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ISTAF Berlin

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ISTAF Berlin
Datum August
Austragungsort Olympiastadion Berlin

Berlin, Deutschland

Typ Leichtathletik-Meeting
Geschichte
Veranstaltet seit 1921
Offizielle Daten
Website ISTAF Berlin
Liga World Athletics Continental Tour
Datei:Lebedevatatyana.jpg
Tatjana Lebedewa, die Siegerin des Dreisprungs der Frauen beim ISTAF und Golden-League-Jackpot-Gewinnern 2005, bei ihrem Siegessprung über 14,85 m
Datei:David Rudisha ISTAF Berlin 2010.jpg
David Rudisha nach seinem Weltrekord 2010
Datei:Gesa Felicitas Krause, ISTAF Berlin 2019.png
Gesa Krause feiert ihre Weltbestleistung über 2000 Meter Hindernis beim ISTAF Berlin 2019.
Datei:ISTAF Logo.jpg
Historisches Logo

Das Internationale Stadionfest Berlin (ISTAF) ist eine traditionsreiche Leichtathletikveranstaltung in Berlin. Die erste Veranstaltung unter dem Namen ISTAF fand am 3. Juli 1921 im Deutschen Stadion statt. Seit 1937 wird das ISTAF regelmäßig ausgetragen. Es gehört zur World Athletics Continental Tour.

Geschichte

Während des Zweiten Weltkriegs und danach gab es 1940 und 1943–48 mehrere ISTAF-lose Jahre. Danach fiel es nur 1951/52 und, nach dem Attentat auf israelische Sportler bei den Olympischen Spielen in München, 1972/73 aus.<ref name="Geschichte"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Geschichte des ISTAF Berlin (Memento vom 21. August 2011 im Internet Archive), ISTAF</ref>

Seit 1955 findet die Veranstaltung jährlich im Berliner Olympiastadion statt. Sie war in einigen Jahren auch eine Hallenveranstaltung in der Deutschlandhalle, zuletzt 1968. Vier ISTAF-Veranstaltungen in den Jahren 1938, 1941, die erste nach dem Krieg im Jahr 1949 und 1953 wurden im Mommsenstadion ausgetragen. 2002 und 2003 fand das ISTAF wegen des Umbaus des Olympiastadions im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark statt.

Von 1993 bis 1997 gehörte das ISTAF zu den Golden Four und war als letzter Austragungsort von den vier Meetings zugleich das Finale. Anschließend war Berlin Bestandteil der Golden League, wiederum mit dem Status des Finalortes, mit Ausnahme der Jahre 2002 und 2003, als das Olympiastadion saniert wurde.<ref name="Geschichte" />

Im Laufe der Jahre wurden beim ISTAF 16 Weltrekorde aufgestellt, darunter der erste Zwei-Meter-Sprung im Frauen-Hochsprung durch Rosemarie Ackermann aus der DDR am 26. August 1977. Den Golden-League-Jackpot 2004 in Berlin gewannen die 400-Meter-Läuferin Tonique Williams-Darling von den Bahamas und der schwedische Dreispringer Christian Olsson. Beim Finale am 4. September 2005 gewann Tatjana Lebedewa aus Russland als Einzige den Jackpot und erhielt einen Scheck in Höhe von 1 Million US-Dollar. Im Jahr 2006 wurde der Jackpot unter fünf Athleten aufgeteilt: Die Amerikanerin Sanya Richards (400 m) gewann als einzige Frau ihren Anteil von 250.000 Dollar, den restlichen Jackpot teilten sich Irving Saladino (Panama, Weitsprung), Kenenisa Bekele (Äthiopien, 5000 m), Jeremy Wariner (USA, 400 m) und Asafa Powell (Jamaika, 100 m).

Im Jahr 2007 stieg das Internationale Stadionfest zum zuschauerstärksten Ein-Tages-Meeting auf. Das Olympiastadion war mit 70.253 Zuschauern bis auf den letzten Platz belegt. Den Jackpot teilten sich erneut Sanya Richards (USA, 400 m) und Jelena Gadschijewna Issinbajewa (Russland, Stabhochsprung). Im Jahr 2008 bildete das ISTAF erstmals den Auftakt zur Golden-League-Serie und fand deshalb bereits am 1. Juni statt.

Seit 2010 gehört das ISTAF zur World Challenge.<ref>ISTAF baut auf neue Strukturen, www.leichtathletik.de 21. Mai 2010</ref> Bei der Premiere am 22. August 2010 lief der Kenianer David Rudisha in 1:41,09 min Weltrekord über die 800 Meter der Männer und verbesserte somit die bisherige Bestmarke um 2/100 Sekunden.<ref>Anja Herrlitz: 1:41,09 - David Rudisha läuft Weltrekord, www.leichtathletik.de 22. August 2010</ref>

Seit 2014 findet nach 1968 in der Mercedes-Benz Arena (Berlin) das ISTAF Indoor als Ableger des ISTAF Berlin statt. Am 31. Januar 2021 soll in Düsseldorf als Nachfolger des PSD Bank Meeting und vor einer größeren Kulisse im PSD Bank Dome das ISTAF Indoor Düsseldorf ausgetragen werden.<ref>ISTAF Indoor ab 2021 auch in Düsseldorf, Hallen-Meeting, auf: leichtathletik.de, vom 5. Februar 2020, abgerufen am 15. Februar 2020.</ref>

Meetingdirektor und Geschäftsführer des ISTAF ist Martin Seeber.

Seit 2020 gehört das ISTAF zur World Athletics Continental Tour.<ref>World Athletics Continental Tour Archive of Past Events | World Athletics. Abgerufen am 6. Oktober 2020.</ref>

Rekorde

Weltrekorde

Datum Athlet Disziplin Leistung<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Geschichte des DKB-ISTAF Berlin (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.istaf.de (PDF; 228 kB), ISTAF 2. September 2006</ref>
1. August 1937 Stanisława Walasiewicz (Polen 1928Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Polen) 100 m 11,6 s
1. August 1937 Barbara Burke (Sudafrika 1928Datei:Flag of South Africa (1928-1982).svg Südafrikanische Union<ref>Burke startete international sowohl für Südafrika als auch für Großbritannien.</ref>) 80 m Hürden 11,6 s
30. Juli 1939 Christel Schulz (Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Deutsches Reich) Weitsprung 6,12 m
4. Juli 1970 Kerry O’Brien (AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australien) 3000 m Hindernis 8:22,0 min
22. August 1975 Steve Williams (Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA) 100 m 9,9 s<ref>Weltrekord eingestellt</ref>
22. August 1975 Guy Drut (Vorlage:FRA-1974) 110 m Hürden 13,0 s
26. August 1977 Rosemarie Ackermann (Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg DDR) Hochsprung 2,00 m<ref>Ackermann stellte zunächst den bestehenden Rekord von 1,97 m ein und verbesserte ihn dann auf 2,00 m.</ref>
18. August 1978 Ulrike Bruns (Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg DDR) 1000 m 2:32,0 min
18. August 1978 Krystyna Kacperczyk (Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Polen) 400 m Hürden 55,44 s
23. August 1985 Saïd Aouita (MarokkoDatei:Flag of Morocco.svg Marokko) 1500 m 3:29,46 min
18. August 1989 Arturo Barrios (MexikoDatei:Flag of Mexico.svg Mexiko) 10.000 m 27:08,23 min
17. August 1990 Christine Wachtel (Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg DDR) 1000 m 2:30,57 min
7. September 1999 Hicham El Guerrouj (MarokkoDatei:Flag of Morocco.svg Marokko) 2000 m 4:44,79 min
22. August 2010 David Rudisha (KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Kenia) 800 m 1:41,09 min
31. August 2014 Anita Włodarczyk (PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen) Hammerwurf 79,58 m

Weltbestleistungen

Datum Athlet Disziplin Leistung
6. September 2015 Virginia Nyambura (KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Kenia) 2000 m Hindernis 6:02,16 min
27. August 2017 Caster Semenya (SudafrikaDatei:Flag of South Africa.svg Südafrika) 600 m 1:21,77 min
1. September 2019 Gesa Felicitas Krause (DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland) 2000 m Hindernis 5:52,80 min

Schülerwettbewerbe

Seit 2003 gehören zum Wettkampfprogramm des ISTAF auch Schülerwettbewerbe. Hier finden die 50-Meter-Finalläufe der Aktion Deutschland sucht den Supersprinter für 10- bis 13-jährige Schüler und Schülerinnen statt. Außergewöhnlich sind außerdem die 16 × 50-m-Staffelläufe für Schülermannschaften im Grundschulalter mit je 8 Jungen und Mädchen.

Weblinks

Commons: ISTAF – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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