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Regierungsbezirk Potsdam

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Datei:Karte der Provinz Brandenburg (1896).tif
Karte der Provinz Brandenburg von 1896 mit dem Regierungsbezirk Potsdam (gelb umrandet), dem Regierungsbezirk Frankfurt (violett umrandet) und dem Stadtbezirk Berlin

Der Regierungsbezirk Potsdam war von 1815 bis 1945 ein Regierungsbezirk der preußischen Provinz Brandenburg. Sein Gebiet gehört heute größtenteils zu den deutschen Bundesländern Berlin und Brandenburg.

Geschichte

Im Zuge der Preußischen Reformen wurden die bisherigen Kriegs- und Domänenkammern zu „Regierungen“ des jeweiligen Kammerbezirks umgestaltet, so auch im Februar 1809 die 1723 eingerichtete Kurmärkische Kriegs- und Domänenkammer zu Berlin. Im März 1809 zog die Behörde nach Potsdam.<ref>Felix Escher: Publizistische Tätigkeit nach amtlichen Pflichten. Magnus Friedrich von Bassewitz (1773–1858). In: Kurt Adamy, Kristina Hübener (Hrsg.): Adel und Staatsverwaltung in Brandenburg im 19. und 20. Jahrhundert. Ein historischer Vergleich. Akademie-Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-05-002825-4, S. 93–101, hier S. 96.</ref>

Mit der Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzial-Behörden vom 30. April 1815 wurde das Königreich Preußen in zehn Provinzen eingeteilt.<ref>Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzial-Behörden vom 30. April 1815. In: Gesetz-Sammlung für die königlichen Preußischen Staaten, Nr. 9 vom 8. Juli 1815, S. 85 ff., Digitalisat und weitere Informationen im Internet-Portal "Westfälische Geschichte".</ref> Zum 25. März 1816 wurde die Provinz Brandenburg in drei Regierungsbezirke gegliedert: Berlin, Potsdam und Frankfurt. Die Regierungsbezirke Berlin und Potsdam verständigten sich im April 1816 auf die Aufteilung in einen engeren Regierungsbezirk, der sich auf das Weichbild der Stadt Berlin, den Tiergarten und die Hasenheide beschränkte, und einen weiteren Regierungsbezirk, zu dem das übrige Berliner Umland gehörte. Diese Zweiteilung bewährte sich nicht. Deshalb wurde der Regierungsbezirk Berlin zur Verwaltungsvereinfachung und zur Kostenersparnis Ende Dezember 1821 aufgelöst.<ref>Elfi Bendikat: Öffentliche Nahverkehrspolitik in Berlin und Paris 1890–1914. Strukturbedingungen, politische Konzeptionen und Realisierungsprobleme. de Gruyter, Berlin 1999, ISBN 3-11-015383-1, S. 64–65.</ref> Die Stadt Berlin war ab dem 1. Januar 1822 eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Potsdam.

Infolgedessen umfasste der Regierungsbezirk Potsdam ab 1822 die gesamte Westhälfte der Provinz Brandenburg, mit einer Fläche von 20.214 km².<ref name="hgis">Andreas Kunz: Regierungsbezirk Potsdam. (PDF; 25 kB) HGIS Germany, abgerufen am 22. August 2009.</ref> Zum Regierungsbezirk gehörten unter anderem die Prignitz, die Uckermark und die Mittelmark. Der Sitz des Regierungspräsidenten befand sich in Potsdam.

Im Zuge einer Kreisreform der Provinz Brandenburg schied Berlin 1875 als „Stadtbezirk Berlin“ aus dem Regierungsbezirk Potsdam aus. Bei der Bildung von Groß-Berlin musste 1920 der Regierungsbezirk zahlreiche Städte und Gemeinden an Berlin abgeben. Im Jahr 1939 besaß er eine Fläche von 19.888 km².<ref name="digi">Statistische Jahrbücher für das Deutsche Reich 1939. In: Statistische Bibliothek. 1940, S. 8, abgerufen am 21. März 2023.</ref>

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte das Gebiet des Regierungsbezirks zur Sowjetischen Besatzungszone (SBZ). Das 1947 aus der Provinz Brandenburg gebildete Land Brandenburg hatte keine Bezirksebene, es war unmittelbar in kreisfreie Städte und Landkreise gegliedert.

Einwohnerentwicklung

Regierungsbezirk Potsdam<ref name="hgis" /><ref>Königreich Preußen, Provinz Brandenburg. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. April 2023;.</ref><ref name="digi" />
Jahr 1820 1850 1880 1900 1910 1925 1933 1939
Einwohner 554.296 853.668 (ohne Berlin) 1.161.158 1.929.304 2.859.427 1.299.767 1.415.288 1.691.343

Verwaltungsgliederung

Datei:Province of Brandenburg Kingdom of Prussia, 1905, Administrative Map.png
Provinz Brandenburg (um 1905) / Reg.-Bez. Frankfurt (grün) und Potsdam (rot)

Stadtkreise:

Landkreise:

Regierungspräsidenten

Weblinks

Commons: Regierungsbezirk Potsdam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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Regierungsbezirke: Regierungsbezirk Frankfurt | Regierungsbezirk Potsdam | Regierungsbezirk Berlin (bis 1821)

Stadtkreise: Berlin (bis 1920) | Brandenburg an der Havel (ab 1881) | Charlottenburg (1877–1920) | Cottbus (ab 1886) | Deutsch-Wilmersdorf (1907–1920) | Eberswalde (ab 1911) | Forst (Lausitz) (ab 1897) | Frankfurt (Oder) (ab 1827) | Guben (ab 1884) | Landsberg (Warthe) (ab 1892) | Lichtenberg (1908–1920) | Potsdam | Rathenow (ab 1925) | Rixdorf (1899–1920) | Schöneberg (1899–1920) | Spandau (1886–1920) | Wittenberge (ab 1922)

Landkreise: Angermünde | Arnswalde (bis 1938) | Beeskow-Storkow (ab 1836) | Calau | Cottbus | Crossen | Cüstrin (bis 1836) | Frankfurt (bis 1826) | Friedeberg Nm. (bis 1938) | Guben | Jüterbog-Luckenwalde | Königsberg Nm. | Landsberg (Warthe) | Lebus | Lübben | Luckau | Meseritz (ab 1938) | Niederbarnim | Oberbarnim | Osthavelland | Ostprignitz | Oststernberg (ab 1873) | Prenzlau | Ruppin | Schwerin (Warthe) (ab 1938) | Soldin | Sorau | Spremberg (ab 1825) | Spremberg-Hoyerswerda (bis 1825) | Sternberg (bis 1873) | Teltow (bis 1816; ab 1836) | Teltow-Storkow (1817–1835) | Templin | Westhavelland | Westprignitz | Weststernberg (ab 1873) | Zauch-Belzig | Züllichau-Schwiebus

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