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Andrea Pozzo

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Datei:Andrea Pozzo, autoportrait.jpg
Andrea Pozzo, um 1686

Andrea Pozzo (auch: Puteus und Pozzi; * 30. November 1642 in Trient; † 31. August 1709 in Wien) war ein italienischer Maler und Architekt des Barock, der vor allem für seine Trompe-l’œil-Kuppelfresken bekannt ist.

Leben

Andrea Pozzo, Sohn des Jacobi aus Como, gehörte als Laienbruder dem Jesuitenorden an und war der führende Theoretiker der illusionistischen Malerei seiner Zeit, sein Traktat Perspectiva pictorum et architectorum (Perspektive der/für Maler und Architekten) wurde weithin rezipiert. Die praktische Umsetzung dieser Schrift zeigt er im Deckenfresko der Langhaustonne von Sant’Ignazio, Rom, in der er die Himmelfahrt des Hl. Ignatius mit Hilfe der Quadraturmalerei schildert, was zum Vorbild für die Malerei an Gewölben in ganz Europa wurde.

Ab 1702 war er auf Einladung Kaiser Leopolds I. in Wien. Bekannt ist vor allem seine Scheinkuppel in der Jesuitenkirche (1703). Ebenfalls aus dem Jahr 1703 stammt seine Scheinkuppel in der Kirche Badia delle Sante Flora e Lucilla in der toskanischen Stadt Arezzo. Für die Fürsten Liechtenstein malte er auch ihr Gartenpalais in der Roßau aus, starb aber, bevor er mehr als die Fresken im Herkulessaal (dem dortigen großen Festsaal) vollenden konnte.

Sein übriges Werk umfasst unter anderem die perspektivischen Fresken in der römischen Kirche Sant’Ignazio, den Barockaltar in der Hauptkirche der Jesuiten in Rom, Il Gesù, sowie den Entwurf des Doms St. Nikolaus in Ljubljana (stolnica). Es wird vermutet, dass Pozzo auch die Fassade der Jesuitenkirche Santa Maria Maggiore in Triest gestaltete.

Typisch für seine Malweise sind starke perspektivische Verkürzungen, die Quadraturmalerei nimmt großen Raum ein – im Gegensatz zu beispielsweise Sebastiano Ricci, der stattdessen mit extremer Untersicht arbeitet.

Andrea war der Bruder des weniger bekannten Architekten, Bildhauers und Malers Fra Giuseppe di San Antonio Pozzo, auch Jacopo Antonio Pozzo.

Bildergalerie

Schriften

  • Perspectiva pictorum et architectorum, 2 Teile, Rom 1693–1700:

Literatur

Weblinks

Commons: Andrea Pozzo – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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