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Ketternschwalbach

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Ketternschwalbach
Gemeinde Hünstetten
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(459)&title=Ketternschwalbach 50° 16′ N, 8° 9′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(459) 50° 15′ 51″ N, 8° 9′ 7″ O
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Höhe: 299 m ü. NHN
Fläche: 5,76 km²<ref>Zahlen + Fakten. In: Webauftritt. Gemeinde Hünstetten, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. August 2016; abgerufen im November 2018.</ref>
Einwohner: 459 (31. Dez. 2020)<ref>Hünstetten EWO-Statistik 2. Halbjahr 2020. (PDF; 601 KB) Gemeinde Hünstetten, S. 1, PDF S. 1, abgerufen im Mai 2022.</ref>
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 65510
Vorwahl: 06438

Ketternschwalbach ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Hünstetten im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis.

Geographie

Ketternschwalbach liegt im Hintertaunus zwischen Limburg und der Landeshauptstadt Wiesbaden und wird vom Palmbach durchflossen. Etwa 1,5 km östlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 417, auch als Hühnerstraße bekannt, eine alte Handelsstraße. Durch den Ort führt die Landesstraße 3031.

Geschichte

Im Jahre 1354 wurde Ketternschwalbach erstmals urkundlich erwähnt. 1364 lautete der Ortsname Ketzirswalebach<ref>Ketternschwalbach, Rheingau-Taunus-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>. Der Name wird urkundlich in der Anfangszeit mehrfach als von „Ketzer“ abgeleitet verwendet<ref>Urkunde: HHStAW Bestand 121 Nr. U von Hunsbach 1364 Januar 14, abgerufen am 14. Oktober 2023: 1364 bekennt Wygand von Hunsbach, als Mann und Burgmann von Adolfseck, dass Graf Adolf von Nassau ihm auf das Dorf und Amt (ampt) Ketternschwalbach (Ketzirswalebach) eine Summe angewiesen hat.</ref><ref>Urkunde: HHStAW Bestand 28 Nr. U 135, abgerufen am 13. Oktober 2023: 1423 bezeugt Johann Crafft, Pfarrer zu Ketternschwalbach (Ketzerswalbach) die Bekundung von Cunze Scheyffer und seiner Frau Anna eine Gülte gegenüber dem Kloster Gnadenthal.</ref><ref>Urkunde: HHStAW Bestand 133 Nr. U 40, abgerufen am 8. August 2023: Ab 1439 wurde das „Schloß Walrabenstein“ mit Bechtheim, Beuerbach (Vuerbach) und Ketzer-Schwalbach von Graf Johann von Nassau an Marsilius von Reifenberg verpfändet.</ref>. Ob sich der Name des Ortes von „Ketzer“ ableitet, möglicherweise im Sinne der im Pestjahr 1349 aufgetretenen Flagellanten (Geißler), die als Häretiker (Ketzer) galten,<ref>Die Limburger Chronik. Hrsg. von Christian D. Vogel. Marburg 1826; 2. unveränderte Auflage Krieger, Marburg 1828, S. 13–20 (Digitalisat), abgerufen am 10. September 2023</ref> oder eventuell doch noch von Heiligen Katharina (Käthe bzw. Kett) herzuleiten wäre, ist unklar.<ref>Rudolf Wuschek: Die Geschichte von Ketternschwalbach [1] abgerufen am 30. November 2024</ref>

Die kleine, heute evangelische Kirche wurde 1483 erbaut und stand ursprünglich unter dem Patrozinium von Paulinus von Trier. Ketternschwalbach war wie die ebenfalls angrenzenden Dörfer Bechtheim und Beuerbach verpflichtet, in seinem Zuständigkeitsbereich das Gebück als Grenzanlage zu pflegen. Der ab 1563 initiierte Bau der Pforten zu Wallrabenstein soll auch von den Gemeinden Ketternschwalbach, Bechtheim und Beuerbach unterstützt werden<ref>Sachakte: HHStAW Bestand 133 Nr. Wallrabenstein 25, abgerufen am 15. Oktober 2023</ref>. Eine Schule wird erstmals 1688 erwähnt. Im Ort gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus mit angeschlossenem Grillplatz.

Am 31. Dezember 1971 schlossen sich im Zuge der Gebietsreform in Hessen die damaligen Gemeinden Beuerbach, Kesselbach, Ketternschwalbach, Limbach, Strinz-Trinitatis und Wallbach freiwillig zur neuen Gemeinde Hünstetten zusammen.<ref></ref> Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 17 kB) §; 6. In: www.huenstetten.de. Gemeinde Hünstetten, abgerufen im Februar 2019.</ref> Im zentral gelegenen Wallbach wurde für die Gemeindeverwaltung ein Neubaukomplex errichtet.

Wappen

Das Wappen zeigt einen gespaltenen Schild, vorne in Silber eine schwarze Zange, hinten in Schwarz einen silbernen Palmwedel.

Medienauftritte

Am 22. Januar 2026 wurde Ketternschwalbach als Dolles Dorf vom Hr Fernsehen ausgelost. Am Tag drauf fanden vor Ort die Dreharbeiten statt. Am 24. Januar 2026 wurde die gedrehte Dokumentation in der Hessenschau gezeigt. Das Ende der Dreharbeiten wurde überschattet von einem tödlichen Verkehrsunfall, zu dem die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Ketternschwalbach aus den Dreharbeiten herausgerufen worden waren.<ref>hessenschau de, Frankfurt Germany: Dolles Dorf: Ketternschwalbach. In: www.hessenschau.de. Hessischer Rundfunk, 24. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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