Zum Inhalt springen

Donnerberg-Kaserne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. April 2026 um 10:19 Uhr durch ~2026-23976-39 (Diskussion).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
DeutschlandDatei:Flag of Germany (state).svg Donnerberg-Kaserne
Haupteingang und Kirchturm

Haupteingang und Kirchturm

Land DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Gemeinde Datei:DEU Eschweiler COA.svg Eschweiler
Koordinaten: 50° 47′ 18″ N, 6° 14′ 31″ OKoordinaten: 50° 47′ 18″ N, 6° 14′ 31″ O
 {{#coordinates:50,788433333333|6,2419944444444|primary
dim=10000 globe= name=Donnerberg-Kaserne region=DE-NW type=building
  }}
Eröffnet 1946
Stationierte Truppenteile
Datei:TSL-FSHT.jpg Teile der Technischen Schule des Heeres
Alte Kasernennamen
1947–1958
1958–1978
Camp Zeebrugge
Lager Donnerberg
BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg
DeutschlandDatei:Flag of Germany (state).svg
Ehemals stationierte Truppenteile
Datei:RakS (H).jpg Raketenschule des Heeres;
1958 Artillerielehrbataillon 421
1958 Artillerielehrbataillon 422
DeutschlandDatei:Flag of Germany (state).svg
Donnerberg-Kaserne (Nordrhein-Westfalen)
Donnerberg-Kaserne (Nordrhein-Westfalen)

Lage der Donnerberg-Kaserne in Nordrhein-Westfalen

Die Donnerberg-Kaserne in Eschweiler ist eine Bundeswehrkaserne im westlichen Nordrhein-Westfalen. Sie befindet sich im südlichen Stadtgebiet südlich des Stadtteils Siedlung Waldschule, westlich des Eschweiler Stadtwaldes und nördlich der Erhebung Donnerberg, nach der sie seit 1958 benannt ist. Die Kaserne liegt an der Birkengangstraße, welche die Stadtgrenze zum benachbarten Stolberg bildet.

Organisation

Die Donnerberg-Kaserne bildet, zusammen mit den drei Aachener Kasernen Lützow-, Dr.-Leo-Löwenstein- und Theodor-Körner-Kaserne, die Technische Schule des Heeres (TSH).<ref>Anschriften und Anfahrt der Eschweiler und Aachener Kasernen. Bundeswehr, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2015; abgerufen am 30. April 2021.</ref> Außerdem befindet sich dort die Abteilung III des Kalibrierzentrums der Bundeswehr.

Die Liegenschaft wird vom Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (bis 2006 Standortverwaltung) Aachen betreut.<ref>Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Aachen. Bundeswehr, abgerufen am 14. Dezember 2021.</ref> Bis zum 31. August 1993 war dies die Aufgabe der zu diesem Zeitpunkt schließenden Standortverwaltung Eschweiler-Stolberg.<ref>Standortverwaltung Eschweiler-Stolberg. Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften, abgerufen am 14. Dezember 2021.</ref>

Geschichte

Datei:Donnerbergkaserne Eschweiler Sportplatz.jpg
Sportplatz

Ende 1946 war Baubeginn des Camp Eschweiler im Eschweiler Stadtwald und auf dem Donnerberg. Es wurde später in Camp Zeebrugge umbenannt und war zusammen mit Camp Astrid im Propsteier Wald die zweite belgische Kaserne auf Eschweiler Stadtgebiet. Die ersten belgischen Soldaten rückten im Sommer 1947 ein.

Am 20. Dezember 1956 wurde das belgische Camp Zeebrugge teilweise von der Bundeswehr übernommen. Die endgültige und vollständige Übernahme mit der Einrichtung der Artillerieschule des Heeres und des Artillerielehr-Bataillons 421 erfolgte am 21. Mai 1958 unter dem Namen Lager Donnerberg. Am 7. Mai 1958 wurde eine Buslinie Eschweiler-Altes Rathaus – Stadtwald – Lager Donnerberg eigens für die Rekruten in Betrieb genommen. Die letzten belgischen Einheiten verließen Ende 1959 den Donnerberg. Aus der Artillerieschule wurde 1964 die Raketenschule des Heeres, die 1974 nach Geilenkirchen verlegt wurde. In der Donnerbergkaserne waren zu Lehrzwecken zwei Lehr-Batterien stationiert, die mit Honest John und Sergeant-Raketen ausgerüstet waren. Anfang 1972 übernahm die Schule Technische Truppe I das Lager und seit 1974 wird die Instandsetzungsausbildung an elektronischem Wehrmaterial durchgeführt.

Am 2. Juni 1978 wurde das Lager Donnerberg der Bundeswehr in Donnerberg-Kaserne umbenannt. Nach der ehemaligen Kaserne in der Preyerstraße (vormals Kasernenstraße) war dies die zweite deutsche Kaserne in Eschweiler. Im März 1979 wurden die Holzbaracken durch Steinbauten ersetzt. Die ersten Soldatinnen zogen im März 2001 ein.

2024 wurden Hohlräume unter der Kaserne gefunden, was zu Überlegungen führte, die Kaserne aufzugeben. 2026 wurde bekannt, dass man die Kaserne für 60 Millionen Euro instand setzen will. Die Hohlräume stammen aus einer Zeit des Bergbaues in diesem Gebiet.<ref>[1] Hohlräume unterhalb der Kaserne, Einsturzgefahr droht</ref> Das Grubenfeld ist in einer Karte der Uni München einzusehen.<ref>Grubenfeld Birkengang, in: Alfred Reckendress: Coal mining in the Region of Aachen, 1780–1860, Copenhagen Business School, Centre for Business History, 2014, Seite 109</ref>

Zugehörige Einrichtungen

Datei:Brander Wald 01.jpg
Standortübungsplatz Brand

Für die Kasernen der Standorte Aachen und Eschweiler ist der Standortübungsplatz Aachen-Brand mit 224,9 ha Größe vorgehalten. Eine ehemalige Standortschießanlage ist zwischenzeitlich außer Betrieb. Alle Soldaten des Ausbildungszentrums üben den scharfen Schuss in der NATO-Schießanlage im rund 30 km von Eschweiler entfernten Geilenkirchen.

Reste der ehemaligen Schießbahn findet man noch rudimentär im Eschweiler Stadtwald. 50° 47′ 20,9″ N, 6° 15′ 14,9″ O

 {{#coordinates:50,789138888889|6,2541388888889|
   |dim=250
   |globe=
   |name=ehemalige Schießbahn
   |region=DE-NW
   |type=building
  }}

Verkehr

Datei:Eschweilerplan.JPG
Lage im Stadtgebiet

Stammbahnhof ist „Eschweiler Hbf“ an der Strecke Köln – Düren – Aachen.

Die Bushaltestellen „Donnerberg Kaserne“, „Eschweiler Stadtwald“ und „Waldsiedlung“ werden von der AVV-Linie 48 der ASEAG bedient.

Linie Verlauf
48 Stolberg Mühlener Bf – Birkengang – Donnerberg – Donnerberg Kaserne – Eschweiler Stadtwald – Waldsiedlung – Pumpe-Stich – Eschweiler Hbf – Röthgen – Odilienstraße – Krankenhaus – Eschweiler Bushof – Vöckelsberg

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist „Eschweiler-West“ auf der A 4 über „Rue de Wattrelos“ → „Odilienstraße“ → „Röher Straße“ → „Phönixstraße“ → „Pumpe“ → „Luisenstraße“ → „Birkengangstraße“.

Weitere Eschweiler Kasernen

In Eschweiler-Mitte befand sich die Wehrmachts-Kaserne Infanteriekaserne Eschweiler in der heutigen Preyerstraße und im Propsteier Wald die belgische Kaserne Camp Astrid.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />