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Hasborn-Dautweiler

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Hasborn-Dautweiler
Gemeinde Tholey
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2589)&title=Hasborn-Dautweiler 49° 30′ N, 6° 59′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2589) 49° 29′ 31″ N, 6° 58′ 46″ O
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Höhe: 339 m
Fläche: 9,04 km²
Einwohner: 2589 (31. Dez. 2020)<ref>Es gibt mehr Tholeyer: Bevölkerungszahl der Gemeinde Tholey leicht gestiegen. In: CityRadio Saarland. 22. Januar 2021, abgerufen am 31. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bevölkerungsdichte: 286 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66636
Vorwahl: 06853
Lage von Hasborn-Dautweiler im Saarland
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Datei:Hasborn-Dautweiler Ansicht 02.JPG
Ansicht des Doppelortes vom Schaumberg
Datei:Hasborn-Dautweiler, Marktplatz (4).jpg
Marktplatz Hasborn
Datei:Dautweiler Ortskern (mit Kriegerdenkmal) (1).jpg
Ortskern Dautweiler mit Kriegerdenkmal
Datei:Hasborn-Dautweiler, Grundschule (2).jpg
Grundschule

Hasborn-Dautweiler ist ein Ortsteil der Gemeinde Tholey im Landkreis St. Wendel im nördlichen Saarland. Bis Ende 1973 war Hasborn-Dautweiler eine eigenständige Gemeinde.

Lage

Hasborn-Dautweiler liegt im Nordsaarland etwa 27 km nördlich von Saarbrücken und rund 38 km südöstlich von Trier in unmittelbarer Nähe zur Bundesautobahn A1, an die eine eigene Anschlussstelle besteht.

Der Doppelort wird von drei Himmelsrichtungen von einer Hügelkette umgeben. Diese bilden einen Talkessel, welcher nach Osten zum Schaumbergmassiv bzw. Theeltal leicht abfällt.

Innerhalb der Gemeinde Tholey liegt das Dorf zentral und verbindet die Schaumbergdörfer im Osten mit den Orten des Bohnentals im Westen. Hasborn-Dautweiler grenzt an folgende Ortschaften:

Überroth-Niederhofen (Gemeinde Tholey) Primstal
(Gemeinde Nonnweiler)
Scheuern
(Gemeinde Tholey)
Kompass Theley mit Leitzweiler (Gemeinde Tholey)
Dörsdorf
(Stadt Lebach,
Landkreis Saarlouis)
Bergweiler
(Gemeinde Tholey)

Geschichte

Frühe archäologische Funde weisen darauf hin, dass das Gebiet des heutigen Hasborn-Dautweiler bereits in der Jungsteinzeit um etwa 2500–1800 v. Chr. und später sowohl durch die Kelten als auch die Römer besiedelt war.<ref name="Historischer Verein">Ausführliche Chronik des Ortes auf der Webseite des Historischen Vereines.</ref> Daher wird Hasborn-Dautweiler im Volksmund auch „Das ewige Dorf“ genannt.<ref>Ich leb so gern in ... Hasborn-Dautweiler - St. Wendeler Land Nachrichten. 28. Januar 2021, abgerufen am 18. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Entstehung der ursprünglich separaten Siedlungen Hasborn und Dautweiler beläuft sich auf das 7. bzw. 8. Jahrhundert, wobei Dautweiler erstmals im Jahr 835 und Hasborn erstmals 972 urkundlich erwähnt werden.<ref>Ersterwähnung der beiden Orte nach der Angabe auf der @1@2Vorlage:Toter Link/www.sr.deWebseite des SR (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Noch bis in das Jahr 1799 gehörte Dautweiler kirchenrechtlich nicht zur Pfarrei Hasborn, sondern zu Theley.<ref name="Historischer Verein" />

Nach der französischen Besatzung unter Napoleon Bonaparte zwischen 1802 und 1815 wurde das Gebiet Teil des deutschen Gliedstaates Preußen. Mit der Errichtung des Saargebietes, zu welchem auch Hasborn-Dautweiler gehörte, wurde das Dorf von 1920 bis 1935 zu einem Grenzort. Die Grenze zwischen Saargebiet und Deutschem Reich verlief nur etwas mehr als einen Kilometer nördlich des Ortes, wovon bis heute zahlreiche Grenzsteine im Wald zeugen.<ref name="Historischer Verein" />

Von 1935 bis 1945 gehörte der Ort zum Deutschen Reich, nach 1946 zum autonomen Saarstaat und seit 1957 zur Bundesrepublik Deutschland.<ref name="Historischer Verein" />

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Hasborn-Dautweiler am 1. Januar 1974 der Gemeinde Tholey zugeordnet.<ref>Neugliederungsgesetz – NGG vom 19. Dezember 1973, § 37, veröffentlicht im Amtsblatt des Saarlandes 1973, Nr. 48, S. 857 (PDF Seite 29; 499 kB)</ref><ref></ref>

Im Verlauf der Jahrhunderte sind die beiden Siedlungen Hasborn und Dautweiler kontinuierlich zusammengewachsen, sodass die beiden ehemals eigenständigen Orte sich heute nicht mehr an der Siedlungsstruktur ablesen lassen. Der ursprüngliche Ortskern von Hasborn war das Gebiet um das heutige Alte Rathaus, an dessen Stelle sich früher auch die Dorfkirche befand. Seit dem Bau der neuen Pfarrkirche 1904 und spätestens seit der Eingemeindung nach Tholey 1974 und der damit verbundenen Aufgabe der Funktion des Alten Rathauses als zentraler Verwaltungssitz hat sich der Ortskern in die Umgebung der neuen Pfarrkirche verlagert. Hier finden sich heute zu einem überwiegenden Teil Geschäfte, Arztpraxen und ähnliches. Den Kern von Dautweiler bildet heute faktisch die Ecke Brunnenstraße/Waldstraße mit einem Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege. In den 1980er und 1990er Jahren expandierte der Ort nach Norden durch die Erschließung des Neubaugebiets Seiters, bestehend aus der Josef-Marx-Straße und der Raupenbachstraße sowie deren Nebenstraßen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft von Hasborn-Dautweiler ist in der Vergangenheit entscheidend durch das Dowidat-Werk geprägt worden. Angesiedelt in der Industriestraße – dem örtlichen Industriegebiet – wurden dort ab 1963 hochwertige Werkzeuge hergestellt. Die Produktion musste jedoch zwischenzeitlich eingestellt werden. Daneben war als wichtiger Arbeitgeber des Ortes das 1932 gegründete Bauunternehmen Josef Backes, das heute in Theley ansässig ist, zu nennen. Heute sind das 1996 gegründete Metall- und Stahlbauunternehmen Scholl, gemeinsam mit seiner Konstruktionsfirma KBM, in Hasborn ansässig. Die Scholl GmbH hat ihren Geschäftsbetrieb unter anderem in den alten Dowidat-Hallen. Zwischen den beiden Betriebsflächen von Scholl befindet sich das EVS Wertstoff-Zentrum Hasborn-Dautweiler. Der weitere Ausbau des Gewerbegebietes mit unmittelbarer Anbindung an die Autobahn A1 ist geplant.

Des Weiteren sind in Hasborn-Dautweiler einige Einzelhandelsunternehmen ansässig, darunter ein 2017 neu eröffneter Edeka-Markt<ref>Neueröffnung des Edeka-Marktes Hasborn-Dautweiler, Bericht in der Saarbrücker Zeitung am 27. Oktober 2017</ref>, ein Getränkemarkt, ein Elektro-Fachgeschäft. Darüber hinaus gibt es je eine Filiale der Sparkasse und der Volksbank, eine Tankstelle und mehrere Bäckereifilialen.

Hasborn ist außerdem Standort einer von zwei Grundschulen in der Gemeinde Tholey mit dem Einzugsgebiet der Orte Bergweiler, Sotzweiler, Hasborn-Dautweiler, Scheuern, Lindscheid, Neipel und Überroth-Niederhofen.

Es existiert eine stündliche Busverbindung in die Kreisstadt St. Wendel sowie regelmäßig umstiegsfreie Busverbindungen nach Lebach, Saarbrücken und die umliegenden Orte.<ref>Vgl. Fahrplanauskunft auf Saarfahrplan.de</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Hasborn St. Bartholomäus 03.jpg
Pfarrhaus und Kirche St. Bartholomäus
Datei:Hasborn-Dautweiler, Christusstatue auf dem Enzenberg (Ecksteinstraße) (4).jpg
Christusstatue (1960) von Frans Griesenbrock auf dem Enzenberg.

Kirche

Die neugotische Kirche St. Bartholomäus, erbaut von 1902 bis zur Einweihung am 24. Oktober 1904, wurde von 1969 bis 1972 aus Platzgründen umgebaut. Die Apsis wurde abgerissen und stattdessen entstand ein größeres Querhaus modernen Baustils. Hier befinden sich außerdem die neue Empore im östlichen Querhausarm mit der Orgel aus Leonberg (2 Manuale/29 Register) und die darunterliegende Sakristei.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Im gesamten Ortsgebiet befinden sich zahlreiche Anlagen als Ausdruck einer starken Volksfrömmigkeit. Neben zahlreichen Wegekreuzen und Bildstöcken existieren zwei kleinere Kapellen, zwei Mariengrotten und eine überlebensgroße Christusstatue. Letztere wurde 1960/61 durch den niederländischen Künstler Frans Griesenbrock errichtet und befindet sich auf dem Enzenberg in der Ecksteinstraße an dem Ort, an welchem zur jährlichen Herz-Jesu-Prozession der Stationsaltar aufgestellt wird und breitet ihre Arme schützend über den gesamten Ort aus. Diese besondere Herz-Jesu-Verehrung geht auf ein Gelöbnis zurück, welches der damalige Pfarrer Josef Marx im Jahr 1944 angesichts der Kriegsleiden abgelegt hatte. Sollten Hasborn-Dautweiler und seine Bürger von Zerstörung und Vertreibung verschont bleiben, werde zum Dank jährlich eine Herz-Jesu-Prozession stattfinden um der Opfer von Krieg und Vertreibung zu gedenken.<ref>Zöhler, Gerd: Die Pfarrei St. Bartholomäus Hasborn-Dautweiler : Geschichte entdecken - Kirchen erleben. 1. Auflage. Geistkirch-Verlag, Saarbrücken 2013, ISBN 978-3-938889-18-3</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Auf dem Marktplatz befindet sich ein 2004 Jahren errichteter Brunnen mit dem Ortswappen sowie eine Tafel mit den kunstvoll gestalteten Symbolen aller Handwerksberufe des Ortes.

Des Weiteren existiert in der Römerstraße unmittelbar vor dem ehemaligen Friedhof ein Denkmal für die Bergarbeiterbewegung 1889 sowie deren Streikführer Nikolaus Warken, genannt Eckstein.

Wappen

Wappen Hasborn-Dautweiler
Wappen Hasborn-Dautweiler
Blasonierung: „Schild gespalten: vorne in schwarz goldenes Kreuz; hinten in Gold rote Wolfsangel mit zugespitzten Enden.“<ref name="Wappen">Heimatbuch (siehe unten)</ref>

Das heutige Wappen von Hasborn-Dautweiler wurde am 27. Februar 1964 eingeführt. Die Zweiteilung wurde bewusst gewählt um beide Ortsteile gleichermaßen symbolisch zu repräsentieren. Für Hasborn wurde die Darstellung eines Kreuzes in den Wappenfarben der Herren von Schwarzenberg gewählt um einerseits die einstige Zugehörigkeit zu diesen und zum Kloster Fraulautern auszudrücken. Für den Ortsteil Dautweiler wurde die Goldene Wolfsangel in den Wappenfarben der Herren von Sötern gewählt.<ref>Johann Engel: 1000 Jahre Hasborn-Dautweiler - ein Heimatbuch, 1964, S. 136 f</ref>

Politik

Ortsvorsteher von Hasborn-Dautweiler ist seit 28. August 2019 Martin Backes (CDU).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zusammensetzung des Ortsrates und Ortsvorsteher (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. November 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tholey.de</ref>

Sitzverteilung im Ortsrat Hasborn-Dautweiler seit 9. Juni 2024
  
Insgesamt 11 Sitze

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Hasborn-Dautweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Bergweiler | Hasborn-Dautweiler | Lindscheid | Neipel | Scheuern | Sotzweiler | Theley | Tholey | Überroth-Niederhofen Vorlage:Klappleiste/Ende