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Hummetroth

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Hummetroth
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(436)&title=Hummetroth 49° 47′ N, 8° 56′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(436) 49° 46′ 45″ N, 8° 56′ 15″ O
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Höhe: 327 (312–355) m ü. NHN
Fläche: 1,48 km²<ref name=Gindex />
Einwohner: 436 (31. Dez. 2015) HW<ref name="DF">Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept. Gemeinde Höchst im Odenwald, S. 13, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Juli 2020; abgerufen im Juli 2020.</ref>
Bevölkerungsdichte: 294 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 64739
Vorwahl: 06163
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Hummetroth ist ein Ortsteil im Westen der Gemeinde Höchst im südhessischen Odenwaldkreis.

Geographie

Hummetroth liegt etwa vier Kilometer südwestlich der Kerngemeinde Höchst und 17 km nördlich von Erbach im nördlichen Odenwald im Quellgebiet des Annelsbachs, dem der Sauerwiesengraben in der Ortsmitte zufließt, knapp östlich der Wasserscheide zwischen Gersprenz und Mümling. Das offene Dorf mit unregelmäßigem Grundriss befindet sich im Granitgebiet des Odenwaldes bei einseitiger Gehängelage. Der Ortsteil Hummetroth besteht aus der 148,1 Hektar umfassenden Gemarkung Hummetroth.<ref name=Gindex>Gemarkung Hummetroth. In: GEOindex. Abgerufen im Dezember 2024.</ref> Die Gemarkung ist überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Nur im Osten im Bereich der steil nach Annelsbach abfallenden Bachtäler steht Wald.

Die nächstgelegenen Ortschaften sind im Norden Hassenroth, im Nordosten Pfirschbach, im Osten Annelsbach, im Südosten Forstel, im Süden Ober-Kinzig und Gumpersberg und im Westen Höllerbach. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3318.

Geschichte

Ortsgeschichte

Der älteste erhalten gebliebene urkundliche Nachweis belegt das Bestehen des Ortes Humbrechtenrode seit dem Jahr 1314. In diesem Jahr verkauften die Brüder Heinrich und Arreus von Crumbach ihre Vogtei dem Kloster Höchst. In der Folge kam der Ort zur Herrschaft Breuberg und im Jahr 1806 mit der breubergischen Zent Höchst zum Großherzogtum Hessen.

Nach Auflösung der alten Amtsstruktur 1822 fiel der Ort in den Zuständigkeitsbereich des Landgerichts Höchst, nach der Reichsjustizreform von 1877 ab 1879 in den des Amtsgerichts Höchst im Odenwald.

Gebietsreform in Hessen

Die bis dahin selbständige Gemeinde Hummetroth schloss sich im Zuge der Gebietsreform in Hessen zum 31. Dezember 1971 zusammen mit anderen Gemeinden freiwillig der Gemeinde Höchst im Odenwald an.<ref></ref> Für Hummetroth sowie für die übrigen im Zuge der Gebietsreform eingegliederten Gemeinden von Höchst i. Odw. wurden Ortsbezirke gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 278 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Höchst i. Odw., abgerufen im Januar 2025.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Hummetroth angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Hummetroth 474 Einwohner. Darunter waren 18 (3,8 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 81 Einwohner unter 18 Jahren, 189 waren zwischen 18 und 49, 105 zwischen 50 und 64 und 27 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 186 Haushalten. Davon waren 42 Singlehaushalte, 57 Paare ohne Kinder und 72 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 42 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 114 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

  • 1730: 9 wehrfähige Männer<ref name="lagis" />
  • 1961: 317 evangelische (= 93,24 %), 23 katholische (= 6,76 %) Einwohner<ref name="lagis" />
Hummetroth: Einwohnerzahlen von 1829 bis 2015
Jahr  Einwohner
1829
  
210
1834
  
250
1840
  
267
1846
  
262
1852
  
268
1858
  
249
1864
  
260
1871
  
270
1875
  
279
1885
  
285
1895
  
302
1905
  
287
1910
  
298
1925
  
321
1939
  
312
1946
  
359
1950
  
362
1956
  
340
1961
  
340
1967
  
346
1970
  
368
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2005
  
486
2010
  
477
2011
  
474
2015
  
436
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Höchst im Owd.: 2005–2015<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,9 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021;.</ref>

Politik

Für Hummetroth besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Hummetroth) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus drei Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 60,26 %. Dabei wurden gewählt: zwei Mitglieder der SPD und ein Mitglied der Liste „Kommunalpolitischer Arbeitskreis Höchst i. Odw.“ (KAH).<ref>Ortsbeiratswahl Ortsbezirk Hummetroth. In: Votemanager. Gemeinde Höchst i. Odw., abgerufen im Dezember 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Hans Schwinn (SPD) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Hummetroth. In: Ratsinfosystem. Gemeinde Höchst i. Odw., abgerufen im Januar 2025.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Haselburg Gesamtansicht von oben.jpg
Römische Villa Haselburg.

Verkehr

Durch Hummetroth führt die Landesstraße L 3318. Sie kommt von Otzberg im Norden und führt weiter durch das Kinzigtal nach Bad König im Südosten. Südlich von Hummetroth kreuzt die L 3106, die von Brensbach im Westen nach der Kerngemeinde Höchst im Osten führt.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Hans Teubner und Sonja Bonin: Kulturdenkmäler in Hessen. Odenwaldkreis. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Vieweg, Braunschweig/Wiesbaden 1998 (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland), ISBN 3-528-06242-8, S. 385f.
  • Karl-Heinz Winter: Dorfchronik Hummetroth. Herausgegeben vom Ortsbeirat sowie Verkehrs- und Verschönerungsverein Hummetroth, Reinheim 1992.
  • Karl-Heinz Winter: Hummetroth. In: Verein für Heimatgeschichte Höchst im Odenwald (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte von Höchst im Odenwald. Höchst im Odenwald 2006, S. 349–352.
  • Vorlage:HessBib

Weblinks

Commons: Hummetroth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Hummetroth, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 36 und 90, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021;. </ref> </references>

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