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Protriptylin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Strukturformel von Protriptylin
Allgemeines
Freiname Protriptylin
Andere Namen

3-(5H-Dibenzo[a,d][7]annulen-5-yl)-N-methylpropan-1-amin

Summenformel C19H21N
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 207-119-9
ECHA-InfoCard 100.006.474
PubChem 4976
ChemSpider 4805
DrugBank DB00344
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N06AA11

Wirkstoffklasse

Antidepressivum

Eigenschaften
Molare Masse 263,37 g·mol−1
  • 299,85 g·mol−1 (Hydrochlorid)
Schmelzpunkt

168 °C (Hydrochlorid)<ref name="römpp">Eintrag zu Protriptylin. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

pKS-Wert

8,2<ref name="römpp"/>

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Hydrochlorid

Datei:GHS-pictogram-skull.svg

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​312​‐​315​‐​319​‐​332​‐​335
P: 261​‐​280​‐​301+310​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Protriptylin (Handelsnamen: Vivactil®, Concordin®) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der trizyklischen Antidepressiva. Es hemmt ähnlich stark wie Desipramin die Wiederaufnahme des Neurotransmitters Noradrenalin, ohne dabei nennenswerte sedierende Eigenschaften zu haben. Protriptylin wirkt zudem als FIASMA (funktioneller Hemmer der sauren Sphingomyelinase).<ref name="pmid18504571">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Der Wirkstoff wurde 1962 von Merck & Co. patentiert. Verwendet wird das Hydrochlorid.<ref name="römpp"/>

Klinische Angaben

Anwendungsgebiete (Indikationen)

Der Arzneistoff eignet sich aufgrund des oben genannten Wirkmechanismus besonders gut zur Behandlung von Depressionen mit ausgeprägter Antriebsschwäche. Behandlungserfolge können auch bei ADHS, Narkolepsie und dem chronischen Schmerzsyndrom erzielt werden.

Unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen)

Bei Protriptylin sind u. a. folgende unerwünschte Wirkungen festzustellen:<ref name=GG>Goodman & Gilman’s: The pharmacological basis of therapeutics. 9. Aufl. McGraw-Hill, New York u. a. 1996. S. 434.</ref>

Dosierung

Die übliche Tagesdosis liegt zwischen 15 und 40 mg, die Extremdosen liegen zwischen 10 und 60 mg pro Tag.<ref name=GG></ref>

Pharmakologische Eigenschaften

Die Plasmaeliminations-Halbwertszeit des Arzneistoffs ist mit 54 bis 198 Stunden verhältnismäßig lang.<ref>Hermann J. Roth u. Helmut Fenner: Arzneistoffe. Thieme, Stuttgart u. New York 1988. S. 238.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein