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Oedeme

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Oedeme
Stadt Lüneburg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(5153)&title=Oedeme 53° 14′ N, 10° 23′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(5153) 53° 13′ 41″ N, 10° 22′ 30″ O
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Höhe: 28 m ü. NN
Fläche: 6,38 km²
Einwohner: 5153 (31. Dez. 2021)<ref>Bestandsstatistik. (PDF; 130 kB) Hansestadt Lüneburg, 6. Januar 2022, S. 18, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Februar 2022; abgerufen am 4. Februar 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hansestadtlueneburg.de</ref>
Bevölkerungsdichte: 807 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahlen: 21335, 21339
Vorwahl: 04131

Oedeme ist ein Stadtteil der niedersächsischen Hansestadt Lüneburg. Er liegt drei Kilometer südwestlich der Altstadt. Die Eingemeindung nach Lüneburg erfolgte am 1. März 1974.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref>

Oedeme wird im Norden und Osten durch den Hasenburger Mühlenbach, einen linken Nebenfluss der Ilmenau, begrenzt.

Geschichte

Das ursprüngliche Bauerndorf Oedeme bestand vor 800 Jahren aus lediglich vier Haushalten, bevor sich das Rittergeschlecht Odeme, auch Odem genannt, dort niederließ. Nach dem Niedergang des Rittertums zu Beginn des 14. Jahrhunderts übernahm das Kloster St. Michaelis nach mehreren Vorverkäufern das komplette Dorf und setzte es unter die Leibeigenschaft. 1581 wurden auf mehreren der Abgabelisten des Klosters acht Haushalte, vier Bauernhöfe und vier Kötnerstellen aufgeführt. Während des Dreißigjährigen Krieges kamen zwei weitere Kötnerstellen dazu. Die Bevölkerungszahl Oedemes stagnierte über die Jahrhunderte und blieb lange auf einem Stand von rund 130 Bewohnern. Erst in den Jahren 1821 bis 1939 wuchs die Dorfbevölkerung von 147 auf 458 Personen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verlor die Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung und auch nicht in der Landwirtschaft Tätige siedelten sich vermehrt im Ort an. Stattdessen nahm die Bedeutung der Bauwirtschaft für die erwerbstätige Bevölkerung zu. Nach der Einnahme von Lüneburg durch britische Truppen am 18. April 1945 richtete der Oberbefehlshaber der 21st Army Group Bernard Montgomery sein Hauptquartier zunächst auf einem Bauernhof in Oedeme ein. 1949 hatte der Ort 970, im Jahr 2014 4500 Einwohner.

Nördlich des Dorfkerns von Oedeme befindet sich das Gut Schnellenberg, das im Besitz der Familie von Meding ist.

Oedemes Eingemeindung 1974 in die Stadt Lüneburg beruhte, wie die Eingemeindung der anderen Gemeinden wie z. B. Ochtmissen, Häcklingen und Rettmer, auf der Annahme, dass „… der Flächenbedarf der Stadt [Lüneburg] für Wohn- und Industriegebiete … nicht innerhalb der gegenwärtigen Grenzen gedeckt werden [kann …])“.<ref>Chronik für Adendorf und Erbstorf, S. 179.</ref> Oedeme wurde durch mehrere Neubaugebiete in verschiedenen Zeitabschnitten dichter besiedelt. Das letzte Neubaugebiet Oedeme-Süd wurde im Mai 2007 in Rosenkamp umbenannt und in zwei Teilabschnitten erschlossen und bebaut. Es umfasst knapp 40 Hektar, wovon etwa 15 Hektar Grünfläche sind.<ref>Beschreibung des Baugebiets auf der Webseite des vermarktenden Unternehmens</ref>

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerentwicklung des Stadtteils Oedeme über die Jahre 1993 bis 2017 stellt sich folgendermaßen dar:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerentwicklung der Lüneburger Stadtteile (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. März 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hansestadtlueneburg.de (PDF; 315 kB)</ref>

Jahr Einwohnerzahl
1992 2234
1993 2234
1994 2279
1995 2261
1996 2358
1997 2500
1998 2587
1999 2636
Jahr Einwohnerzahl
2000 2580
2001 2644
2002 2869
2003 3194
2004 3461
2005 3694
2006 3906
2007 4005
2008 4309
2009 4360
Jahr Einwohnerzahl
2010 4448
2011 4576
2012 4719
2013 4834
2014 4930
2015 4992
2016 5067
2017 5094

Politik

Oedeme ist neben Ochtmissen einer der beiden Stadtteile Lüneburgs, in denen es einen Ortsrat und das Amt des Ortsbürgermeisters und nicht lediglich einen Ortsvorsteher gibt.<ref>Übersicht über die Stadtteilgremien</ref>

Ortsrat

<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />

Ortsratswahl 2021
Wahlbeteiligung: 70,69 %
 %
40
30
20
10
0
36,3 %
36,1 %
20,3 %
7,4 %

Der Ortsrat, der Oedeme vertritt, setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:<ref>Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 13. Juli 2022.</ref>

Ortsrat 2021
   
Insgesamt 7 Sitze

Ortsbürgermeister

Der 15 Jahre als Ortsbürgermeister amtierende Siegfried Körner wurde im Jahre 2011 verabschiedet.<ref>Siegfried Körner tritt nicht mehr als Bürgermeister an Bericht im Hamburger Abendblatt vom 30. August 2011; abgerufen am 6. August 2017</ref> Seine Nachfolge trat Christel John an. Der Vorgänger von Siegfried Körner war der am 30. Juli 1996 verstorbene Wilhelm Westermann, der jahrzehntelang die Gemeindepolitik als Ortsbürgermeister prägte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Hasenburger Bachtal.JPG
Hasenburger Bachtal

Buckelgräberfeld

Bunkerkrankenhaus

Wirtschaft und Infrastruktur

In Oedeme existieren verschiedene Gewerbebetriebe, darunter Handwerksbetriebe (Stahlbau, Zimmerei und Trockenbau, Sanitär- und Heizungstechnik) und Einzelhandelsbetriebe, Reisebüros, Werbeagenturen und Planungsbüros.<ref>Liste der Betriebe in Oedeme als Veröffentlichung der Stadt Lüneburg</ref>

Bildung

In Oedeme befindet sich neben einer städtischen und einer privaten Kindertagesstätte ein Schulkomplex mit der Förderschule Schule am Knieberg, der Hanseschule Oedeme, dem Gymnasium Oedeme und einer Außenstelle der Berufsbildenden Schule III mit der Fachrichtung Sozialpädagogik. Obwohl die Schulen im Stadtgebiet Lüneburgs liegen, ist der Landkreis Lüneburg der Schulträger.

Datei:Mensa des Schulzentrum Oedeme in der Hanseschule Oedeme.JPG
Mensa des Schulzentrums in der Hanseschule

Die Hanseschule Oedeme entstand 2013 aus der Zusammenlegung der Hauptschule Oedeme mit der Realschule Oedeme zu einer Oberschule. 2013 wurde das Mensagebäude eröffnet, 2014 erhielt sie den Namen Hanseschule.<ref>Ein Zuhause für die Hanse. Bericht über die Feier zur Umbenennung der Haupt- und Realschule zu Hanseschule Oedeme in der Online-Ausgabe der Lüneburger Landeszeitung; abgerufen am 26. Juli 2014.</ref>

Die Grundschule Hasenburger Berg ist mit 355 Schülerinnen und Schülern in 16 Klassen die größte Grundschule in der Hansestadt Lüneburg. Eine Besonderheit ist, dass es in jedem Jahrgang eine Klasse mit Kindern mit Förderbedarf gibt. 30 Lehrkräfte, mehrere Erzieher und Sozialpädagogen arbeiten an der Schule, besonders in den Förderklassen. Der große, grüne Schulhof liegt direkt neben dem Kurpark.

Das Gymnasium Oedeme wurde 1971 gegründet und liegt im Südwesten der Hansestadt Lüneburg. Es befindet sich in der Trägerschaft des Landkreises Lüneburg. Zwischen 70 und 180 Schüler absolvieren hier jährlich ihre Reifeprüfung.

Die Schule an der Schaperdrift ist eine Ganztagsschule für die ersten bis zehnten Klassen. 130 Schülerinnen und Schüler werden von 50 Lehrkräften, pädagogischen Mitarbeitern und Nachmittagsanbietern betreut. Die Schwerpunkte liegen auf den Bereichen „Lernen“ und „körperlich-motorische Entwicklung“ sowie Sprache und emotional-soziale Entwicklung. Die Grundschule ist behindertengerecht eingerichtet. Sie besteht aus einer Ganztags- und einer Förderschule.

Die Schule am Knieberg wurde 1977 für geistig Behinderte gegründet und ging aus einer Einrichtung der Lebenshilfe hervor. Seit 1990 befindet sie sich in der alleinigen Trägerschaft des Landkreises Lüneburg. Sie ist ein Teil des Schulzentrums Oedeme und hat einen großen Schulhof. Ca. 144 Schüler werden in 20 Klassen unterrichtet. Die Schule wird als Ganztagsschule geführt und beschäftigt 44 Förderschullehrer, 31 Erzieherinnen, drei Krankengymnastinnen, fünf Lehramtsanwärter und drei Bundesfreiwillige.

Verkehr

Oedeme wird von zwei Hauptstraßen durchquert, die die historischen Ortskerne des alten Dorfes und das Gut Schnellenberg mit der Innenstadt verbinden: In nordöstlicher Richtung ist dies der Oedemer Weg / Im Dorf, von Nordwesten ist die Straße Auf der Höhe / Schnellenberger Weg. Beide Straßen sind in den Kernzonen verkehrsberuhigt.

Am Schulzentrum befindet sich ein Busbahnhof mit sechs Bushaltestellen der Linien 5920, 5201, 5202 und 5003. Die Buslinien führen in die Stadt und zum ZOB am Hauptbahnhof, nach Embsen, Reppenstedt, Kirchgellersen, Südergellersen, Dachtmissen und nach Salzhausen.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Katharina Mohnike: Das spätkaiser- bis völkerwanderungszeitliche Brandgräberfeld von Lüneburg-Oedeme, Stadt Lüneburg (= Bonner Beiträge zur vor- und frühgeschichtlichen Archäologie. Band 9). Bonn 2008, ISBN 3-936490-09-0.

Weblinks

Commons: Oedeme – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

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