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Andreas Brunner (Jurist)

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Andreas B. Brunner<ref name="Diss" /> (* 6. Juli 1949<ref> https://www.hommages.ch/de/traueranzeige/andreas-brunner</ref> in Zürich;<ref name="schuler">Edgar Schuler: Ein jovialer Patron spürt Christoph Blocher nach. In: Tages-Anzeiger vom 24. März 2012</ref> heimatberechtigt in Zürich, Kilchberg ZH und Ganterschwil;<ref name="databot" /> † 6. April 2026<ref name="NZZ_Tod">Markus Notter: Ein Strafverfolger von intellektuellem Zuschnitt: Der Zürcher Jurist Andreas Brunner ist gestorben. In: NZZ. 8. April 2026, abgerufen am 11. April 2026.</ref>) war ein Schweizer Jurist. Er war von 2005 bis 2014 der Leitende Oberstaatsanwalt des Kantons Zürich.

Leben

Der Sohn eines Juristen wuchs in Zürich und Uitikon auf und studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten Lausanne und Zürich.<ref name="venutti" /><ref name="nzz_abschied"/> Nach dem Lizenziat arbeitete er als PR-Berater.<ref name="häuptli" /> 1978 promovierte er bei Manfred Rehbinder<ref name="nzz_abschied">Brigitte Hürlimann: Das Ende einer bewegten Ära. Andreas Brunner tritt von der Strafverfolger-Bühne ab. In: Neue Zürcher Zeitung vom 21. Februar 2014</ref> an der Universität Zürich.<ref name="Diss">Andreas B. Brunner: Die ausserordentliche Kündigung des Arbeitsvertrages nach schweizerischem im Vergleich zum deutschen Recht (= Schriften zum schweizerischen Arbeitsrecht. Heft 8). Stämpfli, Bern 1979, ISBN 3-7272-0608-X (Dissertation, Universität Zürich, 1978).</ref> 1979 trat er als Bezirksanwalt in den Dienst der Zürcher Erwachsenenstrafverfolgung. 1989<ref>Andreas Brunner – Erneuerer der Strafverfolgung tritt ab. In: Medienmitteilung der Direktion der Justiz und des Innern, 24. Februar 2014.</ref> (oder 1990<ref>Personelle Änderungen im Hinblick auf die Reorganisation der Strafverfolgungsbehörden. Medienmitteilung der Direktion der Justiz und des Innern, 7. April 2004</ref>) wurde er Staatsanwalt, 2000 Mitglied der Geschäftsleitung. Anfang 2005 übernahm er das damals im Zuge der Reorganisation der Strafverfolgungsbehörden<ref>Die bis anhin Bezirksanwälte genannten Fallbearbeiter heissen seit 2005 Staatsanwälte, siehe <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Information zur Revision (Memento vom 9. Februar 2007 im Internet Archive) auf der Seite der Direktion der Justiz und des Innern.</ref> neu geschaffene Amt des Leitenden Oberstaatsanwaltes und ersetzte Hansruedi Müller, der die Untersuchungs- und Anklagebehörden als 1. Staatsanwalt geleitet hatte.<ref>Neue Zürcher Zeitung vom 8. Mai 2004, Nr. 83, S. 55.</ref> Ende Februar 2014 trat Brunner in den Ruhestand.<ref name="nzz_abschied"/> Bis zur Pensionierung war er auch Präsident der Konferenz der Strafverfolgungsbehörden der Schweiz (KSBS).<ref>Staatsanwälte wollen mit Bildern im Internet fahnden. In: Blick.ch/sda vom 25. November 2013 (Archiv)</ref><ref>Daniel Gerny, Erich Aschwanden: Die Staatsanwaltschaften klagen über Überlastung. In: Neue Zürcher Zeitung vom 1. Oktober 2012</ref>

Brunner war von 1986 bis 1994 als Parteiloser Mitglied des Gemeinderates von Kilchberg ZH.<ref name="häuptli" /> Er engagierte sich für einen besseren Opferschutz von Kindern und gegen häusliche Gewalt.<ref name="NZZ_Tod"/> So war er von 2000 bis 2006 Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Zürcher Kinder- und Jugendheime, davon von 2005 bis 2006 als Präsident. Ab 2009 war er Vizepräsident der Stiftung Kinder und Gewalt.<ref>Stiftungsrat auf der Website der Stiftung Kinder und Gewalt. Abgerufen am 25. November 2019.</ref><ref name="databot">Andreas Brunner. In: databot.ch, abgerufen am 24. März 2012 (Archiv)</ref> Ab 2018 war er Präsident des Vereins «Gewaltfreie Erziehung» und trat für ein Recht auf gewaltfreie Erziehung von Kindern und Jugendlichen im Zivilgesetzbuch ein.<ref name="plädoyer"/> Auch setzte sich Brunner für eine Regelung der Suizidhilfe ein.<ref name="NZZ_Tod"/>

Nach seiner Pensionierung nahm er ­Beratungs- und Evaluationsaufträge der Kantone und des Bunds an.<ref name="plädoyer">Gjon David: Was macht eigentlich Andreas Brunner? In: Plädoyer, 25. Oktober 2021.</ref>

Brunner war Major der Schweizer Armee.<ref name="venutti">Dario Venutti: Der Chef. Porträt in: Tages-Anzeiger vom 31. Mai 2012</ref> Er war Vater zweier Kinder,<ref name="häuptli">Lukas Häuptli: Ein Staatsanwalt wie aus dem Bilderbuch. In: Tages-Anzeiger vom 7. Januar 2005</ref> darunter die Dramatikerin Katja Brunner,<ref>Katja Baigger: «Warum gab es nie eine öffentliche Entschuldigung?» In: Neue Zürcher Zeitung vom 6. April 2013</ref> und wohnte in Zürich.<ref name="databot" /> Er schrieb von 2015 bis 2019 die monatliche Kolumne «Tatort.ch» in der SonntagsZeitung über Themen des Strafrechts.

Brunner verstarb am 6. April 2026 im Alter von 76 Jahren.<ref name="NZZ_Tod"/>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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