Arkadi Wladimirowitsch Dworkowitsch
Arkadi Wladimirowitsch Dworkowitsch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 26. März 1972 in Moskau) ist ein russischer liberaler<ref>Putin will es prunkvoll und pragmatisch, NZZ, 7. Mai 2018</ref> Ökonom und Politiker. Von Mai 2008 bis Mai 2012 war er einer von fünf persönlichen Beratern des Präsidenten der Russischen Föderation. Von Mai 2012 bis 2018 war er einer der Stellvertretenden Ministerpräsidenten in der Regierung der Russischen Föderation. Er bekleidet den Rang eines Wirklichen Staatsrats 1. Klasse der Russischen Föderation.<ref>Указ Президента Российской Федерации от 20.12.2004 года №1579 "О присвоении квалификационных разрядов федеральным государственным служащим Администрации Президента Российской Федерации". In: pravo.gov.ru. Abgerufen am 28. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Sein Vater Wladimir Jakowlewitsch Dworkowitsch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) (1937–2005) war ein international bekannter Schachschiedsrichter. Seit Oktober 2018 ist Dworkowitsch Präsident des Weltschachverbandes FIDE.<ref>Arkady Dvorkovich elected FIDE President. In: FIDE. 3. Oktober 2018, abgerufen am 3. Oktober 2018 (englisch).</ref> Seit 2017 ist er auch Aufsichtsratsmitglied der staatlichen russischen Rosselchosbank ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), deutsch Landwirtschaftsbank).
Leben
Arkadi Dworkowitsch besuchte die Mittelschule 444 in Moskau. Er schloss 1994 sein Studium an der Lomonossow-Universität in Wirtschafts-Kybernetik ab und 1996 als einer der Absolventen des ersten Jahrgangs an der Moskauer Wirtschaftshochschule New Economic School in Wirtschaftswissenschaften. An der Duke-Universität in Durham (North Carolina), einer der renommiertesten US-Universitäten, schloss er 1997 mit einem Master in Wirtschaftswissenschaften ab.
Dworkowitsch gilt als Spezialist für die Regulierung der Wirtschaft, für Finanzmanagement und Steuerplanung. Die New Yorker Zeitschrift BusinessWeek nahm ihn 2003 in die Liste der 50 wichtigsten Politiker der Welt auf.<ref>Bloomberg vom 6. Juli 2003.</ref> Arkadi Dworkowitsch spricht fließend Englisch und Deutsch.
Im Oktober 2016 war nach dem Machtkampf um Baschneft von einer Kabinettsumbildung und dem dortigen Ausscheiden Dworkowitschs die Rede; ein möglicher Chefposten für Dworkowitsch wäre die Staatliche Russische Eisenbahn gewesen.<ref>Bewegung in der Regierung, Kommersant, 10. Oktober 2016.</ref>
Dworkowitsch war ab 2018 Vorsitzender des Stiftungsrats des Innovationszentrums Skolkowo, bis er im März 2022 den Vorsitz niederlegte, nachdem er sich für eine friedliche Lösung im Russland-Ukraine-Krieg ausgesprochen hatte und daraufhin angefeindet worden war.<ref>n-tv Nachrichten: Kreml-Berater Dworkowitsch zieht sich zurück. Abgerufen am 18. März 2022.</ref><ref>Perlen vom Bodensee: “Verräter”: Arkadi Dworkowitsch fällt in Ungnade. In: Schach-Ticker. 18. März 2022, abgerufen am 18. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Politische Karriere
- 1994: Berater, Senior Expert, CEO, wissenschaftlicher Direktor der Wirtschafts-Expertengruppe im russischen Finanzministerium
- 2000: Experte des Center for Strategic Research<ref>Центр Стратегических Разработок, Website Center for Strategic Research</ref>
- August 2000: Berater des Ministers für wirtschaftliche Entwicklung und Handel, German Gref
- 2001: Stellvertretender Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Handel
- April 2004: Leiter der Moskauer Economic Expert Group (EEG),<ref>Экономическая экспертная группа (ЭЭГ), Website Economic Expert Group</ref> einem Think Tank des Präsidenten
- Seit 13. Mai 2008: Persönlicher Wirtschaftsberater des Präsidenten
- Seit Mai 2012: Stellvertretender Ministerpräsident
Am 19. Mai 2008 wurde Dworkowitsch von Dmitri Medwedew als Chefunterhändler des russischen Präsidenten zum G-8-Gipfeltreffen in Tōyako entsandt.<ref>RIA Novosti, Arkadi Dworkowitsch wird G8-Beauftragter des russischen Präsidenten</ref> Zum G8-Gipfel in Camp David 2012 kündigte Dworkowitsch an, dass sich die russische Regierung gegen die Verabschiedung unausgewogener Erklärungen der G8 zum Umgang mit Irans Atomprogramm und dem Aufstand in Syrien einsetzen werde, die dann die Rolle einer Vorentscheidung im UNO-Sicherheitsrat spielen könnten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dvorkovich: Russia Opposes Adopting Statement by G8 on Syria and Iran That Could Be Used to Impose Provisions in Security Council ( vom 20. Juni 2012 im Internet Archive) Decisions SANA am 17. Mai 2012.</ref>
Während des WEF in Davos im Jahr 2018 erklärte er, es gäbe in Russland keine Oligarchen mehr, sondern nur staatsdienende Unternehmer.<ref>‘There are No More Oligarchs in Russia,’ Announces Deputy Premier, The Moscow Times, 25. Januar 2018</ref>
Sportfunktionär
Organisation der Fußball-Weltmeisterschaft 2018
In den Jahren von 2006 bis 2009 war Dworkowitsch im Vorstand der Russischen Fußball-Union und leitete dort die Jugendförderung. Er war der Leiter der Organisation der Fußball-Weltmeisterschaft 2018.<ref>Arakdi Dworkowitsch: Der Mann hinter den Kulissen der Fußball-WM 2018. Abgerufen am 15. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Russischer Schachverband
Ab 2007 war Dworkowitsch zunächst Vize-Präsident des russischen Schachverbandes und von 2010 bis 2014 Vorsitzender von dessen Aufsichtsrat. Als solcher war er verantwortlich für die Entwicklung der Schachjugend sowie für die allgemeine Förderung des Schachspiels in Russland. Auch nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 blieb er Mitglied des Aufsichtsrates des russischen Schachverbandes, an der Seite von Verteidigungsminister Sergei Schoigu und Wladimir Putins Pressesprecher Dmitri Peskow.<ref>Stefan Löffler: Die Schachwelt bleibt den Russen treu. Gegen FIDE-Präsident Dworkowitsch regt sich kaum Widerstand – weil er Strippen zieht und Geld einwirbt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. April 2022, S. 27 (Online).</ref>
FIDE-Präsident
Schach ist in Russland hoch politisch. Während der Wahl zum Präsidenten der FIDE 2018 waren Diplomaten, Banken- und Konzernmanager eingesetzt worden, welche einerseits Geld versprachen, andererseits mit politischem Druck drohten. Dworkowitsch versprach seinerseits die Säuberung des Verbandes von Korruption.<ref>Putins Mann zieht es nach Lausanne. In: Tages-Anzeiger, 12. April 2019, S. 17.</ref>
Unter Dworkowitschs Leitung entschied die FIDE nach dem Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine,
- dass die Schacholympiade 2022 nicht in Moskau (Russland), sondern in Chennai (Indien) stattfindet
- dass russische Mannschaften von der Olympiade ausgeschlossen sind
- dass russische Schachspieler nicht mehr offiziell für Russland spielen, sondern unter der Flagge der FIDE auftreten.
Außerdem wurde unter seiner Leitung der russische Schachspieler Sergei Karjakin für die Dauer von sechs Monaten für alle von der FIDE gewerteten Turniere weltweit gesperrt, weil dieser sich für den Angriffskrieg Russlands ausgesprochen und Pro-Putin-Propaganda geteilt hatte. Dworkowitsch wurde daraufhin Verrat an Russland vorgeworfen.<ref>Florian Pütz: (S+) Russischer Schachgroßmeister Daniil Dubow: »Die einzige Möglichkeit, etwas in Russland zu ändern, ist eine Revolution«. In: Der Spiegel. 27. März 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 27. März 2022]).</ref>
Privates
Dworkowitsch ist seit August 2000 mit Sumrud Chandadaschewna Rustamowa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) verheiratet, der ehemaligen stellvertretenden Ministerin für staatliches Eigentum, die heute im Vorstand des russischen Bergbauunternehmens Polymetall und der russischen Entwicklungsbank ist. Dworkowitsch hatte sie Anfang 2000 bei einer Dienstreise nach Tübingen (Deutschland) kennengelernt. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang 1924–1949: Alexander Rueb | 1949–1970: Folke Rogard | 1970–1978: Max Euwe | 1978–1982: Friðrik Ólafsson | 1982–1995: Florencio Campomanes | 1995–2018: Kirsan Iljumschinow | seit 2018: Arkadi Dworkowitsch Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dworkowitsch, Arkadi Wladimirowitsch |
| ALTERNATIVNAMEN | Дворкович, Аркадий Владимирович (russisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | russischer Ökonom und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 26. März 1972 |
| GEBURTSORT | Moskau |
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- Ökonom (21. Jahrhundert)
- Politiker (Russische Föderation)
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- Politiker (21. Jahrhundert)
- Träger des Verdienstordens für das Vaterland
- Träger des russischen Ordens der Ehre
- Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großoffizier)
- Person (Moskau)
- Schachfunktionär
- Sowjetbürger
- Russe
- Geboren 1972
- Mann