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Neptun 403

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Typ Neptun 403 (Serie Ivory Tellus)
Datei:Cam Bubinga IMO 7524902.jpg
Die Cam Bubinga, 1985 in Rotterdam
Die Cam Bubinga, 1985 in Rotterdam
Schiffsdaten
Schiffsart Stückgutschiff
Bauwerft VEB Schiffswerft „Neptun“, Rostock
Bauzeitraum 1976 bis 1977
Außerdienststellung ab 1999
Gebaute Einheiten 3
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 150,35 m (Lüa)
139,98 m (Lpp)
Breite 21,0 m
Seitenhöhe 11,3 m
Tiefgang (max.) 9,05 m
7,68 m
Vermessung 9689 BRT / 6409 NRT
5882 BRT / 3614 NRT (10679 BRT)*
 
Besatzung 35
Maschinenanlage
Maschine 1× K9Z-60/105-E-Dieselmotor
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 6.620 kW (9.001 PS)
Höchst­geschwindigkeit 17,0 kn (31 km/h)
Propeller 1× Festpropeller
Transportkapazitäten
Daten
obere Spalte

Volldecker

untere Spalte

Freidecker

*

ab 1978

Die Frachtschiffsserie Neptun 403, auch Serie Ivory Tellus genannt, war ein sehr variabler Stückgutschiffstyp der Rostocker Schiffswerft „Neptun“.

Geschichte

Grundlage des Typs waren die geringfügig kleineren Baureihen Neptun 381 und Neptun 371. Die Schiffe stimmten weitgehend mit dem Typ Neptun 388 von 1974 und Neptun 401 von 1976 überein. Hergestellt wurde die Baureihe 1976/77 in drei Einheiten. Vorgesehen waren die wahlweise als Volldecker oder Freidecker ausgelegten Schiffe vorwiegend für den kombinierten Transport von Stückgut, Containern, Schwergut, Holz, Schüttgutladungen, aber auch Früchten und Süßöl.

Erstes Schiff und Namensgeber der Serie war die am 30. Juli 1976 vom Stapel gelassene Ivory Tellus mit der Baunummer 403. Die anfangs in Panama beheimatete Ivory Tellus wurde 1978 neu vermessen und mehrfach umbenannt, zuletzt 1996 in Hermod. Ab dem 1. März 2002 wurde das zuletzt unter der Flagge von Thailand fahrende Schiff im indischen Alang abgebrochen.<ref>Die Ivory Tellus. In: miramarshipindex.nz. Miramar Ship Index, abgerufen am 9. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), nur nach Registrierung einsehbar).</ref>

Das zweite Schiff dieser Serie, Baunummer 404, war die unter dem Namen Ivory Uranus auf Kiel gelegte und am 4. Dezember 1976 vom Stapel gelassene Cam Bubinga. Das im April 1977 für Eigner aus Kamerun fertiggestellte Schiff fuhr ab 1987 unter chinesischer Flagge als Yin Feng.<ref>Die Cam Bubinga. In: miramarshipindex.nz. Miramar Ship Index, abgerufen am 9. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), nur nach Registrierung einsehbar).</ref> Nach einer weiteren Umbenennung wurde das Schiff zuletzt 2005 als Jin Heng Hai ohne Ladegeschirr im Hafen von Schanghai gesichtet.<ref>carimar: Jin Heng Hai. In: shipspotting.com. 27. Oktober 2005, abgerufen am 20. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der weitere Verbleib des Schiffes ist ungeklärt.

Drittes Schiff und Abschluss der Baureihe war die 1977 abgelieferte Claudia Maria. Nach mehreren Umbenennungen wurde das zuletzt unter dem Namen Laurissa fahrende Schiff ab dem 23. Januar 1999 im indischen Alang abgebrochen.<ref>Die Claudia Maria. In: miramarshipindex.nz. Miramar Ship Index, abgerufen am 9. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), nur nach Registrierung einsehbar).</ref>

Technik

Angetrieben wurden die Schiffe von einem in MAN-Lizenz gefertigten 6620-kW-Zweitakt-Dieselmotor des Typs K9Z 60/105 E des Herstellers VEB Maschinenbau Halberstadt, der direkt auf einen Festpropeller wirkt. Die Maschinenanlage war für den weitgehend automatisierten Betrieb eingerichtet.

Die mit einem Wulstbug versehenen Rümpfe wurden in Sektionsbauweise zusammengefügt. Der mit Einzelkammern ausgestattete Wohn- und Arbeitsbereich der achtern angeordneten Decksaufbauten war klimatisiert.

Die drei Laderäume mit einem Rauminhalt von 20.189 m³ Kornraum und 18.200 m³ Ballenraum verfügten über Zwischendecks, die Laderäume wurden mit MacGregor-Lukendeckeln verschlossen. Es konnten außerdem 108 m³ Kühlladung und 383 m³ Süßöl und 336 20-Fuß-Container oder 3922 Standards Holz transportiert werden. Das Ladegeschirr bestand aus drei 16-Tonnen-Schwingladebäumen, zwei 25-Tonnen-Bordkränen und einem durchschwenkbaren 150-Tonnen-Schwergutbaum.

Siehe auch

Literatur

  • Karl H. Struve: VEB Schiffswerft Neptun-Rostock, Neptun Type-421. In: Marine News. World Ship Society, 2002, ISSN 0025-3243, S. 26–29.
  • Manfred Neumann, Dietrich Strobel: Vom Kutter zum Containerschiff. Schiffe von DDR-Werften in Text und Bild. 1. Auflage. VEB Verlag Technik, Berlin 1981.

Einzelnachweise

<references />