Hans-Rudolf Boehmer
Hans-Rudolf Boehmer (* 18. Mai 1938<ref name=":0">Berthold J. Sander-Nagashima: Die Bundesmarine 1950 bis 1972: Konzeption und Aufbau, S. 541</ref> in Berlin<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Shampoo ( vom 8. August 2014 im Internet Archive) In: Hamburger Abendblatt, 25. März 1993</ref>) ist ein Vizeadmiral a. D. der Deutschen Marine und war von 1995 bis 1998 Inspekteur der Marine.
Leben
Boehmer legte das Abitur in Duisburg ab und fuhr zur See in der Handelsmarine. 1959 ging er zur Marine (Crew IV/59).<ref name=":0" /> Dort war er Ausbilder auf der Gorch Fock. Von Oktober 1971 bis September 1972 war er als Kapitänleutnant, ab Januar 1972 als Korvettenkapitän, Schiffsoperationsoffizier auf dem Zerstörer Rommel. Danach nahm er von Oktober 1972 bis September 1974 am 14. Admiralstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg teil und war anschließend Stabsoffizier im Alliierten Kommando der Seestreitkräfte Ostseezugänge. Am 1. Januar 1975 wurde er zum Fregattenkapitän befördert.
Von April 1976 bis Dezember 1977 war Boehmer Erster Offizier der Rommel und wechselte danach als Referent (damalige Bezeichnung: Hilfsreferent) in das Bundesministerium der Verteidigung. Dort wurde er im Januar 1979 Adjutant des Generalinspekteurs. Von Juli 1981 bis September 1983, ab April 1983 als Kapitän zur See, war er Kommandant des Zerstörers Lütjens. Daran schloss sich eine Tätigkeit als Referatsleiter im NATO-Kommando Allied Forces Northern Europe an.
Von Oktober 1986 bis September 1988 war Boehmer Kommandeur des 1. Zerstörergeschwaders und anschließend bis Mai 1990 Kommandeur der Zerstörerflottille. In dieser Tätigkeit wurde er am 1. Oktober 1988 zum Flottillenadmiral befördert. Am 1. Mai 1990 wurde Boehmer als Konteradmiral Chef des Stabes Führungsstab der Marine und Stellvertreter des Inspekteurs der Marine. Im Anschluss wurde er 1993 Befehlshaber der Flotte und Vizeadmiral. Als Marine-Inspekteur ab 1. April 1995 führte er den 14. Juni als „Tag der Marine“ ein.<ref>Joachim Beckh: Blitz und Anker, S. 19</ref> 1996 sprach er sich dafür aus, mehr Frauen auf Schiffen der Bundesmarine einzusetzen. Er verwies dabei auf gute Erfahrungen in anderen Ländern der NATO.<ref>Mehr Frauen an Bord. In: Der Spiegel. Nr. 1, 1996, S. 20 (online).</ref> Mit Ablauf des September 1998 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Boehmer ist seit 1995 Mitglied des Rotary-Clubs Kiel.<ref>Rotary Club Kiel (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Boehmer war von 2001 bis 2004 Erster Vorsitzender des Deutschen Hochseesportverbands HANSA.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wachwechsel im DHH ( des Vorlage:IconExternal vom 6. November 2004 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Yacht online, 18. Dezember 2001</ref>
Boehmer ist verheiratet und Vater von drei Kindern.
Siehe auch
Literatur
- Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 1, Adam – Fuhr. Biblio-Verlag, Osnabrück 1998, ISBN 978-3-7648-2492-1, S. 205–206.
- Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie. Bernard & Graefe, Bonn 1997, ISBN 3-7637-5970-0, S. 32.
- Wolfgang Harnack: Die Zerstörerflottille der Deutschen Marine von 1958 bis heute. Hamburg, Köhler 2001, ISBN 3-7822-0816-1.
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Friedrich Ruge | Karl-Adolf Zenker | Gert Jeschonnek | Heinz Kühnle | Günter Luther | Ansgar Bethge | Dieter Wellershoff | Hans-Joachim Mann | Hein-Peter Weyher | Hans-Rudolf Boehmer | Hans Lüssow | Lutz Feldt | Wolfgang E. Nolting | Axel Schimpf | Andreas Krause | Kay-Achim Schönbach | Jan Christian Kaack
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Befehlshaber der Flotte (Deutsche Marine)Vorlage:Klappleiste/Anfang Heinz Peters (1958–1960) | Hans Dominik (1960–1962) | Günter Kuhnke (1962–1965) | Theodor von Mutius (1964–1968) | Paul Hartwig (1968–1970) | Erwin Rau (1970–1972) | Joachim-Albrecht von Holleuffer (1972–1975) | Klaus-Jürgen Thäter (1975–1978) | Hein-Peter Weyher (1978–1981) | Hans-Joachim Mann (1981–1983) | Dieter Franz Braun (1983–1985) | Konrad Ehrensberger (1985–1988) | Hans-Rudolf Boehmer (1988–1990) | Klaus-Dieter Laudien (1990–1992) | Diether Hülsemann (1992–1995) Lutz Feldt (1995–1996) | Frank Ropers (1996–1998) | Christoph Diehl (1998–2001) | Gottfried Hoch (2001–2003) | Rolf Schmitz (2003–2004) | Hans-Jochen Witthauer (2004–2006) Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Kommandeure 1. Zerstörergeschwader
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Boehmer, Hans-Rudolf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Vizeadmiral |
| GEBURTSDATUM | 18. Mai 1938 |
| GEBURTSORT | Berlin |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2025-06
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2025-06
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Absolvent der Führungsakademie der Bundeswehr
- Vizeadmiral (Marine der Bundeswehr)
- Inspekteur der Marine (Bundeswehr)
- Zerstörer-Kommandant (Marine der Bundeswehr)
- Militärperson (NATO)
- Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
- Person (Deutscher Hochseesportverband HANSA)
- Person (Rotary International)
- Deutscher
- Geboren 1938
- Mann