PayPal
| PayPal Holdings, Inc.
| |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | PayPal 2024.svg | |
| Rechtsform | Incorporated |
| ISIN | US70450Y1038 |
| Gründung | 1998 |
| Sitz | San José, Kalifornien, Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten |
| Leitung |
|
| Mitarbeiterzahl | 23.800 (2025)<ref>PayPal Holdings Revenue 2025 | PYPL. Abgerufen im Februar 2026.</ref> |
| Umsatz | 33,172 Mrd. USD (2025)<ref>PayPal Holdings Revenue 2022 | PYPL. (PDF) Abgerufen am 9. Dezember 2023.</ref> |
| Branche | Finanzdienstleistungen |
| Website | www.paypal.com |
| Stand: 31. Dezember 2022 | |
PayPal [<templatestyles src="IPA/styles.css" />] () (englisch, wörtlich Bezahlfreund, angelehnt an pen pal, Brieffreund) ist ein börsennotierter Betreiber eines Online-Bezahldienstes, der zur Begleichung von Mittel- und Kleinbeträgen zum Beispiel beim Ein- und Verkauf im Online-Handel genutzt werden kann. Nach eigenen Angaben hat PayPal mehr als 277 Millionen aktive Nutzer in über 200 Märkten mit der Möglichkeit von Zahlungen in über 100 Währungen (Stand: März 2020).<ref name=":0">laut PayPal-Website; eingesehen am 18. März 2020 (englisch)</ref> Ende 2020 gab es weltweit 377 Millionen genutzte Kundenkonten. Der Nettogewinn im Geschäftsjahr 2020 betrug 4,2 Milliarden US-Dollar.<ref name=":1">Elisabeth Atzler: Paypal zählt fast 30 Millionen Nutzer in Deutschland. In: Handelsblatt. 24. Februar 2021, Seite 31.</ref> Der Sitz des Unternehmens ist San José, das europäische Tochterunternehmen ist PayPal (Europe) S.à r.l. & Cie, S.C.A. mit Sitz in Luxemburg.
Seit 2015 werden die Aktien an der Nasdaq gehandelt. Das Unternehmen ist Bestandteil des S&P 500 und ersetzte den ehemaligen Mutterkonzern eBay im S&P 100.<ref name=":2">Jeremy C. Owens: PayPal to join S&P 500, replace eBay in S&P 100. Abgerufen am 5. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Unternehmensgeschichte
PayPal geht auf den Zusammenschluss von Confinity und X.com im März 2000 zurück. Confinity wurde im Dezember 1998 von Max Levchin, Peter Thiel und Luke Nosek in Palo Alto, Kalifornien, gegründet. Ursprünglich war es eine Firma für Bezahlmethoden („reconciling beamed payments“) und Kryptografie für den Palm Pilot mit Bezahlung per E-Mail als Merkmal. X.com wurde von Elon Musk im März 1999 gegründet, ebenfalls als Internet-Finanzdienstleister mit Bezahlung per E-Mail.
Beide Firmen hatten ihre Büros an der University Avenue in Palo Alto und starteten ihre Webseiten Ende 1999. Bei Confinity waren viele der ersten Angestellten ehemalige Mitarbeiter der Studentenzeitung The Stanford Review, die ebenfalls von Peter Thiel gegründet worden war. Die meisten der ersten Entwickler kamen von der University of Illinois at Urbana-Champaign, an der sie von Max Levchin angeworben worden waren. Für X.com rekrutierte Elon Musk ein breites Spektrum an technischem und Geschäftspersonal, einschließlich vieler, die aufs Engste mit dem Geschäftserfolg der Firma verbunden waren, wie zum Beispiel Amy Klement, Sal Giambanco, Roelof Botha, Sanjay Bhargava und Jeremy Stoppelman.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Artikel über X.com im „Valleywag“.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. Januar 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die zahlreichen Mitbegründer und frühen Mitarbeiter des Unternehmens, welche später andere erfolgreiche Unternehmen (YouTube, SpaceX) gründeten, wurden später als PayPal-Mafia bekannt.<ref>The PayPal Mafia. In: Fortune. Abgerufen am 18. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
eBay beobachtete das Wachsen einer Reihe von Online-Bezahlfirmen und versprach sich als Online-Auktionsanbieter strukturelle Vorteile für die Kundschaft. Im Mai 1999, noch bevor es PayPal gab, kaufte eBay Billpoint, benannte es um in „eBay Payments“ und machte es zu seinem offiziellen Bezahlsystem, beschnitt aber Funktionalitäten von Billpoint, indem es dieses nur noch für Zahlungsvorgänge für eBay-Auktionen zuließ. PayPal wurde in Auktionen aber sehr viel häufiger genannt als Billpoint. Im Februar 2000 gab es ungefähr 200.000 Auktionen täglich, die für den Service von PayPal warben.
Eine Erklärung für die Entstehung und den Erfolg von PayPal sind die Eigenheiten des Zahlungsverkehrs in den USA. Dort wurden meist Schecks verwendet, die für die Begleichung von Verpflichtungen aus Onlinetransaktionen nicht geeignet sind. Zum Beispiel werden in Deutschland Rechnungen seit Jahrzehnten meist per Überweisung bezahlt. Im internationalen Zahlungsverkehr wurden und werden Gebühren erhoben, die PayPal unterbieten konnte. Erst durch die Regulierung des europäischen Zahlungsverkehrs – Internationale Bankkontonummer (IBAN) und SWIFT – wurde es möglich, dass auch EU-Überweisungen großteils gebührenfrei sind.
Kauf durch eBay 2002
Im Oktober 2002 kaufte eBay PayPal für 1,5 Milliarden US-Dollar.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: CNET News.com, CNET Networks, 8. Juli 2002. Abgerufen am 13. November 2007 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> PayPal war zuvor die beliebteste Bezahlmethode von mehr als der Hälfte der eBay-Benutzer und der Service konkurrierte mit eBays Tochtergesellschaft Billpoint.<ref>(Mise à jour) PayPal… adjugé, vendu à eBay. In: 01 Net. 12. Juli 2002, abgerufen am 27. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> eBay ließ anschließend seinen Billpoint-Service zugunsten PayPals auslaufen. Auch andere Hauptkonkurrenten wurden eingestellt oder verkauft: Citibanks c2it-Service schloss Ende 2003 und Yahoos PayDirect-Service Ende 2004; Western Union gab im Dezember 2005 die Schließung seines BidPay-Services bekannt, verkaufte ihn aber 2006 an die CyberSource Corporation.
PayPal in Deutschland
Seit Februar 2004 steht eine deutschsprachige PayPal-Website zur Verfügung. Die Integration in eBay erfolgte im Juni. Nach der anfänglichen Phase der passiven Werbung bot eBay 2005 im Folgejahr aktive Anreize (kostenlose Zahlungen und Zahlungsempfang) und verlangte schließlich von allen gewerblichen Verkäufern, PayPal als Grundzahlungsmethode einzurichten. Im Zuge dieser Maßnahmen stieg die Anzahl der PayPal-Nutzer in Deutschland sprunghaft; im August 2013 hatte PayPal in Deutschland über 16 Millionen Kundenkonten.<ref>Wie funktioniert PayPal? Einfach, sicher & schnell bezahlen. In: www.paypal.com. Abgerufen am 26. Oktober 2016.</ref> Ende 2020 gab es 29,1 Millionen aktive Nutzer.<ref>Elisabeth Atzler: Paypal zählt fast 30 Millionen Nutzer in Deutschland. In: Handelsblatt. 24. Februar 2021, Seite 31.</ref> PayPal-Nutzer können in Deutschland mittels Lastschrift, Kreditkarte, Online-Überweisung und Guthaben auf dem PayPal-Konto bezahlen.
Seit dem 13. Juli 2017 können Kunden an teilnehmenden Shell-Tankstellen in Hamburg und Berlin ihren Kraftstoff direkt an der Zapfsäule mit ihrem Smartphone bezahlen. Die deutschlandweite Einführung von SmartPay im Shell-Tankstellennetz war für das vierte Quartal 2017 geplant.<ref>Shell SmartPay startet in Deutschland. In www.paypal.com am 13. Juli 2017, abgerufen am 29. Oktober 2017</ref> Im Juli 2019 startete PayPal in Europa Xoom, einen Service für Auslandsüberweisungen.<ref>So viel Geld können Sie bei Überweisungen ins Ausland sparen. In: Welt. 17. Juli 2019, abgerufen am 16. August 2019.</ref> PayPal startete Xoom europaweit in insgesamt 32 Märkten.<ref>FOCUS Online: Schnell und günstig: Paypal startet Überweisungsdienst Xoom in Deutschland. Abgerufen am 16. August 2019.</ref>
Sitz in Luxemburg 2007 und europäische Banklizenz
Am 2. Juli 2007 erhielt PayPal von der luxemburgischen Finanzaufsichtsbehörde CSSF eine Banklizenz, gültig nach EU-Richtlinien für die ganze EU. Alle Konten wurden dabei von PayPal (Europe) Ltd., das bis dahin in Großbritannien als E-Geld-Institut registriert war, zu PayPal Luxemburg transferiert. Das hatte auch eine Überarbeitung der Nutzungsbedingungen zur Folge. Der Wechsel des Kontos von PayPal (Europe) Ltd. zu PayPal Luxemburg erfolgte automatisch. Die genaue Bezeichnung der neuen Firma lautet PayPal (Europe) S.à r.l. & Cie, S.C.A.<ref>EU banking licence prompts PayPal’s move to Luxembourg. E-Finance & Payments Law & Policy, April 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. November 2016; abgerufen am 5. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2013 kaufte PayPal den Zahlungsdienstleister Braintree mit seiner Tochter Venmo auf, die PayPal im Bereich der Transaktionen über soziale Netzwerke und zwischen Endbenutzern mobiler Geräte damals voraus waren.<ref>Braintree: Paypal kauft Gratis-Zahlungsabwickler – Golem.de. In: golem.de. Abgerufen am 7. Juni 2019.</ref><ref>PayPal Buys Braintree For $800 Million For Mobile Payments. In: forbes.com. Abgerufen am 7. Juni 2019.</ref>
Selbständigkeit 2015
Im September 2014 wurde bekanntgegeben, dass eBay und PayPal eine Trennung der Geschäftsbereiche in eigenständige und unabhängige börsennotierte Unternehmen planen.<ref>eBay Inc. plant Trennung von eBay und PayPal in unabhängige börsennotierte Unternehmen in 2015. In ebay.de, 30. September 2014</ref> Die Trennung wurde am 17. Juli 2015 vollzogen.<ref>Benjamin Benz: eBay und Paypal trennen sich am 17. Juli. In heise online, 27. Juni 2015</ref><ref>Das steht Ebay jetzt bevor. In Stern, 17. Juli 2015.</ref>
Auslaufen der Partnerschaft mit eBay
Anfang Februar 2018 gab eBay bekannt, die Zusammenarbeit mit PayPal nur noch bis 2020 in der bestehenden Form fortzuführen. Bis Juli 2023 sollte es weiterhin möglich sein, Zahlungen bei eBay mit PayPal abzuwickeln. Nach der Ankündigung durch eBay sank der Kurs der PayPal-Aktie zeitweise um 10 %.<ref>Robert Klatt: eBay beendet Kooperation mit PayPal – Aktie stürzt ab. In: blueBit. 1. Februar 2018, abgerufen am 1. Februar 2018.</ref>
Ausschluss von Online-Casinos
Anfang 2019 begann PayPal, Online-Casinos von seinen Angeboten auszuschließen. 888 Holdings war eines der ersten dieser Unternehmen.<ref>Paypal sperrt Online Casinos aus. Abgerufen am 23. Januar 2019.</ref>
Akzeptanz von Kryptowährungen
Im Oktober 2020 gab PayPal bekannt, dass Kunden in den USA künftig über die PayPal-Plattform Bitcoin und andere Kryptowährungen handeln und aufbewahren können. Ab Anfang 2021 sollte es zudem möglich sein, bei Händlern via PayPal mit Kryptowährungen zu bezahlen. Das Angebot sollte im Jahr 2021 auf weitere Länder erweitert werden.<ref>Der Spiegel: PayPal bietet bald auch Handel mit Bitcoins an. Abgerufen am 22. Oktober 2020.</ref>
Übernahmen und Kooperationen
Im Mai 2018 gab iZettle die Übernahme durch PayPal bekannt.<ref>iZettle: An open letter from Jacob de Geer – iZettle to join forces with PayPal. In: izettleinvestors.com. 18. Mai 2018, abgerufen am 22. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Dezember 2018 kündigte die britische Regulierungsbehörde Competition and Markets Authority eine Untersuchung der 2,2-Milliarden-Dollar-Transaktion an.<ref>Britain refers Paypal-iZettle deal for in-depth review. In: Reuters. 5. Dezember 2018 (reuters.com [abgerufen am 26. Dezember 2018]).</ref> Im April 2019 erteilte die britische Regulierungsbehörde eine vorläufige Genehmigung für die Übernahme.<ref>UK competition regulator provisionally approves PayPal-iZettle deal. In: Financial Times. 20. April 2019, abgerufen am 14. Mai 2019.</ref> 2019 erfolgte eine Beteiligung an der Internetwährung Libra, das Engagement wurde jedoch nach wenigen Monaten rückabgewickelt.<ref>Facebook-Digitalwährung: ‘Libra’ kann mit WhatsApp verschickt werden. In: oe24.at. 18. Juni 2019, abgerufen am 18. Juni 2019.</ref><ref>Paypal beteiligt sich nicht an Libra. 4. Oktober 2019, abgerufen am 5. Oktober 2019.</ref><ref>Paypal steigt bei Libra aus. In: Spiegel. 5. Oktober 2019, abgerufen am 25. Oktober 2019.</ref> Im November 2019 gab PayPal bekannt, den amerikanischen Anbieter für Gutscheincodes Honey für vier Milliarden Dollar zu übernehmen.<ref>heise online: Paypal kauft Coupon-Vermittler Honey für 4 Milliarden Dollar. Abgerufen am 9. Januar 2020.</ref> Am 6. Januar 2020 wurde die Übernahme abgeschlossen.<ref>PayPal Completes Acquisition of Honey. In: finanzen.net. Abgerufen am 9. Januar 2020.</ref> Im Januar 2020 gab PayPal auch eine Kooperation mit dem chinesischen Zahlungsdienstleister China UnionPay bekannt.<ref>it-times: PayPal schließt Kooperation mit Wirecard-Partner UnionPay für China. 24. Januar 2020, abgerufen am 4. Februar 2020.</ref>
Funktionsweisen von PayPal
Der PayPal-Account ist ein virtuelles Konto: Die Identität des Kontos wird durch die E-Mail-Adresse des PayPal-Mitglieds definiert, es gibt also keine Kontonummer. Mit dem Konto können Zahlungen an Dritte ausgeführt und Zahlungen von Dritten empfangen werden. Dabei fungiert PayPal als Dienstleister für den Transfer. PayPal übernimmt nicht die Funktion eines Treuhänders, das heißt, es wird lediglich die Zahlungsabwicklung übernommen, unabhängig von der Leistungserbringung durch den Verkäufer.
Ein elementarer Vorteil von PayPal – wie auch von anderen Micropayment-Systemen – ist es, dass via PayPal getätigte Zahlungen sofort dem Zahlungsempfänger gutgeschrieben werden und somit beispielsweise die sonst übliche Banklaufzeit einer Überweisung entfällt. In einem Onlineshop getätigte Käufe können somit sehr schnell bezahlt werden, wodurch die Ware früher geliefert werden kann. Allerdings ist die gutgeschriebene Zahlung unter Umständen nicht sofort verfügbar. Um den Käuferschutz zu gewährleisten, werden bestimmte Einzahlungen (z. B. bei eBay-Verkäufen) erst nach 21 Tagen freigegeben.
Wenn PayPal zur Bezahlung bei einem Onlineshop verwendet wird, erhebt PayPal Transaktionsdaten, die über den Umfang einer normalen Überweisung hinausgehen. Sofern der Onlineshop diese Daten an PayPal übermittelt, gehören dazu u. a. die Lieferadresse und die einzelnen Positionen des Warenkorbs.<ref>REST API Reference – PayPal Developer. In: developer.paypal.com. Abgerufen am 1. Juni 2016.</ref>
PayPal-Mitglieder müssen sich mit ihren persönlichen Daten registrieren; ein Bankkonto oder eine Kreditkarte sind nicht zwingend notwendig. Fügt das PayPal-Mitglied ein Bankkonto hinzu, führt PayPal eine Testüberweisung an das angegebene Konto durch, um es zu verifizieren. Danach können PayPal-Mitglieder Geld an jede beliebige E-Mail-Adresse in den unterstützten Ländern senden. Hat der Besitzer der E-Mail-Adresse kein PayPal-Konto, so wird er von PayPal per E-Mail benachrichtigt, dass unter dieser E-Mail-Adresse eine Zahlung eingegangen ist. Damit er über den gesendeten Betrag verfügen kann, muss der Zahlungsempfänger bei PayPal registriert sein oder sich als neues Mitglied registrieren. In Europa kann eine aufgelaufene Summe (Limit) der Transaktionen von 2500 € nur überschritten werden, wenn weitere persönliche Angaben (z. B. Geburtsdatum) hinterlegt sind.
Des Weiteren kann PayPal über ein webfähiges Mobiltelefon verwendet werden. Die Unterstützung von webfähigen Pagern und anderen Handheld-Geräten richtet sich nach der Authentizität der Zuordnung zu PayPal-Mitgliedern. Eine Technologie mit dem Namen „PayPal Here“ erleichtert zudem Zahlungsvorgänge für Smartphone-Nutzer: Dabei wird ähnlich wie an der Kasse im Supermarkt die Kreditkarte über einen kleinen Aufsatz gezogen, der an den Kopfhörerausgang des Geräts angeschlossen wird. Auch Schecks können über die im Smartphone eingebaute Kamera abfotografiert werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PayPal Here macht Smartphones zur Kasse ( vom 18. März 2012 im Internet Archive). t3n, 16. März 2012, abgerufen am 16. März 2012.</ref> Die US-Firma Block, Inc. wendet bereits ein ähnliches Verfahren an.<ref>Square startet durch: Bezahlen mit dem Handy wird erheblich leichter. Netzwelt, 26. Mai 2011, abgerufen am 19. März 2012.</ref>
Die Informationen der Teilnehmer werden bei jeder Überweisung mit TLS geschützt. Die Finanzdaten des PayPal-Mitglieds, wie beispielsweise die Kreditkarten- oder Kontonummer, bleiben dem Zahlungsempfänger verborgen, wodurch ein Missbrauch dieser Daten durch den Zahlungsempfänger vermieden werden soll.
Um mit PayPal Geld an einen anderen Teilnehmer zu senden, gibt es mehrere Einzahlungsmöglichkeiten:
- Man kann Geld direkt von einem PayPal-Guthaben versenden. Das PayPal-Konto kann in Europa zum Beispiel via normaler Banküberweisung unter Verwendung eines spezifischen Einzahlungscodes mit einem Guthaben aufgeladen werden. Der von PayPal vorgegebene, kontospezifische Code muss im Feld „Verwendungszweck“ der Überweisung eingetragen werden. Die Aufladung via Überweisung nimmt in der Regel etwa drei Tage in Anspruch, manchmal dauert es allerdings deutlich länger.
- Auch eine Kreditkarte kann zur Zahlung verwendet werden. Dabei muss das Geld nicht erst auf das PayPal-Konto eingezahlt werden, sondern wird vom Kreditkartenkonto eingezogen und dem Empfänger gutgeschrieben.
Für deutsche PayPal-Konten gibt es weitere Einzahlungsmöglichkeiten:
- Es ist möglich, Zahlungen über das Lastschriftverfahren direkt vom eigenen Konto aus zu tätigen. In diesem Fall wird der Betrag dem PayPal-Konto des Zahlungsempfängers sofort gutgeschrieben und PayPal bucht den Betrag innerhalb der nächsten Tage vom Bankkonto des Zahlenden ab.
- Des Weiteren sind manche Zahlungen nur via Lastschrift mit Sicherheitsprüfung möglich. Wird der Betrag von PayPal erfolgreich vom Bankkonto des Zahlenden abgebucht, erfolgt die Wertstellung nach Zahlungseingang auf dem PayPal-Konto des Zahlungsempfängers.
- Zahlungen via Überweisung unter Umgehung des Aufladeprozesses sind ebenso möglich. Hier wird ein transaktionsspezifischer Code vorgegeben. Wird der transaktionsspezifische Code im Feld „Verwendungszweck“ der Überweisung eingetragen, erfolgt die Wertstellung nach Überweisungseingang auf dem PayPal-Konto des Zahlungsempfängers.
- Das PayPal-Konto konnte bis zur Einstellung von Giropay über diesen Dienst von einem Girokonto aufgeladen werden, wobei eine sofortige Gutschrift erfolgte.<ref>PayPal-Guthaben aufladen mit Online-Überweisung giropay. Abgerufen am 5. September 2022.</ref>
Guthaben von deutschem PayPal-Konto abbuchen (auf Referenzkonto überweisen):
- Ein Guthaben auf einem deutschen PayPal-Konto kann auf das im PayPal-Konto hinterlegte deutsche Referenzkonto überwiesen werden. Der Abbuchungsbetrag wird laut PayPal innerhalb von zwei bis vier Arbeitstagen dem Bankkonto gutgeschrieben.<ref>PayPal Help Center Home. Abgerufen am 5. April 2019.</ref> Die Gutschrift darf laut PayPal bis zu sieben Arbeitstage dauern. Erst nach sieben Arbeitstagen beschäftigt sich der Kundenservice mit nicht angekommenen Gutschriften.<ref>PayPalHilfeCenter: Ich habe eine Abbuchung durchgeführt, das Geld wurde aber noch nicht meinem Bankkonto zugebucht.</ref> Für eine schnellere Abbuchung des Guthabens führte PayPal im Oktober 2019 eine kostenpflichtige Echtzeitüberweisung ein.<ref>Achtung Kostenfalle: PayPal führt kostenpflichtige Überweisung ein. In: Finanzen.net. 30. Dezember 2019, abgerufen am 3. Januar 2020.</ref>
Das Forderungsmanagement hat PayPal in Deutschland der Hamburger Kanzlei ksp. Rechtsanwälte übertragen.
PayPal gehört zu den ersten Hauptmitgliedern der FIDO-Allianz, die den Industriestandard Universal Second Factor (U2F) für eine allgemein anwendbare Zwei-Faktor-Authentisierung entwickelt hat.
Seit November 2018 bietet PayPal für Online-Händler in Deutschland einen „Businesskredit“ von bis zu 24.999 Euro an.<ref>Paypal & Co greifen Banken an. In: Welt. 19. November 2018, abgerufen am 20. Dezember 2018.</ref> In den USA wurde bereits 2013 unter dem Namen „Working Capital“ Kredite für Online-Händler eingeführt.<ref>PayPal startet Businesskredit ohne Zinsen und feste Rückzahlungstermine. In: IT Finanzmagazin. 7. November 2018, abgerufen am 20. Dezember 2018.</ref> 2014 folgte die Einführung in Großbritannien und Australien.<ref>PayPal bietet Onlinehändlern „Businesskredit“ an. In: heise online. 7. November 2018, abgerufen am 20. Dezember 2018.</ref>
PayPal bietet einen Käuferschutz. Sofern der Verkäufer das nicht übernimmt, erstattet PayPal beispielsweise bei falscher, mangelhafter, unvollständiger, beschädigter oder gefälschter Ware den Kaufpreis inklusive der Versandkosten. Einige Artikel sind allerdings ausgenommen, darunter Immobilien und Fahrzeuge.<ref>Käuferschutz. PayPal, abgerufen am 30. August 2022.</ref>
Nach Ausbruch der COVID-19-Pandemie startete PayPal im Mai 2020 kontaktloses Zahlen per QR-Code.<ref>Alexander Klay: Corona-Krise: Paypal startet kontaktlose Zahlung per QR-Code. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 12. Mai 2020, abgerufen am 12. Mai 2020.</ref>
Stationärer Handel
Über andere Apps kann PayPal auch im stationären Handel zur Bezahlung genutzt werden. Die Netto-App bietet diese Zahlungsmöglichkeit seit Dezember 2018 an.<ref>Konstantinos Mitsis: Netto setzt einer ganzen Branche die Brille auf: Discounter bringt Online-Funktion in die Filialen. In: chip.de. Abgerufen am 3. Dezember 2018.</ref> Seit März 2018 kann man bei Shell mit PayPal bezahlen.<ref>shell.de: Direkt an der Zapfsäule mit dem Smartphone bezahlen: Shell Smartpay jetzt an Tankstellen in ganz Deutschland</ref>
Des Weiteren kann PayPal auch mit Google Pay verknüpft werden.<ref>Arnulf Keese: Bargeld und EC-Karte haben auch in Deutschland bald ausgedient. In: Handelsblatt. 22. Oktober 2018, abgerufen am 29. November 2018.</ref> Als erster markenübergreifender Anbieter bietet ryd pay seit dem 20. Januar 2020 mobiles Bezahlen direkt an der Tankstelle mit PayPal an.<ref>ryd pay: jetzt auch mit PayPal direkt an der Zapfsäule bezahlen. Abgerufen am 16. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Außerdem ist es möglich bei mehreren ryd Partner Apps (TankDas<ref>TankDas App. Abgerufen am 16. Dezember 2022.</ref>, richtig-tanken<ref>richtig-tanken.de – Apps bei Google Play. Abgerufen am 16. Dezember 2022.</ref>) mit PayPal an Tankstellen zu bezahlen.
Kennzahlen
| GJ<ref>PayPal Holdings Financial Statements 2012-2020 | PYPL. Abgerufen am 29. April 2020.</ref> | Umsatz in Mio. US-$ |
Jahresüberschuss in Mio. US-$ |
Angestellte |
|---|---|---|---|
| 2012 | 5.662 | 778 | |
| 2013 | 6.727 | 955 | |
| 2014 | 8.025 | 419 | 15.800 |
| 2015 | 9.248 | 1.228 | 16.800 |
| 2016 | 10.842 | 1.401 | 18.100 |
| 2017 | 13.094 | 1.795 | 18.700 |
| 2018 | 15.451 | 2.057 | 21.800 |
| 2019 | 17.772 | 2.459 | 23.200 |
| 2020 | 21.454 | 4.202 | 26.500 |
| 2021 | 25.371 | 4.169 | 30.900 |
| 2022 | 27.518 | 2.419 | 29.900 |
| 2023 | 29.771 | 4.246 | 27.200 |
Entgelte
Für den Käufer ist PayPal kostenlos, nur für Bezahlen in Fremdwährung wird 3 % berechnet.<ref name="kosten" /> Für den Verkäufer entstehen bei jedem Geldeingang über PayPal Kosten, die sich aus einem Grundbetrag je Transaktion und einem prozentualen Anteil zusammensetzen. Die Entgelte für den Empfang von Beträgen in Euro in Deutschland liegen bei 0,35 Euro + 2,99 % des Umsatzes<ref>PayPal Gebühren für geschäftliche Transaktionen. Abgerufen am 10. Dezember 2020.</ref> (Stand: 21. Oktober 2024), in Österreich bei 0,35 Euro + 3,4 % des Umsatzes<ref>PayPal Gebühren: transparent und fair – PayPal Österreich. Abgerufen am 5. April 2019.</ref> (Stand: 21. Oktober 2024) und in der Schweiz bei 0,55 CHF + 3,4 % des Umsatzes<ref>PayPal Gebühren: transparent und fair – PayPal Schweiz. Abgerufen am 5. April 2019.</ref> (Stand: 21. Oktober 2024). Ab einem bestimmten monatlichen Umsatzvolumen sinkt der prozentuale Anteil gestaffelt in Deutschland auf bis zu 1,49 %, in Österreich und der Schweiz ab 100.000 Euro bzw. 160.000 CHF in mehreren Staffelungen auf bis zu 1,9 %, bei Mikropayments (bis 3,50 Euro) 0,10 Euro + 10 % des Umsatzes.<ref>PayPal-Nutzungsbedingungen. PayPal, 29. April 2019, abgerufen am 14. Mai 2019.</ref> Das 2013 gültige Mikropayment-Modell für Beträge bis 3,50 Euro mit sehr hohen Transaktionsgebühren von 10 % wurde eingestellt.
Die Kosten sind bei allen Zahlungsarten identisch. Auch Kreditkartenzahlungen können von allen Kontoinhabern ohne weitere Zusatzkosten empfangen werden. Für Privat- und Geschäftskonten gelten die gleichen Konditionen, eine Unterscheidung hinsichtlich der Provisionen zwischen den Kundengruppen gibt es also nicht. Das Geschäftskonto hat lediglich einen größeren Funktionsumfang zum komfortableren Verwalten von Zahlungen.<ref name="kosten">PayPal Gebühren – PayPal Gebühren Berechnen | PayPal DE. Abgerufen am 18. Oktober 2022.</ref> Hinzu kommt ein Umrechnungsentgelt von 2,5 % auf den aktuellen Umrechnungskurs, falls eine Konvertierung in eine andere Währung erfolgt.<ref>Die aktuelle PayPal-Entgeltübersicht für den Zahlungsempfang ist auf paypal-deutschland.de zu ersehen.</ref> Ab 5001 Euro Umsatz im Vormonat können Geschäftskontoinhaber gestaffelte Vorzugskonditionen beantragen.
Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die am 18. November 2013 in Kraft getreten sind, sind Transaktionen zwischen Privatkonten kostenlos. Das gilt unter der Prämisse, dass Guthaben auf dem PayPal-Konto vorhanden ist oder die Einziehung mittels Bankeinzug erfolgt. Ist das Standardkonto bei PayPal an eine Kreditkarte geknüpft, fallen 1,9 % Provision an.<ref>cms.paypal.com</ref> (Stand: 13. September 2013)
Aufgrund der überarbeiteten Zahlungsdiensterichtlinie der EU, die seit dem 13. Januar 2018 gültig ist, hat PayPal am 9. Januar 2018 die Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert. PayPal hat darin den Händlern verboten, die PayPal-Gebühren auf ihre Kunden abzuwälzen. Das gilt nicht für Unternehmen, die eine abweichende Praxis vertraglich mit PayPal vereinbart haben.<ref>EU schafft das Bezahlen fürs Bezahlen ab In: welt.de, 29. Dezember 2017, abgerufen am 5. Januar 2018</ref> Im März 2021 hat der Bundesgerichtshof im Fall Flixbus entschieden, dass das Verbot von Gebühren für SEPA-Zahlungen aus § 270a BGB nicht für PayPal-Transaktionen gelte und Flixbus Gebühren für solche Zahlungen auf die Kunden umlegen dürfe.<ref>Christoph Kehlbach, Claudia Kornmeier: BGH zu Online-Zahlungen: Gebühr für PayPal-Zahlung zulässig In: tagesschau.de, 25. März 2021, abgerufen am 7. Januar 2026.</ref>
Kritik
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Datenabgleich mit Verdächtigenlisten des US-Heimatschutzministeriums
Immer wieder tauchen in Foren und Zeitschriften Berichte darüber auf, dass PayPal die Konten seiner Nutzer sperrt, wenn nur der geringste Verdacht besteht, der Kunde gehe terroristischen Aktivitäten nach, oder auch beim behaupteten Verdacht betrügerischer Aktivitäten. Das trifft auch viele unschuldige Personen, die dann vom Zugriff auf ihr Guthaben ausgeschlossen sind. Laut der Ausgabe 12/2006 der Computerzeitschrift PC Professionell werden die Kundendaten bei PayPal mit von der US-amerikanischen Heimatschutzbehörde geführten Listen von Terror- oder Drogenhandel-Verdächtigen abgeglichen. Dabei reiche schon die Namensähnlichkeit mit einem Eintrag aus, um ins Visier der US-Fahnder zu geraten. Unter Umständen wird das Konto gesperrt, der Nutzer kommt für längere Zeit nicht mehr an sein Geld. Stattdessen wird er per E-Mail aufgefordert, seine Identität amtlich zu beweisen und persönliche Dokumente an eine nicht näher bezeichnete Stelle in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska einzureichen, unter anderem Kopien des Personalausweises sowie Kreditkarten- oder Stromabrechnungen.<ref>Martin Müller: Die anmaßenden Zahlmeister. In beobachter.ch, 1. Oktober 2008</ref>
Sperrung von Konten verwandter Personen
Ferner wurden Fälle bekannt, in denen PayPal in Konfliktfällen sowohl das Konto des Betroffenen sperrt als auch das eines Verwandten. Nach deutschem Bankenrecht ist diese Verknüpfung von Konten aufgrund der Verwandtschaft der Inhaber unzulässig. Da die europäische PayPal-Tochter luxemburgischem Recht unterliegt, betonte sie, keine Bank zu sein, sondern ein Internet-Bezahldienst, für den andere Regelungen gelten.<ref name="heisesipen">Vorsicht Kunde! – Erfasst, verknüpft und gesperrt – PayPal Kunden leben „sicherer“. In heise online, 6. November 2010.</ref>
Einfrierung des Kontos für 180 Tage
PayPal kann das Nutzerkonto und das sich darauf befindende Guthaben für 180 Tage einfrieren und beruft sich auf Verstöße gegen die 80 Seiten umfassenden AGB. Nutzer berichten, dass PayPal ab einem Gesamtvolumen von 2500 Euro das Konto ohne Grund gesperrt habe und auch nach Übergabe aller personenbezogenen Daten das Konto nicht freigegeben hat. Verbraucherzentralen haben gegen PayPal Klage eingereicht. Nach dem Gerichtsverfahren verpflichtete sich PayPal 2018 gegenüber dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zur Unterlassung zahlreicher Formulierungen in seinen Nutzungsbedingungen.<ref>Rechtsstreit gegen Paypal erfolgreich abgeschlossen. VZBV, abgerufen am 28. November 2018.</ref>
Versuch der Durchsetzung des US-Embargos gegen Kuba in Europa
Im Juli 2011 traten Beschwerden verschiedener europäischer Online-Händler auf, die mit kubanischen Produkten handeln, insbesondere mit Rum und Zigarren. Ihre Accounts seien komplett gesperrt und das Konto eingefroren worden.<ref name="sz20110726">Bastian Brinkmann: Warum deutsche Firmen unter dem US-Embargo gegen Kuba leiden. In: Süddeutsche Zeitung, 26. Juli 2011.</ref>
Das Unternehmen begründete die Entscheidungen mit einem Handelsembargo der USA gegen Kuba aus dem Jahr 1962. Nach einem Ultimatum, die Waren aus dem Sortiment zu nehmen, erfolgte die Sperrung.<ref name="Kuba-Golem">Achim Sawall: Paypal will in Deutschland Kuba-Embargo durchdrücken. In: golem.de, 26. Juli 2011.</ref> Die Umsetzung dieses Embargos ist nach EU-Recht rechtswidrig.<ref>„Die Bank gewinnt“</ref>
AGB und DSGVO
Die deutsche Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte PayPal aufgrund seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen zur Abgabe einer Unterlassungserklärung auf, da der Umfang von 80 DIN-A4-Seiten eine formale Unverständlichkeit der AGB bedeute.<ref>Verbraucherschützer mahnen Onlinebezahldienst PayPal ab, 14. Februar 2018</ref> Daraufhin und aufgrund der DSGVO-Vorgaben aktualisierte PayPal die AGB und die Datenschutzgrundsätze. Hierbei räumte sich PayPal das Recht ein, die Fingerabdruck- und Standort-Daten zu speichern wie auch Angaben zu allen installierten Apps.
Ziel sei, Kontozugriffe zu erkennen, die nicht zum Standort passen, und je nach Aufenthaltsort und Interessen des Nutzers passende Werbung einzuspielen. Die vzbv sieht damit die DSGVO verletzt. Das Speichern und Verarbeiten biometrischer Daten erfordere grundsätzlich die ausdrückliche Zustimmung der Anwender.
PayPal betont, Nutzer könnten Mobilgeräte-Einstellungen ändern, um diese Speicherung zu beschränken.<ref>Mark Fehr: Fingerabdruck-Speicherung verletzt Datenschutz. In: Wirtschaftswoche, 31. Mai 2018.</ref> Fingerabdruckdaten würden nach Aussage Paypals inzwischen jedoch nur noch lokal gespeichert.<ref>Tina Plewinski: Fingerabdrücke & Co.: Kritik an PayPal wegen genutzter Daten (Update). Abgerufen am 22. September 2023.</ref>
Politisch motivierte Kontosperrungen
Mehrmals wurde berichtet, dass PayPal Konten von Personen oder Unternehmen, die politisch rechtsgerichtet sind, sperrte. Insbesondere sind davon Unterstützer des damals ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump betroffen. So wurde eine Gruppe, die der Finanzierung der Anreise zu Protestversammlung zehntausender Anhänger Trumps und zum darauf folgenden Sturm auf das Kapitol in Washington, DC. am 6. Januar 2021 diente, gesperrt.<ref>Jordan Smith, Arielle Berger, MacKenzie Sigalos: Stripe and PayPal halt payments for Trump's campaign and supporters: CNBC After Hours. Abgerufen am 10. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auch offizielles Merchandise der MAGA-Kampagne kann mittels PayPal nicht mehr erworben werden.<ref>Laura Hautala: PayPal and Shopify remove Trump-related accounts. Abgerufen am 10. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Androhung von Geldstrafen gegen Nutzer
Im Oktober 2022 gab PayPal eine Änderung der AGB an, die ab dem 3. November erlaubte, von Personen oder Unternehmen, die „Falschinformationen“ oder „diskriminierende Inhalte“ verbreiten, 2500 US-Dollar Schadenersatz zu fordern und gegebenenfalls vom Konto abzubuchen. Dies löste laut einem Bericht des Bitcoin-Magazins Cointelegraph einen weitreichenden Shitstorm in den sozialen Netzwerken aus, viele Nutzer löschten ihre Konten oder entfernten PayPal als Bezahlmethode von ihren Websites aus Protest. Daraufhin gab PayPal an, dass die fragliche Regelung versehentlich in den AGB aufgetaucht war und es seitens des Unternehmens keine Geldstrafen oder Schadenersatzforderungen geben werde.<ref>PayPal rudert zurück: Richtlinie mit Geldstrafe für Falschinformationen ein „Irrtum“. Abgerufen am 10. Oktober 2022.</ref>
PayPal Honey
Im Dezember 2024 wurde bekannt, dass Paypal möglicherweise mittels der hauseigenen Browsererweiterung Honey bis zu 17 Millionen Nutzer – einschließlich der Betreiber der YouTube-Kanäle, die als Werbepartner von Honey angeworben wurden – betrogen haben soll. Beworben wurde, dass bei Onlinekäufen der beste zu findende Rabattcode genutzt werde. Der YouTuber MegaLag berichtete, dass Honey Partnerunternehmen erlaubt haben soll, Rabatte aus der Datenbank zu entfernen und dass die Erweiterung Affiliate-Cookie ersetze, wodurch die Affiliate-Einnahmen widerrechtlich an den Paypal-Konzern umgeleitet würden.<ref>Exposing the Honey Influencer Scam. In: youtube.com. 22. Dezember 2024, abgerufen am 1. Januar 2025.</ref><ref>Beliebte Browser-Erweiterung Honey soll Betrugsmasche sein. In: derstandard.de. 27. Dezember 2024, abgerufen am 1. Januar 2025.</ref><ref>Couponcodes im Internet: Honey ist offenbar ein riesiger Betrug. In: golem.de. 27. Dezember 2024, abgerufen am 1. Januar 2025.</ref> Daraufhin haben die Betreiber mehrerer YouTube-Kanäle, vertreten von drei Anwaltskanzleien vor einem amerikanischen Gericht eine Sammelklage (Class Action Lawsuit) auf Schadenersatz und Unterlassung eingereicht.<ref>Oliver Nickel: Youtuber verklagen Honey wegen offenbarem Betrug. In: golem.de. 6. Januar 2024, abgerufen am 7. Januar 2025.</ref><ref name="court">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Wendover Productions, LLC v. PayPal Inc. Amended Complaint — Document #9.] CourtListener, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> In einem Video ein Jahr später erhob MegaLag weitere Vorwürfe gegen Honey. Das Unternehmen soll teilweise ohne Einwilligung der Shop-Betreiber nicht-öffentliche Rabattcodes gesammelt haben, für dessen Entfernung die Shop-Betreiber dann eine kostenpflichtige Partnerschaft eingehen sollten, was als „Erpressung“ gewertet wurde. Außerdem soll die Erweiterung in großem Stil Nutzerverhalten ausgewertet haben.<ref>Oliver Nickel: Honey erpresste offenbar Onlineshops und nutzte Kinder aus. In: Golem.de. Abgerufen am 2. Januar 2026.</ref>
PayPal-Betrug mit Gastkonten
Kriminelle können die Funktion des Paypal-Gastkontos („Zahlen ohne PayPal-Konto“) nutzen, um mit gestohlenen IBANs auf Kosten Dritter einzukaufen. Dies ist möglich, da – wie bei jeder SEPA-Lastschrift – weder der Händler noch die Bank verifiziert, ob die Lastschrift autorisiert wurde.<ref>PayPal-Betrug ohne Konto: Kriminelle nutzen gestohlene IBANs. Verbraucherzentrale.de, 1. September 2025, abgerufen am 24. September 2025.</ref><ref>Polizei Hamburg: Warnung vor der Betrugsmasche mit gestohlenen IBAN-Daten und der Bezahlung per PayPal-Gastkonto! Abgerufen am 24. September 2025.</ref><ref>Marek Röhner: Neue PayPal-Betrugsmasche: Auch ohne PayPal Konto abgezockt. PSW Group, 7. Januar 2025, abgerufen am 24. September 2025.</ref> Hierbei wird u. a. kritisiert, dass von PayPal nicht überprüft wird, ob die angegebene IBAN auch tatsächlich der bestellenden Person zuzuordnen ist und ob das zur IBAN gehörende Konto noch existiert.<ref>Paypal: Betrug mit dem „Gastkonto“. rbb, 10. März 2025, abgerufen am 24. September 2025.</ref> Außerdem wird bemängelt, dass die Zahlungen ohne Freigabe möglich sind und nicht in der App auftauchen, auch wenn der Kontoinhaber über ein PayPal-Konto verfügt.
Weblinks
Einzelnachweise
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