Zum Inhalt springen

Jobst Wagner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. April 2026 um 05:17 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Jobst Wagner.png
Jobst Wagner (2024)

Jobst Wagner (* 20. Februar 1959 in Rehau; heimatberechtigt in Bern) ist ein Schweizer Unternehmer und Mäzen.

Leben

Nach dem Schulbesuch in Kanada, Deutschland und der Schweiz studierte Jobst Wagner von 1979 bis 1985 Rechtswissenschaften an der Universität Bern und schloss mit dem Lizenziat ab. Von 1986 an durchlief er unterschiedliche Stationen beim Polymerverarbeiter Rehau, der 1948 von seinem Vater Helmut Wagner im oberfränkischen Rehau gegründet worden war. Im Jahr 2000 übergab dieser die Leitung an seine beiden Söhne Jobst und Veit Wagner. Das Wirtschaftsmagazin Bilanz schätzt das Vermögen der Familie Wagner im Rahmen der Liste der 300 Reichsten in der Schweiz auf 800 bis 900 Millionen Franken.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.bilanz.chJobst Wagner: Auf der Sonnenseite (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Wirtschaftsmagazin Bilanz, Ausgabe 06/09, 27. März 2009.</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/tools.bilanz.ch300 Reichste: Familie Wagner (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Wirtschaftsmagazin Bilanz.</ref> Jobst Wagner ist passionierter Polospieler im Polo Club Bern, den er 2007 mitgegründet hat und dem er als Präsident vorsteht.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Zwischen Meeting und Polo-Feld.] Berner Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. Mai 2019.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Und er sammelt Schweizer Kunst von Künstlern wie Franz Gertsch, Markus Raetz, Marcel Gähler, Julia Steiner oder Mario Sala<ref>Marco Zanono: «Was will die Schweiz? Wo wollen wir hin?» Interview mit Jobst Wagner. Hrsg.: Migros-Magazin. Ausgabe 21. Zürich 19. Mai 2014.</ref> Jobst Wagner hat vier Kinder und wohnt in Muri bei Bern.

Unternehmer

Jobst Wagner ist Vizepräsident des Verwaltungsrats der Rehau-Gruppe, einem Konzern mit über 13.000 Mitarbeitenden an mehr als 160 Standorten weltweit.<ref>Versprechen und Werte. REHAU, abgerufen am 18. März 2025.</ref><ref>About Us | REHAU Group. Abgerufen am 29. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Das traditionsreiche Familienunternehmen vereint als Systemhersteller polymerbasierter Lösungen unter einem Dach eigenständige Teilkonzerne, die in den Branchen Medtech, Bau, Industrietechnik, Mobilität und Engineered Materials rund um den Globus aktiv sind.

Wagner ist Mitbegründer der «Unternehmerinitiative Hochfranken». Ziel des Zusammenschlusses ist es, grössere Aufmerksamkeit für die Region zu schaffen, die Attraktivität zu steigern und den Kontakt zwischen Unternehmen und Bevölkerung zu intensivieren.

Mäzenatentum und gesellschaftliches Engagement

Am Stammsitz Rehau in Oberfranken macht Wagner mit der Kunsthalle «Rehau Art» und den dort wechselnden Veranstaltungen und Ausstellungen die Kunst den Mitarbeitern und der Öffentlichkeit zugänglich. So wurden in Rehau beispielsweise Holzschnitte von Franz Gertsch ausgestellt.

Wagner unterstützt eine Vielzahl von kulturellen Einrichtungen in der Schweiz. Unter anderem ist er Präsident der Stiftung Kunsthalle Bern, Stiftungsratsmitglied des Kunstmuseums Bern und Stiftung Gegenwart sowie Beiratsmitglied der Hochschule der Künste Bern. Gemeinsam mit der «Unternehmerinitiative Hochfranken» unterstützt Wagner die Internationalen Hofer Filmtage. Zudem fördert er den Schweizer Buchpreis mit jährlich 10'000 Franken.<ref>Linus Schöpfer: «Manchmal frage ich mich: Was ist das eigentlich für ein Quatsch?» In: tagesanzeiger.ch. 12. Oktober 2012, abgerufen am 9. März 2024.</ref> Wagner war Verwaltungsrat der SMH Verlag AG, die das Autorenmagazin Schweizer Monat herausgibt, in dem er auch selber schreibt. Er ist Initiator des Thinktanks StrategieDialog21. Dieser versteht sich als Dialogplattform mit Fokus auf eidgenössisch-freiheitliche Werte und daraus abgeleiteten strategischen Ansätzen und Impulsen für die Schweiz.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Engagement innerhalb der «Stiftung Strategiedialog21» (Memento vom 26. Januar 2016 im Internet Archive), Strategiedialog21.</ref> Zusammen mit Hansjörg Wyss gründete Wagner den Verein "Vorteil Schweiz" zur Rettung der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der Europäischen Union.<ref>Millionen für den Erhalt der Bilateralen. In: tagesanzeiger.ch. 5. April 2015, abgerufen am 9. März 2024.</ref>

Ehrungen und Auszeichnungen

Literatur

  • <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Macher und Mäzen (Memento vom 26. Juli 2011 im Internet Archive), In: WirtschaftsBlatt. 9. November 2006, S. 6.
  • Tradition des Mäzenatentums – Unternehmer und ihre Sammlungen. In: Wirtschaftskurier. November 2007.
  • Eine Kapelle für die Kunst. In: Wirtschaftskurier. November 2007.
  • Farbraum voller Wucht. In: Süddeutsche Zeitung. 22. Februar 2008.
  • Kunststücke aus Rehau. In: Süddeutsche Zeitung. 25. August 2008.
  • Schweizer Standards – Aus bester Familie: 100 vorbildliche Schweizer Familienunternehmen, ISBN 978-3-03823-606-1.
  • Zwischen Kunststoff und Kunst – Jobst Wagner ist Unternehmer, Mäzen und Kunstsammler. Von seiner Passion profitiert eine ganze Region. In: wir – Das Magazin für Unternehmerfamilien. Ausgabe 2/2012. Seite 42–45.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein