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Nechern

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Höhe: 162 m ü. NN
Fläche: 3,22 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Nechern, Stadt Weißenberg. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.</ref>
Einwohner: 107 (31. Dez. 2022)<ref>Angaben der Stadtverwaltung Weißenberg.</ref>
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1994
Postleitzahl: 02627
Vorwahl: 035876
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Nechern, sorbisch <phonos file="Njechorń.ogg">Njechorń</phonos>/?, ist ein Dorf in der Oberlausitz und seit 1994 ein Ortsteil der Stadt Weißenberg im sächsischen Landkreis Bautzen. Bekannt ist das Dorf im sorbischen Siedlungsgebiet vor allem durch den Schriftsteller Martin Nowak-Neumann, der in seinem sorbischen Namen Měrćin Nowak-Njechorński einen Bezug zu seinem Heimatort herstellte.

Nechern bildet mit den Ortsteilen Wurschen, Drehsa und Särka die Ortschaft Wurschen.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 100 kB) § 13. In: Webauftritt. Stadt Weißenberg, abgerufen im März 2026.</ref>

Geografie

Das Dorf hat die Form eines erweiterten Rundweilers, der knapp fünf Kilometer westlich von Weißenberg und zwei Kilometer südlich der Bundesautobahn 4 liegt. Östlich des Dorfes erstreckt sich das Necherner Teichgebiet.

Nördlich von Nechern fließt das Kotitzer Wasser in westlicher Richtung. Vor dem Nachbarort Wurschen mündet darin das aus Süden kommende Kuppritzer Wasser.

Geschichte

Das sorbische Bauerndorf wurde Anfang des 15. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt, unter anderem als Necherin (1413 und 1415), Necheryn (1418) und Necherein (1421).<ref>Nechern im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref> Möglicherweise geht der Ortsname auf einen deutschen Kolonialisten Necher zurück, der während der deutschen Ostsiedlung das Dorf übernahm. Ein Rittergut ist im frühen 16. Jahrhundert nachgewiesen, später wurde es mit dem benachbarten Rittergut Wurschen zusammengelegt.

Im Großen Nordischen Krieg hielt sich 1706 der schwedische König Karl XII. kurzzeitig bei Nechern auf, woran seit 1810 ein Gedenkstein, der Schwedenstein, erinnert. Noch im Jahre 1884/85 waren gemäß der Statistik von Arnošt Muka von den damals 190 Einwohnern Necherns 187 Sorben,<ref>Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954.</ref> während die amtliche Statistik für 1925 einen sorbischsprachigen Anteil von 82,4 % ausweist.<ref>Felix Burkhardt: Die Entwicklung des Wendentums im Spiegel der Statistik. Julius Beltz, Langensalza 1932.</ref> 1956 war laut Ernst Tschernik noch eine knappe Mehrheit von 56 % sorbischsprachig.<ref>Ludwig Elle: Sprachenpolitik in der Lausitz. Domowina-Verlag, Bautzen 1995, S. 245.</ref> Seitdem ist der Gebrauch der Sprache weiter stark zurückgegangen.

Der etwas größere Nachbarort Wurschen wurde 1936 nach Nechern eingemeindet. Die Gemeinde wurde 1957 in Wurschen umbenannt und am 1. März 1994 nach Weißenberg eingegliedert.

Literatur

Weblinks

Commons: Nechern/Njechorń – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten und Einzelnachweise

<references/>

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