele Roma sich entschlossen im Baskenland zu bleiben, um der Verfolgung anderswo in Europa zu entgehen.<ref name="Argia2" /><ref name="EJ" /> Nichtsdestotrotz waren sie selbst hier nicht immer sicher vor Verfolgung. So erließ z. B. der Königliche Rat von Navarra im Jahre 1602 ein Edikt, alle „Vagabunden“ (sprich Roma) zusammenzutreiben, die dann zu sechs Jahren Galeerenstrafe verurteilt werden sollten.<ref name="Amendi" /> Gegen das 18. Jahrhundert hingegen hatten sich die Einstellungen geändert und die Betonung verschob sich in Richtung Integration. In den Jahren 1780–1781 erließen die Gerichtshöfe von Navarra zum Beispiel das Gesetz Nr. 23, das „die Behörden [dazu aufrief], sich um sie zu kümmern, ihnen Siedlungsgebiete zu besorgen und ehrbare Berufe und Lebensführung zu ermöglichen…“<ref name="Amendi" />
Forschung
Die älteste Beschreibung der Sprache stammt aus dem Jahre 1855, als der französische Ethnograph Justin Cenac-Moncaut beschrieb, dass Erromintxela hauptsächlich im nördlichen Baskenland zu finden ist. Der älteste zusammenhängende Text in Erromintxela, ein Gedicht mit dem Titel Kama-goli, wurde von Jon Mirande in einer Sammlung baskischer Dichtung veröffentlicht (ca. 1960).<ref name="Mir">Jon Mirande: Poemak 1950-1966. Erein, San Sebastián 1984.</ref>
Die 40-seitige Studie von Alexandre Baudrimont Vocabulaire de la langue des Bohémiens habitant les pays basques français (Deutsch: Vokabular der Sprache der Böhmen/Zigeuner wohnhaft im französischen Baskenland) aus dem Jahre 1862,<ref name="Bau">Alexandre Baudrimont: Vocabulaire de la langue des Bohémiens habitant les pays basques français. (Deutsch: Vokabular der Sprache der Böhmen/Zigeuner wohnhaft im französischen Baskenland, Vokabular der Sprache der Böhmen/Zigeuner, die das französische Baskenland bewohnen). G. Gounouilhou, imprimeur de l'Académie, Bordeaux 1862. (Digitalisat: Google Books)</ref> ist eines der umfangreichsten frühen Zeugnisse und umfasst sowohl Vokabular als auch grammatikalische Aspekte. Baudrimont arbeitete mit zwei Informantinnen zusammen, einer Mutter und ihrer Tochter aus Uhart-Mixe, einem Gebiet in der Nähe von Saint-Palais, die er beide als „fließende Sprecherinnen“ beschreibt. Unglücklicherweise war er nur in der Lage, eine einzige Sitzung abzuhalten, da dann den Frauen gesagt wurde, nicht mehr länger mit ihm zusammenzuarbeiten aus Angst davor, dass Außenstehende die Geheimnisse des Romani ausspähen könnten.<ref name="Bau" /> Baudrimonts Publikation ist zum Teil problematisch – er selbst stellt fest, dass er sich nicht immer sicher sein konnte, ob die korrekten Formen erhoben wurden. Beispielsweise fehlte bei den meisten Verbformen, die er versuchte zu erheben, die zu erwartende Verbalendung -tu und schienen stattdessen Partizipien zu sein.
Der französische Soziologe Victor de Rochas bezieht sich auf die Roma im nördlichen Baskenland, die Baskisch statt Französisch sprächen, in seiner Schrift aus dem Jahre 1876 Les Parias de France et d’Espagne (cagots et bohémiens) (Deutsch: Die Paria Frankreichs und Spaniens (Cagots und Böhmen/Zigeuner)). Der Kanoniker Jean-Baptiste Daranatz veröffentlichte eine Wortliste im Periodikum Eskualdun Ona im Jahre 1906<ref name="Daranatz">Jean-Baptiste Daranatz: Les Bohémiens du Pays Basque. (Deutsch: Die Böhmen/Zigeuner des Baskenlandes). Eskualdun Ona #38, September 1906.</ref> und im Jahr 1921 führten Berraondo und Oyarbide einige Untersuchungen durch zum Thema.<ref name="Argia1" /> Obwohl oft als {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (spanisch für Zigeuner, Roma) oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (französisch für Böhme/Zigeuner) etikettiert, sind einige Daten in Resurrección María de Azkues (ein einflussreicher baskischer Priester, Musiker, Dichter, Schriftsteller, Schiffer und Akademiker, (* 5. August 1864; † 9. November 1951)) 1905 erschienenem Wörterbuch und Pierre Lhandes (baskisch-französischer Priester; * 9. Juli 1877; † 17. April 1957) 1926 erschienenem Wörterbuch zu identifizieren.<ref name="Argia1" />
Bis ins späte 20. Jahrhundert wurde die Sprache nur wenig weiter untersucht. Im Jahre 1986 veröffentlichte Federico Krutwig einen kurzen Artikel in der Revista Internacional de Estudios Vascos (deutsch: Internationale Zeitschrift für baskische Studien) mit dem Titel "Los gitanos vascos" („Die baskischen Zigeuner“) mit einer kurzen Wortliste und einer kurzen Analyse der Morphologie der Sprache.<ref name="Krut">Federico Krutwig Sagredo: Los gitanos vascos. (deutsch: Die baskischen Zigeuner.) In: Revista Internacional de Estudios Vascos. Volume 31 (1986)</ref> Wie dem auch sei, die bis dato detaillierteste Untersuchung wurde von dem baskischen Philologen Josune Muñoz und dem Historiker Elias Lopez de Mungia veröffentlicht, die im südlichen Baskenland im Jahr 1996 mit auf Bitten der Roma-Organisation Kalé Dor Kayiko, mit Unterstützung der Euskaltzaindia und der University of the Basque Country, mit ihrer Arbeit begannen.<ref name="Argia1" /> Kalé Dor Kayiko, eine Organisation, die sich für das spanische Caló und das Romani einsetzt, hatte von der Existenz des Erromintxela in den 1990er-Jahren durch einen Artikel der Historikerin Alizia Stürtze mit dem Titel Agotak, juduak eta ijitoak Euskal Herrian (Deutsch: Agotes, Juden und Zigeuner im Baskenland) Kenntnis erhalten.<ref name="Argia2" /> Kalé Dor Kayiko beabsichtigt, die Untersuchung der Sprache, Verhaltensweisen, Identität und Geschichte der Erromintxela in den weniger gut untersuchten Provinzen von Navarra und dem nördlichen Baskenland fortzuführen.<ref name="Argia2" />
Linguistische Merkmale
Die Untersuchung von Muñoz und Lopez de Mungia hat bestätigt, dass Erromintxela nicht vom Caló (Spanisch-Romani), gesprochen in ganz Spanien, abgeleitet ist, sondern stattdessen auf dem Kalderash-Romani und dem Baskischen basiert.<ref name="Argia1" /> Das Vokabular scheint fast ausschließlich Romani-Ursprungs zu sein; die Grammatik jedoch, sowohl Morphologie als auch Syntax, leitet sich ab aus verschiedenen baskischen Dialekten.<ref name="Argia1" /> Nur wenige Spuren der Romani-Grammatikstrukturen scheinen verblieben zu sein.<ref name="Argia2" /> Die Sprache ist sowohl für Sprecher des Baskischen als auch des Caló unverständlich.<ref name="Argia1" />
Typologisch gesehen weist Erromintxela dieselben Merkmale auf wie die baskischen Dialekte, von denen sie ihre grammatikalischen Strukturen ableitet. Ihre Kasusmarkierung folgt den ergativ-absolutiv Mustern, wo das Subjekt eines intransitiven Verbes im Absolutiv steht (der nicht markiert ist) und der gleichfalls für das direkte Objekt (Patiens) eines transitiven Verbes verwendet wird. Das Subjekt (Agens (Linguistik)) eines transitiven Verbs wird mit dem Ergativ gekennzeichnet. Ähnlich stimmen auch Hilfsverben mit dem Subjekt überein und jedem vorhandenen direkten und indirekten Objekt und die Verbformen werden allokutiv markiert (d. h., ein Marker wird verwendet, um das Geschlecht des Adressaten).
Da sowohl Erromintxela als auch Caló aus dem Romani abgeleitet sind, ähneln viele Erromintxela-Wörter dem spanischen und katalanischen Caló.
| Erromintxela | Caló<ref name="Adiego">I. Adiego: Un vocabulario español-gitano del Marqués de Sentmenat (1697–1762). Ediciones Universitat de Barcelona 2002, ISBN 84-8338-333-0.</ref> | Wortstamm | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| baro | varó/baró | baró | groß |
| dui(l) | dui | dúj | zwei |
| guruni | guruñí | gurumni | Kuh f. |
| kani(a) | casní, caní | khajní | Henne f., Huhn n. |
| latxo, latxu | lachó (fem. lachí) | lačhó | gut |
| mandro(a) | manró, marró | manró | Brot n. |
| nazaro, lazaro | nasaló (fem. nasalí) | nasvalí | Brot n. |
| panin(a) | pañí | paní | Wasser n. |
| pinro(a), pindru(a) | pinrró | punró | Fuß m. |
| trin, tril | trin | trin | Baum m. |
| zitzai(a) | chichai | čičaj | groß |
Phonologie
Baudrimonts Beschreibung aus dem Jahre 1862 zufolge<ref name="Bau"/> und auch nach modernen südlichen Quellen, scheint das Erromintxela höchstens das folgende Lautsystem zu besitzen. Südliche Sprecher haben scheinbar nicht den gerundeten Vokal <templatestyles src="IPA/styles.css" />/y/ oder den Konsonant <templatestyles src="IPA/styles.css" />/θ/, in Übereinstimmung mit Nord-Südunterschieden im Baskischen und es ist unklar, ob die nördliche Unterscheidung zwischen <templatestyles src="IPA/styles.css" />/ɡ/ und <templatestyles src="IPA/styles.css" />/ɣ/ auch im Süden vorhanden ist.
Konsonantensystem
| Labiale Konsonanten | Koronale Konsonanten | Dorsal (Phonetik) Konsonanten | Glottal Konsonanten | ||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilabiale | Labio-dentale | Dentale | Lamino- dental |
Apiko- alveolare |
Post-alveolare | Palatale | Velare | ||||||||||||
| Nasale
Konsonanten |
m <templatestyles src="IPA/styles.css" />/m/ |
n <templatestyles src="IPA/styles.css" />/n/ |
ñ <templatestyles src="IPA/styles.css" />/ɲ/ |
||||||||||||||||
| Plosive
Konsonanten |
p <templatestyles src="IPA/styles.css" />/p/ |
b <templatestyles src="IPA/styles.css" />/b/ |
t <templatestyles src="IPA/styles.css" />/t/ |
d <templatestyles src="IPA/styles.css" />/d/ |
k <templatestyles src="IPA/styles.css" />/k/ |
g <templatestyles src="IPA/styles.css" />/ɡ/ |
|||||||||||||
| Affrikate
Konsonanten |
tz <templatestyles src="IPA/styles.css" /> |
ts <templatestyles src="IPA/styles.css" /> |
tx <templatestyles src="IPA/styles.css" />/tʃ/ |
||||||||||||||||
| Frikative
Konsonanten |
f <templatestyles src="IPA/styles.css" />/f/ |
<templatestyles src="IPA/styles.css" />/θ/ |
z <templatestyles src="IPA/styles.css" /> |
s <templatestyles src="IPA/styles.css" /> |
x <templatestyles src="IPA/styles.css" />/ʃ/ |
j <templatestyles src="IPA/styles.css" />/x/ |
<templatestyles src="IPA/styles.css" />/ɣ/ |
h <templatestyles src="IPA/styles.css" />/h/ | |||||||||||
| Laterale
Konsonanten |
l <templatestyles src="IPA/styles.css" />/l/ |
ll <templatestyles src="IPA/styles.css" />/ʎ/ |
|||||||||||||||||
| R h o t i z i t ä t | vibrante
Konsonanten |
rr <templatestyles src="IPA/styles.css" />/r/ |
|||||||||||||||||
| Zungenschlag-Konsonanten | r <templatestyles src="IPA/styles.css" />/ɾ/ |
||||||||||||||||||
Vokalsystem
(Vergleichstabelle IPA rechts)
| Vokale | ||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ||||||||||||||||||
| Bei Symbolpaaren (u • g) steht das linke Symbol für den ungerundeten, das rechte Symbol für den gerundeten Vokal. | ||||||||||||||||||
| Vorne | Hinten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| gerundet | ungerundet | ||||
| Geschlossen | i <templatestyles src="IPA/styles.css" />i |
ü (<templatestyles src="IPA/styles.css" />y) |
u <templatestyles src="IPA/styles.css" />u | ||
| Halbgeschlossen | e <templatestyles src="IPA/styles.css" />e |
o <templatestyles src="IPA/styles.css" />o | |||
| Offene | a <templatestyles src="IPA/styles.css" />a | ||||
Baudrimont benutzt ein semi-phonetisches System mit folgenden abweichenden Konventionen:
| Baudrimont | u | ȣ | y | Δ | Γ | χ | sh | tsh | z |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| IPA | /y/ | /u/ | /j/ | /θ/ | /ɣ/ | /x/ | /ʃ/ | /tʃ/ | /z/ |
Morphologie
Beispiel morphologischer Merkmale in Erromintxela:<ref name="Pais" /><ref name="Argia2" /><ref name="Krut" /><ref name="Mir" /><ref name="Azkue">Resurrección María de Azkue: Diccionario Vasco Español Frances. (Deutsch: Wörterbuch Baskisch Spanisch Französisch.) 1905, Reprint: Bilbao 1984.</ref>
| Erromintxela | Baskisch | Wortstamm | Funktion in Erromintxela | Beispiel |
|---|---|---|---|---|
| -a | -a | Baskisches -a | Absolutivsuffix | phiria "der Topf" |
| -ak | -ak | Baskisches -ak | Pluralsuffix | sokak "Überzieher/Mäntel" |
| -(a)n | -(a)n | Baskisches -(a)n | Lokativsuffix | khertsiman "in der Gaststätte" |
| -(a)z | -(a)z | Baskisches -(a)z | Instrumentalsuffix | jakaz "mit(tels) Feuer" |
| -(e)k | -(e)k | Baskisches -(e)k | Ergativsuffix | hire dui ankhai koloek "mit deinen zwei schwarzen Augen" |
| -ena | -ena | Baskisches -ena | Superlativsuffix | loloena "rötester, -e, es" |
| -(e)ko(a) | -(e)ko(a) | Baskisches -(e)ko(a) | lokal Genitivsuffix | muirako "des Mundes" |
| -(e)rak | -(e)rat (Nordbaskisch) | Baskisches -(e)ra(t) | Allativsuffix | txaribelerak "zum Bett (hin)" |
| -pen | -pen | Baskisches -pen | 1) Suffix, das eine Handlung oder Wirkung bezeichnet
2) unter |
|
| -ra | -ra | Baskisches -ra | Allativsuffix | penintinora "zum kleinen Bach (hin)" |
| -tu | -tu | Baskisches -tu | verbbildendes Suffix | dekhatu "sehen" |
| -tzea | -tzea | Baskisches -tzea | Substantivierung | |
| -tzen | -t(z)en | Baskisches -t(z)en | Imperfektsuffix | kherautzen "dabei sein zu tun" |
Verbbildung
Die meisten Verben haben einen Romani-Wortstamm mit dem baskischen Verbbildungssuffix -tu. Beispiel für Erromintxela-Verben sind unten aufgeführt.<ref name="Pais" /><ref name="Krut" /><ref name="Mir" /> (Formen in eckigen Klammern zeigen die Schreibweise in Quellen an, die nicht mehr verwendet werden. Baskisch ist zu Vergleichszwecken mit aufgeführt.)
| Erromintxela | Baskisch | Romani<ref name="Kau">Mozes Heinschink, Daniel Krasa: Romani Wort für Wort. Kauderwelsch 2004.</ref> * | Erromintxela Übersetzung |
|---|---|---|---|
| brikhindu<ref name="Daranatz" /> | euria izan | brišínd | regnen |
| burrinkatu<ref name="Daranatz" /> | harrapatu | (astaráv) | festhalten, fangen |
| dikelatu, dekhatu<ref name="Mir" /> | ikusi | dikháv | sehen |
| erromitu (eŕomitu)<ref name="Lhande">Pierre Lhande: Dictionnaire Basque-Français et Français-Basque. Paris 1926.</ref> | ezkondu | heiraten | |
| gazinain kheautu<ref name="Lhande" /> | haur egin | gebären (lit. ein Kind machen) | |
| goli kherautu, goli keautu<ref name="Lhande" /> | kantatu | (gilábav) | singen (lit. ein Lied machen) |
| kamatu<ref name="Mir" /> | maitatu | kamáv<ref name="Kama">Vergleiche Sanskrit kama wie in Kama Sutra.</ref> | lieben |
| kerau, keau, kherautu,<ref name="Mir" /> keautu<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /> | egin | keráv | 1) tun, machen 2) Hilfsverb<ref name="Lhande" /> |
| kurratu | lan egin | butjí keráv | arbeiten |
| kurrautu ‹kuŕautu›<ref name="Lhande" /> | jo | schlagen, treffen | |
| kuti<ref name="Mir" /><ref name="Lhande" /> | begiratu | dikáv | schauen, anblicken |
| letu<ref name="Mir" /><ref name="Lhande" /> | hartu | lav | nehmen |
| mahutu,<ref name="Lhande" /> mautu<ref name="Lhande" /> | hil | mu(da)ráv | sterben, töten |
| mangatu<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /> | eskatu | mangáv | bitten, nachfragen |
| mukautu<ref name="Lhande" /> | bukatu | enden | |
| najin<ref name="Lhande" /> | bukatu | enden | |
| papira-keautu<ref name="Lhande" /> | idatzi | (skirív, ramóv) | schreiben (lit. Papier machen) |
| parrautu ‹paŕautu›<ref name="Lhande" /> | ebaki | schneiden | |
| pekatu<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /> | egosi | pakáv | kochen |
| pekhautu<ref name="Mir" /> | erre | brennen | |
| piautu<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /> | edan | pjav | trinken |
| tarautu,<ref name="Lhande" /> tazautu<ref name="Lhande" /> | ito | würgen, erwürgen | |
| teilaitu<ref name="Lhande" /> | jan | xav | essen |
| tetxalitu, texalitu<ref name="Lhande" /> | ibili | spazieren gehen, gehen, laufen, wandern | |
| txanatu<ref name="Krut" /> | jakin | žanáv | kennen, wissen |
| txiautu<ref name="Lhande" /> | einrammen, reindrücken | ||
| txoratu,<ref name="Krut" /> xorkatu<ref name="Lhande" /> ‹s̃orkatu›<ref name="Azkue" /> | lapurtu, ebatsi | čoráv | stehlen |
| ufalitu<ref name="Lhande" /> | ihes egin | flüchten | |
| xordo keautu<ref name="Lhande" /> | lapurtu, ebatsi | stehlen (lit. "Diebstahl machen") | |
| zuautu<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /> | lo egin | sováv | schlafen |
| *Romani des englischen “North Central Romani”-Zweiges stimmt nicht ganz mit der sogenannten “Zentralen Gruppe (Nördlicher Zweig)” in der deutschsprachigen Wikipedia überein. Die Einteilung in der englischen Wikipedia legt andere Klassifizierungskriterien zugrunde.(Anm. d. Übersetzers) | |||
Die meisten Erromintxela-Verbflexionen sind quasi identisch mit denen in den baskischen Dialekten.
| Erromintxela<ref name="Mir" /> | Baskisch (Lapurdian)<ref>Pierre Laffitte: Grammaire Basque Pour Tous. Haize Garbia, Hendaye 1981.</ref> | Übersetzung |
|---|---|---|
| ajinen duk<ref name="Argia3">Joxemi Saizar, Mikel Asurmendi: Argota: Hitz-jario ezezagun hori. Argia Nr. 1704, San Sebastián 1999.</ref> | izanen duk | du wirst haben |
| dekhatu nuen | ikusi nuen | Ich sah es |
| dinat | diñat | Ich bin (familiäre Adressatin) |
| erantzi nauzkon | erantzi nauzkan | Ich hatte sie abgenommen |
| ...haizen hi | ...haizen hi | ...dass du bist (?-Engl.: you are) |
| kamatu nuen | maitatu nuen | Ich liebte es |
| letu hindudan | hartu hintudan | du nahmst mich |
| nintzan | nintzan | Ich war |
| pekhautzen nina | erretzen naute | Sie verbrennen mich |
| pekhautu nintzan | erre nintzen | Ich (intransitiv) verbrannte |
| pekhautzen niagon | erretzen niagon | Ich (intransitiv) war dabei zu brennen (Adressatin) |
| tetxalitzen zan | ibiltzen zan | Ich war dabei zu gehen |
| zethorren | zetorren | Es kam |
| zoaz | zoaz | Geh! Hau ab! (?-Englisch: You go!) |
Verneinungen werden mit na/nagi gebildet<ref name="Krut" /><ref name="Daranatz" /> (Romani na/níči); vgl. Baskisch ez/ezetz. Das Wort für "ja" ist ua<ref name="Daranatz" /> (Romani va); vgl. Baskisch bai/baietz.
Nomen
Die Mehrheit der Nomen haben Romani-Wortstämme, aber oft mit baskischen Suffixen bekundet. Die Variation der Nomen zitiert mit oder ohne End-a ist wahrscheinlich Informanten zu verdanken, die diese mit oder ohne Absolutivendung verwenden. (Formen in eckigen Klammern kennzeichnen Schreibweisen in Quellen, die nicht länger verwendet werden.)
| Erromintxela | Baskisch | Romani*<ref name="Kau" /> | Erromintxela Übersetzung |
|---|---|---|---|
| angi<ref name="Izagirre">Koldo Izagirre: Agirre Zaharraren Kartzelaldi Berriak. Elkar 1999, ISBN 84-8331-439-8.</ref> | ezti | (avdžin) | Honig m. |
| ankhai<ref name="Mir" /> | begi | (jakh) | Auge n. |
| asinia<ref name="Daranatz" /> | botila | (fláša) | Flasche f. |
| balitxo<ref name="Daranatz" /> | txerriki | baló "Schwein" mit einem Baskischen Suffix | Schwein (ohne Artikel)/Schweinefleisch n. |
| barki<ref name="Daranatz" /><ref name="Bau" /> | ardi | bakró | Aue f./Zibbe f./Mutterschaf n., Schaf n. |
| barkitxu,<ref name="Argia2" /> barkotiñu,<ref name="Daranatz" /> barkixu (barkicho)<ref name="Bau" /> | arkume | bakró "Schaf n." plus Baskisch Diminutiv -txu, tiñu | Lamm n. |
| barku<ref name="Daranatz" /> | ardi | bakró | Schaf n. |
| basta,<ref name="Bau" /> baste<ref name="Krut" /><ref name="Daranatz" /> | esku | vas(t) | Hand f., Arm m. |
| bato,<ref name="Pais" /> batu<ref name="Daranatz" /> | aita | dad | Vater m. |
| bedeio (bedeyo)<ref name="Bau" /> | erle | (daraši) | Biene f. |
| bliku<ref name="Daranatz" /> | txerri | from balikanó mas "pork" | Schwein n. |
| bluiak<ref name="Daranatz" /> | poliziak | (policájcur) | Polizisten m. pl. |
| budar,<ref name="Krut" /> budara<ref name="Daranatz" /> | ate | vudár | Tür f. |
| burrinkatzea<ref name="Daranatz" /> | harraptze | Handlung des Fangens | |
| dantzari<ref name="Mir" /> | dantzari | (Baskischer Wortstamm) | Tänzer m. |
| dibezi<ref name="Mir" /><ref name="Lhande" /> | egun | djes | Tag m. |
| duta<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /> | argi | udút | (natur) blond |
| egaxi<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | gaží | eine Nicht-Romni | |
| egaxo,<ref name="Lhande" /> ogaxo,<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /> egaxu<ref name="Lhande" /> | gažó | ein Gadže/Nicht-Roma | |
| elakri,<ref name="Krut" /> ellakria<ref>Koldo Mitxelena: Diccionario General Vasco - Orotariko Euskal Hiztegia VI Dag-Erd. Euskaltzaindia, Bilbao 1992.</ref> | neska(til) | raklí | Mädchen n. |
| elakri-lumia<ref name="Azkue" /><ref name="Daranatz" /> | Frau mit schlechtem Ruf | ||
| eramaite<ref name="Mir" /> | erama(i)te | das Bringen | |
| eratsa,<ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> erhatsa,<ref name="Lhande" /> erhatza,<ref name="Daranatz" /> erratsa (erratça)<ref name="Bau" /> | ahate | (goca) | Ente f. |
| erromi (eŕomi),<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /> errumi,<ref name="Azkue" /> errumia<ref name="Daranatz" /> | senar | rom | 1) Ehemann m.
2) Hochzeit<ref>Luis Mitxelena: Diccionario General Vasco - Orotariko Euskal Hiztegia VII Ere-Fa. Euskaltzaindia, Bilbao 1992.</ref> |
| erromiti, errumitia<ref name="Daranatz" /> | emazte | romní | Ehefrau f. |
| erromni | emazte, emakume | romní | Frau f., Ehefrau f., Weib n. |
| erromitzea<ref name="Krut" /> | eskontza | (bjáv) | Hochzeit f. |
| erromitzeko (eŕomitzeko),<ref name="Lhande" /> erromitzekoa<ref name="Krut" /> | eraztun | (angruští) | (der) Ring (lit. "der Heiratskandidat"- Englisch: the one to marry) |
| fula<ref name="Lhande" /> | kaka | khul | Excrement n., Ausscheidung f. |
| futralo<ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | Eau de vie n. (lit. Lebenswasser) | ||
| gata<ref name="Mir" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | ator | gad | Hemd n. |
| gazin<ref name="Mir" /><ref name="Lhande" /> | haur | Kind n. | |
| giltizinia<ref name="Lhande" /> | giltza | (čája) | Schlüssel m. |
| goani<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | zaldi | (grast) | Pferd n. |
| goia<ref name="Daranatz" /> | lukainka | goj | Wurst f., Würstchen n. |
| goli<ref name="Mir" /><ref name="Lhande" /> | kanta | gilí | Lied n. |
| grasnia,<ref name="Azkue" /><ref name="Daranatz" /> gasnia,<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /> grasmiña,<ref>Luis Mitxelena: Diccionario General Vasco - Orotariko Euskal Hiztegia VIII Fe-Gub. Euskaltzaindia, Bilbao 1995.</ref> gra<ref name="Krut" /> | zaldi | gras(t) | Pferd n. |
| guru,<ref name="Krut" /> gurru ‹guŕu›<ref name="Lhande" /> | idi | gurúv | Ochse m. |
| guruni<ref name="Krut" /> | behi | gurumni | Kuh f. |
| gurutiño<ref name="Azkue" /><ref name="Daranatz" /> | txahal | gurúv plus a Baskisch diminutiv -tiño | Kalb n. |
| haize<ref name="Mir" /> | haize | (Baskischer Wortstamm) | Wind m. |
| jak,<ref name="Krut" /> jaka,<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> zaka,<ref name="Lhande" /> aka<ref name="Krut" /> | su | jag | Feuer n. |
| jakes<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /> | gazta | (királ) | Käse m. |
| jera,<ref name="Lhande" /><ref name="OroX">Luis Mitxelena: Diccionario General Vasco - Orotariko Euskal Hiztegia X Jad-Kop. Euskaltzaindia, Bilbao 1997.</ref> kera (kéra)<ref name="Bau" /> | asto | (esa) | Esel m. |
| jero<ref name="Lhande" /> | buru | šeró | Kopf m. |
| jeroko<ref name="Lhande" /> | buruko | Baskenmütze (lit. "vom Kopf") | |
| juiben,<ref name="Azkue" /> juibena<ref name="Daranatz" /> | galtzak | (kálca) | Hosen pl. |
| kalabera<ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | buru | (šeró) | Kopf m. Vergl. Spanisch calavera, "Schädel" |
| kalleria ‹kaĺeria›<ref name="Lhande" /> | Silberwaren pl. Vergl. Spanisch quincallería, "Blechwaren pl." | ||
| kalo,<ref name="Lhande" /> kalu,<ref name="Azkue" /> kalua<ref name="Daranatz" /> | kafe | (káfa) | Kaffee m. |
| kalo-kasta<ref name="Mir" /> | ijito-kastaro | Romani Gemeinde, Bezirk | |
| kamatze<ref name="Mir" /> | maitatze | < kamáv | liebend |
| kangei,<ref name="Lhande" /><ref name="OroX" /><ref name="Daranatz" /> kangey;<ref name="Azkue" /> kangiria<ref name="Bau" /> | eliza | kangerí | Kirche f.; Baudrimont glossiert "Altar" |
| kani,<ref name="Daranatz" /> kania<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /> | oilo | khajní | Henne f., Küken n. |
| kaxta,<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /><ref name="Bau" /> kasta (casta),<ref name="Bau" /> kaixta (kaïshta)<ref name="Bau" /> | zur | kašt | Holz n., Ast m., Stock m. |
| kaxtain parruntzeko ‹paŕuntzeko›<ref name="Lhande" /> | aizkora | Axt f. | |
| kher,<ref name="Mir" /> khe,<ref name="Lhande" /> kere,<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /> khere,<ref name="Krut" /> kerea<ref name="Daranatz" /> | etxe | kher | Haus n. |
| kereko-egaxia<ref name="Daranatz" /> ‹kereko-egas̃ia›<ref name="Azkue" /> | etxeko andre | Hausherrin f. | |
| kereko-egaxoa ‹kereko-egas̃oa›,<ref name="Azkue" /> kereko-ogaxoa<ref name="Daranatz" /> | etxeko jauna | Hausherr m. | |
| ker-barna<ref name="Lhande" /> | gaztelu | (koštola) | Burg f., Kastell n., Schloss n. |
| ker,<ref name="Krut" /> qer,<ref name="Krut" /> kera<ref name="Daranatz" /> | asto | (esa) | Esel m. |
| kero, keru,<ref name="Lhande" /> kerua<ref name="Daranatz" /> | buru | šeró | Kopf m. |
| khertsima<ref name="Mir" /><ref name="Lhande" /> | taberna | Gaststätte f., Gasthaus n. | |
| kiala,<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> kilako<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /> | gazta | királ | Käse m. |
| kilalo<ref name="Lhande" /> | kalte Luft f. | ||
| kirkila<ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | babarruna | (fusúj) | Bohne f. |
| konitza,<ref name="Lhande" /> koanits,<ref name="Lhande" /> koanitsa<ref name="Daranatz" /> | saski | kóžnica | Korb m. |
| laia<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | jauna | Herr m. | |
| lajai,<ref name="Lhande" /> olajai,<ref name="Lhande" /> lakaia<ref name="Daranatz" /> | apaiz | (rašáj) | Priester m. |
| laphail,<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /> lakhaia<ref name="Azkue" /> | apaiz | (rašáj) | Priester m. |
| latzi,<ref name="Daranatz" /> latzia<ref name="Mir" /><ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /> | gau | Nacht f. | |
| lona<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | gatza | lon | Salz n. |
| mahutzea,<ref name="Krut" /> mautzia<ref name="Daranatz" /> | hiltzea | mu(da)ráv (v.), plus the Baskisch nominalisierungssuffix -tzea | Töten n. (siehe mahutu v.) |
| malabana<ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | gantzu | (thuló mas) | Schmalz n. |
| mandro,<ref name="Mir" /><ref name="Lhande" /> mandroa<ref name="Daranatz" /> | ogi | manró | Brot n. |
| mangatzia<ref name="Daranatz" /> | eske | mangáv (v.), plus the Baskisch nominalisierungssuffix -tzea | Betteln n. |
| marrun<ref name="Azkue" /> (maŕun)<ref name="Lhande" /> | senar | Ehemann m., Gatte m. | |
| mas,<ref name="Krut" /> maz,<ref name="Krut" /> maza,<ref name="Lhande" /> masa<ref name="Daranatz" /> (māsa)<ref name="Bau" /> | haragi | mas | Fleisch n. |
| megazin,<ref name="Lhande" /> megazina<ref name="Daranatz" /> | haur | Kind n. | |
| milleka<ref name="Azkue" /> ‹miĺeka›<ref name="Lhande" /> | arto | Korn n. (Mais m.), Welschkorn n., Kukuruz m. | |
| milota<ref name="Lhande" /> | ogi | (manró) | Brot n. |
| milotare-pekautzeko<ref name="Lhande" /> | labe | Ofen m. | |
| Mimakaro<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /> | Ama Birjina | Unsere Liebe Frau | |
| miruni<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /> | emakume | Frau f. | |
| mitxai,<ref name="Mir" /><ref name="Lhande" /> ‹mits̃ai›<ref name="Azkue" /> | alaba | čhaj | Tochter f. |
| mol,<ref name="Mir" /> mola<ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | ardo | mol | Wein m. |
| mullon ‹muĺon›,<ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> mullu ‹muĺu›<ref name="Lhande" /> | mando | Maultier n., Maulesel m. | |
| ñandro,<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> gnandro<ref name="Lhande" /> | arraultz | anró | Ei n. |
| oxtaben,<ref name="Lhande" /><ref name="Izagirre" /> oxtaban ‹os̃taban›,<ref name="Azkue" /> oxtabena<ref name="Daranatz" /> | gartzela | astaripe | Gefängnis n. |
| paba,<ref name="Lhande" /> phabana,<ref name="Azkue" /> pabana<ref name="Daranatz" /> | sagar | phabáj | Apfel m. |
| paba-mola<ref name="Lhande" /> | sagardo | Cider m. (lit. Apfelwein m.) | |
| panin,<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /> panina,<ref name="Azkue" /><ref name="Daranatz" /> pañia<ref name="Pais" /> | ur | pají | Wasser n. |
| panineko,<ref name="Lhande" /> paninekoa<ref name="Krut" /> | pitxer | (der) Krug m., Kanne f. (lit. einer für Wasser) | |
| paninekoain burrinkatzeko ‹buŕinkatzeko›<ref name="Lhande" /> | Netz n.(?) (Lhande gibt an: Französisch filet) | ||
| paninbaru,<ref name="Lhande" /> panin barua<ref name="Krut" /> | ibai, itsaso | (derjáv, márja) | Fluss m., Ozean m. (lit. großes Wasser) |
| panintino,<ref name="Lhande" /> panin tiñua,<ref name="Krut" /> penintino<ref name="Mir" /> | erreka | (len) | Bächlein n. (lit. kleines Wasser) |
| pangua<ref name="Argia2" /> | larre | Wiese f. | |
| panizua<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | arto | Korn n. (Mais m.). Vergl. Spanisch "panizo" | |
| papin,<ref name="Lhande" /> papina<ref name="Azkue" /><ref name="Daranatz" /> | antzar | papin | Gans f. |
| papira<ref name="Lhande" /> | paper | papíri | Papier n. |
| pindru, pindrua,<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> pindro,<ref name="Mir" /> prindo<ref name="Lhande" /> | hanka, oin | punró | Fuß m. |
| pindrotakoa<ref name="Krut" /> | galtzak | kálca | Hosen pl., Hose f. (lit. die für den Fuß) |
| piri, piria<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | lapiko | pirí | Kochtopf m., Stieltopf m., Kasserolle f. |
| pora<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | urdaila | per | Magen m. |
| potozi<ref name="Lhande" /> | diruzorro | Brieftasche f., (Geld-)Börse f., Geldbeutel m. | |
| prindotako<ref name="Lhande" /> | galtzerdi | pinró (trousers) | Socke f. (lit. die für den Fuß) |
| puxka (pushka)<ref name="Bau" /> | arma | puška | Pistole f., Waffe f. |
| soka<ref name="Mir" /><ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | gaineko | Mantel m., Überzieher m. | |
| sumia<ref name="Daranatz" /> | zupa | zumí | Suppe f. |
| thazautzia<ref name="Daranatz" /> | itotze | taslaráv (v.), plus the Baskisch nominalisierungssuffix -tzea | Akt des Drosselns |
| tekadi,<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /> tekari<ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> | hatz | (naj) | Finger m. |
| ternu<ref name="Lhande" /> | gazte | junge Person f. | |
| txai<ref name="Mir" /><ref name="Lhande" /> ‹ts̃ai›<ref name="Azkue" /> | čhaj | junge Person (beiderlei Geschlechts) | |
| txaja<ref name="Lhande" /> | aza | (šax) | Kohlkopf m. |
| txara<ref name="Lhande" /> | belar | čar | Gras n. |
| txaripen,<ref name="Krut" /> txaribel<ref name="Mir" /> | ohe | (vodro) | Bett n. |
| txau,<ref name="Lhande" /> xau<ref name="Argia3" /> | seme | čhavó | Sohn m. |
| txipa<ref name="Argia2" /> | izen | (aláv) | Name m. |
| txiautu<ref name="Lhande" /> | ijito | ein Roma | |
| txiautzia<ref name="Daranatz" /> | ?, plus the Baskisch nominalisierungs suffix -tzea | Akt des Einrammens | |
| txohi,<ref name="Lhande" /> txoki<ref name="Mir" /> | gona | Rock m. | |
| txohipen,<ref name="Lhande" /> txohipena<ref name="Daranatz" /> | Bagatelldiebstahl m. (lit. "unter dem Rock") | ||
| txor,<ref name="Krut" /> txora<ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> ‹ts̃ora›<ref name="Azkue" /> | lapur | čor | Dieb m. |
| txuri,<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /> txuria<ref name="Daranatz" /> | aizto | čhurí | Messer n. |
| xordo,<ref name="Lhande" /> txorda<ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> ‹ts̃orda›<ref name="Azkue" /> | lapurketa | čoripé | Diebstahl m., Raub m. |
| xukel<ref name="Lhande" /> ‹s̃ukel›,<ref name="Azkue" /> txukel,<ref name="Krut" /> txukela<ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> ‹ts̃ukela›,<ref name="Azkue" /> xukela (shȣkéla)<ref name="Bau" /> | txakur | žukél | Hund m. |
| xukelen-fula ‹s̃ukelen-fula›,<ref name="Azkue" /> txukelen fula<ref name="Daranatz" /> | txakurren kaka | Hundekot m. | |
| xukel-tino keautzale<ref name="Lhande" /> | Hündin f. (lit. "kleiner Hundemacher") | ||
| zuautzeko,<ref name="Lhande" /> zuautzekoa<ref name="Krut" /> | estalki | (die) Bettbezüge pl. | |
| zitzaia,<ref name="Lhande" /> zitzai,<ref name="Izagirre" /> txitxai<ref name="Lhande" /> ‹ts̃its̃ai›,<ref name="Azkue" /> txitxaia,<ref name="Daranatz" /> sitzaia (sitçaia)<ref name="Bau" /> | katu | čičaj<ref name="Adiego" /> | Katze f. |
| zume,<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /> sume<ref name="Lhande" /> | zupa | zumí | Suppe f. |
| zungulu,<ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /> sungulu,<ref name="Lhande" /> sungulua<ref name="Daranatz" /> | tabako | (duháno) | Tabak m. |
| zut,<ref name="Krut" /> zuta,<ref name="Lhande" /> xut,<ref name="Krut" /> txuta,<ref name="Lhande" /> txuta ‹ts̃uta›<ref name="Azkue" /><ref name="Daranatz" /> | esne | thud | Milch f. |
| *Romani des englischen “North Central Romani”-Zweiges stimmt nicht ganz mit der sogenannten “Zentralen Gruppe (Nördlicher Zweig)” in der deutschsprachigen Wikipedia überein. Die Einteilung in der englischen Wikipedia legt andere Klassifizierungskriterien zugrunde. (Anm. d. Übersetzers) | |||
Zeit
Baudrimot zufolge haben die Erromintxela die baskischen Namen der Monate übernommen. Man beachte, dass einige der baskischen Namen, derer vor der Standardisierung repräsentieren, e.g. August ist Abuztua in Batua (Standard-Baskisch) eher als Agorrila.
| Erromintxela | Baskisch | Romani*<ref name="Kau" /> | Erromintxela Übersetzung |
|---|---|---|---|
| Otarila<ref name="Bau" /> | Urtarrila | (januáro) | Januar m. |
| Otxaila (Otshaïla)<ref name="Bau" /> | Otsaila | (februáro) | Februar m. |
| Martxoa (Martshoa)<ref name="Bau" /> | Martxoa | (márto) | März m. |
| Apirilia<ref name="Bau" /> | Apirilia | (aprílo) | April m. |
| Maitza (Maïtça)<ref name="Bau" /> | Maiatza | (májo) | Mai m. |
| Hekaña (Hékaña)<ref name="Bau" /> | Ekaina | (júni) | Juni m. |
| Uztailla (Uçtaïlla)<ref name="Bau" /> | Uztaila | (júli) | Juli m. |
| Agorilla<ref name="Bau" /> | Agorrila | (avgústo) | August m. |
| Burula<ref name="Bau" /> | Buruila | (septémbro) | September m. |
| Uria<ref name="Bau" /> | Urria | (októmbro) | Oktober m. |
| Azalua (Açalȣa)<ref name="Bau" /> | Azaroa | (novémbro) | November m. |
| Abendua (Abendȣa)<ref name="Bau" /> | Abendua | (decémbro) | Dezember m. |
| * Romani des englischen “North Central Romani”-Zweiges stimmt nicht ganz mit der sogenannten “Zentralen Gruppe (Nördlicher Zweig)” in der deutschsprachigen Wikipedia überein. Die Einteilung in der englischen Wikipedia legt andere Klassifizierungskriterien zugrunde. (Anm. d. Übersetzers) | |||
Baudrimont behauptet, dass Unterteilungen des Jahres (abgesehen von den Monaten) mit dem Wort breja (bréχa) "Jahr": breja kinua "Monat" and breja kipia "Woche" gebildet werden.<ref name="Bau" />
Numerale
Numerale (Baskisch eingeschlossen für Vergleichszwecke):<ref name="Pais" /><ref name="Krut" /><ref name="Mir" />
| Erromintxela | Baskisch | Romani*<ref name="Kau" /> | Erromintxela Übersetzung |
|---|---|---|---|
| jek,<ref name="Lhande" /> jeka,<ref name="Krut" /> eka,<ref name="Krut" /><ref name="Lhande" /> jek (yek),<ref name="Bau" /> jet (yet)<ref name="Bau" /> | bat | jék | eins |
| dui,<ref name="Krut" /><ref name="Mir" /><ref name="Bau" /> duil<ref name="Bau" /> | bi | dúj | zwei |
| trin,<ref name="Krut" /><ref name="Mir" /> trin,<ref name="Bau" /> tril<ref name="Bau" /> | hiru | trín | drei |
| higa<ref name="Lhande" /> | higa (variant form) | (trín) | three |
| estard<ref name="Bau" /> | lau | štar | vier |
| pantxe,<ref name="Krut" /> pains,<ref name="Bau" /> olepanxi (olepanchi)<ref name="Bau" /> | bost | panž | fünf |
| *Romani des englischen “North Central Romani”-Zweiges stimmt nicht ganz mit der sogenannten “Zentralen Gruppe (Nördlicher Zweig)” in der deutschsprachigen Wikipedia überein. Die Einteilung in der englischen Wikipedia legt andere Klassifizierungskriterien zugrunde. (Anm. d. Übersetzers) | |||
Adjektive und Adverbien
Adjektive und Adverbien sind überwiegend auch von den Romani Formen abgeleitet:<ref name="Pais" /><ref name="Krut" /><ref name="Mir" />
| Erromintxela | Baskisch | Romani*<ref name="Kau" /> | Erromintxela Übersetzung |
|---|---|---|---|
| baro,<ref name="Mir" /> baru<ref name="Krut" /><ref name="Daranatz" /> | handi | baró | groß |
| bokali<ref name="Krut" /> | gose | bokh | hungrig |
| buter<ref name="Krut" /> | asko, ainitz | but | viel, eine Menge |
| dibilo<ref name="Krut" /> | dilino | verrückt | |
| dibilotua<ref name="Mir" /> | erotua | < dilino (adj.) | verrückt geworden, durchgedreht |
| gabe<ref name="Mir" /> | gabe | (Baskischer Wortstamm) | ohne |
| eta<ref name="Mir" /> | eta | (Baskischer Wortstamm) | und |
| fukar<ref name="Izagirre" /> | ederra | šukar | wunderbar, wundervoll |
| geroz<ref name="Mir" /> | geroz | (Baskischer Wortstamm) | einmal |
| hautsi<ref name="Mir" /> | hautsi | (Baskischer Wortstamm) | gebrochen, zerbrochen |
| kalu<ref name="Krut" /> | beltz | kaló | schwarz |
| kaxkani<ref name="Lhande" /> | zikoitz | geizig, kleinlich, knauserig | |
| kilalo<ref name="Daranatz" /> | hotz | šilaló | kalt |
| latxo,<ref name="Lhande" /> latxu<ref name="Krut" /> | on | lačhó | gut |
| londo<ref name="Mir" /> | samur | weich | |
| nazaro,<ref name="Krut" /><ref name="Azkue" /><ref name="Lhande" /><ref name="Daranatz" /> lazaro<ref name="Lhande" /> | eri | nasvaló | krank |
| palian<ref name="Argia2" /> | ondoan | nahe, nahegelegen | |
| parno<ref name="Mir" /> | garbi | parnó (white) | sauber |
| telian<ref name="Krut" /> | behean | téla | unter |
| tiñu,<ref name="Krut" /><ref name="Azkue" /> tiñua<ref name="Daranatz" /> | txiki | cignó | klein |
| upre<ref name="Krut" /><ref name="Mir" /> | gain(ean), gora | opré | obenauf, nach oben, hoch |
| *Romani des englischen “North Central Romani”-Zweiges stimmt nicht ganz mit der sogenannten “Zentralen Gruppe (Nördlicher Zweig)” in der deutschsprachigen Wikipedia überein. Die Einteilung in der englischen Wikipedia legt andere Klassifizierungskriterien zugrunde. (Anm. d. Übersetzers) | |||
Pronomen & Demonstrativa
Pronomen werden aus beiden Sprachen abgeleitet:<ref name="Krut" /><ref name="Mir" />
| Erromintxela | Baskisch | Romani*<ref name="Kau" /> | Erromintxela Übersetzung |
|---|---|---|---|
| aimenge<ref name="Krut" /> | ni | mánge "mir", möglicherweise aménge "uns" (Dativformen) | Ich |
| ene<ref name="Mir" /> | ene | (Baskischer Wortstamm) | mein (Koseform, liebevoll) |
| harekin<ref name="Mir" /> | harekin | (Baskischer Wortstamm) | mit ihm, mit ihr (distal) |
| hari<ref name="Mir" /> | hari | (Baskischer Wortstamm) | dir (familiär) |
| hartan<ref name="Mir" /> | hartan | (Baskischer Wortstamm) | in ihm, in ihr (distal) |
| heure<ref name="Mir" /> | heure | (Baskischer Wortstamm) | dein (familiär emphatisch) |
| hi<ref name="Mir" /> | hi | (Baskischer Wortstamm) | du (familiär) |
| hire<ref name="Mir" /> | hire | (Baskischer Wortstamm) | dein (familiär) |
| hiretzat<ref name="Mir" /> | hiretzat | (Baskischer Wortstamm) | für dich (familiär) |
| mindroa<ref name="Mir" /> | nirea | miró | mein |
| neure<ref name="Mir" /> | neure | (Baskischer Wortstamm) | mein (emphatisch) |
| ni<ref name="Mir" /> | ni | (Baskischer Wortstamm) | Ich (intransitiv) |
| *Romani des englischen “North Central Romani”-Zweiges stimmt nicht ganz mit der sogenannten “Zentralen Gruppe (Nördlicher Zweig)” in der deutschsprachigen Wikipedia überein. Die Einteilung in der englischen Wikipedia legt andere Klassifizierungskriterien zugrunde. (Anm. d. Übersetzers) | |||
Baudrimonts Material
Vieles aus Baudrimonts Wörterliste ist ohne Umschweife bezogen auf Erromintxela-Quellen. Dennoch verdienst ein Teil des Materials, das Baudrimont gesammelt hat, einen detaillierteren Überblick dank ihrer Besonderheiten. Die meisten davon beziehen sich auf die Verben und Verbformen, die er sammelte. Einige jedoch umfassen Nomen und sonstige Bestandteile.
Nomen
Sein Material enthält eine relativ hohe Anzahl von Bestandteilen, die vom Baskischen abgeleitet sind.
| Erromintxela<ref name="Bau" /> | Baskisch | Romani*<ref name="Kau" /> | Erromintxela Übersetzung |
|---|---|---|---|
| aitza (aitça) | aritz | Eiche f. | |
| aizia (aicia) | haize | (diha) | Luft f. |
| egala | hegal | (phak) | Flügel m. |
| itxasoa (itshasoa) | itsaso | (derjáv) | See f., Meer n., Ozean m. |
| keia (kéïa) | ke | (thuv) | Rauch m. |
| muxkera (mȣshkera) | musker | (gusturica) | Eidechse f. |
| orratza (orratça) | orratz | (suv) | Nadel f. (Baskisch orratz ist "Kamm m.") |
| sudura (sȣdȣra) | sudur | (nakh) | Nase f. |
| ulia (ȣlia) | euli | (mačhin) | Fliege f. (Insekt n.) |
| xuria (shȣria) | (t)xori | (čiriklí) | Vogel m. |
| *Romani des englischen “North Central Romani”-Zweiges stimmt nicht ganz mit der sogenannten “Zentralen Gruppe (Nördlicher Zweig)” in der deutschsprachigen Wikipedia überein. Die Einteilung in der englischen Wikipedia legt andere Klassifizierungskriterien zugrunde. (Anm. d. Übersetzers) | |||
Manche Bestandteile sind speziell. Baudrimont listet mintxa als "Zahn m." Der Kalderash Ausdruck ist dand (daní in Caló), aber der angegebene Ausdruck erinnert sofort eher an das Nordbaskische mintzo "Sprache f., Rede f." oder mintza "Haut f." (mit expressiver Palatalisation). Dies und andere ähnliche Bestandteile lassen die Frage aufkommen, ob Baudrimont einfach nur auf Gegenstände gezeigt hat, um die Formen abzulisten.
Die Formen, die er versucht hat zu erheben, sind in manchen Fällen ebenfalls fragwürdig. Zum Beispiel zielte er auf landwirtschaftliche Ausdrücke ab, wie z. B. Pflug, Egge (Landtechnik) und Nachernte von seinen (weiblichen) Informanten und zeichnet die verdächtig ähnlichen Wörter sasta "Pflug m." und xatxa (shatsha) "Egge f." auf.
Verbsystem und Pronomen
Das Verbsystem und die Pronomen, die Baudrimont aufzeichnet, sind auffällig in mehrerer Hinsicht. Abgesehen von seinem Problem die Grundform(?-Englisch: citation form) von Verben gegenüber Partizipien zu erheben, listet er Pronomen und Possessivpronomen auf, die anscheinend Romani-Wortstämme enthalten und ein unerwartetes Hilfsverb.
Das Verb ajin für "haben" wird anderswo attestiert, obwohl aus dem Baskischen abgeleitete Formen überwiegend üblicher sind. Kalderash Romani verwendet die dritte Person von "sein" und ein Dativpronomen, um den Besitzer anzuzeigen.
| Erromintxela<ref name="Bau" /> | Baskisch (Allokutivformen) | Romani*<ref name="Kau" /> | Erromintxela Übersetzung |
|---|---|---|---|
| mek ajin (mec aχin) tuk ajin (tȣc aχin) ojuak ajin (oχuac aχin) buter ajin (bȣter aχin) tuk ajin (tȣc aχin) but ajin (bȣt aχin) |
(nik) di(n)at (hik) duk1/dun (hark) dik/din (guk) di(n)agu (zuek) duzue (haiek) ditek/diten |
si ma si tu si les/la si amé si tumé si len |
I have you have he/she has we have you have sie haben |
| mek najin (mec naχin) tuk najin (tȣc naχin) ojuak najin (oχuac naχin) buter najin (bȣter naχin) tuk najin (tȣc naχin) but najin (bȣt naχin) |
(nik) ez di(n)at (hik) ez duk/dun (hark) ez dik/din (guk) ez di(n)agu (zuek) ez duzue (haiek) ez ditek/diten |
naj/nané ma naj/nané tu naj/nané les/la naj/nané amé naj/nané tumé naj/nané len |
I don’t have you don’t have he/she doesn’t have we don’t have you don’t have sie haben nicht |
| mek naxano (mec nashano) tuk naxano (tȣc nashano) ojuak naxano (oχuac nashano) buter naxano (bȣter nashano) tuk naxano (tȣc nashano) but naxano (bȣt nashano) |
(nik) izanen di(n)at (hik) izanen duk/dun (hark) izanen dik/din (guk) izanen di(n)agu (zuek) izanen duzue (haiek) izanen ditek/diten |
ka si ma ka si tu ka si les/la ka si amé ka si tumé ka si len |
I will have you will have he/she will have we will have you will have sie werden haben |
| *Romani des englischen “North Central Romani”-Zweiges stimmt nicht ganz mit der sogenannten “Zentralen Gruppe (Nördlicher Zweig)” in der deutschsprachigen Wikipedia überein. Die Einteilung in der englischen Wikipedia legt andere Klassifizierungskriterien zugrunde. (Anm. d. Übersetzers) | |||
1Beachten Sie, dass Formen wie duk (3. Pers-haben-2. Pers (männlich)) sind der Verbalteil, während im Erromintxela tuk ein Pronomen ist.
Die Negativpartikel na ist ziemlich eindeutig in obigen Formen. Buter ist, wie Baudrimont anmerkt, das Wort für "viel, viele" und ist möglicherweise ein echtes Pronomen. Kalderash benutzt Akkusativpronomen, um Besitz auszudrücken, aber die obigen Formen erinnern mehr an die falsch grammatikalisch bestimmte Kalderash Dativformen mangé, tuké, léske, léke etc. und vielleicht einen anderen Fall von "sein" (da das komplette Kalderash Paradigma sim, san, si, si, sam, san/sen, si ist).
Insgesamt erheben sich Fragen hinsichtlich des Kommunikationslevels zwischen Baudrimont und seinen Informantinnen und der Qualität von (einigen) seiner erhobenen Materialien.
Zusammengesetzte Beispiele
Beispiele mit Interlinearversionen:
Anmerkung:
- Zum Attributiv (Englisch: attributive noun) gibt es keinen entsprechenden Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia; als Nächstes kommt dem vielleicht die Nominalphrase (Chomsky), ist aber dort relativ dürftig erläutert.
- Zum Allokutiv (Englisch: Allocutive agreement) gibt es keinen entsprechenden Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia. vgl. Allokution
| khere-ko | ogaxo-a |
| Haus-ATTR | Herr-ABS |
| der Herr des Hauses<ref name="Krut" /> | |
| hire-tzat | goli | kerau-tze-n | d-i-na-t | |||||
| dein (informell)-BEN | Lied | mache-NMZ-LOC | ABS.3SG-PRE DAT-FEM.ALLOK-ERG.1SG | |||||
| Ich singe für dich<ref name="Mir" /> | ||||||||
| xau-a, | goli | keau | za-k, | mol | buterr-ago | aji-n-en | d-u-k |
| Junge-ABS | singen | mache | haben-ERG.FAM.MASC | Wein | viel-KOMP | haben-PFV-FUT | ABS.3SG-haben-ERG.MASC.ALLOK |
| Junge, sing, du wirst nehr Wein haben!<ref name="Mir" /> | |||||||
| txipa | nola | d-u-zu? | |||||
| Name | wie | ABS.3SG-haben-ERG.2SG | |||||
| Wie ist Ihr Name?<ref name="Argia1" /> | |||||||
| masa-k | eta | barki-txu-ak | pangu-an | d-a-o-z | |||||||
| Fleisch-ABS.PL | und | Schaf-DIM-ABS.PL | Wiese-LOC | ABS.3SG-PRÄS-gehen-PL | |||||||
| Die Schafe und die Lämmer sind auf der Wiese<ref name="Argia1" /> | |||||||||||
| nire | kera | zure-a-ren | pali-an | d-a-o, | hemen-dik | obeto-ao | dika-tu-ko | d-u-zu | |||||||||||
| mein | Haus | dein-ABS-GEN | Nähe-LOC | ABS.3SG-PRÄS-gelegen sein | hier-ABL | besser-KOMP | sehen-PFV-FUT | ABS.3SG-haben-ERG.2SG | |||||||||||
| Mein Haus liegt nahe deinem, du kannst es besser von hier sehen<ref name="Argia1" /> | |||||||||||||||||||
Literatur
- A. Baudrimont: Vocabulaire de la langue des Bohémiens habitant les Pays Basque Français. (Deutsch: Vokabular der Sprache der Zigeuner/Böhmen wohnhaft im französischen Baskenland.) Academie Impérial des Sciences, Bordeaux 1862.
- R. Berraondo: La euskera de los gitanos. (Deutsch: Das Baskisch der Zigeuner.) In: Euskalerriaren Alde - Revista de Cultura Vasca 1921
- D. Macritchie: Accounts Of The Gypsies Of India (Deutsch: Berichte über die Zigeuner Indiens), 1886, Reprint: New Society Publications, New Delhi 2007, ISBN 978-1-4067-5005-8.
- F. Michel: Le Pays Basque. (Deutsch: Das Baskenland.) Paris 1857.
Weblinks
- Kalé Dor Kayiko
- Full version of the Erromintxela poem with Baskisch translation (Deutsch: Vollversion des Erromintxela-Gedichts mit baskischer Übersetzung)
- Gitano auf Spanisch Auñamendia Encyclopedia.
Einzelnachweise
<references />