Lycium chilense
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| Lycium chilense | ||||||||||||
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| Datei:Lycium chilense 01.jpg
Lycium chilense | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lycium chilense | ||||||||||||
| Miers ex Bertero |
Lycium chilense ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Bocksdorne (Lycium) in der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).
Beschreibung
Lycium chilense ist ein 0,5 bis 2 m hoher, aufrecht wachsender Strauch. Seine Laubblätter sind behaart, 3 bis 35 mm lang und 2 bis 8 mm breit.
Die Blüten sind zwittrig und fünfzählig. Der Kelch ist becherförmig und behaart. Die Kelchröhre ist 1,5 bis 2,5 mm lang, die Kelchzipfel sind 0,5 bis 2,5 mm lang, aber meist kürzer als die Kelchröhre. Die Krone ist trichterförmig und weiß, weißlich-gelb und weißlich-violett gefärbt. Die Kronröhre hat eine Länge von 2,5 bis 6 mm, die Kronlappen sind 3,5 bis 5 mm lang. Die Staubfäden sind behaart.
Die Frucht ist eine rote oder orange, kugelförmige bis eiförmige Beere mit einer Länge von 6 bis 8 mm und einer Breite von 4 bis 5 mm. Sie enthält je Fruchtblatt etwa fünf bis 15 Samen.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24 oder 48.<ref name="IPCN" />
Vorkommen
Lycium chilense kommt in Argentinien, Chile, Bolivien und Paraguay vor.<ref name="POWO" /> Die Standorte liegen in Höhen nahe dem Meeresspiegel und bis auf mindestens 3470 m Höhe<ref name="Levin07" />.
Taxonomie und Systematik
Lycium chilense wurde 1829 von Carlo Luigi Giuseppe Bertero in Mercurio Chileno Band 15 Seite 693 erstbeschrieben. Bertero hatte den Namen von John Miers übernommen.
Innere Systematik
Innerhalb der Art werden acht Varietäten unterschieden:<ref name="Levin07" />
- Lycium chilense var. chilense
- Lycium chilense var. vergarae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Phil.) Bernardello
- Lycium chilense var. minutifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(J.Rémy) Terracino
- Lycium chilense var. filifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Miers) Bernardello
- Lycium chilense var. comberi <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.L.Hitchc.) Bernardello
- Lycium chilense var. glaberrimum <templatestyles src="Person/styles.css" />Phil.
- Lycium chilense var. descolei <templatestyles src="Person/styles.css" />F.A.Barkley
- Lycium chilense var. confertifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />(Miers) F.A.Barkley
Äußere Systematik
Molekularbiologische Untersuchungen platzieren die Art als Schwesterart zu Lycium ciliatum. Beide werden in die Sektion Schistocalyx eingeordnet, die sich durch eine vergrößerte und bewimperte Basis der Staubfäden auszeichnen. Die Sektion ist damit eine der wenigen der traditionellen Systematik der Gattung, die sich durch molekularbiologische Methoden bestätigen ließ. Die Ergebnisse der Untersuchungen legen zudem nahe, dass Lycium chilense nicht monophyletisch ist, sondern Lycium ciliatum enthält.<ref name="Levin07">Rachel A. Levin et al.: Evolutionary Relationships in Tribe Lycieae (Solanaceae). In: D.M. Spooner, L. Bohs, J. Giovannoni, R.G. Olmstead und D. Shibata (Hrsg.): Solanaceae VI: Genomics meets biodiversity. Proceedings of the Sixth International Solanaceae Conference, ISHS Acta Horticulturae 745, Juni 2007, ISBN 978-90-6605-427-1</ref>
Nachweise
Einzelnachweise
<references> <ref name="IPCN">Lycium chilense bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="POWO">Lycium chilense. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>
Hauptbelege
- J.S. Miller und R.A. Levin: Lycium chilense. In: Project Lycieae