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Bariumoxid

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Kristallstruktur
Struktur von Bariumoxid
Vorlage:Farbe Ba2+ 0 Vorlage:Farbe O2−
Kristallsystem

kubisch

Raumgruppe

Fm3m (Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225

Koordinationszahlen

Ba[6], O[6]

Allgemeines
Name Bariumoxid
Verhältnisformel BaO
Kurzbeschreibung

farbloses Pulver<ref name=roempp>Eintrag zu Bariumoxid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 215-127-9
ECHA-InfoCard 100.013.753
PubChem 62392
ChemSpider 56180
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 153,32 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,7 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

ca. 1920 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

2000 °C<ref name="alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Löslichkeit

In Wasser Zersetzung zu Bariumhydroxid<ref name="GESTIS" />

Brechungsindex

1,9841<ref name="CRC90_10_245">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Index of Refraction of Inorganic Crystals, S. 10-245.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.782">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​332​‐​314
P: 260​‐​271​‐​280​‐​303+361+353​‐​304+340+310​‐​305+351+338<ref name="GESTIS" />
MAK

0,5 mg·m−3 (Ba)<ref name="GESTIS" />

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−554 kJ·mol−1<ref>PAETEC Formelsammlung Ausgabe 2003, S. 116.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Bariumoxid ist das Oxid des Erdalkalimetalls Barium. Es besitzt die Formel BaO.

Bariumoxid (Baryterde) wurde zuerst von Johan Gottlieb Gahn in Zusammenarbeit mit Carl Wilhelm Scheele 1774 aus Schwerspat dargestellt<ref>Baryumoxyd. In: Joseph Kürschner (Hrsg.): Pierer’s Konversations-Lexikon. 7. Auflage. Band 2. Berlin, Stuttgart 1889, S. 500.</ref>. Es wurde zunächst von Torbern Olof Bergman als Terra ponderosa (lateinisch für Schwererde) bezeichnet und erhielt später durch Richard Kirwan den Namen Baryt sowie die Bezeichnungen Baryta und Barya<ref>Baryumoxyd. In: Joseph Kürschner (Hrsg.): Pierer’s Konversations-Lexikon. 7. Auflage. Band 2. Berlin, Stuttgart 1889, S. 500.</ref>.

Eigenschaften

Bariumoxid ist ein farbloser Feststoff, der bei 1918 °C schmilzt. Mit Wasser reagiert es unter lebhafter Wärmeentwicklung zu Bariumhydroxid.

<chem> BaO + H2O -> Ba(OH)2</chem>

Er besitzt eine Kristallstruktur vom Natriumchlorid-Typ und reagiert mit feuchter Luft zum Hydroxid, mit CO2-haltiger Luft bildet sich Bariumcarbonat.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 926.</ref>

Darstellung

Technisch wird es durch das Erhitzen eines Kohle-Bariumcarbonat-Gemisches auf etwa 1030 °C hergestellt, im Laboratorium auch durch Glühen von Bariumnitrat.<ref name=roempp/>

<chem>BaCO3 + C -> BaO + 2CO</chem>

Verwendung

Bariumoxid wird als Absorptionsmittel für Kohlenstoffdioxid und als Trocknungsmittel sowie zur Herstellung von Bariumperoxid, Bariumhydroxid, organischen Bariumsalzen, Spezialgläsern und Oxidkathoden verwendet.

Bariumoxid unterliegt an Sauerstoffatmosphäre einer Gleichgewichtsreaktion zu Bariumperoxid BaO2.

<chem>2BaO + O2 <=> 2BaO2</chem>

Zwischen 500 und 600 °C reagiert BaO zum Bariumperoxid. Oberhalb von 600 °C wird der im Peroxid gebundene Sauerstoff wieder abgegeben. BaO darf also nicht zu sehr erhitzt werden. Da die Gleichgewichtsreaktion zum Bariumperoxid mit Wärmeabgabe (exotherme Reaktion) und Volumenänderung verbunden ist, verschiebt sich das Gleichgewicht mit steigender Temperatur nach links. Man kann daher Sauerstoff bei niedriger Temperatur binden und bei höherer Temperatur wieder freisetzen.

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Berylliumoxid | Magnesiumoxid | Calciumoxid | Strontiumoxid | Bariumoxid | Radiumoxid Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein