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Offshore-Windpark Meerwind

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Offshore-Windpark Meerwind
Datei:Windpark 3395.jpg
Offshore-Windpark Meerwind Süd-Ost
Offshore-Windpark Meerwind Süd-Ost
Lage

Offshore-Windpark Meerwind (Deutschland)
Offshore-Windpark Meerwind (Deutschland)
Koordinaten 54° 23′ 0″ N, 7° 41′ 0″ OKoordinaten: 54° 23′ 0″ N, 7° 41′ 0″ O
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Land DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Gewässer Nordsee
Daten

Typ Offshore-Windpark
Primärenergie Windenergie
Leistung 288 MW
Eigentümer 80 % China Three Gorges Corporation
20 % Windland Energieerzeugungs GmbH
Betreiber WindMW GmbH
Projektbeginn 2000, Baubeginn 2012
Betriebsaufnahme Herbst 2014
Gründung Monopiles
Turbine 80 × Siemens SWT-3.6-120
Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme 6000 GWh
Website https://www.windmw.de/
Stand 2019

Meerwind Süd | Ost ist ein Offshore-Windpark in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone in der Nordsee nördlich der Insel Helgoland. Direkt nördlich liegt das Baufeld des Offshore-Windparks „Nordsee Ost“, mit dem eine gemeinsame Sicherheitszone im 500-Meter-Abstand um die äußeren Bauwerke besteht.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deckblatt für die Seekarte Nr. 103 (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive), in NfS 30/12 vom 27. Juli 2012, BSH, Hamburg/Rostock 2012, ISSN 0027-7444</ref>

Allgemeines

Datei:Karte Offshore-Windparks in der Deutschen Bucht.svg
Lage von Meerwind innerhalb der Windparks in der Deutschen Bucht und deren Anbindung ans Festland

Ursprünglich bestand das Projekt des heutigen Offshore-Windparks aus den beiden benachbarten Windparks „Meerwind Süd“ und „Meerwind Ost“, die seit 2012 vom Genehmigungsinhaber WindMW GmbH in Bremerhaven als ein zusammengefasster OWP mit Namen „Meerwind Süd|Ost“ geführt werden.

Beide Offshore-Windparks wurden ursprünglich von der Windland Energieerzeugungs GmbH, später von der WindMW GmbH geplant. Der Windpark umfasst eine Fläche von zusammen rund 40 km², die 24 Kilometer nordnordwestlich der Insel Helgoland liegt.

Nach Antrag vom 22. September 2006 wurde der Bau und Betrieb des Windparks mit zweimal 40 Windenergieanlagen (WEA) mit je bis zu 5 MW Nennleistung am 16. Mai 2007 vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) auf Grundlage der Seeanlagenverordnung genehmigt.<ref>Meerwind Süd, Meerwind Ost Genehmigungsbescheid. (PDF) Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, 16. Mai 2007, abgerufen am 12. Januar 2020.</ref> Mit dem Bau wurde im August 2012 begonnen.<ref name="FAZ" />

Der Windpark ging im September 2014 im Probebetrieb ans Netz.<ref>Neuer Windpark in der Nordsee. In: Norddeutsche Neueste Nachrichten vom 11. November 2014</ref> Am 10. November 2014 erfolgte die Einweihung bei einem Festakt in Bremerhaven. Bis zum Jahresende sollte der Vollbetrieb aufgenommen werden.<ref name="FAZ">Holger Paul: Meerwind soll 360.000 Haushalte mit Strom versorgen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. November 2014, abgerufen am 10. November 2014</ref> Die WindMW GmbH betreibt an ihrem Sitz in Bremerhaven auch eine Leitstelle zur Steuerung der Anlagen. Auf der Insel Helgoland betreibt WindMW einen Servicestützpunkt mit Werk- und Lagereinrichtungen für die zum Betrieb erforderlichen Techniker.<ref>„Meerwind Süd/Ost“ in Betrieb · Steuerung der Turbinen von Bremerhaven – Verbindung zu Konverterstation „HelWin 1“. In: Täglicher Hafenbericht vom 11. November 2014, S. 4</ref>

Der Windparks-Eigentümer WindMW GmbH gehörte zu 80 % dem US-Beteiligungsunternehmen Blackstone, die restlichen Anteile der Windland Energieerzeugungs GmbH. Ende 2015 wurden Verkaufsabsichten von Blackstone bekannt.<ref>Blackstone will offenbar Nordsee-Windpark verkaufen. In: Wirtschaftswoche, abgerufen am 6. September 2016</ref> Die China Three Gorges Corporation, die in China große Wasserkraftwerke betreibt, übernahm 2016 die Anteile von Blackstone.<ref>Blackstone (BX) Set to Divest Majority Stake in WindMW, 14. Juni 2016, abgerufen am 6. September 2016</ref><ref>Frank Binder: Chinesen kaufen Nordsee-Windpark. In: Täglicher Hafenbericht vom 15. Juni 2016, S. 16</ref><ref>Chinesen kaufen deutschen Windpark. In: Handelsblatt. 13. Juni 2016, abgerufen am 12. Januar 2020.</ref>

Bau

Ursprünglich hatte die Norddeutsche Seekabelwerke GmbH (NSW) von der WindMW GmbH den Auftrag zur Lieferung und Installation von 108 km Mittelspannungs-Seekabel zur Verkabelung der einzelnen Windenergieanlagen mit der jeweiligen Umspannplattform der beiden Windparks erhalten. Zu den Arbeiten sollte der Kabelleger Nostag 10 verwendet werden. Die Arbeiten wurden stattdessen von VSMC durchgeführt.<ref>Cable installation at Meerwind Süd / Ost wind farms completed on time – mit Link zu einem Video der Installationsarbeiten; abgerufen am 5. August 2013</ref>

Damit die Bauarbeiten im Baufeld beginnen konnten, wurde Ende Juli 2012 eine 500-Meter-Sicherheitszone um die zukünftigen Standorte der äußeren Windenergieanlagen eingerichtet. Das Kabelende der HGÜ „HelWin 1“ wurde von der Kabelverlegeeinheit „Atalanti“ am Baufeld abgelegt.<ref>BfS 130/12 des WSA Tönning vom 30. August 2012</ref> In diesem Bereich wurde Ende August 2013 die von Nordic Yards gefertigte<ref>NordicYards - Offshore Projekte. Abgerufen am 14. August 2024.</ref> Konverter-Plattform „HelWin alpha“ als seeseitige HGÜ-Station errichtet.<ref>Nordsee-Konverterplattform erfolgreich installiert. In: Schiff & Hafen, Heft 10/2013, S. 56</ref>

Bis April 2013<ref>Anne-Katrin Wehrmann: Rammschall bleibt für Errichter von Meereswindparks eine Herausforderung. In: Hansa, Heft 11/2013, S. 21</ref> waren die 80 Monopile-Fundamente von Cuxhaven geholt und im Baufeld eingerammt worden. Dazu wurden die Errichterschiffe „Zaratan“ und „Leviathan“ des britischen Offshore-Dienstleisters Seajacks eingesetzt. Bis zum 3. April 2014 waren die Windturbinen mit den Rotoren installiert und die Umspannplattform aufgestellt.<ref>Peter Kleinort: „Meerwind“-Park in der Nordsee fertig. In: Täglicher Hafenbericht vom 8. April 2014, S. 4</ref>

Netzanbindung

Datei:OSS Meerwind 11 20140401.JPG
Umspannplattform Der dicke Malte in Bremerhaven 2014
Datei:HGÜ Offshore Plattform Helwin 1+2.jpg
Die verbundenen Konverter-Plattformen HelWin alpha und HelWin beta

Die Windenergieanlagen sind über Mittelspannungskabel mit der Umspannplattform im Windpark verbunden, die den Dreiphasenwechselstrom (Drehstrom) von 33 kV auf Hochspannung von 155 kV transformiert. Die Umspannplattform mit dem Namen Der dicke Malte wurde durch das Stahlbauunternehmen BVT Bremen der Heinrich Rönner Gruppe aus Bremerhaven gefertigt.<ref>Glatte Platte für den „dicken Malte“. In: Nordwest-Zeitung. 11. März 2014, abgerufen am 14. Juli 2017.</ref> Von dort aus wird der Strom mittels einer Seekabel-Verbindung an das Offshore-HGÜ-System HelWin1 des Übertragungsnetzbetreibers Tennet TSO geleitet. An die Konverterplattform HelWin alpha schließt auch der Offshore-Windpark Nordsee Ost an. Nach Umwandlung in Gleichstrom erfolgt die Übertragung über 130 km (davon 85 km Seekabel und 45 km Erdkabel) in die Konverterstation im Umspannwerk Büttel bei Büttel (Elbe).<ref>HelWin1 - Netzanschluss für 128 Offshore-Windkraftanlagen vor der Küste Helgolands. Tennet TSO, abgerufen am 12. Januar 2020.</ref>

Die Konverter-Plattform HelWin alpha wurde von Siemens geliefert, Ende August 2013 aufgestellt und Mitte 2014 fertiggestellt.<ref name="FAZ" /><ref>Anne-Katrin Wehrmann: Jack-Ups installieren erste Fundamente. In: Hansa, Heft 3/2013, S. 54/55</ref> Mit der Übergabe von Siemens an TenneT ging die HGÜ-Netzanbindung HelWin1 im Februar 2015 in den kommerziellen Betrieb.<ref>Siemens übergibt mit HelWin1 die zweite Nordsee-Netzanbindung an TenneT, Siemens-Presseinformation, 9. Februar 2015</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Meerwind – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />