Zum Inhalt springen

Club Alpha 60

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. April 2026 um 21:42 Uhr durch imported>Thomas Dresler (Typografie).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Alpha 60
(Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Alpha-60.svg
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1966
Auflösung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Schwäbisch Hall, Büro- & Sitzungsräume in der Pfarrgasse 3, Vereinsheim in der Spitalmühlenstraße 13/2 und Kino in Im Lindach 9
Vorläufer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Allen jungen Menschen von Schwäbisch Hall und Umgebung angemessene Unterhaltung in Form von Tanzveranstaltungen, Diskussionen und sonstigen kulturellen Veranstaltungen zu bieten und dadurch den Rückstand Schwäbisch Halls auf diesem Gebiet zu verringern und die Förderung des Hallenbadbaus in Hall
Vorsitz Angelina Sebek<ref>https://www.clubalpha60.de/impressum.php, abgerufen am 16. März 2025</ref>
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder ca. 430
Website www.clubalpha60.de

Der Club Alpha 60 ist ein 1966 gegründetes, selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum in Schwäbisch Hall.<ref>vgl.: Albrecht Barth, Ingrid Fritz, Ulrich Hammel, Hilmar Hess, Siegfried Hubele, Ernst Walter Hugh, Hans Kumpf, Manfred Kurtenbach, Karl Maas, Karl Maier, Doris Müller, Walter Müller, Wolfgang Müller, Peter Schierle, Werner Schmid, Hermann Schneider, Eva Silzle, Hildegund Stefani, Ulrich von Varnbühler, Norbert Walk, AK alpha press, AK Film: 10 Jahre Club alpha 60 e. V. – Selbstorganisation und Selbstbestimmung dokumentiert am Beispiel des Clubs alpha 60 Schwäbisch Hall, hrsg. vom Club Alpha 60, Schwäbisch Hall, Club Alpha 60: Schwäbisch Hall 1976, 314 S., Seite 7f. Einsehbar im Stadtarchiv Schwäbisch Hall, Signatur StA 4 CLUB ALPHA</ref> Er wird seit seiner Gründung ununterbrochen durch seine im Verein Club Alpha 60 e. V. organisierten Besucher verwaltet. Damit gilt er als eine der ältesten Einrichtungen dieser Art<ref>Ulrich Hägele: Mopeds, Choppers, Strassenwanzen: jugendliche Gegenkultur in den sechziger Jahren. In: Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e. V.: Kulturgeschichtliche Schriftenreihe, Bd. 4. Hofmann, Schorndorf 1997, S. 107. ISBN 978-3-7780-3124-7.</ref> und als ältestes soziokulturelles Zentrum Baden-Württembergs.<ref>Sabine Barsch: Mauern in den Köpfen stetig abgetragen: 25 Jahre Soziokultur in Esslingen. In: Informationsdienst Soziokultur Nr. 63 – 1/2006</ref>

Heute betreibt der Club ein Vereinsheim mit Veranstaltungssaal, Tagungsraum, Atelierräumen und verpachteter Kneipe, ein kommunales Kino und besitzt ein denkmalgeschütztes Haus mit Büro, Tagungsraum und Archiv. Er veröffentlichte bis Dezember 2010 eine monatliche Regionalzeitung.<ref>Paul Michel: „Alpha Press erscheint nicht mehr“ – Nach über 40 Jahren gibt es keine neue Ausgabe der Schwäbisch Haller Monatszeitschrift mehr, Hohenlohe ungefiltert am 1. Januar 2011. Abgerufen am 7. September 2015</ref><ref>Wolf-Dieter Retzbach: @1@2Vorlage:Toter Link/www.swp.deHaller Jugendclub stellt Alpha-Press ein (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ), Hohenloher Tagblatt am 31. Dezember 2010, abgerufen am 30. August 2015.</ref>

Name und Struktur

Der club alpha 60 ist als Alpha 60 beim Vereinsregister eingetragen, der Name geht auf den Film Lemmy Caution gegen Alpha 60 von Jean-Luc Godard zurück.<ref>Günther Nething: Die Aufrührer - 50 Jahre Club Alpha in Schwäbisch Hall, Stuttgarter Zeitung vom 29. September 2016. Abgerufen am 18. Oktober 2016.</ref>

Die Vereinsangelegenheiten regelt der Vorstand, in dem alle Arbeitskreise repräsentiert sind. Der geschäftsführende Vorstand besteht gemäß der Vereinssatzung aus einem oder einer club-Sprecher*in und zwei stellvertretende Sprecher*innen.<ref>Vgl.: BGB § 26 Vorstand und Vertretung, abgerufen am 31. August 2015.</ref> Alle Aufgaben werden ehrenamtlich erledigt. Der Verein hat etwa 450 Mitglieder. Vereinsziele sind unter anderem die Demokratisierung der Gesellschaft und die Förderung des kulturellen Lebens in Schwäbisch Hall.<ref>Satzung des Vereins club alpha 60 e. V. Abgerufen am 24. August 2015.</ref>

In der Lokalpresse und in den (lokal-)politischen Auseinandersetzungen wird oft die Bezeichnung Jugendclub alpha 60 verwendet. Der Verein selbst bezeichnet sich als Soziokulturelles Zentrum club alpha 60 e. V. In der Vereinskommunikation wird überwiegend die Schreibweise club alpha 60 e. V. angewandt. In der Umgangssprache ist meist vom club alpha oder nur vom club die Rede.

Seit 2013 charakterisiert sich der club alpha 60 e. V. als selbstverwaltet, unkommerziell, kapitalismuskritisch und unbequem.<ref>Startseite der Vereinshomepage. Abgerufen am 8. Oktober 2016.</ref> Gegenwärtig (2018) besteht der club alpha 60 e. V. als gemeinnütziger Verein und anerkannter Träger der offenen Jugendhilfe, mit den Arbeitskreisen AK Kino im Schafstall, AK Programm, AK Video, AK Politik, AK Technik und AK Bar. Die Arbeit des AK alpha press ruht.

Gründungsjahre und Politisierung

Gegründet wurde der club am 16. Juli 1966 als Geselligkeitsverein.<ref>10 Jahre Club alpha 60 e. V., 1976, Seite 8</ref> Vorbild waren die Heidelberger Studentenclubs und die Burg-Waldeck-Festivals. Der Medizinstudent Walter Müller galt als „Clubboss“, der mit Freunden und Interessierten das von der Stadt angemietete Vereinslokal im sogenannten Anlagencafé betrieb.<ref>10 Jahre Club alpha 60 e. V., 1976, Seite 7</ref> Das Lokal war im 1828 für die Haller Schützencompagnie erbauten biedermeierlichen Schützenhaus, ab 1936 war es für den Kurbetrieb als Konditoreicafé verpachtet und betrieben worden.<ref name="2011-06-27 HT">Bettina Lober: Aus dem 1828 erbauten Schützenhaus der Haller Schützen-Companie wurde heute vor 75 Jahren das Anlagencafé. Haller Tagblatt vom 27. Juni 2011.</ref>

Dort fand am 21. Mai 1967 mit dem Folkduo Shirley Hart & Colin Wilkie das erste Konzert des club alpha 60 e. V. statt.<ref name="10J-S301">10 Jahre Club alpha 60 e. V., 1976, Seite 301</ref><ref>Andreas Dehne: @1@2Vorlage:Toter Link/www.swp.deArtischocken und Blumenkohl: Colin Wilkie singt das letzte Lied im Löwenkeller (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot. Haller Tagblatt vom 18. Juli 2016. Abgerufen am 8. Oktober 2016.</ref> Es folgte am 1. Juni 1967 mit Viva Zapata die erste Filmvorführung und am 15. Juni 1967 die erste politische Veranstaltung zum Thema Notstandsgesetzgebung.<ref name="10J-S301"/>

Im März 1968 kam es zu einem Konflikt nach einer auch von den lokalen Jusos mitorganisierten Woche der Demokratie und Demonstration gegen den Vietnamkrieg. Unter anderem Rudi Dutschke war als prominenter Referent beteiligt. Der lokale AWO-Vorsitzende Alfons Schorpp (SPD) sammelte danach über 700 Unterschriften mit dem Motto: Das Anlagencafe diene lieber einem sozialen als einem radikalen Zweck und beantragte, das Anlagencafé in eine Altentagesstätte umzuwandeln.<ref>Vgl.: 10 Jahre Club alpha 60 e. V., 1976, Seite 264.</ref> Der Oberbürgermeister Theodor Hartmann (CDU) unterstützte nun die gute Sache des Clubs und vertagte den Antrag der SPD, die in der Folge erhebliche interne Konflikte durchzustehen hatte.<ref>Artikel Thema Anlagencafé. Haller Tagblatt vom 6. März 1968.</ref> Im Oktober 1971 ging auch formell die Bewirtschaftung des Vereinsheimes auf den Verein über.<ref>10 Jahre Club alpha 60 e. V., 1976, Seite 24</ref> Im Dezember 1971 wurde der Verein vom Finanzamt als gemeinnützige Einrichtung anerkannt.<ref>10 Jahre Club alpha 60 e. V., 1976, Seite 25</ref>

Entwicklung und Etablierung

Während bis 1972 bei den politischen Veranstaltungen und Publikationen die internationalen Themen im Vordergrund standen, rückte bald danach die Lokalpolitik in den Mittelpunkt des Interesses. Im Anlagencafé wird ein Kulturprogramm angeboten. Im Mai 1974 kauft der club alpha 60 e. V. zudem das Haus Pfarrgasse 3 in Hall. Das zentral gelegene, denkmalgeschützte Gebäude wurde erstmals im Jahre 1424 urkundlich erwähnt.<ref>Albrecht Bedal: Haller Häuserbuch. Künzelsau, Swiridoff 2014, Seite 524. Vgl. ebenda, Seite 440–442. ISBN 978-3-89929-273-2.</ref> Hier ziehen die AKs des Vereins, die Redaktion des alpha press und die Druckerei des Vereins ein.

Gehäufte Rockerüberfälle im Sommer 1973 und 1974, mit massivem Sachschaden und Massenschlägereien im Vereinsheim Anlagencafé, bringen den Verein in Existenznöte. Das Publikum bleibt aus Angst vor Übergriffen aus, ebenso wird der Ende 1970 eingerichtete Kinderladenbetrieb 1973 wieder eingestellt. Es kommt zu einer Krise beim Vorstand.<ref>10 Jahre Club alpha 60 e. V., 1976, Seite 33.</ref>

Am 9. Februar 1974 sendet die ARD die 90-minütige Fernsehsendung „Diskuss 7 – Sieben Jahre Club Alpha 60“, eine Dokumentation über den club alpha 60. Darin enthalten ein Mitschnitt einer vom Verein organisierten Veranstaltung mit den Kandidaten zur bevorstehenden Oberbürgermeisterwahl, Floh de Cologne und dem Jusos-Bundesvorsitzenden Wolfgang Roth.

Im Januar 1978 will das Innenministerium von Baden-Württemberg die Förderungswürdigkeit, wegen Verfassungsfeindlichkeit, aberkennen lassen.<ref name="Doku_20J_1978">Korrekturfahne Historischer Überblick 1978. Vermutlich zwischen 1985 und 1991 zusammengestellt. Archiv des club alpha 60 e. V., Pfarrgasse 3, 74523 Schwäbisch Hall.</ref> Zudem wird der Club Alpha nach Berliner Extra-Dienst und Frankfurter Rundschau in einer Liste linksextremistischer und linksextremistisch beeinflusster Organisationen des Bundesinnenministerium erwähnt.<ref>Berliner Extra-Dienst, Band 12. Verlag & Druck Informdienst GmbH Westberlin, 1978</ref><ref>Frankfurter Rundschau vom 30. Mai 1978</ref> Der Club wurde aber von den regionalen Behörden nicht als verfassungsfeindlich angesehen und blieb auch 1978 förderungswürdig.<ref name="Doku_20J_1978" />

Im Januar 1981 muss das Vereinsheim im Zuge der anstehenden Landesgartenschau 1982 aus dem Anlagencafé ausziehen. Als Übergangslösung wurden Räumlichkeiten in der Innenstadt (Am Spitalbach) vorgeschlagen und angenommen. Die Übergangszeit wurde mit vier Jahren veranschlagt. Der Club verkam zwischenzeitlich zum reinen Discobetrieb, das Interesse ging auch wegen der unpassenden Räumlichkeiten deutlich zurück.<ref name="DA_RF_2-5_Räumlichkeiten">Richard Färber: Der „Club alpha 60“ in Schwäbisch Hall: Eine Fallstudie zur Soziokultur. Wissenschaftliche Arbeit zum Diplom-Examen bei der Fachhochschule für Bibliothekswesen, Stuttgart. Angefertigt in der Zeit vom 23. Januar bis zum 23. April 1990. Seite 57</ref>

Seit 1985 ist das aktuelle Club-Heim der Löwenkeller in der Stuttgarter Straße, was das Interesse am Club wieder belebte.<ref name="Doku_20J_1985">Korrekturfahne Historischer Überblick 1985. Vermutlich zwischen 1985 und 1991 zusammengestellt. Archiv des club alpha 60 e. V., Pfarrgasse 3, 74523 Schwäbisch Hall.</ref> Auch dieses Gebäude, eine ehemalige Brauereigaststätte mit angebauter Kegelbahn, galt als Übergangslösung.

Am 4. Juni 2014 beschließt der Schwäbisch Haller Gemeinderat, dem club alpha 60 das Gebäude Spitalmühlenstraße 13/2, eine ehemalige Wäscherei, als dauerhaftes Domizil zur Verfügung zu stellen. Die Renovierungsarbeiten werden von Seiten der Stadt Schwäbisch Hall mit 470.000 € unterstützt.<ref>Thumilan Selvakumaran: Grünes Licht für Club Alpha - Umzug in die Spitalmühlenstraße. Haller Tagblatt vom 6. Juni 2014, Seite 9.</ref> Am 13. März 2015 stimmt die Mitgliederversammlung des Vereins für den Umzug und die entsprechenden Umbaupläne.<ref>Club Alpha beschließt Umzug in die Spitalmühlenstraße - Umbau beginnt im Sommer. Haller Tagblatt vom 16. März 2015, Seite 9.</ref> Seit August 2015 wird das Gebäude Spitalmühlenstraße 13/2 renoviert und umgebaut.

Am 24. Juni 2017 wird das neue Vereinsheim eröffnet.<ref> Event: Eröffnungsfeier Spitalmühlenstraße 13/2, abgerufen am 16. März 2025. </ref>

Aktivitäten

Über die verpachtete Gastronomie hinaus finden und fanden regelmäßig weitere Aktivitäten in dem Club statt. Der Barbetrieb bei den Veranstaltungen und die regelmäßige Reinigung des Löwenkellers wird von Ehrenamtlichen übernommen, der zugehörige Dienstplan regelmäßig beplant.

Konzerte

Von 2007 bis 2010 veranstaltete der Club Alpha 60 das jährlich stattfindende Internationale JazzArtFestival Schwäbisch Hall. Hierbei kooperierte er mit dem Goethe-Institut, dem Konzertkreis Triangel und dem Kulturbüro der Stadt Schwäbisch Hall.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.jazzpages.com (Memento vom 14. Oktober 2009 im Internet Archive) abgerufen am 29. November 2009</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pressemitteilung der Stadt Schwäbisch Hall (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.jazzart-hall.de (abgerufen am 29. November 2009; PDF; 3,9 MB)</ref> Seit Sommer 2010 wird der Part des Club Alpha 60 vom neu gegründeten Jazzclub Schwäbisch Hall übernommen.<ref>Vgl.: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eine kurze Geschichte des Jazz in Schwäbisch Hall, 2010 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.jazzart-hall.de. Abgerufen am 1. September 2015.</ref>

Kino im Schafstall

Bereits 1945 wurde der Schwäbisch Haller Filmverein gegründet. Eine zentrale Figur beim Wiederaufbau der Schwäbisch Haller Bildungs- und Kulturlandschaft nach dem Ende der Nazi-Herrschaft war der spätere Kultusminister (CDU) von Baden-Württemberg, Gerhard Storz<ref name=":0">Gerhard Storz: Zwischen Amt und Neigung – Ein Lebensbericht aus der Zeit nach 1945. Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1976. Seite 77–79.</ref>. Er beschreibt in seinen Memoiren, wie nicht nur kleine Universitätsstädte wie Tübingen, sondern auch allgemein die im Vergleich zu Stuttgart wenig zerstörten, aber von Flüchtlingen, Evakuierten und ehemaligen Militärs überfüllten Landstädte wie Hall damals einen Schub an Urbanität und kulturellem Interesse erlebten. Storz verwies auf die besondere Rolle des Kinos in Hall, neben Filmen waren auch die Volkshochschule und die Vorträge der neugegründeten Akademie für Lehrerfortbildung dort stark besucht. Mit La Belle et la Bête wurde begonnen, Filme vorzuführen, was sich in einer Vereinsgründung niederschlug. Der Filmbesuch wurde zu mehr als einem Ersatz für das Theater, welches in Stuttgart noch in Trümmern lag bzw. schlecht zu erreichen war. Storz zufolge kam diese Situation und die vielfältigen Anregungen von außen der Atmosphäre von Hall damals schon kräftig zustatten.<ref name=":0" />

Der erste Filmverein löste sich mit dem Kinosterben Ende der 60er Jahre auf. Das Anliegen einer Erneuerung des Ansatzes nahm der Club Alpha erneut auf und trug zu einem kommunalen Kino mit bei. Das Kino im Schafstall wird zu 3/4 vom club alpha 60 e. V. getragen. Am 13. Januar 1972 wurde hier mit Der Zirkus von Charlie Chaplin der erste Film gezeigt.<ref>Vgl.: Das Kino im Schafstall wird im Januar 1997 25 Jahre alt! in 30 Jahre club alpha 60 e. V., Taschenkalender 1996/97. 1996, einsehbar im Stadtarchiv Schwäbisch Hall, Signatur Bibl. So 9371. Vor dem Jahresüberblick September 1996.</ref> In den 80er-Jahren entwickelte sich zunehmend eine Konkurrenzsituation zwischen dem Kino im Schafstall und dem inzwischen einzigen noch verbliebenen kommerziellen Kinobetreiber in Schwäbisch Hall. 2012 wird die Spielstätte aufwendig saniert und mit neuen Kinosesseln ausgestattet.<ref name="HT_2012_10_04_KIS">Jochen Korte: Kino im Schafstall für 220000 Euro umfassend saniert – Alter Charme, neue Sitze. Haller Tagblatt vom 4. Oktober 2012, Seite 10.</ref>

alpha press

Als Nachfolgepublikation zu einem Programmheft wurde im Februar 1970 die Erstausgabe der alpha press veröffentlicht.<ref>10 Jahre Club alpha 60 e. V., 1976, Seite 19</ref> Nach eigenen Angaben ist alpha press damit „das älteste, regelmäßig erscheinende nichtkommerzielle Alternativblatt.“ Nach einer anfänglichen Konzentration auf internationale Themen wurde ab 1972 der Schwerpunkt auf kommunale Berichterstattung verlagert. In einer empirischen Vergleichsuntersuchung lokaler Alternativpressen kam Nadja Büteführ zu dem Schluss, dass die alpha press dem Idealtypus alternativer Zeitungsproduktion am nächsten kam.<ref>Nadja Büteführ: Zwischen Anspruch und Kommerz: Lokale Alternativpresse 1970–1993. Systematische Herleitung und empirische Überprüfung. Münster, Waxmann 1995. S. 322. ISBN 3-89325-368-8.</ref> Insgesamt erschienen 385 Ausgaben.<ref>Alle Ausgaben sind öffentlich einsehbar im Stadtarchiv Schwäbisch Hall. Ein Großteil aller Ausgaben ist zudem öffentlich einsehbar in der Deutschen Nationalbibliothek, Frankfurt und Leipzig (Vgl.: Katalogeintrag der Deutschen Nationalbibliothek) sowie in der Württembergische Landesbibliothek Stuttgart (Vgl.: Katalogeintrag der Württembergische Landesbibliothek Stuttgart). Abgerufen am 22. Oktober 2015.</ref> Mittlerweile arbeiten etliche der früheren Redakteure selbst als freie Mitarbeiter beim Haller Tagblatt, das den Aktivitäten früher eher negativ gegenüberstand.

Abgeleitete Kooperationen

Aus dem Verein heraus gab es zahlreiche Initiativen und Kooperationen, die mittlerweile zu etablierten Institutionen heranreiften.

Bedeutende Einzelmitglieder

Folgende Personen haben den Verein geprägt, wurden innerhalb der Vereinsstrukturen politisch sozialisiert oder sind aufgrund einer politischen Nähe Vereinsmitglied geworden:

Literatur

  • Club Alpha 60 e. V. (Hrsg.): 10 Jahre Club Alpha 60 e. V. – Selbstorganisation und Selbstbestimmung, dokumentiert am Beispiel des Clubs Alpha 60 Schwäbisch Hall. Schwäbisch Hall 1976.
  • Ulrich Hammel: Bekanntmachung, hiermit thun wir allen kund und zu wissen, dass anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Clubs Alpha 60 mit einem heißen Spätsommer in Schwäbisch Hall gerechnet werden muss. 1976.
  • Arbeitskreis Alpha-Press des Club Alpha 60 e. V. (Hrsg.): Schwäbisch Haller Monatsblatt für Demokratie und Sozialismus. Alpha-Press.

Einzelnachweise

<references responsive/>

Weblinks

Vorlage:Hinweisbaustein