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Zitronengelber Seitling

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Zitronengelber Seitling
Datei:Pleurotus citrinopileatus in Chatama's home.jpg

Zitronengelber Seitling (Pleurotus citrinopileatus)

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
Familie: Seitlingsverwandte (Pleurotaceae)
Gattung: Seitlinge (Pleurotus)
Art: Zitronengelber Seitling
Wissenschaftlicher Name
Pleurotus citrinopileatus
Singer
Datei:Limonenseitling jm59908.jpg
Limonenseitling (Pleurotus citrinopileatus)

Der Zitronengelbe Seitling oder kurz Zitronen-Seitling (Pleurotus citrinopileatus), auch Limonen-Seitling genannt, ist eine Pilzart aus der Familie der Seitlingsverwandten. Die Fruchtkörper haben weiße Stiele und gelbe Hütchen und wachsen büschelig. Die Spezies ist vor allem in Asien ein beliebter Speisepilz. Der Zitronengelbe Seitling ist ein Holzzersetzer, der Lignin cometabolisch abbaut und dadurch eine Weißfäule verursacht. Die deutschen Namen wurden erst in neuerer Zeit durch Züchter eingeführt.

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Der Zitronengelbe Seitling bildet Fruchtkörper aus, die zu mehreren in Büscheln nebeneinander wachsen. Sie besitzen einen flachen, herabgedrückten Hut von 2–6,5 cm Durchmesser. Seine Oberfläche ist hellgelb bis goldbraun und hat eine samtige, trockene Konsistenz, die sich jedoch bei älteren Pilzen verliert; der Hutrand steht ab. Das Fleisch im Hut ist dünn und weiß, mit Ausnahme im Bereich der Huthaut, wo es gelblich wird. Es bleibt auf Druck oder im Anschnitt unverfärbt, riecht typisch fruchtig und schmeckt mild. Die unter dem Hut liegenden Lamellen sind weiß und stehen dicht beieinander. Zwar unterscheiden sie sich in Länge und Dicke, jedoch laufen sie alle am Stiel herab. Leicht dezentral setzt der Stiel am Hut an: Er ist voll, zylindrisch und weiß gefärbt. Im Inneren hat er eine fleischige oder faserige Konsistenz, die Oberfläche ist samtig. In der Länge misst er etwa 2–5 cm, im Durchmesser 2–8 mm; oft ist er gekrümmt oder verbogen.<ref name="Zhishu1997" />

Mikroskopische Merkmale

Die Sporen des Zitronenseitlings sind von zylindrischer oder elliptischer Form, glatt, hyalin, amyloid, und messen 7–10 ×2,5–3,5 µm. Sie sitzen je zu viert auf den 4–5 µm langen Sterigmata des Basidiums. Die Basidien selbst erscheinen unter dem Mikroskop keulenförmig und hyalin; sie haben eine Größe von 27–35 × 4–8 µm. Zystiden sind nicht vorhanden. Die Trama des Zitronenseitlings ist monomitisch, die Hyphen verfügen sowohl über Schnallen als auch über Septa. Die Trama der Lamellen besteht aus annähernd parallelen Hyphen; die Epicutis ist undifferenziert.<ref name="Zhishu1997" />

Ökologie

Als Saprobiont befällt der Zitronenseitling totes oder verletztes Holz von Laubbäumen, wo er den Ligninbestandteil abbaut und so Weißfäule verursacht. Natürliche Substrate sind das Holz von Ulmen und Buchen. Er ist in Auwäldern und an Flussläufen zu finden<ref name="Flück2009" /> und benötigt vergleichsweise hohe Temperaturen (21–29 °C) um zu wachsen, sodass er unter 16–18 °C keine Fruchtkörper ausbildet, jedoch im oberen Temperaturbereich sehr tolerant ist. Beim Fruchten sollte die relative Feuchtigkeit der Luft für den Zitronenseitling über 80 % liegen.<ref name="Stamets2000" />

Verbreitung

Der Zitronenseitling kommt in Amerika, Europa,<ref>An unstoppable mushroom is tearing through North American forests. Fungi enthusiasts are doing damage control, 23. März 2026, Mohamed Madi, BBC</ref> Afrika sowie in Asien vor.<ref name="Zhishu1997" /><ref name="Petersen" />

Systematik

Der Zitronenseitling zeigt in seiner Morphologie Ähnlichkeiten zum Rillstieligen Seitling (Pleurotus cornucopiae), mit dem er sich auch kreuzen lässt. Ersterer wird deshalb teilweise als Varietät des Rillstieligen Seitlings angesehen.<ref name="Stamets2000" /> Für den Zitronenseitling werden keine Varietäten oder Formen anerkannt.<ref name="IndexFungorum" />

Bedeutung

Datei:Pleurotus citrinopileatus 2.jpg
Kleingeschnittene Zitronenseitlinge

Der Pilz wird traditionell in Ostasien und in neuerer Zeit auch in Taiwan, den USA und Europa angebaut. Neben seinem Wert als Speisepilz, der sich in zahlreichen Gerichten niederschlägt, hat er auch als Lieferant für Arzneistoffe Bedeutung, die bei der Behandlung von Lungenemphysemen Anwendung findet. Geeignete Substrate sind Rotbuche, Esche, Erle, Pappel, Weide und Ahorn.<ref name="Flück2009" />

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Zhishu1997"> </ref> <ref name="Flück2009"> Markus Flück: Welcher Pilz ist das? Kosmos, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-440-11561-9, S. 87. </ref> <ref name="Stamets2000"> </ref> <ref name="Petersen"> Ronald H. Petersen, Karen W. Hughes, Nadezha Psurtseva: Intersterility Group IV: Pleurotus cornucopiae (Paulet ex Persoon) Rolland 1910. Atlas Champ. Franc., pl. 44. Biological Species in Pleurotus. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. November 2014; abgerufen am 8. Januar 2010. </ref> <ref name="IndexFungorum"> Pleurotus citrinopileatus. In: Index Fungorum. Abgerufen am 9. Januar 2010. </ref> </references>

Weblinks

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