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Nis-Momme Stockmann

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Datei:Nis-Momme Stockmann - Konferenz Theater und Netz (8868791897).jpg
Nis-Momme Stockmann, Konferenz „Theater und Netz“, Berlin, 2013

Nis-Momme Stockmann (* 17. August 1981 in Wyk auf Föhr) ist ein deutscher Schriftsteller und Regisseur.

Leben

Nis-Momme Stockmann besuchte die Duborg-Skolen in Flensburg, das Gymnasium der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein.<ref>Nis-Momme Stockmann, auf literaturland-sh.de</ref> Nach dem Abitur studierte er „Sprache und Kultur Tibets“ in Hamburg, Medienwissenschaften im dänischen Odense, machte eine Ausbildung zum Koch und studierte schließlich Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin.

Stockmann schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Prosa. Sein erstes Theaterstück Der Mann der die Welt aß gewann 2009 den Hauptpreis des Heidelberger Stückemarkts und wurde dort noch im selben Jahr uraufgeführt. Das Stück wurde mehrfach ausgezeichnet, zu diversen Festivals eingeladen und an über zehn anderen Theatern inszeniert, etwa am Residenztheater München und am Theater Basel. Von der ETC (European Theater Convention) wurde es zu einem der 120 besten europäischen Stücke des Jahres gewählt.<ref>www.etc-cte.org</ref>

Weitere Arbeiten von Stockmann wurden u. a. am Deutschen Theater Berlin, Schauspiel Frankfurt, Staatstheater Stuttgart, Residenztheater München, Staatstheater Hannover und am Badischen Staatstheater Karlsruhe gezeigt, sind vielfach übersetzt und wurden im Ausland gespielt.

Von 2009 bis 2012 war Stockmann Hausautor am Schauspiel Frankfurt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biografie (Memento vom 17. Juni 2012 im Internet Archive), auf schauspielfrankfurt.de</ref> 2010 wurde Das blaue blaue Meer in der Regie von Marc Lunghuss in den Kammerspielen uraufgeführt.<ref>Astrid Biesemeier: Das blaue blaue Meer - Nis-Momme Stockmann guckt in den Kopf eines Verlierers | Ausweitung der Schmerzzone, auf nachtkritik.de</ref> Eine Hörspielfassung des Theaterstücks wurde vom RBB produziert und zeitnah zur Uraufführung gesendet. Daneben betrieb er auf der Internetseite des Schauspiels Frankfurt den literarischen Blog Stockmanns Appendix.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stockmanns Appendix (Memento vom 12. Mai 2012 im Internet Archive).</ref> In der Spielzeit 2010/11 folgte Stockmanns zweite Arbeit für das Schauspiel Frankfurt – Die Ängstlichen und die Brutalen. Der Freund krank war 2012 die dritte und letzte Arbeit im Rahmen seiner Hausautorenschaft.

Während seiner Zeit am Schauspiel Frankfurt schrieb und gestaltete Stockmann auch das literarische Varieté Herkules Manhattans holistisches Kompendium des modernen Seins, das zusammen mit Christian Prasno (Video), Yassu Yabara (Bühne und Regie) und dem Musikerduo Les Trucs entstand.<ref>Herkules Manhattans holistisches Kompendium des modernen Seins, auf vimeo.com</ref><ref>Ende der Erkenntnis, auf op-online.de</ref> Mit Les Trucs verbindet Stockmann seitdem eine enge Zusammenarbeit. Gemeinsam gestalten sie am Theater Heidelberg den Theaterabend Expedition und Psychiatrie und die Performance Fuchs frisst Weltraum – eine Mikrotour mit Lyrik und Musik.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fuchs frisst Weltraum (Memento vom 14. Dezember 2014 im Internet Archive), auf kki-flensburg.de</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nis-Momme Stockmann & Les Trucs – Fuchs frisst Weltraum (Memento vom 1. Juli 2014 im Internet Archive), auf golem.kr</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fuchs frisst Weltraum (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive), auf staatstheater-hannover.de</ref> Auch für die Hörspiele Der sich wirklich langsam etwas seltsam entwickelnde Kongress der Thanatologen (NDR, 2021) und „Der Betreuer“ (NDR, 2022) arbeiteten sie gemeinsam.<ref>Der sich langsam wirklich etwas seltsam entwickelnde Kongress der Thanatologen (2013), auf ichiichi.bandcamp.com</ref>

Im Februar 2012 reiste Stockmann auf Einladung des Goethe-Instituts nach Japan und dort zu der Schutzzone des havarierten Reaktors Fukushima-Daiichi. In seinem Blog berichtete er von seiner Reise. Es entstanden Interviews und eine Reportage für das Magazin konkret (April 2012). 2016 reiste er ein weiteres Mal in die Schutzzone. 2022 wurden seine Reiseerlebnisse im Rahmen der Theaterproduktion „Der unsichtbare Reaktor“ am Staatstheater Nürnberg uraufgeführt.<ref>Der unsichtbare Reaktor (UA). Abgerufen am 18. Februar 2024.</ref>

2016 erschien Stockmanns Roman Der Fuchs im Rowohlt Verlag. Das Buch wurde für Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Stockmann lebt in Berlin und Flensburg. Er ist Gründungsmitglied des PEN Berlin.<ref>Mitgründer:innen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Juli 2022; abgerufen am 18. Juli 2022.</ref>

Prosa

  • Der Fuchs. Roman. Rowohlt Verlag, Hamburg, 2016, ISBN 978-3-498-06153-1.

Stücke

Audioproduktionen

Auszeichnungen und Stipendien

Weblinks

Einzelnachweise

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